Fatwa gegen Schönheitswettbewerbe
Abdarrahman al-Barrak und Abdalaziz bin Abdallah al-Rajihi, zwei gottesfürchtige saudische Kleriker, verurteilen in einer Fatwa die Schönheitswettbewerbe von Kamelen. Ihre Teilnehmer (damit meinen sie die menschlichen Zuschauer und Organisatoren) rufen sie zur Reue auf.
In Saudi-Arabien ist es üblich, dass arabische Stämme in der Wüste Kamelschauen veranstalten, auf denen Kamele auch verkauft werden - gerne zu Preisen von mehr als einer Viertelmillion USD. “Für manche Kamele werden Millionen von Rial ausgegeben, allein um des Stolzes willen und ohne Sinn oder Zweck, für den Gott das Kamel erschaffen hat”, echauffieren sich die beiden Fatwatiker.
Kommentatoren weisen darauf hin, dass Kamelwettbewerbe ein Zeichen tribalen Selbstbewusstseins und damit eine Bedrohung für das 1932 von König Abdalaziz Al Saud gegründete Königreich seien.
Nun gibt es in Saudi-Arabien ohnehin nicht viel zu lachen. Vielleicht deshalb braucht uns nicht zu wundern, wenn menschliche Energie auf andere Weise kanalisiert wird: 55% der ausländischen Terroristen im Irak sollen Saudis sein. Sie gelten zugleich als die kompromisslosesten und militantesten.
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