Stolz und Vorurteil
Neues aus der Stereotypenforschung. Eine türkische Forschergruppe unter Yücel Kabapınar hat sich ein hübsches Experiment ausgedacht: Man nehme eine Anzahl nationalistischer Selbstbeschreibungen aus türkischen Schulbüchern, ersetze ‘Türkei’ durch ‘Grossbritannien’ und ‘türkisch’ durch ‘britisch’ und frage Lehramtsstudenten, was sie davon halten.
Das Ergebnis: 60% der Befragten waren der Ansicht, dass die Art und Weise, in der die Briten dargestellt werden, ganz und gar unakzeptabel sei – nämlich überheblich, nationalistisch, von Vorurteilen geprägt und die eigene Kultur überschätzend. Auch, dass diese Art der Selbstdarstellung beleidigend für Muslime sei, wurde geäussert. Lediglich 14 von 140 Befragten äusserten, dass sie mit den Texten nicht einverstanden seien, weil sie sie zu sehr an die Beschreibungen in türkischen Schulbüchern erinnerten…
Besonders originell war die Antwort einiger, als man den Befragten mitteilte, dass die entfremdeten Sätze aus türkischen Schulbüchern stammten: Sie gaben zur Auskunft, dass die Darstellung für Briten nicht gerechtfertigt sei, für Türken aber sehr wohl zutreffend.
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Die “British-Christian” synthesis:
Fragt sich, ob es so etwas in britischen Schulbüchern auch gibt.
Ich fürchte britische Schulbücher für Geschichte sind mittlerweile grauenhaft politisch korrekt.