Ärger in Jena…
Der Karl-Marx-Platz ist 1991 umbenannt worden. Mittlerweile wurde Kompromittierendes über den neuen Namensgeber, den Reformpädagogen Peter Petersen[1], bekannt:
Vergangenen Sommer allerdings veröffentlichte der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer ein Buch mit wiederentdeckten Aufsätzen Petersens, die eine frappierende Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie aufweisen. In der Zeitschrift Blut und Boden etwa charakterisiert Petersen 1933 Juden als “für uns zersetzend, verflachend, ja vergiftend”. 1941 erscheint von ihm ein Artikel über rassische Hochwertigkeit (”Sie verpflichtet!”).
So what, liest man doch beim vorherigen Namensgeber:
Sobald es der Gesellschaft gelingt, das empirische Wesen des Judentums, den Schacher und seine Voraussetzungen aufzuheben, ist der Jude unmöglich geworden, weil sein Bewußtsein keinen Gegenstand mehr hat, weil die subjektive Basis des Judentums, das praktische Bedürfnis vermenschlicht, weil der Konflikt der individuell-sinnlichen Existenz mit der Gattungsexistenz des Menschen aufgehoben ist.
Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum.
- ”Gruppenarbeit, altersgemischtes Lernen und antihierarchische Wissensvermittlung” ⇧
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