Kiffen
“Ich habe gestern einen alten Freund getroffen, Paul Gerhard Hübsch, mit dem ich vor vierzig Jahren mal zusammen gekifft habe … Mir hat’s nicht geschadet, er ist daraufhin zum Islam übergetreten …”
–––“Ich habe gestern einen alten Freund getroffen, Paul Gerhard Hübsch, mit dem ich vor vierzig Jahren mal zusammen gekifft habe … Mir hat’s nicht geschadet, er ist daraufhin zum Islam übergetreten …”
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Ein Glück, dass ich nach dem Kiffen immerhin Norbert Elias gelesen habe, und nicht Karl May.
Es ist bezeichnend für Sie, das sie diesen Satz aus dem Interview auswählten. Er macht ihnen am meisten Spaß, wenn er gegen einen Menschen gerichtet ist, den sie ebenso einschätzen wie Herr Broder. Aber es zeigt mir auch, daß es genau solche Sätze wären, auf den Sie am empfindlichsten reagieren würden, wenn Broder ihn jemals gegen Sie richten sollten. Der Kommentar von Broder verdient diese Verkürzung auf diesen Satz nicht. Das ist seine unterste Schwelle. Er hat besseres zu bieten.
Wie Herr Hüsch ausgerechnet nach der Lektüre von Karl May konvertiert sein soll, ist mir rätselhaft. Karl May schreibt über mehrere Konvertiten, aber nur über einen einzigen Konvertiten, der vom Christentum zum Islam und wieder zurück konvertiert. Das ist der russische Münedschi in “Am Jenseits”
Libero, seien Sie doch nicht immer so verbissen. Der Satz ist einfach köstlich. Um Paul Gerhard “Hadayatullah” Hübsch geht es doch überhaupt nicht. Haben Sie denn keinen Humor?
Irgendwie schon, er hat aber früher nach dem Kiffen alte Steuererklärungen seiner Eltern nachgerechnet.
Lieber Herr Kreutz
irgendwie ärgert es mich, wenn sich Herr Broder unter Wert verkauft. Mit einem solchen Satz geht das, was er sonst in diesem Kommentar sagt, schlicht und einfach unter.
Seine Kommentare, ich habe mir alle angehört, bringen es immer auf den Punkt. Auch ohne einen solchen Satz.
Das ist wie mit dem Satz “alle Räder stehen still”. Das ist die schwächste Zeile des Gedichts der eisernen Lerche.