Fliegende Fäuste und ein geschwächter Präsident
Bevor am kommenden Dienstag der iranische Innenminister Kardan sich vor einem Untersuchungsauschuss verantworten muss (was wahrscheinlich mit seiner Entlassung enden wird) gibt es jetzt schon jede Menge Zoff unter den Abgeordneten.
So kam vorige Woche ein Vertreter der Regierung mit einem Scheck in Höhe von € 7000 ins Parlament, um “oppositionelle” Parlamentarier zu kaufen. Mit dem Geld wollte er erreichen, dass die Abgeordneten ihren Antrag auf Entlassung des Innenministers zurückziehen. Dieser Bestechungsversuch führte zu Schlägereien im Parlament, die Radio Teheran zum Teil live sendete.
Unterdessen wurde bekannt, dass Ahmadinejad einige Schwächeanfälle erlitt. Gerüchte wollen wissen, dass er an Blutkrebs leidet. Viele Beobachter dagegen meinen, es handele sich um eine Taktik des Regimes, um mit Kardan auch Ahmadinejad glaubwürdig entlassen zu können. Dahinter, so heisst es, stehe die Absicht, einer pragmatischeren Aussenpolitik den Weg zu bereiten, sollte in Amerika der neue Präsident Obama heissen.
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