Stolz und Vorurteil

Monday, October 12, 2009
Von Michael Kreutz

Neues aus der Stereotypenforschung. Eine türkische Forschergruppe unter Yücel Kabapınar hat sich ein hübsches Experiment ausgedacht: Man nehme eine Anzahl nationalistischer Selbstbeschreibungen aus türkischen Schulbüchern, ersetze ‘Türkei’ durch ‘Grossbritannien’ und ‘türkisch’ durch ‘britisch’ und frage Lehramtsstudenten, was sie davon halten.

Das Ergebnis: 60% der Befragten waren der Ansicht, dass die Art und Weise, in der die Briten dargestellt werden, ganz und gar unakzeptabel sei – nämlich überheblich, nationalistisch, von Vorurteilen geprägt und die eigene Kultur überschätzend. Auch, dass diese Art der Selbstdarstellung beleidigend für Muslime sei, wurde geäussert. Lediglich 14 von 140 Befragten äusserten, dass sie mit den Texten nicht einverstanden seien, weil sie sie zu sehr an die Beschreibungen in türkischen Schulbüchern erinnerten…

Besonders originell war die Antwort einiger, als man den Befragten mitteilte, dass die entfremdeten Sätze aus türkischen Schulbüchern stammten: Sie gaben zur Auskunft, dass die Darstellung für Briten nicht gerechtfertigt sei, für Türken aber sehr wohl zutreffend.

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3 Responses to “Stolz und Vorurteil”

  1. Die “British-Christian” synthesis:

    The Christian religion has added to the strength of the already present courage of the British. The British Army was always ready for war; it did not know the meaning of being tired. It was reported by eastern writers that a hundred British were louder than ten thousand Muslims. The courage of the British soldiers was above all estimation.

    #52722

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