Aporien des Relativismus

By Martin Riexinger · November 3, 2006

In seinem äußerst lesenswerten Merkur-Essay “Kulturelle Grundlagen wirtschaftlichen Erfolgs” erinnert Siegfried Kohlhammer daran, dass die American Anthropological Association 1947 eine Erklärung verfasste, in der sie sich gegen die Universalität der Menschenrechte wandte. Die Juraprofessorin Karen Engle analysiert*, wie in den folgenden Jahrzehnten amerikanische Anthropologen über diese Erklärung debattierten. Dabei wird deutlich, dass sie das besagte Dokument als zunehmend als Peinlichkeit empfanden. Doch rangen sie sich nie dazu durch, deutlich zu sagen dass “Kollektivrechten” keinen Vorrang individuellen Menschenrechten zukommen dürfe.

* Der “Human Rights Quarterly” ist in zahlreichen Uni-Netzen freigeschaltet.

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