Als islamophob…
…verurteilte die Krimi Autorin Hilal Sezgin die Rede des Papstes Benedikt vor zwei Tagen in der TAZ. Das kommt aber bei Apologeten heraus, die vom Gegenstand ihrer Verteidigung keine ausreichende Ahnung haben:
Gegen Mohammed richtet sich vielmehr Benedikts XVI. eigener Kommentar: “Der Kaiser wusste sicher, dass in Sure 2,256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns die Kenner sagen, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war”.
Hier hat der Papst schlicht die muslimische Position referiert. Zudem hielt sie Benedikt christliche Verbrechen vor:
Und während die Unschuldigen mit ihren Frauen und Kindern in den frühen Morgenstunden schliefen, fielen sie über das Dorf her, zündeten die Häuser an, die gewöhnlich aus Stroh waren, und verbrannten die Kinder und Frauen und viele Männer bei lebendigem Leibe, bevor sie aufwachten. Sie töteten, wen sie wollten, und wen sie lebendig fingen, den folterten sie zu Tode (…) Nachdem das Feuer ausgebrannt oder erloschen war, suchten sie das Gold zusammen, das sich in den Häusern befand.
Das ist legitim. Angesichts des Autors dieses Zitats, Bartolomé de las Casas sind wir schon bei einem Problem. Der jesuitische Kritiker der spanischen Conquista in Südamerika wettert wegen brutaler, religiös legitimierter Kriegführung gegen einen christlichen Staat. Für eine sinnvolle Auseinandersetzung hätte diese Frage gestellt werden müssen.
— Nachtrag 24.9.2006 —
Heute im Presseclub setzte sie noch eins drauf: Angeblich geht die Ringparabel auf den Koran zurück.
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Mit Hilal Sezgin bin ich zur Schule gegangen, kenne auch ihre Schreibe. Glaub mir, die Auseinandersetzung lohnt nicht …
[...] Rundschau” unter dem Titel “Deutschsein auf türkisch [sic] – die Publizistin Hilal Sezgin” wirklich einen eigenen Sendebeitrag widmen? Mi [...]