Schirin Ebadi: Der Westen verschliesst die Augen

Wednesday, October 14, 2009
By Michael Kreutz

Wofür Obama Superstar denn nun eigentlich den [wikipop language="de"]Friedensnobelpreis[/wikipop] erhalten hat, darüber wurde viel gerätselt. Und zuweilen auch gespottet. Annehmen darf man wohl, dass sein Vorgehen, direkte Gespräche mit dem Iran aufzunehmen, auf Wohlgefallen in Oslo stiess.

Die im Westen so beliebte iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi – beileibe keine Regimegegnerin und in der Vergangenheit immer gut, wenn es darum ging, vor der Gefahr eines amerikanischen Angriffes auf ihr Land zu warnen – ist von Obamas Politik aber alles andere als angetan.

Vielleicht hat es was damit zu tun, dass Obama exiliranischen Menschenrechtlern in Yale erst kürzlich den Geldhahn abgedreht hat. Was hätte er als knochenharter Game-Changer aber auch anderes tun sollen? Auf jeden Fall beklagt sich Frau Ebadi nun, dass Obama – und der Westen insgesamt – die Augen vor den Menschenrechtsverletzungen im theokratischen Henkerstaat verschliessen. Zuvor schon hatte sie einen Boykott der Regierung gefordert – vergeblich.

Sechs Menschen sind in der iranischen Provinz Khorasan gehängt worden. Wer waren die Menschen, was haben sie getan? Das iranische Justizministerium mag nichts sagen und hüllt sich in Schweigen. Der Westen auch. Es ist Dialog angesagt.

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One Response to “Schirin Ebadi: Der Westen verschliesst die Augen”

  1. [...] Stimme aus „Transatlantic-Forum“… 14. Oktober 2009 — Nasrin Amirsedghi Schirin Ebadi: Der Westen verschliesst die Augen, by Michael Kreutz [...]

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