Sprung über das Feuer
In einer Woche wird gefeiert. Dann nämlich, am 21. März, findet das iranische Nouruz-Fest statt, das wegen seiner vorislamischen Wurzeln vor allem in Abgrenzung zur herrschenden Theokratie begangen wird und dementsprechend beim Regime auf wenig Gegenliebe stösst. Dieses Jahr fällt es mit Arba’in zusammen, einem Fest zum Gedenken an den dritten Imam der Schia, Husain, der 680 in der Schlacht von Kerbela gefallen war. Deshalb ist das Regime entschlossen, das ohnehin geltende Verbot öffentlicher Nouruz-Feiern, zu denen das verbreitete Springen über Feuer gehört, dieses Jahr auch durchzusetzen. Und dann könnte es heiss werden auf Teherans Strassen.
Den Auftakt bildet ein Festtag namens Tschaharschanbe-Suri[1], das am letzten Mittwoch des 12. Monats des iranischen Kalenders[2] begangen wird. Das ist morgen. Darf man dieser Quelle hier trauen (Dank an N. Amirsedghi), so wird das Regime stärker als bisher herausgefordert werden:
An increasing number of Iranians are coming, at this time (19:15 Iran Local Time), into most Iranian avenues and streets in a flagrant sign of defiance to the Islamic regime. Most cities, such as, Tehran, Esfahan, Shiraz, Hamedan, Kermanshah or Oroomiah (former Rezai-e) are affected by the move.
In many places, security forces are just contenting to watch the crowd as knowing that an incident put turn the page. In some places and already at the start of a long evening, several security patrol cars have been damaged due to hand made explosive devices.
Even some isolated security posts, such as, the one located isnide Tehran University has been damaged by masked young Iranians who threw explosive devices inside the facility by forcing the usually feared Bassij Para-Military agents to run out.
Unser Blick sollte also in den kommenden Wochen auf den Iran gerichtet sein. Noch einmal sei hier daran erinnert, dass in vier Tagen auch der iranische Dissident Akbar Gandji freigelassen wird. Ein Fanal der Freiheit?
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[1] Pers. Tschaharschanbe = “Mittwoch”. Altpers. “sur” = “rot”; es steht für Gesundheit und Wohlbefinden.
[2] Der iranische Kalender ist ein Sonnenkalender. Nouruz ist an den Sonnenkalender gebunden und nicht beweglich. Arba’in dagegen wird nach dem islamischen Mondkalender berechnet.

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By M. Kreutz
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