In den Rücken gefallen
Wer statt Verehrung eine heftige Kritik an Barack Obama hören möchte, kommt in Ägypten auf seine Kosten
Heißt es in der niederlädnischen protestantischen Zeitung “Trouw”. Es geht allerdings nicht um die öfdfentliche Meinung sondern um die Auffassung des Intellektuellen Sayyid al-Qimni. Er beklagt sich wie andere Liberale, dass Obama ihnen eine Abfuhr erteilt habe, während er fleißig den Koran zitierte. Mehr noch als Obama kritisiert er jedoch die Zuhörer, die sehr selektiv applaudierten, und die, als vom Holocaust die Rede war, nicht klatschten. Obamas Rede habe ein Publikum gefunden, dem jegliche Selbstkritik fremd sei. Wenn die Azhar Universität als “Fackel der Aufklärung” gepriesen wird, stöhnt ein ägyptischer Liberaler und über die kuriose Behauptung Obamas, der Buchdruck sei in der islamischen Welt erfunden worden[1], kann er nur den Kopf schütteln.
Zwei Tage nach der Rede Obamas hätten die Baha’is in Ägypten zu spüren bekommen, wie die Toleranz der Azhar aussehe. Sie hatten vor kurzem das Recht erhalten ihre Glaubensgemeinschaft registrieren zu lassen. Die Azhr habe jedoch ihren Standpunkt wiederholt, dass es sich um Ketzer handele, die durch die Abschaffung des jihād die islamische Welt spalten wollen. Hierauf begannen Abgeordnete und Medien zu hetzen und die Häuser von Baha’is wurden niedergebrannt.
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Unfug von Bush hätte auch nicht verwundert. Bahais sind ja schön und gut (den geht es wirklich dreckig), aber warum soll man sich um die kümmern, wenn man mit den Saudis ins Bett steigt? Und solange das anhält, wird mir die Kritik an Menschenrechtsverletzungen seitens der Amis der Welt und mir am Arsch vorbei gehen.
Also Skandal hat Methode bei den Amis.