635 Mio. Chinesen der Armut entkommen

By Michael Kreutz · May 27, 2008

Schlechte Nachrichten für alle Kulturpessimisten: Die Liberalisierung der chinesischen Wirtschaft hat die Armut im Land drastisch reduziert. 635 Mio. Chinesen haben seit 1981 die Zeit der maoistischen Mangelversorgung hinter sich gelassen. (Und Lafontaines Segel suchen noch immer den Wind der Geschichte.)

Zu allem Überfluss ist in den letzten drei Jahren auch die Zahl der Terrorvergehen und Kampfhandlungen weltweit zurückgegangen, so eine UN-Studie. Dies steht natürlich in einem krassen Widerspruch zu dem populären Glauben, dass der Krieg gegen den Terror diesen erst anheize.

Aber welche linke Prophezeiung wurde nicht irgendwann von der Realität überholt? “An den Pessimismus gewöhnt man sich zuletzt wie an ein zu enges Sakko, das sich nicht mehr ändern lässt” wusste schon André Gide.

Bleibt dran, Genossen.


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Comments

One Response to “635 Mio. Chinesen der Armut entkommen”

  1. lebowski on June 2nd, 2008 9:18 pm

    Na wer sagt’s denn! Nur so funktioniert es!

    Bei jedem ernst zu nehmenden Linken wird sich die Geschichte allerdings anders anhören. Bevor China nämlich als gleichberechtigter Partner auf dem Weltmarkt auftreten kann, braucht es eine Modernisierungsdiktatur, die man hierzulande als “Kommunismus” oder “Sozialismus” bezeichnet. Diese Modernisierungsdiktaturen bringen leider unangenehme Kollateralschäden, in Chinas Fall ein paar Millionen Tote unter Mao Tse-Tung.
    Irgendwann braucht man die Zwangswirtschaft nicht mehr und kann prima auf Knüppelkapitalismus umschalten. Und jetzt können die Chinesen in ihren Fabriken sinnlosen Plunder herstellen, dessen Besitz irrtümlicherweise als Wohlstand bezeichnet wird. Im Gegenzug müssen sie sich dann mit Luftverschmutzung, verseuchten Gewässern und den ganzen Begleiterscheinungen ihres neuen Wohlstands herumschlagen.
    Und wie war das nochmal mit der Marktwirtschaft, die angeblich die Demokratie braucht. Da haben die Chinesen und zuvor schon Pinochet eindrucksvoll etwas anderes bewiesen.

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