Der Irak hat entschieden
Das Votum der 9.852.291 irakischen Wähler ist klar: Eine deutliche Mehrheit von 78,59% hat für den Verfassungsentwurf gestimmt.
Das Wahlergebnis ist knapp und doch nicht knapp zugleich. Zum einen sprechen 78,59% der Ja-Stimmen eine unmissverständliche Sprache, zum anderen hat in drei Provinzen jeweils eine Mehrheit gegen die Verfassung gestimmt. Dabei gilt die Regelung, dass, wenn in mindestens drei Provinzen je mindestens zwei Drittel der Wählerschaft dagegen stimmen, die Verfassung insgesamt als abgelehnt gilt.
In zwei Provinzen wurde die Zweidrittel-Mehrheit gegen die Verfassung auch erreicht: In Salahaddin mit 81,57% und Anbar mit unglaublichen 96,96%. An Ninive dagegen wäre beinahe alles gescheitert: Hier haben 55,08% mit Nein gestimmt, aber die Zweidrittel-Marke wurde verfehlt.
Wie nicht anders zu erwarten kam die meiste Zustimmung aus den Reihen der Kurden und Schiiten.
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