“Much Ado about a Song”
schreibt der Historiker Sumit Sarkar in der “Times of India”, weil momentan eine jahrzehntealte Kontroverse wieder aufflammt.
Die hindunationalistischen Regierungen der neu gegründeten Bundesstaaten Jharkand und Chhattisgarh haben Gesetze erlassen, denen zufolge Schüler die Hymne “Vande Mataram” singen müssen. Sie wurde vom Indian National Congress als Hymne übernommen, doch war dies höchst umstritten, da in dem Lied Indien als Gottheit beschworen wird. Zudem wurde es erstmals in einem Roman mit antimuslimischer Tendenz veröffentlicht. Für Muslime war die Hymne daher immer ein Stein des Anstoßes, und die Tatsache, dass der INC sie einigen Bundesstaaten, in denen er seit 1937 regierte singen ließ, trug erheblich dazu bei die Muslime dem indischen Nationalismus endgültig zu entfremden. Klugerweise wurde sie 1947 nicht zur Nationalhyme erhoben.
Gerade in den letzten Monaten wurde sie zu einem politischen Kampfmittel der Hindunationalisten, wie dieses Dossier der “Times of India” zeigt. Offensichtlich wollen sie den Congress als unpatriotisch vorführen. Sollte dieser nämlich diese Hymne übernehmen, liefe er Gefahr seine muslimischen Wähler zu verlieren. Im März erst wurden einige Muslime, die sie für akzeptabel erklärt hatten, in einer Fatwa führender Gelehrter zu Ungläubigen erklärt.
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P.S.: Vielleicht sucht die eine oder andere Leserin einen Arzt der aussieht wie der kleine Bruder von Sharukh Khan und der gleichen Kaste entstammt. Für alle anderen sind Popups auf indischen Websites leider eine Pest!
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