Jannis liebt das Bügeln nicht
Skepsis ist ein griechisches Wort: 65% der hellenischen Bevölkerung haben laut Eurobarometer (Gr.) kein Vertrauen in die eigene Regierung, 80% noch nicht einmal in die Parteien. Für die Zyperngriechen gilt das aber nicht: Hier äussern 53%, Vertrauen in die Regierung Papadopoulos zu haben und 63% sagen das über die zypengriechischen Parteien.
Grosse Unsicherheiten quälen die Hellenen. Die griechische “Eleftherotypia” weist darauf hin, dass am meisten die steigenden Lebenhaltungskosten (50%), die Zunahme von Verbrechen (33%), sowie drohende Arbeitslosigkeit (58%) befürchtet werden. Dabei setzt sich die bereits zum Jahresende 2006 zutage getretene Zukunftsangst fort. “Die grosse Unsicherheit” (Eleftherotypia) zeigt sich darin, dass nur 38% der Griechen mit Optimismus in die Zukunft schauen, während der europäische Durchschnitt bei 42% liegt (am optimistischsten sind übrigen die Dänen, Finnen und Niederländer mit 74%, 67% und 66%).
Interessant auch dies: Der Hellene ist der “europäische Pascha”. Gerade einmal 3% der griechischen Männer gehen ihrer Frau beim Hausputz zur Hand – ein Wert, der in Europa sonst nur noch in Spanien erreicht wird. Auch hier wieder gibt es eine deutliche Abweichung gegenüber den Zyperngriechen. Unter denen sind es immerhin 10% der Männer, die beim Hausputz helfen (zum Vergleich: In Frankreich sind es 17%, in Deutschland 18%). Nur 1% der helladischen Männer schwingt gelegentlich das Bügeleisen und damit so wenige wie nirgends sonst in Europa.
Immerhin, 77% der hellenischen Bevölkerung sind mit ihrem Leben zufrieden. Andererseits fallen sie aber auch in dieser Kategorie gegenüber dem europäischen Durchschnitt (86%) zurück. Ganz unten in der Statistik stehen die Griechen, wenn es um ehrenamtliche Tätigkeiten (? εθελοντισμός) geht: Nur 18% gehen einer solchen Tätigkeit nach, denn in den Augen der Mehrheit ist das was für die anderen… – Opa!
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