Krise

Sunday, October 5, 2008
Von Michael Kreutz

Warum die Finanzkrise in der USA nicht das Ergebnis ungezügelter Märkttätigkeit ist, sondern im Gegenteil von einer Verzerrung des Marktes herrührt, erklärt Investmentbanker Joseph Calhoun auf “RealClearMarkets”. Kann eine Bank andere Banken nicht dazu bewegen, ihr Geld zu leihen, dann sagt dies einiges über die Solidität der Bank aus. Indem die Fed, die Zentralbank der Vereinigten Staaten, als Geldverleiher auftritt, um die in Schwierigkeit geratenen Banken zu stützen, und zwar anonym, bleiben dem Markt wichtige Informationen vorenthalten.

Das Ergebnis ist eine Situation, in der Banken sich nicht länger willens zeigen, anderen Banken Geld zu leihen und zunehmend abhängig von der Fed werden: “This is a direct result of the Fed’s actions. Banks will not lend to each other because they don’t know which ones are really in trouble.” Und nicht nur das. Springt der Staat als Geldgeber ein, verführt das andere Kreditinstitute, Wagnisse auf dem Finanzmarkt in dem Bewusstsein einzugehen, dass für einen möglichen Schiffbruch der Steuerzahler aufkommen werde. Wohin das führt, zeigt das Beispiel Japan: “The Japanese tried to prop up failed banks in the aftermath of the bursting of their twin bubbles and the result was 15 years of stagnation. Why are we emulating a strategy that is a demonstrable failure?”

Der populäre Denkfehler, eine marktfeindliche Politik für menschenfreundlich zu halten, lässt sich laut Thomas Sowell nur psychologisch erklären:

The idea that politicians can assess risks better than people who have spent their whole careers assessing risks should have been so obviously absurd that no one would take it seriously.

But the magic words “affordable housing” and the ugly word “redlining” led to politicians directing where loans and investments should go, with such things as the Community Reinvestment Act and various other coercions and threats.

 

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One Response to “Krise”

  1. Interessante Ansicht! Sobald der Staat sich also in den Markt einmischt, gibt es keine reine Marktwirtschaft mehr und deswegen kann sie nicht funktionieren. Das wäre ein Plädoyer für die Abschaffung des Staats.
    Man kann das aber auch so sehen: wenn die Marktwirtschaft nur unter Idealbedingungen funktioniert, dann funktioniert sie überhaupt nicht. Sie ist also nicht in der Lage, den Praxistest zu bestehen.

    #51642

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