Nur über den Seeweg
Ereignisse mit Toten und Verletzten sind immer entsetzlich. Warum musste es dazu kommen auf einem der Schiffe der Flotte mit Hilfsgütern für Gaza?
Lieferungen von Hilfsgütern sind grundsätzlich etwas Gutes. Dass der Gaza-Streifen wegen der Abriegelung durch Ägypten und Israel auf Hilfe von außen angewiesen ist, kann keiner bestreiten. In wie weit die Versorgung der Menschen in Gaza durch die UN und Israel gesichert ist, darüber bestehen unterschiedliche Angaben. Ist letztlich für das, auf was ich hinaus möchte, nicht relevant, denn die Menschen in Gaza können in jedem Falle Hilfslieferungen gebrauchen.
Weil dies so ist, will es mir nicht einleuchten, warum die Leitung der Flotte nicht auf das Angebot Israels eingegangen ist, die Lieferungen über den Landweg nach Gaza zu bringen. Warum in Kauf genommen wird, dass bei einem Beharren auf den Seeweg die Hilfsgüter nicht ankommen werden bei denen, die sie brauchen könnten. Die Eltern von dem durch Hamas entführten Gilad Schalit boten an, mit der israelischen Regierung zu verhandeln, dass der Seeweg genutzt werden darf, wenn die Aktivesten im Gegenzug dafür sorgen, dass ihr Sohn Briefe von ihnen erhält. Auch dies wurde abgelehnt.
Israel kündigte an, dass die Marine nicht zulassen werde, dass die Flotte über den Seeweg Gaza erreicht. Was genau in der letzten Nacht vorfiel, darüber sind unterschiedliche Berichte im Umlauf. Es wird also noch dauern, bis wir erfahren, was konkret geschah.
Was wir aber jetzt schon wissen, Menschen verloren ihr Leben, andere wurden verletzt und die Hilfsgüter sind hierdurch den Menschen in Gaza nicht näher gekommen.
Warum das alles? Hierüber sollte in der Tat nachgedacht werden!
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