Kultur des Beleidigtseins

Monday, March 23, 2009
Von Michael Kreutz

Die nie gelernte Lektion aus der Rushdie-Affäre ist, dass sich die Linke ihre eigenen Ungeheuer geschaffen hat. Die linke Angst davor, andere zu beleidigen, hat eine Kultur der schnell Beleidigten entstehen lassen. (…)

Durch die Legenden, dass die Ablehnung der “Satanischen Verse” religiös begründet sei, dass die Muslime sich beleidigt fühlten und dass Redefreiheit in einer pluralen Gesellschaft notwendigerweise engere Grenzen habe, haben Linke und Liberale eine Kultur des Beleidigtseins gezüchtet, in der die Behauptung von Verletztheit zum Identitätsbeweis wird.

Kemal Malik im “Perlentaucher” über den zwanzigsten Jahrestag von Khomeinis Fatwa, in der dieser zur Tötung des Autors der “satanischen Verse”, Salman Rushdie, aufgerufen hatte.

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