Hisbollah in Syrien?

Friday, March 25, 2011
Von Michael Kreutz

“When there is divergence between your policy and the people’s beliefs and interests, you will have this vacuum that creates disturbance” hatte der syrische Präsident Bashar al-Asad, der nur wenige Interviews gibt, vor einiger Zeit gegenüber dem “Wall Street Journal” geäussert. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen – wenn auch anders, als beabsichtigt.

Tatsächlich wird die syrische Bevölkerung vom Baath-Regime, das seit 48 Jahren per Notverordnung regiert, permanent belogen. Nicht nur, dass die Zahl der Getöteten von Daraa weitaus höher liegen dürfte, als offizielle Stellen verkünden – es werden auch die Verhaftungen fortgesetzt. Und zwar entgegen den Versprechungen aus Damaskus, festgenommene Demonstranten freizulassen. Die Kluft zwischen dem Regime und der Bevölkerung wird also nur noch grösser.

Dass sich das Regime schlagefreudiger Büttel aus den Reihen der Hisbollah und des Iran bedienen soll, macht es freilich nur noch hassenswerter. Doch die jungen Syrer in Kairo haben schon keine Angst mehr: Ganz offen fordern sie die Absetzung al-Asads.

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