Nobelpreis gegen den Strich gelesen.
Der türkische islamische, früher zumindest islamistische Kolumnist Ali Bulaç zählt in seinem Kommentar (tr.) für ZAMAN die fünf Muslime auf, die einen Nobelpreis erhalten haben. Auf Mohammed Yunus und den pakistanischen Physiker Abdus Salam (1977) geht er nicht weiter ein, den ägyptischen Chemiker Ahmed Zewail (1999) vergisst er. Hinsichtlich der literarischen Auszeichnung wie auch des Friedensnobelpreises besteht er jedoch darauf, dasss deren Verleihung immer mit parallelen Ereignisen im Zusammenhang betrachtet werden müsse.
Orhan Pamuk werde ausgezeichnet, während zugleich die französische Nationalversammlung das Gesetz wider die Leugnung des Genozids an den Armeniern verabschiedete. Zugleich wurden in der Türkei mehrer islamische Autoren verurteilt. Nagib Mahfuz sei dagegen ein guter Schriftsteller, doch habe er ohne böse Absicht in seinem Roman “Kinder unseres Viertels” Muhammad und die Werte des Islams durch eine unangemessene Darstellungsweise beleidigt. Aber in jenen Jahren bereiteten die USA Ägypten ohnehin auf eine wichtige Rolle vor. Das Land wurde Mitglied des Sicherheitsrates, vertreten durch (den Kopten, M.R.) Boutros Ghali sollte es dort die islamische Welt vertreten!
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Ja, der gute Boutros Ghali – muss damit leben, eine Intervention der UN-Truppen vor dem Massaker in Ruanda verhindert zu haben. Er war nicht gerade ein Glanzpunkt in der Geschichte der Vereinten Nationen.