Vor den irakischen Wahlen
Am 7. März sind irakische Parlamentswahlen. Wieviele Menschen wohl ihre Stimme abgeben werden, bleibt die spannende Frage. Denn die Sicherheitslage für viele Iraker immer noch eine Enttäuschung. Zur Zeit herrscht denn auch eine grosse Alarmbereitschaft auf Bagadads Strassen.
Die ersten Todesopfer sind schon zu beklagen. Trotz allem herrscht vorsichtiger Optimismus, dass (für irakische Verhältnisse) grössere Anschläge ausbleiben könnten zumal sich die Bevölkerung auch nicht so leicht einschüchtern lässt. Neben Anschlägen droht jedoch noch eine ganz andere Gefahr.
Denn inländische Wahlbeobachter sollen eigentlich dafür sorgen, dass die Wahlen korrekt ablaufen. Da allerdings sowohl die Namen der Wahlbeobachter unbekannt sind und auch die Kriterien für ihre Wahl, sehen manche Kritiker Tür und Tor für Fälschungen geöffnet, zumal die Beobachter auch weder parteilos noch gleichmässig unter den Parteimitgliedern rekrutiert worden sein sollen.
Der Chef der Wahlkommission weist bislang alle Vorwürfe zurück. Zur Wahl stellen sich insgesamt 6200 Kandidaten, die um 325 Sitze kämpfen; 19 Mio. Iraker gelten als wahlberechtigt.
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