Der kranke Mann des Westens
In Asien, so Urs Schoettli, Peking-Korrespondent der “Neuen Zürcher”, sei ein Deutschland-Bild verbreitet, das politisch wie intellektuell allen Glanz verloren habe. In den Schweizer Monatsheften schreibt er, so resümiert Arnulf Baring in der FAZ:
Man sehe eine Nation, die sich der Zukunft “fast schon willentlich” verschließe. Aus asiatischer Optik sei Deutschland der “kranke Mann” des Westens. Unter jüngeren Menschen herrsche der Eindruck, daß Deutschland ein “lost case” sei, auf verlorenem Posten stehe, sich unaufhaltsam in einer Spirale von Abstieg und weiterem Bedeutungsverlust befinde: (…) Während Margaret Thatcher und auch Tony Blair zu neuen Ufern aufgebrochen seien und vieles in Bewegung gesetzt hätten, stehe Deutschland für eine Politik des Beharrens, des Verwaltens und einer kurzsichtigen Selbstgenügsamkeit.
Frank Sieren, ein Journalist, der der seit elf Jahren in China lebt, beschreibt die Herausforderung, vor der Deutschland steht, so:
“Es sind, zusammenfassend gesagt, nicht der globale Terror, nicht die Alterung der westlichen Gesellschaften, nicht die drohende Umweltkatastrophe, die uns am meisten beschäftigen müssen, sondern es ist der Aufstieg Chinas.”
Wenn Deutschland darauf nicht die passende Antwort findet und seine Wirtschaft liberalisiert, dann dürfe die Zukunft in etwa so aussehen:
“Deutschland bedeutet dann: Industriemuseum im Ruhrgebiet mit deutschen Maschinen, die nie kaputtgehen, die aber niemand mehr braucht; das Bier natürlich, Grünkohl und Pinkel, Beethovens Fünfte, der Kölner Dom, Bratwurst und Sauerkraut, Aachener Printen und Dresdner Stollen, und Deutschland bedeutet dann auch, mit dem alten Transrapid im Emsland im Kreis zu fahren. Erlebnisse, die mit deutscher Präzision auf die gehetzte Schanghaier Mittelschicht zugeschnitten sind. In den Zentren wachen deutsche Beamte mit denkmalpflegerischer Strenge und einem riesigen Verwaltungsapparat über die Lübecker Altstadt, den hessischen Apfelwein, den Nürnberger Christkindlmarkt und darüber, daß der Originalzustand des Rheins nicht verändert wird.”
Der ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat in seinem Buch über die “Basar-Ökonomie” eindrucksvoll dargelegt, warum die Fertigungstiefe in Deutschland immer geringer wird und die Exportstärke der deutschen Wirtschaft nur die Kehrseite eines überregulierten Marktes ist.
Aber solange Liberalismus ein Angstwort in Deutschland ist, wird der Weg in die Deindustrialisierung nicht aufzuhalten sein.
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Vielen Dank! Nun muessen wir irgendwie aus diesen Informationen Mainstreamwissen im deutschen Volk entwickeln.
Deutschland muss sich selbst befreien. Wir brauchen eine Margaret Thatcher, einen Ronald Reagan, jemanden mit Rueckgrat, der oder die Sozialisten aus allen Parteien mit Mut und Entschlossenheit entgegentritt.
Die Jugendlichen sollten Hayek und Friedmann lesen, nicht Marx und Lenin; d.h. sie sollten beides lesen und sich wirklich fragen, was Freiheit schafft, sozialistischer Egalitarismus und Bevormundung durch einen ineffizienten Staatsapparat oder der Unternehmergeist, der die Arbeitslosigkeit und endlose Lethargie in Deutschland eliminieren kann, der aber nur durch eines geschaffen wird, durch die Freiheit selbst.
“They that can give up essential liberty to obtain a little temporary safety deserve neither liberty nor safety.” (Benjamin Franklin) Ich glaube, das deutsche Volk verdient die Gleichheit und Solidariataet der Freiheit, auch wenn es dies momentan selbst nicht so sieht und weiterhin Sozialisten seine Stimme gibt.