Kritik des Paternalismus

Das Ressentiment ist tot

Das Ressentiment, also der intuitive Vorbehalt oder Groll gegen Personen oder Personengruppen, mithin das Unbehagen und die Distanzname, die im Begriff mitschwingen, ist von der Bildfläche verschwunden. Heutzutage ist alles Rassismus und dieser kann neuerdings auch ein unbewusster sein, wodurch sich ein weites Betätigungsfeld für Ideologen, Weltverbesserer und Denktherapeuten eröffnet, die angetreten sind, diesen Umstand zu lindern und zugleich zu kultivieren, denn ein Rassismus, der nicht nur ein unbewusster, sondern auch ein struktureller zu sein hat. kann immer nur noch schlimmer werden.

Wer die Gerechtigkeit zum zentralen Gestaltungsprinzip der Gesellschaft erhebt und die Freiheit auf einen zweiten Platz verweist, wird sich bald der Tatsache gegenübersehen, dass letztere sich dort nicht wohlgefühlt hat und nach Hause gegangen ist, verlangen doch strukturelle Probleme nach strukturellen Lösungen, weswegen das nunmehr verstetigte Angebot von Ideologen, Weltverbesserern und Denktherapeuten auch gleich schon verbindlich wird und mit Sanktionsmöglichkeiten ausgerüstet, um endlich Gerechtigkeit walten zu lassen, ohne jemals Gerechtigkeit erlangen zu können.

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