Greater Iranian Middle East
Wohin steuert der Iran? Die Machtverhältnisse sind keineswegs so klar, wie sie scheinen. Zwar hat Chamenei, indem er den Hardliner Ahmadi-Nezhad ins Präsidentenamt lancierte, seine Machtposition gefestigt, dennoch wird diese aus den Reihen des Militärs und der paramilitärischen Gruppen (Basij) ständig herausgefordert. Mehdi Khalaji und Mohsen Sazegara schreiben für das “Washington institute for Near East Policy” über Chameneis Büchse der Pandora:
The Supreme Leader himself allowed the security and military forces into politics, and now that they have power, they and their political allies have turned on him. For example, Khamenei appointed ex-IRGC officers (IRGC = Islamic Revolutionary Guard Corps – MK) to highly politicized and administrative positions such as director of state radio and television. Military officers have moved into crucial competitive political positions as well, often at the expense of old conservatives. Many of these officers hail from a bazaar background—Ahmadinejad being a prime example. (…)
Yet, the same dagger that Khamenei used to subdue the people may, in the end, stab him in the back. The new fundamentalists can pose a threat to Khamenei in his role as commander-in-chief of the armed forces. They seek to militarize the Iranian government through the political opportunities afforded them by the Supreme Leader. Such militarization could in turn undercut the religious and political legitimacy of the system and therefore of Khamenei himself.
Diese Militarisierung lässt sich auch nach aussen hin feststellen. Das Mullah-Regime führt zunehmend einen »low-intensity war« gegen die amerikanischen Truppen, so Amir Taheri in der New York Post. Ziel ist es, die Koalitionstruppen zu zermürben, und sie dazu zu bringen, bis spätestens zum Ende der Amtszeit von George W. Bush aus dem Irak abzuziehen. Das entstehende Vakuum als neue Regionalmacht im Nahen Osten will das Regime in Teheran nur zu gerne füllen. Jordanischen Geheimdienstangaben zufolge sind mittlerweile ausserdem eine Million Menschen, viele von ihnen Exil-Iraner, in den schiitischen Süden des Irak eingewandert. Darunter werden an die 12.000 bewaffnete Männer sowie Geheimdienstoffiziere vermutet. Aus dem Iran geschmuggelte Dokumente, sowie Interviews, die der »Time«-Reporter Michael Ware mit Geheimdienstmitarbeitern der USA, Britanniens und des Irak führte, belegen die Absicht des Iran, einen schiitisch dominierten Einflussbereich unter Führung Teherans zu schaffen.
Wie nun der iranische Investigationsjournalist Ali Nourizadeh im Verbund mit einem Reporter der saudischen Zeitung »al-Sharq al-Awsat« aufdeckte, hat das Mullah-Regime mittlerweile auch den Kampf gegen die britischen Truppen im Südirak aufgenommen. So geht aus militärischen Quellen innerhalb des Iran hervor, dass das dem Revolutionsführer Chamenei unterstehende »Jerusalem-Korps« seine Zusammenarbeit mit den im Irak operierenden »Ansar al-Islam« und der »Djihad-Organisation des Irak« intensiviert hat. Amir Taheri:
–––And then, as Khamenei has said, it will be the Islamic Republic — not the United States — that will decide the future not only of Iraq but of the entire Middle East.


[...] n sie nun auch über deutlich schwereres Geschütz. Damit sollen offenbar ihre gewachsenen Machtansprüche vom Regime befriedigt werden. Die Mi [...]
[...] gegründet. — Siehe auch: • Am Vorabend der Ära Ahmadi-Nejad, 21. Juli 2005, • Greater Iranian Middle East, 10. September 2005, • [...]
[...] der einer islamischen Gesellschaft hinbewegen.” (Dank an M.R.) — Siehe auch: • Greater Iranian Middle East, 10. September 2005.
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