Fatalismus nach Wunsch
Der verhinderte Attentäter von Detroit, so verkündet triumphierend ein Bekennerschreiben der Qaida, habe Unterstützung von ganz oben gehabt: Denn Umar al-Faruq konnte für seine Operation auf die Gnade Gottes hoffen.
Möglich gemacht habe dies die Kooperation mit Mujahedin der arabischen Halbinsel – dank der Gnade Gottes.
Den brüderlichen Mujahedin wiederum gelang es, eine Sprengladung herzustellen – mit der Gnade Gottes.

Terroristenheld: Umar Faruq "der Nigerianer"
Und mit der Gande Gottes gelang es dem Selbstmordattentäter, die Ladung an den Sicherheitsbarrieren vorbei an Bord des Flugzeugs zu schmuggeln.
Doch halt! Der Sprengsatz ist nicht explodiert. Hatte es sich der Attentäter etwa anders überlegt? Nein, ein technischer Defekt verhinderte die Explosion – eine Fügung Gottes (qadar min Allah).
Ist Gott also gegen das wahllose Töten von Menschenleben? Auch falsch, denn, so das Bekennerschreiben, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Massenmord werde gelingen. Mit der Erlaubnis Gottes, natürlich.
Man muss es nur solange versuchen, bis der göttliche Wille irgendwann erfüllt ist.
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