Schiitische Flut in Marokko?
Nach einem Bericht der niederländischen Zeitung “De Trouw” betreibt die marokkanische Regierung momentan eine antischiitische Propagandaoffensive. Angeblich vertreiben islamische Buchläden seit einiger Zeit verstärkt schiitische Literatur, wodurch sie die geistigen Fundamente des Staates unterminieren. Der tatsächliche Hintergrund ist wahrscheinlich ein anderer. Wie in Ägypten beobachtet die Regierung in Marokko mit Sorge die Annäherung sunnitischer Islamisten an Iran. Dieses Bündnis soll durch den Appell an in der Bevölkerung verbreitete Ressentiments gegen die schiitischen “Ketzer” diskreditiert werden.
Dass einzelne schiitische Gruppen in Nordafrika entstanden sind, steht allerdings außer Zweifel. Im Falle Marokkos sollen sie auf in Belgien lebende Migranten zurückzuführen sein.
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