Links und rechts und Israel
Auch in Italien nennen die wenigsten Freunde Israels die Linke ihre politische Heimat. Die FAZ (nur Druckausgabe) berichtet aus Rom:
Als Reaktion auf die Forderung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, Israel zu vernichten, hat der Chefredakteur der rechtsliberalen italienischen Zeitung “Foglio”, der bekannte Journalist Ferrara, zu einer Solidaritätskundgebung mit Israel vor der iranischen Botschaft in Rom aufgerufen. Während die Politiker der regierenden Mitte-rechts-Koalition Sympathie für diese Inititative bekräftigten, begann unter den Linksparteien eine kontroverse Debatte darüber. Der Fraktionsvorsitzende der linksdemokratischen Abgeordneten, Violante, warnte am Donnerstag davor, Iran zu isolieren. Der Kommunistenführer Bertinotti lehnte eine Teilnahme und eine Solidaritätserklärung für das Existenzrecht Israels ab. … usw.
Bemerkenswert ist, wie leicht ein europäisches Land wie Italien sich spalten lässt. Sollte es nicht Konsens aller Demokraten sein, dass ein Aufruf zur Vernichtung Israels zu nichts anderem als zu uneingeschränkter Solidarität mit diesem zu führen hat? Und zwar ungeachtet der Tatsache, wie man ansonsten zu Israel stehen mag?
Wenn Europa sich angesichts der Worte eines Extremisten nur wie eine Schar Hühner aufzuführen weiss, dann hat es schon kapituliert.
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