“Erfüllen Sie hier eine Mission oder sind Sie Journalist?”

By Michael Kreutz · September 25, 2006

Ahmadi-Nejad, international bekannter Wirrkopf aus Teheran im Range eines Präsidenten, sah sich im Interview den Fragen eines hartnäckigen Journalisten ausgesetzt:

WELT.de: Ist es wirklich Ihr Ernst, wenn Sie sagen, Israel solle vom Angesicht der Erde getilgt werden?

Ahmadinedschad: Wir müssen uns die Lage im Nahen Osten ansehen – 60 Jahre Krieg, 60 Jahre Vertreibung, 60 Jahre Konflikt, nicht ein einziger Tag Frieden. Sehen Sie sich den Krieg im Libanon an, den Krieg in Gaza – wo liegen die Gründe für diese Zustände? Wir müssen das Problem an der Wurzel packen.

WELT.de: Sie schlagen vor, Israel vom Angesicht der Erde zu tilgen?

Ahmadinedschad: Unser Vorschlag ist sehr klar: Lasst das palästinensische Volk in einem freien und fairen Referendum über sein Schicksal entscheiden, und das Ergebnis, wie immer es aussehen mag, sollte akzeptiert werden. Heute herrscht ein Volk über das Land, das dort keine Wurzeln hat.

WELT.de: Sie wurden mit der Aussage, Israel solle vom Angesicht der Erde getilgt werden, zitiert. Ist das Ihre Überzeugung?

Ahmadinedschad: Was ich gesagt habe, hat meine Position deutlich gemacht. Wenn wir uns die Karte des Nahen Ostens vor 70 Jahren ansehen ?

WELT.de: Also lautet die Antwort ja, Sie sind der Überzeugung, dass Israel vom Angesicht der Erde getilgt werden solle?

Ahmadinedschad: Fragen Sie mich ja oder nein? Ist das ein Test? Respektieren Sie das Recht der palästinensischen Nation auf Selbstbestimmung? Ja oder nein? Wird Palästina, als Nation, das Recht zugestanden, unter menschenwürdigen Bedingungen zu leben oder nicht? Lassen wir es zu, dass den Rechten dieser fünf Millionen vertriebenen Menschen Geltung verschafft wird.

WELT.de: Wenn sich das palästinensische Volk für eine Zwei-Staaten-Lösung entschiede, würden Sie diese Entscheidung unterstützen?

Ahmadinedschad: Die Politiker in den Vereinigten Staaten sollten es den Palästinensern gestatten zu wählen, und danach respektieren wir alle die Ergebnisse. Sie würden nicht einmal einen kleinen palästinensischen Staat akzeptieren. Deshalb sind wir der Überzeugung, dass man das Problem an der Wurzel packen muss. Juden werden, wie andere Individuen, respektiert werden müssen. Es ist nicht nötig, das Land anderer zu besetzen, sie zu vertreiben, ihre jungen Leute zu inhaftieren und ihre Wohnungen und Felder zu zerstören und benachbarte Staaten anzugreifen.

Wir haben verstanden. Nur, wie Israel beseitigt werden soll, das sagt Ahmadi-Nejad nicht. Man will ja keinen Vorwand für einen Präventivschlag liefern. Sehr amüsant übrigens, wie sich der Henker Gottes um die Palästinenser sorgt: Das Mullah-Regime ist weltweit führend in der Exekution Minderjähriger.

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Comments

One Response to ““Erfüllen Sie hier eine Mission oder sind Sie Journalist?””

  1. Stephanie Sellier on September 25th, 2006 8:04 pm

    Die folgenden Ahmadinedschad-Zitate, gesammelt von der BBC, sind auch eine Wonne, etwa:

    “We love everyone in the world - Jews, Christians, Muslims, non-Muslims, non-Jews, non-Christians… We are against occupation, aggression, killings and displacing people - otherwise we have no problem with ordinary people.”

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/5368458.stm

    Und natürlich bestreitet er, Antisemit zu sein - was mich an dieses wundervolle “Titanic”-Plakat erinnert: “Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?”

    http://www.titanic-magazin.de/.....cover.html

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