Zwist an der “Anti-Musel”-Front?
Während sich PI bemüssigt fühlt, ProKöln zu verteidigen (hierzu NBFS), enthüllt Gudrun Eussner[1]:
Der Initiator der beiden Anti-Islamisierungskongresse in Köln ist Markus Beisicht, der Mitbegründer und Vorsitzende von Pro Köln und Pro NRW. Er bestätigt in einem Interview mit der Jungen Freiheit zum Anti-Islamisierungskongreß, daß Islamkritik für Pro-Köln und Pro-NRW Teil eines rechten Parteiprojektes ist: Das Thema Islamisierung drückt die Menschen und es liegt uns politisch nahe, also haben wir es uns ausgesucht. Wir haben nach Inhalten Ausschau gehalten und waren anfangs selbst überrascht, welche außerordentliche Resonanz wir mit dem Thema gefunden haben. Gerade in Großstädten kann man damit punkten! Wir haben die Marktlücke besetzt, und es ist uns der Einbruch in Schichten gelungen, die wir sonst nicht erreicht hätten.
Wer hät’s gedacht. Allzuviel Hoffnung auf Einsicht sollte man sich aber ohnehin nicht machen. Wirklich böse sind die Kerle von ProKöln nämlich, weil sie Slobo, den heldenhaftesten aller Kämpfer wider die Islamisierung, verraten haben:
Am 27. März 1999 unterstützt der Mitbegründer der Bürgerbewegung Pro-Köln Manfred Rouhs den Krieg gegen Jugoslawien; es ist nicht die Rede vom undemokratischen gefährlichen Islam und dem Wirken der islamischen Terroristen im Kosovo, geschweige denn von der Unterdrückung der Frauen, sondern die Terroristen der UCK sind für ihn Befreiungsnationalisten, wie das Sonderheft des DISS-Journals vom Mai 1999 berichtet.
- http://eussner.net/artikel_2009-04-03_02-02-33.html ⇧

Was stört Dich an Beisichts Aussage? Die Sache mit dem “rechten Parteiprojekt”?
Und was Rouhs Einstellung zum Jugoslawien-Krieg angeht. In Jugoslawien ist doch sowieso die ganze Weltpolitik “auf links gedreht”. Die Amerikaner und Europäer als Beschützer der Muslime, die Linken auf Milosewics Seite.
Es gibt übrigens nicht wenige, die sich heute für die Unterstützung dieses Krieges am liebsten in den Arsch beißen würden.
Nicht kritisiere, Eussner kritisiert, im Prinziop völlig zurecht. Nur verkauft sie eine allgemein bekannte Banalität als ebenso originelle wie tiefe Einsicht ihrerseits.
gehe ich recht in der Annahme, dass Sie sich damit nicht auf die (mittlerweile) Mehrheit der jugoslawischen Bevölkerung beziehen.