Zwei türkische Historiker

Wednesday, August 22, 2007
Von Martin Riexinger

Wo sind die Armenier hin? Sie seien in den Kurden aufgegangen, vor allem den alevitischen, behauptet Yusuf Halaçoğlu, der Präsident der Türkischen Historischen Gesellschaft (TTK). Außerdem verkündet er, 30% der Kurden seien eigentlich Türkmenen. Der vermeintlich armenische Ursprung mancher Kurden dient ihm wiederum zur Erklärung gegenwärtiger Ereignisse: Die PKK wird nach seiner Auffassung primär von Abkömmlingen armenischer Konvertiten unterstützt. Erfreulich: Die Öffentlichkeit reagiert auf seine Thesen vorwiegend mit Kopfschütteln.

Derweil weist die Gesellschaft für Bedrohte Völker daraufhin, dass der Historiker Taner Akçam Morddrohungen erhält, weil er die Massaker und Deportationen während des Ersten Weltkriegs einen Genozid nennt. Sie fordert deshalb vom türkischen Staat, dass er Schutzmaßnahmen ergreift und den §301 des Strafgesetzbuchs (”Herabsetzung des Türkentums”) streicht.

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One Response to “Zwei türkische Historiker”

  1. Serdar

    Nun jetzt behauptet er, das er eine Liste mit Namen habe. Menschen die durch Konvertierung ihrem Schicksal entkommen sind.
    Mhm…ist da etwa ein Geständnis rauszuhören?

    Taner Akcam hat ein Buch zerpflückt, das die TTK zwecks Widerlegung der Genozid-These (Türk Tarih Kurumu) veröffentlicht hat. Yusuf Halacoglu ist einer der Herausgeber:

    Bir Kitap ya da Cinayetin Anatomisi

    http://www.birikimdergisi.com/.....;dyid=4080

    #39556

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