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	<title>Comments on: Der türkische Staat und die EU</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>By: Transatlantic Forum &#187; Blog Archive &#187; 300.000 gegen Erdogan</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-38807</link>
		<dc:creator>Transatlantic Forum &#187; Blog Archive &#187; 300.000 gegen Erdogan</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 22:49:34 +0000</pubDate>
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		<description>[...] der Türkei auf die Strasse gegangen. Auch wenn die Behauptung, die Türkei sei säkular, eher ein westliches Missverständnis darstellt, so verzichtet der türkische Staat jedoch auf eine Legimitation durch die Religion – [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] der Türkei auf die Strasse gegangen. Auch wenn die Behauptung, die Türkei sei säkular, eher ein westliches Missverständnis darstellt, so verzichtet der türkische Staat jedoch auf eine Legimitation durch die Religion – [...]</p>
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	<item>
		<title>By: TRANSATLANTIC FORUM/ΤΡΑΝΣΑΤΛΑΝΤΙΚ ΦΟΡΟΥΜ  &#187; Blog Archive   &#187; Türkei und Israel - ein Nachtrag</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3428</link>
		<dc:creator>TRANSATLANTIC FORUM/ΤΡΑΝΣΑΤΛΑΝΤΙΚ ΦΟΡΟΥΜ  &#187; Blog Archive   &#187; Türkei und Israel - ein Nachtrag</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2006 11:46:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 	 		 			Türkei und Israel - ein Nachtrag 	By M. Kreutz			 					Ein Nachtrag zu meinen Ausführungen über die Türkei, ihr Verhältnis zu Israel und eine m [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 	</p>
<p> 			Türkei und Israel &#8211; ein Nachtrag<br />
 	By M. Kreutz<br />
 					Ein Nachtrag zu meinen Ausführungen über die Türkei, ihr Verhältnis zu Israel und eine m [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: N. Neumann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3336</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2006 15:02:13 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;...Alles bei steigender Assimilation bzw. Durchmischung...&lt;/i&gt; (Gilt für die Yeziden natürlich nur äußerst eingeschränkt.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8230;Alles bei steigender Assimilation bzw. Durchmischung&#8230;</i> (Gilt für die Yeziden natürlich nur äußerst eingeschränkt.)</p>
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		<title>By: N. Neumann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3335</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2006 14:59:09 +0000</pubDate>
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		<description>P.S.: Für die Stadt/Provinz Bingöl finden sich jedenfalls in den nicht-turksprachigen Gefilden des Internets keine Hinweise auf einen überproportional hohen Anteil nicht kurdischer-Bevölkerungsteile.  </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S.: Für die Stadt/Provinz Bingöl finden sich jedenfalls in den nicht-turksprachigen Gefilden des Internets keine Hinweise auf einen überproportional hohen Anteil nicht kurdischer-Bevölkerungsteile.</p>
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		<title>By: N. Neumann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3334</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2006 14:50:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;Die Städte im Südosten der Türkei haben traditionell oft türkisch- und/ oder arabischsprachige Bevölkerung, während die Landbevölkerung in der Umgebung kurdisch spricht.&lt;/i&gt;

Ein ethnisches bzw. sprachliches Zentrum-Perepherie-Gefälle im Südosten der Türkei existiert meines Wissens nach so nicht. Ich bezweifle, dass die Kleinstminderheiten* im Südosten der Türkei selbst relativ zur kurdisch-sunnitischen bzw. kurdisch-alevitischen Bevölkerungsmehrheit, durchschnittlich in der von Ihnen angeführten Deutlichkeit zur (Provinz)Stadtbevölkerung zählen (warum sollte dem so sein?). Auch dann, wenn Sprache und nicht einfach nur Ethnie bzw. ethnische Identität** die bestimmende Kategorie sein soll.

Nennen sie mir daher zumindest mehrere (Provinz)Städte im Südosten der Türkei, in denen die Stadtbevölkerung mehrheitlich nur Türkisch bzw. Arabisch und Türkisch spricht.

 *Zumeist Araber, darunter verhältnismäßig viele Christen, zusätzlich wohl auch noch ein paar Tscherkessen, Bosnier, Georgier(?) und, sozusagen sehr inoffiziell, Armenier und die ethnisch-türkische religiöse Minderheit der Yeziden. Alles bei steigender Assimilation bzw. Durchmischung, viele nicht nur im Südosten ansässig, Angehörige von kleineren Turkvölkern, außer Tscherkessen wg. offenbar vergleichsweise ausgeprägter (Teil-)Identität, nicht mit eingerechnet. (Bitte korrigieren Sie mich.)

 **So gibt es z.B. glühende Kemalisten mit rein kurdischen Vorfahren, d.h. es besteht natürlich auch im Südosten der Türkei kein zwingender Zusammenhang zwischen Identität und Abstammung. 
                 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Die Städte im Südosten der Türkei haben traditionell oft türkisch- und/ oder arabischsprachige Bevölkerung, während die Landbevölkerung in der Umgebung kurdisch spricht.</i></p>
<p>Ein ethnisches bzw. sprachliches Zentrum-Perepherie-Gefälle im Südosten der Türkei existiert meines Wissens nach so nicht. Ich bezweifle, dass die Kleinstminderheiten* im Südosten der Türkei selbst relativ zur kurdisch-sunnitischen bzw. kurdisch-alevitischen Bevölkerungsmehrheit, durchschnittlich in der von Ihnen angeführten Deutlichkeit zur (Provinz)Stadtbevölkerung zählen (warum sollte dem so sein?). Auch dann, wenn Sprache und nicht einfach nur Ethnie bzw. ethnische Identität** die bestimmende Kategorie sein soll.</p>
<p>Nennen sie mir daher zumindest mehrere (Provinz)Städte im Südosten der Türkei, in denen die Stadtbevölkerung mehrheitlich nur Türkisch bzw. Arabisch und Türkisch spricht.</p>
<p> *Zumeist Araber, darunter verhältnismäßig viele Christen, zusätzlich wohl auch noch ein paar Tscherkessen, Bosnier, Georgier(?) und, sozusagen sehr inoffiziell, Armenier und die ethnisch-türkische religiöse Minderheit der Yeziden. Alles bei steigender Assimilation bzw. Durchmischung, viele nicht nur im Südosten ansässig, Angehörige von kleineren Turkvölkern, außer Tscherkessen wg. offenbar vergleichsweise ausgeprägter (Teil-)Identität, nicht mit eingerechnet. (Bitte korrigieren Sie mich.)</p>
<p> **So gibt es z.B. glühende Kemalisten mit rein kurdischen Vorfahren, d.h. es besteht natürlich auch im Südosten der Türkei kein zwingender Zusammenhang zwischen Identität und Abstammung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: M. Riexinger</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3322</link>
		<dc:creator>M. Riexinger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2006 06:38:59 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Wobei bzw. zumal das Wort eingesessen auch in Bezug auf Städte im türkischen Südosten mehr auf eine ethnisch-kurdische Herkunft und weniger auf eine ethnisch-türkische verweist.&lt;/blockquote&gt;

Das können Sie so nicht sagen. Die Städte im Südosten der Türkei haben traditionell oft türkisch- und/ oder arabischsprachige Bevölkerung, während die Landbevölkerung in der Umgebung kurdisch spricht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wobei bzw. zumal das Wort eingesessen auch in Bezug auf Städte im türkischen Südosten mehr auf eine ethnisch-kurdische Herkunft und weniger auf eine ethnisch-türkische verweist.</p></blockquote>
<p>Das können Sie so nicht sagen. Die Städte im Südosten der Türkei haben traditionell oft türkisch- und/ oder arabischsprachige Bevölkerung, während die Landbevölkerung in der Umgebung kurdisch spricht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: N. Neumann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3312</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2006 21:59:30 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;Ob es sich bei den Franchisenehmern um Kurden handelt ist fraglich.&lt;/i&gt;

Eher nein, die Attentäter und ihre Helfer stammen allesamt unmittelbar und mittelbar aus der Stadt/Provinz Bingöl, wohl einer islamistischen Hochburg im Allgemeinen und IBDA-C (Front der Vorkämpfer des großen islamischen Ostens) sowie vor allem der türkischen Hisbollah* im Besonderen. (Der türkische Staat ließ letztere zeitweise zumindest gewähren, weil sie konsequenterweise auch die PKK als gottlose Konkurrenz begriff und dementsprechend mithin bekämpfte.)  

Und dass es sich bei den Attentätern und Helfern um Söhne von türkischen Verwaltungsbeamten, Lehrern oder Polizisten handelt - also des Großteils des dort erheblich kleineren ethnisch-türkischen Bevölkerungsteils - kann als unwahrscheinlich gelten.

&lt;i&gt;Sie stammten meines Wissens aus eingesessenen städtischen Familien, und die sind auch in den Städten des Ostens oft Türken.&lt;/i&gt;

Wobei bzw. zumal das Wort eingesessen auch in Bezug auf Städte im türkischen Südosten mehr auf eine ethnisch-kurdische Herkunft und weniger auf eine ethnisch-türkische verweist.

(Möglicherweise verdeckt auch ein wenig die Berichterstattung über den Kurdenkonflikt im türkischen Südosten das Vorhandensein von Islamismus daselbst.)   

 *Heißt nur so, ist kein Ableger der libanesischen; auch innerhalb der Terrorismusforschung ein sehr spezielles Thema.

Exemplarisch:

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/245402

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Ob es sich bei den Franchisenehmern um Kurden handelt ist fraglich.</i></p>
<p>Eher nein, die Attentäter und ihre Helfer stammen allesamt unmittelbar und mittelbar aus der Stadt/Provinz Bingöl, wohl einer islamistischen Hochburg im Allgemeinen und IBDA-C (Front der Vorkämpfer des großen islamischen Ostens) sowie vor allem der türkischen Hisbollah* im Besonderen. (Der türkische Staat ließ letztere zeitweise zumindest gewähren, weil sie konsequenterweise auch die PKK als gottlose Konkurrenz begriff und dementsprechend mithin bekämpfte.)  </p>
<p>Und dass es sich bei den Attentätern und Helfern um Söhne von türkischen Verwaltungsbeamten, Lehrern oder Polizisten handelt &#8211; also des Großteils des dort erheblich kleineren ethnisch-türkischen Bevölkerungsteils &#8211; kann als unwahrscheinlich gelten.</p>
<p><i>Sie stammten meines Wissens aus eingesessenen städtischen Familien, und die sind auch in den Städten des Ostens oft Türken.</i></p>
<p>Wobei bzw. zumal das Wort eingesessen auch in Bezug auf Städte im türkischen Südosten mehr auf eine ethnisch-kurdische Herkunft und weniger auf eine ethnisch-türkische verweist.</p>
<p>(Möglicherweise verdeckt auch ein wenig die Berichterstattung über den Kurdenkonflikt im türkischen Südosten das Vorhandensein von Islamismus daselbst.)   </p>
<p> *Heißt nur so, ist kein Ableger der libanesischen; auch innerhalb der Terrorismusforschung ein sehr spezielles Thema.</p>
<p>Exemplarisch:</p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/245402" rel="nofollow">http://www.rp-online.de/public.....tik/245402</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: M. Riexinger</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3306</link>
		<dc:creator>M. Riexinger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2006 17:53:23 +0000</pubDate>
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		<description>@ N. Neumann

Ob es sich bei den Franchisenehmern um Kurden handelt ist fraglich. Sie stammten meines Wissens aus eingesessenen städtischen Familien, und die sind auch in den Städten des Ostens oft Türken.

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ N. Neumann</p>
<p>Ob es sich bei den Franchisenehmern um Kurden handelt ist fraglich. Sie stammten meines Wissens aus eingesessenen städtischen Familien, und die sind auch in den Städten des Ostens oft Türken.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: M. Kreutz</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3304</link>
		<dc:creator>M. Kreutz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2006 16:17:46 +0000</pubDate>
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		<description>Was den Antisemitismus in der Türkei anbetrifft, so wird er nach meinem Eindruck ähnlich gehandhabt wie ihn Griechenland: Man pflegt eine gehörige Abneigung gegen Juden, während man zugleich die Opferpose einnimmt, die es verbietet, einen eigenen Antisemitismus einzugestehen. 

Beide Länder beteuern bei jeder Gelegenheit, dass es Antisemitismus bei ihnen ÜBERHAUPT nicht gebe - überall, nur nicht in der Türkei! nur nicht in Griechenland!- obgleich der Hass auf die Juden dort kaum tabuisiert ist.

Denn &quot;der Jude&quot; hat schon immer Griechenland/ die Türkei gehasst - &quot;der Grieche&quot;/ &quot;der Türke&quot; ist IMMER Opfer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was den Antisemitismus in der Türkei anbetrifft, so wird er nach meinem Eindruck ähnlich gehandhabt wie ihn Griechenland: Man pflegt eine gehörige Abneigung gegen Juden, während man zugleich die Opferpose einnimmt, die es verbietet, einen eigenen Antisemitismus einzugestehen. </p>
<p>Beide Länder beteuern bei jeder Gelegenheit, dass es Antisemitismus bei ihnen ÜBERHAUPT nicht gebe &#8211; überall, nur nicht in der Türkei! nur nicht in Griechenland!- obgleich der Hass auf die Juden dort kaum tabuisiert ist.</p>
<p>Denn &#8220;der Jude&#8221; hat schon immer Griechenland/ die Türkei gehasst &#8211; &#8220;der Grieche&#8221;/ &#8220;der Türke&#8221; ist IMMER Opfer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: N. Neumann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/tuerkei-eu/comment-page-1/#comment-3303</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2006 15:47:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/486/halki/#comment-3303</guid>
		<description>&lt;i&gt;Ich habe an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass einer Umfrage zufolge der Aussage, keinen Juden zum Nachbarn haben zu wollen, in der Türkei satte 61,9% zustimmten, während es in den EU-Ländern gerade einmal 8,3% der Befragten waren (s. auch hier). Die Türkei mag ein Verbündeter Israels sein, ein Freund ist sie sicherlich nicht.&lt;/i&gt;

Die treffende Diagnose wird dadurch nicht besser. Aber der Genauigkeit halber sollte noch zusätzlich darauf hingewiesen werden, dass antisemitische Einstellungen in der Türkei, historisch bzw. von der Genese her betrachtet etwas anders gelagert als zumal in arabischen Ländern, wahrscheinlich nicht unwesentlich Produkt islamistischer, ultranationalistischer und partiell auch linksradikaler Propaganda der letzten 20 Jahre sind.

Ein kurdischstämmiger Freund wies mich z.B. vor einigen Jahren darauf hin, dass große Teile der kurdischen Bevölkerung der Türkei (genauer: jener türkischen Staatsbürger, die sich zuvörderst oder zumindest auch als Kurden verstehen) überhaupt keine Einstellung, also weder eine positive noch eine negative, zu Juden hätten oder zumindest gehabt hätten.

In Bezug auf kurdische PKK-Sympathiesanten ging er (sinngemäß) davon aus, dass sich dies durch das Wissen um die militärische Kooperation zwischen dem türkischen Staat und Israel, das (zeitweise) syrische Refugium der PKK in Syrien und die Medialisierung des Nahostkonflikts geändert habe.      
       
Abgesehen davon haben gerade viele der sunnitisch-kurdischen (es gibt auch kurdische Aleviten) Bewohner des in verschiedener Hinsicht wenig entwickelten, traditionalistisch geprägten Ostanatoliens oder viele derjenigen, die von dort aus weiter nach Westen, in die Städte gezogen sind, eine Affinität zum (türkischen) Islamismus haben -  Der bekanntlich auch in seinen gemäßigteren Ausprägungen weniger auf ein kemalistisches Türkentum, sondern selbstredend mehr auf Integration durch den Islam setzt.     
      
In diesem Zusammenhang ist es z.B. interessant zu sehen, dass die bislang einzigen türkischen Al Kaida-Operateure bzw. Al Kaida-Franchisenehmer (Anschläge von Istanbul)türkisch-kurdischer Herkunft waren. Was auch für die Bundesrepublik Deutschland sicherheitspolitische Implikationen hat: So hat zwar auch hier ein teilweise rabiater Islamismus türkischer Provinienz Integration zusätzlich erschwert und Antisemitismus unter Türken und türkischen Kurden populärer gemacht. Allerdings spricht sehr wenig dafür, dass der islamistische Teil der türkischen oder türkisch-kurdischen bzw. türkischstämmigen oder türkisch-kurdischstämmigen Bevölkerung Deutschlands, sicherheitspolitisch relevant ist.   

           
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Ich habe an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass einer Umfrage zufolge der Aussage, keinen Juden zum Nachbarn haben zu wollen, in der Türkei satte 61,9% zustimmten, während es in den EU-Ländern gerade einmal 8,3% der Befragten waren (s. auch hier). Die Türkei mag ein Verbündeter Israels sein, ein Freund ist sie sicherlich nicht.</i></p>
<p>Die treffende Diagnose wird dadurch nicht besser. Aber der Genauigkeit halber sollte noch zusätzlich darauf hingewiesen werden, dass antisemitische Einstellungen in der Türkei, historisch bzw. von der Genese her betrachtet etwas anders gelagert als zumal in arabischen Ländern, wahrscheinlich nicht unwesentlich Produkt islamistischer, ultranationalistischer und partiell auch linksradikaler Propaganda der letzten 20 Jahre sind.</p>
<p>Ein kurdischstämmiger Freund wies mich z.B. vor einigen Jahren darauf hin, dass große Teile der kurdischen Bevölkerung der Türkei (genauer: jener türkischen Staatsbürger, die sich zuvörderst oder zumindest auch als Kurden verstehen) überhaupt keine Einstellung, also weder eine positive noch eine negative, zu Juden hätten oder zumindest gehabt hätten.</p>
<p>In Bezug auf kurdische PKK-Sympathiesanten ging er (sinngemäß) davon aus, dass sich dies durch das Wissen um die militärische Kooperation zwischen dem türkischen Staat und Israel, das (zeitweise) syrische Refugium der PKK in Syrien und die Medialisierung des Nahostkonflikts geändert habe.      </p>
<p>Abgesehen davon haben gerade viele der sunnitisch-kurdischen (es gibt auch kurdische Aleviten) Bewohner des in verschiedener Hinsicht wenig entwickelten, traditionalistisch geprägten Ostanatoliens oder viele derjenigen, die von dort aus weiter nach Westen, in die Städte gezogen sind, eine Affinität zum (türkischen) Islamismus haben &#8211;  Der bekanntlich auch in seinen gemäßigteren Ausprägungen weniger auf ein kemalistisches Türkentum, sondern selbstredend mehr auf Integration durch den Islam setzt.     </p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es z.B. interessant zu sehen, dass die bislang einzigen türkischen Al Kaida-Operateure bzw. Al Kaida-Franchisenehmer (Anschläge von Istanbul)türkisch-kurdischer Herkunft waren. Was auch für die Bundesrepublik Deutschland sicherheitspolitische Implikationen hat: So hat zwar auch hier ein teilweise rabiater Islamismus türkischer Provinienz Integration zusätzlich erschwert und Antisemitismus unter Türken und türkischen Kurden populärer gemacht. Allerdings spricht sehr wenig dafür, dass der islamistische Teil der türkischen oder türkisch-kurdischen bzw. türkischstämmigen oder türkisch-kurdischstämmigen Bevölkerung Deutschlands, sicherheitspolitisch relevant ist.</p>
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