Israels Freunde
Wie der Online-Dienst “DEBKA” berichtet, planen Griechenland und Israel eine verstärkte Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet. Das Abkommen dient der gemeinsamen Terrorbekämpfung: “It will finalize an arms deal running into hundreds of millions of dollars, provide for regular joint military exercises and foster bilateral cooperation in the war on terror. The treaty is drafted on similar lines to Israel’s pacts with Turkey and Poland.”
Das ist insofern bemerkenswert, als in Griechenland die Vorstellung sehr populär ist, nach der die Palästinenser gegen Israel einen ähnlichen Befreiungskampf führen, wie ihn die Griechen gegen die osmanischen Besatzer im 19. Jahrhundert geführt haben. Unter der linken PASOK war Griechenland daher stets blind für eine Bedrohung durch den islamischen Terrorismus. Noch Anfang der 1980er Jahre hatte der PASOK-Gründer Andreas Papandreou die Israelis sogar mit den Nazis verglichen, während der spätere Ministerpräsident Simitis zusammen mit dem Italiener Berlusconi die Annäherung des iranischen Mullahstaats an die EU vorantrieb. Der griechische Analyst Takis Kefatzis befand: “Greece simply does not share Western values and perceptions.” DEBKA schreibt völlig zu recht:
…that for decades, Athens kept its distance from Jerusalem as long as Greece was ruled by a left-leaning government that supported the Palestinians against Israel and depended on the Arab states for its trade and support on the Cyprus question.
Unter der konservativen Regierung Karamanlis ändert sich das nun. Man hat erkannt, dass der islamische Terrorismus keineswegs nur Israel und die USA betrifft, sondern eine Gefahr für die freie Welt insgesamt darstellt:
…the Kostas Karamanlis government is more than willing for a strategic partnership with Israel now that it is part of Europe and its economy is growing fast (income per capita of 13,500 p.a.). On his agenda now is the modernization of Greece’s security and military systems and their conversion from being geared to hostile relations with Turkey to contending with the Islamic terrorist threat encircling its borders.
Al Qaeda’s Saudi cell and the Lebanese Hizballah have established strongholds in Bulgaria, Macedonia, Bosnia, Kosovo and Albania. Extremist fighters find it easy to slip in and out of Greece.
The two countries’ security services first began to work together when Israeli intelligence and private security firms took responsibility for safeguarding some of the installations and events of the 2004 Olympic Games. This cooperation Athens is keen on expanding. The treaty will give Israel’s strategic standing in the Mediterranean and southern Europe its biggest boost since the treaty was signed with Turkey in the 1980s.
Wieder einmal zeigt sich, dass auch in Griechenland Israels Freunde eher im bürgerlichen Lager zu finden sind, als im linken. War es die konservative Regierung Mitsotakis, die 1990 – als letztes Land der EU! – Israel diplomatisch anerkannte, so ist es heute wiederum die konservative Regierung Karamanlis, die die strategische Partnerschaft weiter vorantreibt.
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Das Problem an DEBKA ist, dass deren Quellen regelmässig unbenannt bleiben. Ich kenne mich in dem Metier etwas aus, da mir Israel sympathisch ist, stehe ich den Infos von DEBKA auch aufgeschlossen gegenüber. Gleichwohl kann die Zuverlässigkeit von DEBKA allenfalls als befriedigend eingestuft werden, weil DEBKA, geheimdienstnah, eben auch eine Propaganda-Website ist.
Mit anderen Worten: DEBKA ergänzt immer wieder das Lagebild, zweifellos – aber das macht andersherum Jihad Unspun genauso. Die Querverweise ergeben dann meist erst die Bestätigung der Infos.
danke für den hinweis. die griechischen medien haben, soweit mir bekannt, noch nicht über die neue zusammenarbeit berichtet. sobald ich eine quelle von dieser seite finde, werde ich sie hier posten.
[...] ¤nder der EU ausweist. Unter der konservativen Regierung Karamanlis scheint man jedoch das Ruder gewendet zu haben. Für die DEBKA-Meldung einer verstärkt [...]