19,8 20,8 % oder die Hinterwaldpartei

Monday, June 8, 2009
By Martin Riexinger

Ob der insgesamt dramatischen Verluste der SPD wird übersehen, dass sie gerade in ihren einstigen Hochburgen, den Großstädten zur Kleinpartei absinkt. Mit ihrem oben genannten Frankfurter Ergebnis liegt sie nur 0,2% vor den Grünen und nur 3% vor der FDP. In zwei von sechs Wahlkreisen (Mitte und Süd) ist sie auf den vierten Platz abgerutscht. Unterboten wird das Ergebnis der Gesamtstadt nur in den beiden katholischen Kreisen Limburg und Fulda. Am besten schlägt sie sich im strukturschwachen, ländlichen Norden.
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Nachtrag 08.06.20009

Nach der Europawahl stellt sich die Lage der Sozialdemokrattie noch dramatischer dar: Kiel, Bremen und Bremerhaven sind die einzigen Großstädte außerhalb des Ruhrgebiets, in denen die SPD vorne liegt, und in der einzigen wirklichen Großstadt des Ruhrgebiets hat auch die CDU gewonnen. Berlin, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart: nur Platz drei hinter den Grünen. Am Besten sieht es daneben noch in der Hinterpfalz, Nordhessen, Südniedersachsen und Ostfriesland aus. Kurt Beck lebt!

Zum Thema auch Zettel und Band of Brothers.

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4 Responses to “19,8 20,8 % oder die Hinterwaldpartei”

  1. “… in der einzigen wirklichen Großstadt des Ruhrgebiets…”

    Jahrzehntelang hatte zwar Essen geringfügig die Nase vorn gegenüber Dortmund, aber das hat sich vor einigen Jahren geändert.

    So oder so, beide Städte befinden sich in derselben Grössenordnung und gelten zumindest nach europäischem Massstab als Grossstädte.

    #52524
  2. Muss ja. Die Dortmunder haben deine kleine Frotzelei glatt verschlafen.

    #52526
  3. Nun, wenn Dortmunder nicht TF lesen, habe ich ja auch irgendwie recht.

    Als Essener bist du im Übrigen nicht verpflichtet Qumran-Rollen zu schreiben.

    #52527

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