Morgen jährt sich…
… eine der schlimmsten Naturkatastrophen zum dreißigsten Mal. Vom Erdbeben von Tangshan mit seinen 240.000 Toten erfuhr man in den Medien jedoch nichts als es sich ereignete, und auch heute wird selten daran erinnert. Eine lobenswerte Ausnahme ist dieser Artikel von Johnny Erling aus der gestrigen WELT. Ein Lehrbeispiel für den Umgang eines “starken Staates” mit derartigen Problemen:
–––Fotograf Guan Tianyi durfte aber keine Bilder von den apokalyptischen Szenen machen. Peking verlangte nach „positiven“ Aufnahmen vom Wiederaufbau. Bewaffnete Milizen verhafteten den Xinhua-Fotografen, als er die Zerstörung festhielt und warfen ihm vor, ein „Konterrevolutionär zu sein, der den Sozialismus verleumden will“. Guan kann erst heute darüber berichten, wie Pekings ultralinke Politik die Menschen verblendete. Selbst die Stärke des Bebens wurde manipuliert. Statt 8,2 auf der Richterskala mußte der sich harmloser anhörende Wert von 7,8 berichtet werden.
