Integration – mal nicht die von Migranten
Anlässlich des Interviews von Thilo Sarrazin kocht aktuell überall das Thema Integration hoch. Dass Bildung der Schlüssel zu der gesellschaftlichen Teilhabe ist, wird von niemandem bestritten. Die Geister scheiden sich u.a. daran, ob das dreigliedrige Schulsystem dazu führt, dass Menschen bereits ab der fünften Klasse ausgesondert werden und ob durch den Besuch der Hauptschule Perspektiven für das Leben genommen werden.
An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es eine Gruppe Kinder in unserer Gesellschaft gibt, der man bereits den Besuch der Grundschule versagt und die kaum Möglichkeiten haben, jemals ein Gymnasium zu besuchen. Die davon träumen, zumindest die Grundschule mit all den anderen Kindern besuchen zu dürfen und nicht von vornherein ausgeschlossen zu werden. Für die in der Regel nicht mehr vorgesehen ist, als dass sie nach der zehnten Klasse lesen und schreiben können – unabhängig von ihren Begabungen. Dass es eine Gruppe Kinder gibt, die von frühester Kindheit an, nirgend wo aufgenommen wird, in keinem Kindergarten und keiner Grundschule, wo all die anderen Kinder sind. Die während ihrer gesamten Kindheit von den anderen Kindern aufgrund des staatlichen Systems abgeschottet werden und dies, obwohl es unter ihnen welche gibt, die sogar ein Abitur schaffen können. Dies alles, obwohl die Eltern häufig darum kämpfen, dass ihre Kinder in die Gesellschaft integriert werden.
Hier finden Sie einen interessanten Beitrag über diese Kinder. Selten genug, dass sie in den Medien erwähnt werden.
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