Der Mythos vom irakischen Widerstand
Zivilisten sind mittlerweile reguläres Ziel der Terroristen im Irak. Dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, zeigen einige Episoden der letzten Tage. So berichtet KurdishMedia am 10.07., dass ein Selbstmordattentäter in der Nähe eines Krankenhauses und eines Gebäudes der Stadtverwaltung mindestens vier Menschen in den Tod gerissen habe. Da weder Militär- noch Polizeipräsenz zum unmittelbaren Zeitpunkt der Tat vorhanden war, schliessen die Behörden, dass die zivilen Opfer beabsichtigt waren.
Middle East Transparent gibt einen besonders interessanten Einblick in die krude Denkweise islamischer Terroristen. So fordert der Anführer einer sog. ‘Salafitischen Gruppe’ vom Terrorchef al-Zarqawi, “Franzosen in den Kreis der potentiellen Entführungsopfer im Irak aufzunehmen und fügt hinzu, dass seine Organisation verschiedene Arten von ‘Druck’ auf Frankreich ausüben werde, mit dem Ziel, die Freilassung einer Zahl von Kadern zu erwirken, die in …. Algerien einsitzen!”
Der französische Kurs der Zurückhaltung im Kampf gegen den Terrorismus wird sich wohl nicht bezahlt machen.
Und die FAZ von heute meldet ein “Blutbad unter Kindern in Bagdad“:
24 Kinder im Alter zwischen zehn und 13 Jahren wurden mit in den Tod gerissen, als sich der Attentäter am Vormittag im Südosten der irakischen Hauptstadt in die Luft sprengte, wie Krankenhausmitarbeiter und die amerikanische Armee mitteilten. 20 weitere Kinder wurden bei dem Anschlag verletzt, ein amerikanischer Soldat wurde getötet. Der Attentäter näherte sich nach Angaben eines Offiziers, als sich im Viertel El-Dschedidah zahlreiche Kinder um eine Gruppe amerikanischer Soldaten versammelt hatten. Dann habe er sich in die Luft gesprengt.
Der Vater eines getöteten Kindes bringt seine Verzweiflung zum Ausdruck: „Warum greifen sie unsere Kinder, Zivilisten, Iraker an?”
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