Vermischtes aus der Türkei
Präsident Gül befürwortet nach einer Unterredung mit dem Oberhaupt der jüdischen Gemeinschaft Silvyo Ovadya ein Gesetz gegen Antisemitismus. Da muss die Milli Gazete fragen[1]: Was wollten die Juden von Gül?
Der Irak und die Türkei haben die Eröffnung neuer Konsulate vereinbart. Die Türkei eröffnet eines in Basra, der Irak eines in Gaziantep.
Der Jurist und islamische Theologe Hayrettin Karaman spricht sich gegen den verpflichtenden de facto sunnitischen Religionsunterricht aus. Hintergrund ist, dass Aleviten gerichtlich erwirkt hatten, ihre Kinder nicht hinschicken zu müssen. Karaman fordert sattdessen ein Pflichtfach, in dessen Zentrum die den Religionen gemeinsamen ethischen Regeln stehen sollen. Daneben könne ein freiwilliger Religionsunterricht bestehen, den die Religionen selbst organisieren. Juristisch begründet er dies damit, dass der Artikel 24 der Verfassung ein Pflichtfach “Religion und ethische Kultur” vorsieht, dass darüber hinausgehender Religionsunterricht aber nur mit Zustimmung der Eltern zulässig ist. Bevor eine solche Neuregelung in Kraft trete, müssten aber die Lehrbücher überarbeitet werden. Ein Eingeständnis, dass sie für Nichtsunniten Zumutungen enthalten.
- http://www.milligazete.com.tr/haber/museviler-gul-den-ne-istedi–116083.htm ⇧

