Schwaches Echo
In Pakistan hält sich das Interesse an der vielbejubelten “Rede” von Barack Obama eher in Grenzen. Die säkulare “Dawn” äußert sich eher positiv, zweifelt aber, dass Obama dass Misstrauen der islamischen Welt wird überwinden können. Die “islamische” “Nation” meint zwar “A refreshing address”, moniert, wenn Obama den Koran mit den Worten zitiere, dass der Mord an einem unschuldigen ein Mord an der ganzen Menschheit sei, müsse er für die unschuldigen Toten durch Drohnen Rechenschaft ablegen. In “The News” erschien kein Kommentar zur Rede.
Auch in der Urdu-Presse ist das Interesse eher gering. Im Kommentarteil von “Jang” (Gegenstück zu “The News”) erscheint kein Beitrag zu der Rede. “islamische” “Nawa-i Waqt” kümmert sich ausführlich um Amerika, aber nicht um Obamas Rede. Vielmehr wird beklagt dass die USA sich in pakistanische Angelegenheiten einmischen, und dass Obamas Gesandter Holbrooke wie der britische Vizekönig auftrete. In “Daily Ausaf” erfährt man, dass Ministerpräsident Gilani von den USA keine Reden hören möchte und stattdessen einen Schuldenerlass fordert.
Die Führer der religiösen Parteien kanzeln die Rede als substanzlos oder gar als Heuchelei ab.
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Ali Bulaç von Zaman erinnert die Rede sogar an die Rede von Napoleon.