Flat-Tax: Das Beispiel Slowakei
Aus der FAZ:
Im ersten Halbjahr 2005 hat das Wirtschaftswachstum in der Slowakei abermals die Fünf-Prozent-Marke überschritten. Es liegt damit höher als das tschechische, das ungarische und das polnische. (…) Die slowakische Volkswirtschaft hat sich plötzlich vom Siebenschläfer in den Tiger der Karpaten gewandelt. Am 1. Januar 2004 trat ein einheitlicher Steuersatz (Flat Tax) von 19 Prozent in Kraft, als Kernstück eines umfassenden Reformpaketes, das auch den Arbeitsmarkt liberalisierte, das Gesundheitswesen umstrukturierte und das Pensionssystem auf das Kapitaldeckungsverfahren umstellte. Die konservative Regierung erkannte in der Steuerreform die große Chance, die Slowakei in eines der kompetitivsten Länder der EU und der OECD zu verwandeln.
Die slowakischen Reformer um Finanzminister Ivan Miklos stützen sich auf folgende Grundsätze: Die Steuerlast soll von der Produktion in den Konsum verlagert werden; alle Ausnahmen müssen mit einem Schlag beseitigt und jegliche Form von Doppelbesteuerung vermieden werden; die Besteuerung darf nicht zum Ziel haben, den Wettbewerb zu verzerren. Die Erfolge sprechen für sich:
–––Die erste Regierung unter Mikulas Dzurinda, ein reformunfähiges Regenbogenkabinett aller Meciar-Gegner von links bis rechts, hinterließ 2002 eine Arbeitslosenrate von 18,6 Prozent. Im Juni, eineinhalb Jahre nach der Einführung der Flat Tax, meldeten die Arbeitsämter nur noch 11,1 Prozent Arbeitslose.

[...] en meisten Ländern, und die Erwerbslosigkeit sinkt. In der Slowakei, daran sei hier noch einmal erinnert, hat man auch positive Erfahrungen mit der [...]