Keine Musik an Irans Schulen
Irans Kulturrevolution schreitet voran. Der neueste Angriff auf die iranische Kultur zeitigt dieses Mal nicht ganz so amüsante Ergebnisse wie den Vorschlag, ein “Ministerium zur Erwartung des Mahdi” zu gründen oder eines zur “Koranisierung der Herzen”, geht es dieses Mal doch nur um die Abschaffung des Musikunterrichts an staatlichen und nichtstaatlichen Schulen. Doch atmet auch dieser Vorstoss denselben Ungeist.
Im Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur FARS erklärt Ali Baqerzadeh, Direktor der Organisation nichtstaatlicher Schulen, dass einige Institute zur Anwerbung von Schülern “bedauerlicherweise” von Lockmitteln wie Musikunterricht Gebrauch machten, was aber verboten sei. Ein solcher Unterricht befinde sich im Widerspruch zu den heiligen Zielen des Bildungssystems. Nun soll offenbar härter durchgegriffen werden.
Bereits vor fünf Jahren hatte ein hochrangiger Pasdar gefordert, dass die Schaffung eines islamischen Staatswesens nur der erste Schritt zur Errichtung einer islamischen Gesellschaft sein dürfe. Und in der hat säkulares Wissen nun einmal keinen Platz.
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