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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Antiamerikanismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Nachdenken über die Endlösung</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 19:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kürzlich bei einem Attentat in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die Vernichtung Amerikas und Israels Gedanken zu machen.
Das jedenfalls berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur FARS, die sich auf Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der kürzlich bei einem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/anschlag_auf_atomwissenschafter_in_iran_1.14271031.html" target="_blank">Attentat</a> in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.farsnews.com/newstext.php?nn=13901022000551" target="_blank">Vernichtung Amerikas und Israels</a> Gedanken zu machen.</p>
<p>Das jedenfalls berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur FARS, die sich auf Informationen aus dem Umfeld Ahmadi-Roushans bezieht. Dessen Freundeskreis soll demnach allein aus Hisbollahis und Basidjis bestanden haben; er selbst, der als Idealist galt, habe immer wieder davon gesprochen, dass &#8220;wir daran arbeiten müssen, dass Amerika und Israel vernichtet werden&#8221;.[<a href="#footnote-1-12328" id="footnote-link-1-12328" title="See the footnote.">1</a>] Denn: &#8220;Wenn wir es nicht tun, wer soll es sonst machen?&#8221;[<a href="#footnote-2-12328" id="footnote-link-2-12328" title="See the footnote.">2</a>]</p>
<p>Fragt sich nur, wie westliche Iraninterpreten diese Äusserungen wieder in eine Friedensbotschaft umdeuten werden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-12328">So die wörtliche Übersetzung von<em> bāyad kārī konīm ke Āmrikā ve-Esrāʾīl nā-būd šawand</em>. Man kann auch übersetzen: &#8220;wir müssen daran arbeiten, Amerika und Israel zu vernichten.&#8221;  <a href="#footnote-link-1-12328">⇧</a></li><li id="footnote-2-12328">Wörtllich: &#8220;&#8230; wer sonst soll es zu Ende bringen?&#8221; Auf Pers.: <em>mī-goft agar mā nabāšīm če kasī īn kār-rā anǧām dehad?</em>&#8220;  <a href="#footnote-link-2-12328">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Ahmadinejad: Israel eine Verschwörung des Kapitals</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 21:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
&#8212;
Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-11861 alignleft" title="ahmadienajd-qods2001" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/08/ahmadienajd-qods2001-300x221.jpg" alt="ahmadienajd-qods2001" width="300" height="221" /></p>
<p>Zum jährlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag" target="_blank">Qods-Tag</a> hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.irna.ir/NewsShow.aspx?NID=30536067" target="_blank">persischsprachigen Paraphrase</a> der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[<a href="#footnote-1-11850" id="footnote-link-1-11850" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole der Herrschaft über die ganze Welt. Der beste Beweis dafür, dass Israel dem zerstörerischen Geist des  westlichen Kapitalismus den Weg in den Nahen Osten bereite, sei die  dauerhafte Rückständigkeit der Länder dieser Region – als Teil des  zionistischen Plans, die regionale Vorherrschaft zu übernehmen. Die  fortgesetzte Existenz Israels sei daher nicht nur gegen Palästina und  die Staaten der Region gerichtet, sondern gegen die menschliche Würde  (<em>karāmat-e ensānī</em>) aller Völker. In gleicher Weise seien alle  menschlichen Werte und Grundlagen, wie auch Gesetze und Beschlüsse, die auf der Welt gelten sollten, dem Zionismus zum Opfer  gefallen.</p>
<p>Alle Prämissen der israelischen Existenz seien denn auch auf Lügen  und Täuschungen aufgebaut. Überall in der Welt, selbst in Europa und  Amerika, lebten die Massen unter elendesten wirtschaftlichen Bedingungen  (<em>badtarīn šarāyeṭ-e eqteṣādī</em>), weshalb sie wegen einer antihumanen  Macht (<em>ḥākemīyat-e zedd-e ensānī</em>) den Gürtel enger schnallen müssen. Das  &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein Symbol materiellen Denkens (<em>namād-e  andīše-ye māddī</em>) und begünstige das kapitalistische Management.</p>
<p>Die Existenz des &#8220;zionistischen Regimes&#8221; in Palästina diene nicht dem  Schutz einiger verstreuter Juden oder der Ausübung der jüdischen  Religion, gleichwohl sei die palästinensische Frage keine Frage zwischen  Juden und Muslimen oder Juden und Arabern, vielmehr sei Palästina zu  einem Reservoir von Sklavenhaltern und Ausbeutern (<em>barde-dārān  ve-esteʿmā-garān</em>) gemacht worden, die ihre Tätigkeit verstetigen wollen.</p>
<p>Deren Anliegen begründe auch die Opposition gegenüber dem iranischen  Nuklearprogramm: Unter dem Vorwand der Sicherheit für das zionistische  Regime leiste die kapitalistische Welt mit allen Mitteln Widerstand  gegen Iran. Der Jerusalem-Tag (<em>rūz-e qods</em>) sei daher ein Schrei der  ganzen Menschheit nach Freiheit von Sklavenhaltern und Ausbeutern und  denjenigen, die heute den Anspruch auf Demokratie und Menschenrechte  erheben. Israel sei folglich die Achse der Internationale von Dieben und  Verbrechern.</p>
<p>Der Qods-Tag dagegen, so Ahmadinejad weiter, verteidige die Rechte  der Unterdrückten (<em>mustaẓʿafān</em>) dieser Welt (ein Kampfbegriff der  Islamischen Revolution). Der Quds-Tag sei ein Tag der &#8220;Wiederbelebung der  Menschlichkeit&#8221; (<em>eḥyā-ye ensānīyat</em>) und der &#8220;menschlichen Ehre&#8221;  (<em>šarāfat-e ensānī</em>). In den letzten 62 Jahren sei die Welt Zeuge  geworden, wie nach dem Zusammenbruch der Prämissen israelischer Existenz  das wichtigste Ziel des zionistischen Regimes in der eigenen  Anerkennung und Konsolidierung bestehe.</p>
<p style="text-align: left;">Dies wollten die Zionisten erreichen, indem sie eine Million  Palästinenser vertrieben und grossflächig mordeten (<em>koštār-e wasīʿ-e  -mardom</em>), darunter Kinder und Frauen, oder indem sie einige  Kompromissler dazu bewegten, sich zu ergeben. Doch während sie noch  jubelten und glaubten, ihre Herrschaft auf Dauer errichtet zu haben, war  plötzlich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_ibn_Hasan_al-Mahdi" target="_blank">12. Imam</a> aus der <a href="../../index.php/archives/2009/8412/el-imam-numero-ocho/" target="_blank">Tiefe</a> der Geschichte aufgebrochen, um das Banner der Freiheit, der Einheit (<em>touḥīd</em>) und der Gerechtigkeit zu hissen.</p>
<p>Eine grosse Welle habe seither den Iran, dann die Region und schliesslich die  ganze Welt erfasst, in dessen Herzen der Qods-Tag zur Achse aller  Monotheisten (<em>mowaḥḥedān</em>) und Gerechtigkeitsliebenden wurde. Die  Mächtigen seien gegen diese Welle aufgestanden und bildeten sich ein,  durch Unterdrückung, verschärfte Roheit, lügnerische Propaganda und dem  Überschütten mit westlichen Dollars dieses Regime  stabilisieren zu können. Sie glaubten, sie könnten auf palästinensischem Boden  einen solchen rassistischen zionistischen Staat (<em>doulat-e nežād-parast-e  ṣehyūnīstī</em>) stabilisieren.</p>
<p>Die Ausweitung des palästinensischen  Widerstands und die Vertiefung des Widerstandes in der Region sowie das  Hochhalten der palästinensischen Aspirationen in den Herzen und Seelen  der Jugendlichen und der Gläubigen der Region sowie der  Freiheitsliebenden der Welt haben dem zionistischen Regime zwei harte  Schläge zugefügt: Im Libanon (2006) und in Gaza (2008). Mittlerweile, so Ahmadinejad, sei auch das &#8220;zionistische Regime&#8221; zur Überzeugung gelangt, dass es sich unter den gegenwärtigen Bedingungen auf dem Boden Palästinas nicht konsolidieren könne. Mittlerweile sei gar das &#8220;Fundament der zionistischen Entität&#8221; (<em>asās-e kiyān-e ṣehyūnīstī</em>) in Gefahr geraten.</p>
<p>Ahmadinejad riet zur Vorsicht, einen unabhängigen palästinensischen Staat auf einem winzigen Stück Land von 11% der Fläche Palästinas zu errichten. Die Mächtigen seien darauf aus, einen Umsturz der Region zu untergraben, um so die &#8220;Wurzel des Verderbens&#8221; (<em>ġorṯūme-ye fasād</em>) aufrechtzuerhalten. Die Palästinenser ruft er zur Einheit auf, um gemeinsam einen &#8220;Schritt vorwärts&#8221; (<em>gām-e ǧelou</em>) zu machen. Das &#8220;heilige Ziel der Befreiung Palästinas&#8221; (<em>hadaf-e moqaddas-e azād-sāzī-ye Felasṭīn</em>) dürfe nicht einen Augenblick aus den Gedanken der Palästinenser und der Völker der Region verschwinden.</p>
<p>Die Ausrufung eines unabhängigen Staates Palästina sei nur der erste Schritt, nicht der letzte. Darauf müssten alle Anstrengungen gerichtet sein. Diejenigen, die die Wurzel aller Diktaturen, aller Verbrechen und des gesamten Unheils aller Völker seien, würden unter dem Vorwand von Demokratie und Freiheit durch die Hintertür ihre Herrschaft zu erneuern suchen. Weiter erklärt Ahmadinejad, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung nicht aus den Gewehrkugeln der NATO-Mächte und Amerikas kommen.</p>
<p>Ahmadinejad ruft zur Einheit der Völker auf und mahnt, dass ein Staat, der kein gutes Verhältnis zu seiner Bevölkerung pflege, von dieser getrennt sei. (Kommentar erübrigt sich!) Die militärische Einmischung der NATO führe nur zu Zerstörung und Verwüstung der Völker, ihrer Kulturen, Ökonomien und Würde (<em>ḥeyṯīyat</em>). (Was das mit Palästinas zu tun hat, ist nicht ganz klar: Soll das heissen, die Bekämpfung Israels mit Waffengewalt sei – in Analogie zu Afghanistan oder Irak – kontraproduktiv? Oder soll die NATO nur als Beispiel für das zerstörerische Potential des Westens vorgeführt werden, was eine &#8220;Befreiung&#8221; Palästinas – mit welchen Mitteln auch immer – umso dringlicher macht?)</p>
<p>Ohne den Feind kleinreden zu wollen, so Ahmadinejad, sehe er doch, dass dieser seinen historischen Tiefpunkt erreicht habe (was wohl Gaddafi dazu sagen mag?), aber natürlich müsse man damit rechnen, dass er erneut Kräfte sammle, um das zionistische Regime zu retten. Alle Gläubigen, Monotheisten, Gerechtigkeits- und Freiheitsliebenden müssten sich auf die &#8220;Vernichtung des zionistischen Regimes&#8221; (<em>maḥw-e režīm-e ṣehyūnīstī</em>) konzentrieren, sodass die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates nicht der Endpunkt, sondern nur der erste Schritt (<em>gām-o sekū-ye awwal</em>) sein könne. Letztlich gehe es darum, dass das ganze besetzte Palästina befreit werde.</p>
<p>Das &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; (<em>kānūn-e mīkrōb ve-selūlhā-ye sarṭānī</em>). Überlasse man ihm auch nur einen Handbreit palästinensischen Bodens, so sammle es schnell wieder Kräfte und schädige die ganze Region. Wer von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit rede, könne nicht zugleich mit dem &#8220;zionistischen Regime&#8221; und Amerika zusammenarbeiten. Soweit Ahmadinejad.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Es wird wieder viel kreative Pseudowissenschaft nötig sein, um Äusserungen wie &#8220;Zerstörung des zionistischen Regimes&#8221;, &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; und dergleichen zu entschärfen und als westliche Missverständnisse schönzureden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-11850">Auf Ahmadinejads Webpräsenz ist der Text offenbar nicht zugänglich, wie überhaupt sämtliche Dateien aus der Trefferliste der entsprechenden <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://president.ir/fa/?search=&amp;querystring=%D8%B1%D9%88%D8%B2+%D9%82%D8%AF%D8%B3&amp;search.x=0&amp;search.y=0" target="_blank">Suchabfrage</a>.  <a href="#footnote-link-1-11850">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10188/verqueere-denke/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 20:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
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		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler weiss es nicht so genau. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.
Ich verstehe, dass es in Deutschland schwer ist, zwischen einer Kritik  beispielsweise der israelischen Besatzung und Antisemitismus zu  unterscheiden. Wenn Hamas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler <a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/30/41420.html" target="_blank">weiss es nicht so genau</a>. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.</p>
<blockquote><p>Ich verstehe, dass es in Deutschland schwer ist, zwischen einer Kritik  beispielsweise der israelischen Besatzung und Antisemitismus zu  unterscheiden. Wenn Hamas und Hizbollah antisemitische Positionen  vertreten, dann sind sie unbedingt abzulehnen. Doch man muss genau  analysieren, ob in der Kritik Israels Antisemitismus im Spiel ist oder  nicht. (&#8230;) Der einzige Grund, warum ich glaube, dass, deskriptiv  gesehen, diese Gruppen unter die Kategorie »links« gehören, ist, weil  sie gegen Kolonialismus und Imperialismus kämpfen.</p></blockquote>
<p>Deskriptiv gesehen handelt es sich bei diesem verschwurbelten Käse um völkisches Denken in progressiver Uniform: Die Freiheit der Völker geht über die Freiheit des Individuums. Auch fragt sich, welchen Planeten Frau Butler eigentlich ihr Zuhause nennt, wenn sie den Traum der Hamas und Hisbollah von einer Welt ohne Israel als Kritik am jüdischen Staat deutet.</p>
<p>Aber weil das natürlich wieder alles aus dem Kontext gerissen ist, legt Frau Butler nach:</p>
<blockquote><p>Ich habe mich auch gefragt, ob die Verwendung meiner gekürzten  Bemerkungen über Hamas und Hizbollah nicht selbst eine Art  antisemitischer Angriff war. Ich spüre in der Tat wieder meine  Verletzbarkeit als Jüdin in Deutschland, wenn ich auf diese Art und  Weise in den Medien diskreditiert werde. Es wäre mindestens paradox,  wenn ich als queere Jüdin mich für Hizbollah und Hamas aussprechen  würde, wie das in der Taz nahegelegt worden ist. Ihre Taktik, in der  meine Aussagen verzerrt worden sind, hat mein Jüdin-Sein negiert und  mich als eine selbsthassende Jüdin dargestellt, und in diesem Sinne  wurde mir Gewalt angetan.</p></blockquote>
<p>So findet die intellektuelle Zerrüttung ihre letzte Bestimmung in der Weinerlichkeit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Antiamerikanismus in Pakistan</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Südasien]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Was den verhinderten Attentäter vom Times Square umtrieb, erläutert ein Artikel in der pakistanischen &#8220;Dawn&#8221;:
A private survey carried out by a European embassy based in Islamabad  found that only four per cent of Pakistanis polled speak well of  America; 96 per cent against. (&#8230;)
(&#8230;) Pakistan  has long teetered between being a failed [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was den verhinderten Attentäter vom Times Square umtrieb, erläutert ein <a href="http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/the-newspaper/editorial/faisal-shahzads-antiamericanism-850" target="_blank">Artikel</a> in der pakistanischen &#8220;Dawn&#8221;:</p>
<blockquote><p>A private survey carried out by a European embassy based in Islamabad  found that only four per cent of Pakistanis polled speak well of  America; 96 per cent against. (&#8230;)</p>
<p>(&#8230;) Pakistan  has long teetered between being a failed state and a failing state. The  rich won’t pay taxes? Little electricity? Contaminated drinking water?  Kashmir unsolved? Blame it on the Americans. This phenomenon exists  elsewhere too. For example, one saw Hamid Karzai threatening to join the  Taliban and lashing out against Americans because they (probably  correctly) suggested he committed electoral fraud.</p></blockquote>
<p>Der Verfasser kommt zu dem bemerkenswerten Schluss: &#8220;In truth, the US is no more selfish or altruistic than any other  country. And it treats its Muslim citizens infinitely better than we  treat non-Muslims in Pakistan.&#8221; Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 08:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Gulbuddin Hekmatyar]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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		<description><![CDATA[Der in Deutschland lebende afghanische Philosoph Masoud Rahel erklärt in einem überaus lesenswerten Gespräch mit der FAS, was ihn an der deutschen Debatte über Afghanistan stört. Den Deutschen rät er, sich darüber klarzuwerden, dass die Taliban vor allem die Kinder der von den Sowjets vertriebenen Flüchtlinge seien,  die in den  Koranschulen des pakistanischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der in Deutschland lebende afghanische Philosoph Masoud Rahel erklärt in einem überaus lesenswerten <a href="http://www.faz.net/p/RubF95D90E480004A43A338954FFEDDA3F2/Dx2~E83BE3DA396FA01BB2676E7544B3B4007~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Gespräch</a> mit der FAS, was ihn an der deutschen Debatte über Afghanistan stört. Den Deutschen rät er, sich darüber klarzuwerden, dass die Taliban vor allem die Kinder der von den Sowjets vertriebenen Flüchtlinge seien,  die in den  Koranschulen des pakistanischen Grenzgebiets Zuflucht  gefunden hätten – folglich ein für die afghanische Geschichte völlig untypisches Phänomen darstellten.</p>
<p>Überhaupt seien die Taliban ohne Rückhalt im Volk. Rahel erinnert daran, dass der Sturz der Taliban das Ergebnis gemeinsamen Vorgehens von Afghanen und Amerikanern sei. Dem deutschen Antiamerikanismus vermag sich Rahel denn auch nicht anzuschliessen: &#8220;Ich bin kein Antiamerikaner. Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt. Wo wäre dieses Land ohne den Einsatz der Amerikaner?&#8221;</p>
<p>Für Deutschland heisst das: &#8220;die Bundeswehr verliert diesen Krieg nicht in Afghanistan, sondern  im Bundestag&#8221;. Doch diese Einsicht muss sich erst noch herumsprechen.</p>
<p>(<a href="http://www.faz.net/p/RubF95D90E480004A43A338954FFEDDA3F2/Dx2~E83BE3DA396FA01BB2676E7544B3B4007~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Hier</a> der ganze Artikel.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Mosaiksteinchen als Künstler</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9178/wecker-gleichschaltung/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Seitdem neoliberale Thinktanks Deutschland in die Zange genommen haben, ist das Leben kein Ponyhof mehr. Geschickt haben sie es geschafft, jede Form von Engagement ins Lächerliche zu ziehen.
Ganz besonders gilt das für Konstantin Wecker, den man heute durchaus ernstnehmen würde, wenn da nicht diese neoliberale Gleichschaltung wäre. Denn: &#8220;Als Künstler bin ich nichts weiter als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem neoliberale Thinktanks Deutschland in die Zange genommen haben, ist das Leben kein Ponyhof mehr. Geschickt haben sie es geschafft, jede Form von <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2090/heilige-einfalt-in-ghom/" target="_self">Engagement</a> ins <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2580/aus-dem-dialogcontainer/" target="_self">Lächerliche</a> zu ziehen.</p>
<p>Ganz besonders gilt das für Konstantin Wecker, den man heute durchaus ernstnehmen würde, wenn da nicht diese neoliberale Gleichschaltung wäre. Denn: &#8220;Als Künstler bin ich nichts weiter als ein Mosaiksteinchen. Das waren Künstler und andere engagierte Menschen schon immer.&#8221;</p>
<p>Natürlich wusste der Barde, dass er den Krieg gegen <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1466/pro-maliki-contra-saddam/" target="_blank">Saddam</a> nicht würde verhindern können, wenn er nach <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,230382,00.html" target="_blank">Bagdad</a> fährt. Aber ein Mitglied im Club &#8220;der letzten Mohikaner&#8221; muss eben manchmal Zeichen setzen. Zumal die Gefahr ja meist nicht dort droht, wo man sie vermutet:</p>
<blockquote><p>Natürlich fühle ich mich bedroht von Atomwaffen, und zwar in erster Linie durch das einzige Land, das schon einmal Atombomben geworfen hat. Es sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die die Katastrophen in Hiroshima und Nagasaki verursacht haben.</p></blockquote>
<p>Umso bewundernswerter, dass Wecker sich aus der &#8220;<a href="http://www.wecker.de/tag_recht2.php?ide=162" target="_blank">Kollektiv-Psychose</a>&#8220;, unter der die Menschheit seit 6000 Jahren leidet, einfach ausgeklinkt hat. Genugtuung empfindet er denn auch darüber, dass der erste schwarze Präsident der amerikanischen Geschichte aus den Reihen der Demokraten stammt.</p>
<p>Denn die Republikaner haben zwar den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Colin_Powell" target="_blank">ersten schwarzen Verteidungsminister</a> und die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Condoleezza_Rice" target="_blank">erste schwarze Aussenministerin</a> (beide unter George Bush) in der Geschichte ihres Landes zu verantworten, aber eben keinen solchen Regierungschef:</p>
<blockquote><p>Obama verkörpert bis heute für viele Menschen Hoffnung. Auch weil er der erste schwarze Präsident ist. Das ist ein Schlag in die Magengrube jedes Republikaners, jedes aufrechten Rechten. Das allein schon ist ein Genuss.</p></blockquote>
<p>Der derzeitige Vorsitzende der Republikanischen Partei heisst übrigens Michael Steele und ist <a href="http://www.usnews.com/articles/news/politics/2008/04/07/10-things-you-didnt-know-about-michael-steele.html" target="_blank">Afroamerikaner</a>. Wenn das die neoliberalen Gleichschalter wüssten.</p>
<p>Mehr von einem der letzten Mohikaner gibt es bei den immer wieder lesenswerten &#8220;<a href="http://www.ruhrbarone.de/konstantin-wecker-uber-krieg-neoliberalismus-und-ubers-einmischen/" target="_blank">Ruhrbaronen</a>&#8220;.</p>
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		<title>Mehrheit der Pakistanis unterstützt den Kampf gegen die Taliban</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6712/mehrheit-pakistanis-gegen-taliba/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 18:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allerdings nur dann, wenn Pakistan ihn führt, zeigt eine Umfrage:
However, this does not bring with it a shift in attitudes toward the US. A large majority continue to have an unfavourable view of the US government. Almost two-thirds say they do not have confidence in Obama. An overwhelming majority opposes US drone attacks in Pakistan.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allerdings nur dann, wenn Pakistan ihn führt, zeigt eine <a href="http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/world/09-pakistani-opinion-turns-against-pak-taliban-al-qaeda-poll-szh--03">Umfrage</a>:</p>
<blockquote><p>However, this does not bring with it a shift in attitudes toward the US. A large majority continue to have an unfavourable view of the US government. Almost two-thirds say they do not have confidence in Obama. An overwhelming majority opposes US drone attacks in Pakistan.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Rede von Kairo: Marokkanische Islamisten</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 09:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die marokkanische islamistische Zeitung &#8220;at-Tajdid&#8221; referierte vorgestern Stellungnahmen von Vertretern unterschiedlicher islamistischer Strömungen zur Rede von Obama.
Saadedine Othmani ist der Chef der Parti de la justice et du développement, die manchmal mit der türkischen AKP verglichen wird, obwohl sie viel eindeutiger islamistische Positionen einnimmt. Er meint, dass es zwischen taktischen Äußerungen und Stellungnahmen zu konkreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die marokkanische islamistische Zeitung &#8220;at-Tajdid&#8221; <a href="http://www.attajdid.info/affdetail.asp?codelangue=6&#038;info=50720">referierte</a> vorgestern Stellungnahmen von Vertretern unterschiedlicher islamistischer Strömungen zur Rede von Obama.</p>
<p>Saadedine Othmani ist der Chef der <em>Parti de la justice et du développement</em>, die manchmal mit der türkischen AKP verglichen wird, obwohl sie viel eindeutiger islamistische Positionen einnimmt. Er meint, dass es zwischen taktischen Äußerungen und Stellungnahmen zu konkreten politischen Fragen zu unterscheiden gelte. So seien die allgemeinen Ausführungen über den Islam dem Anliegen geschuldet, das Image der USA zu verbessern, was an sich zu begrüßen sei. Darüber hinaus führt er diese rhetorischen Verbeugungen auf die durch die Finanzkrise geschwächte Position der USA zurück.<br />
Zu konkreten politischen Fragen, etwa dem Rückkehrrecht der Palästinenser, der Blockade von Gaza oder dem Status von Jerusalem habe Obama nicht Neues gesagt. Seine Absage an die Förderung von Demokratie könnte despotischen Herrschern einen Vorwand für die Beschneidung von Freiheiten liefern.</p>
<p>Ein Vertreter der radikaleren, nicht an Wahlen teilnehmenden <em>Gemeinschaft für Gerechtigkeit und rechtes Handeln</em> begrüßt die rhetorischen Ouverten, meint aber, dass die islamische Gemeinschaft  aus ihrer abwartenden Haltung erwachen müsse, um Druck auszuüben. Nur so seien praktische Folgen zu erwarten.</p>
<p>Der tunesische Islamist Rachid Ghannouchi bewertet die Aussagen zur Demokratie viel positiver als Othmani und meint, dass sie beispielsweise der ägyptischen Regierung nicht zur Legitimation der Unterdrückung der Muslimbrüder dienen könnten. Nicht zuletzt hofft er, dass die Rede das Image des Islam in Europa aufbessern werde.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dreiste Vereinnahmung</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6085/dreiste-vereinnahmung/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Darfur-Leugner Trojanow behauptet in der TAZ mit Blick auf die Landung der Alliierten in der Normandie:
Ich war erstaunt. Bei massenhaften Luftangriffen denke ich an Dresden und Coventry, und nicht an Caen und St. Malo. D-Day ist für mich, wie wohl für die meisten von uns, das Sinnbild eines gerechten, moralisch unangreifbaren Krieges. Ein Mythos, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.perlentaucher.de/blog/2_trojanows_darfurkrise">Darfur-Leugner</a> Trojanow <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/vorauseilende-ethik/?type=98">behauptet</a> in der TAZ mit Blick auf die Landung der Alliierten in der Normandie:</p>
<blockquote><p>Ich war erstaunt. Bei massenhaften Luftangriffen denke ich an Dresden und Coventry, und nicht an Caen und St. Malo. D-Day ist für mich, wie wohl für die meisten von uns, das Sinnbild eines gerechten, moralisch unangreifbaren Krieges. Ein Mythos, mit dem wir aufgewachsen sind und der jedes Jahr feierlich begangen wird, in Anwesenheit von Veteranen und Präsidenten. Denn auch diese Invasion hatte ihre düsteren Seiten. Allein in der Normandie wurden mehr als 15.000 Zivilisten durch die Bombardierungen im Vorfeld getötet und weitere 20.000 bei den Gefechten nach der Landung, vor allem in Caen. Insgesamt wurden im Sommer 1944 mehr französische Zivilisten (rund 70.000) durch Bomben der Alliierten getötet als britische Zivilisten durch deutsche Bomben (rund 50.000). Wie pervers klingt in diesem Zusammenhang der Begriff &#8220;friendly fire&#8221;.</p></blockquote>
<p>Damit begründet er folgende Schlussfolgerung:</p>
<blockquote><p>Mit einem Abstand von mehr als 60 Jahren wird auch der Zweite Weltkrieg zunehmend als ein Höllenfeuer angesehen, aus dem keine Seite moralisch unbeschadet herausgekommen und der mit dem Persilschein des &#8220;gerechten Krieges&#8221; nicht reinzuwaschen ist. Die Sieger drucken solche Exkulpationen inflationär, und die Mächtigen lassen sie sich in vorauseilender Ethik bescheinigen. Das Etikett &#8220;gerechter Krieg&#8221; wird wie ein TÜV-Siegel vergeben, um die Geschehnisse dann nicht weiter zu hinterfragen. In 60 Jahren werden wohl unsere Nachfahren die inzwischen unzähligen zivilen Opfer des &#8220;gerechten Kriegs&#8221; in Afghanistan erstaunt und empört zur Kenntnis nehmen. Vom Irak ganz zu schweigen. Die Gerechtigkeit wird schnell aus den Augen verloren, wenn Krieg geführt wird.</p></blockquote>
<p>Das Nötige hierzu hat Richard Wagner bereits auf der Achse <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/trojanows_luftkrieg/">gesagt</a>:</p>
<blockquote><p>Wer dieses Kriegsziel relativiert, stellt auch das Kriegsergebnis infrage, er strebt die Delegitimierung des Westens an.</p></blockquote>
<p>Dennoch eine persönliche Anmerkung. Besonders abstoßend empfinde ich die Vereinnahmung der französischen Bevölkerung gegen die Alliierten. <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Royan#La_ville_nouvelle_des_ann.C3.A9es_50">[wikipop]Royan[/wikipop]</a>, die Partnerstadt meiner Heimatstadt wurde Anfang 1945 ebenfalls völlig zerstört, irrtümlich wird behauptet, Ziel der RAF war wohl der U-Boothafen in [wikipop]La Rochelle[/wikipop]. Zu Unklarheiten in der Schuldfrage hat dies nicht geführt. Wir wurden als Austausschüler nicht vor antibritischen Ressentiments älterer Bürger gewarnt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Reaktionen auf Obamas Rede: Türkei</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5972/reaktionen-obama-rede-turkei/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 08:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die eigentliche Zielgruppe der &#8220;Rede von Kairo&#8221; seien die sogenannten moderaten Islamisten, etwas die AKP, gewesen, meint der französische Nahostexperte Gilles Kepel im Chat von &#8220;Le Monde&#8221;. Ein Grund sich anzuschauen, wie Obamas Ansprache in diesem Milieu aufgenommen wurde.
In der Türkei ist das Bild uneinheitlich. In &#8220;Zaman&#8221; meint der &#8220;Neue islamische Intellektuelle&#8221; Ali Bula&#231;, Obama [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die eigentliche Zielgruppe der &#8220;Rede von Kairo&#8221; seien die sogenannten moderaten Islamisten, etwas die AKP, gewesen, meint der französische Nahostexperte Gilles Kepel <a href="http://www.lemonde.fr/ameriques/article/2009/06/05/gilles-kepel-barack-obama-a-fait-de-l-islam-une-religion-americaine_1202661_3222.html">im Chat</a> von &#8220;Le Monde&#8221;. Ein Grund sich anzuschauen, wie Obamas Ansprache in diesem Milieu aufgenommen wurde.</p>
<p>In der Türkei ist das Bild uneinheitlich. In &#8220;Zaman&#8221; <a href="http://zaman.com.tr/yazar.do?yazino=855799&#038;title=napolyondan-obamaya-misir-hitabeleri">meint</a> der &#8220;Neue islamische Intellektuelle&#8221; Ali Bula&ccedil;, Obama knüpfe an Napoleon an, der bei seinem Feldzug in Ägypten den Muslimen versichert habe, er wende sich allein gegen die Herrschaft der Mamluken[<a href="#footnote-1-5972" id="footnote-link-1-5972" title="See the footnote.">1</a>]. Von ihrer Religion wolle er sie keineswegs abbringen. Ayşe Böhürler beginnte ihren <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=06.06.2009&#038;y=AyseBohurler">Kommentar</a> in der regierungsnahen &#8220;Yeni Şafak&#8221; mit lobenden Worten. Sie sieht als Ziel der Rede, die Öffentlichkeit von einer Zweistaatenlösung zu überzeugen. Er sei aber der Frage des Rückkehrrechts ebenso ausgewichen, wie der Frage, wie eine Verbindung zwischen den &#8220;Freiluftgefängnissen&#8221; Gazastreifen und dem Westjordanland hergestellt werden solle. Allerdings sei zu beobachten, dass wo immer Obama auftrete die Sympathiewerte für die USA steigen. Resul Tosun <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=06.06.2009&#038;y=ResulTosun">erklärt</a> im gleichen Blatt Obama zum Wirrkopf (<em>kafası karışık</em>) weil er den Besetzer Israel und das bestetzte Israel auf die gleiche Stufe stelle. Indem er erkläre &#8220;einige Palästinenser unterstützen die Hamas&#8221; würdige er die demokratische Entscheidung der Palästinenser herab. Als lobenswertes Beispiel für wahren Laizismus hebt er hingegen hervor, dass Obama aus alten und Neuem Testament sowie dem Koran zitiert habe. Außerdem imponiert ihm, dass Obama Innovation und Bildung statt Öl zur Währung des 21. Jahrhunderts erklärt.<br />
________________<br />
Nachtrag: Taha Akyol, der Quotenkonservative bei &#8220;Milliyet&#8221; <a href="http://www.milliyet.com.tr/Yazar.aspx?aType=YazarDetay&#038;ArticleID=1103427&#038;AuthorID=62&#038;Date=06.06.2009&#038;b=Obama,%20laiklik,%20Bassavci&#038;a=Taha%20Akyol&#038;ver=27">meint</a>, dass Obama sich am angelsächsischen Säkularismusmodell orientiere, dass der Religion einen Raum in der Öffentlichkeit zugestehe. Es habe einen &#8220;weichen&#8221; sozialen Wandel ermöglicht und so der ökonomischen Entwicklung Vorschub geleistet, während das frannzösische Modell (das die Kemalisten übernommen haben, M.R.) zu schweren Kämpfen geführt habe, die wirtschaftliche Stagnation nach sich zogen. In Sachen Palästina ist Obama auch für Akyol nicht weit genug gegangen (wird aber nicht spezifiziert).<br />
_________________<br />
Nachtrag: Bei Milli Görüş sieht man nur finstere Täuschungsabsichten. Mustafa Özcan <a href="http://www.milligazete.com.tr/makale/teshis-cok-tedavi-yok-128590.htm">schreibt</a> in der &#8220;Milli Gazete&#8221; unter der Überschrift &#8220;viel Diagnose, wenig Therapie, dass bereits Lord Curzon zu Beginn des letzten Jahrhunderts behauptet habe, dass Großbritannien das größte islamische Land sei, um seine imperialistischen Bestrebungen zu verschleiern.<br />
________________<br />
Nachtrag 9.6.2009<br />
Nach ein paar Tagen Bedenkzeit <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=09.06.2009&#038;y=FatmaKBarbarosoglu">sieht</a> Fatma K. Barbarosoğlu in &#8220;Yeni Şafak&#8221; vor allem Obamas Selbststilisierung als Weltherrscher, während sie konkrete Aussagen vermisst.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-5972">Mit dieser Einordnung nicht hingegen mit der positiven Bewertung ist er sich mit Martin Kramer <a href="http://sandbox.blog-city.com/obama_and_the_muslims.htm">einig</a>. 09.06.2009  <a href="#footnote-link-1-5972">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Rede von Kairo: Arabische Reaktionen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5996/rede-kairo-arabische-reaktionen/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 16:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gamal Hashmat, Mitglied im Führungsgremium der Muslimbrüder und Abgeordneter, erklärte (nach einem Bericht in &#8220;az-Zamān&#8221;, Irak), dass die Rede einen neuen Geist und einen neuen Stil gebracht habe, aber nicht Neues. Sie reflektiere die amerikanische Sicht auf die Region. Ziel sei es, amerikanische Werte zu verbreiten[1] und die Gemeinschaft zu hypnotisieren. Die Massaker der Israelis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gamal Hashmat, Mitglied im Führungsgremium der Muslimbrüder und Abgeordneter, erklärte (nach einem <a href="http://www.azzaman.com/index.asp?fname=2009\06\06-05\819.htm&amp;storytitle=%D1%C6%ED%D3%20%CD%D2%C8%20%C7%E1%E6%DD%CF:%20%E3%C8%C7%CF%C6%20%C7%E1%D1%C6%ED%D3%20%C7%E1%C3%E3%D1%ED%DF%ED%20%C7%E1%D3%C8%DA%C9%20%CA%CD%CA%C7%CC%20%C7%E1%ED%20%E6%DE%CA%20%DE%ED%C7%CF%ED%20%DD%ED%20%C7%CE%E6%C7%E4%20%E3%D5%D1:%20%C7%E1%CE%D8%C7%C8%20%E1%E3%20%ED%C3%CA%20%C8%CC%CF%ED%CF">Bericht</a> in &#8220;az-Zamān&#8221;, Irak), dass die Rede einen neuen Geist und einen neuen Stil gebracht habe, aber nicht Neues. Sie reflektiere die amerikanische Sicht auf die Region. Ziel sei es, amerikanische Werte zu verbreiten[<a href="#footnote-1-5996" id="footnote-link-1-5996" title="See the footnote.">1</a>] und die Gemeinschaft zu hypnotisieren. Die Massaker der Israelis in Gaza habe er nicht verurteilt. Er habe aber den Holocaust wie auch die Konzentraion auf ihn verurteilt. Des Weiteren habe er die Bevölkerung der islamischen Länder aufgefordert, gegen die Kultur und die Gebräuche, die sie auszeichnet, vorzugehen. &#8220;Wir brauchen aber keine Lektionen von Obama über die rechte von Frauen, Kindern und religiösen Minderheiten.&#8221; Dies seien &#8220;Instrumente der amerikanischen Unterwerfungsstrategie&#8221;. Trotz dieser harschen Worte, meint er das Obama durch lobende Worte für den Islam, das Zitieren von Koranversen und den besuch der Sultan Hasan Moschee Sympathien gewonnen habe. Mahmūd Abāza, der Führr der bürgerlichen [wikipop]Wafd[/wikipop]-Partei äußert sich deutlich positiver und lobt, dass Obama die Rechte religiöser Minderheiten ausdrücklich erwähnt hat. Ähnlich äußert sich Hāfiz Abū Sa‛da von der ägyptischen Menschenrechtsvereinigung.</p>
<p>Weit weniger Interesse als im Nahen Osten scheint die Rede im Maghreb gefunden zu haben. In der marokkanischen islamistischen Tageszeitung &#8220;at-Tajdīd&#8221; findet sich ein <a href="http://www.attajdid.info/affdetail.asp?codelangue=6&amp;info=50596">kurzer Kommentar</a>, der ebenfalls mit dem Lob des neuen Stils beginnt. Positiv rechnet Mustafa Khalfī Obama an, dass er ein Abzugsdatum für den Irak nennt, dass er erklärt, in Afghanistan keine Truppen zu stationieren, dass er den Schleier verteidigt und gegen negative Stereotypen über den Islam vorgehen will, dass er israel für die Lage der Palästinenser verantwortlich macht, und Guantanamo schließen will. Negativ vermerkt er hingegen, dass Obama Hamas nicht als legitime Vertretung der Palästinenser anerkenne und dass er die Frage der Religionsfreiheit mit der Frage der religiösen Minderheiten verknüpft. Damit werde der Mission Tür und Tor geöffnet.</p>
<p><a href="http://aawsat.com/english/news.asp?section=2&amp;id=16983">Gelobt</a> wird Obama auch vom saudischen Kolumnisten Tariq Alhomayed in &#8220;Asharq alawsat&#8221;:</p>
<blockquote><p>Obama&#8217;s speech addressed those that we have always described as the silent majority, in other words the ordinary citizen who abhors extremism, backwardness and attrition [e.g. war of attrition fought between Egypt and Israel] where the situation is neither that of war nor peace. [Obama speech addressed] the citizen who desires an education, and wishes [only] to live with dignity.<br />
&#8230;<br />
The speech by Obama should have been given to us long ago by an Arab or Islamic leader, not an American one, as we are the victims of poverty, extremism, division and violence, in all its forms and under various pretexts.</p></blockquote>
<p>Für Obama spreche nicht zuletzt die negative oder &#8220;ja aber&#8221;-Reaktion der Islamisten. Einen Punkt kritisiert er jedoch und  dabei sieht er sich im Einklang mit dem (geladenen) Publikum:</p>
<blockquote><p>We noticed something important concerning Iran [during the speech] which is that when the US President spoke about unconditional or positive dialogue with Iran, nobody at the Cairo University applauded, and this is an important message to those who are paying attention.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-5996">Er verwendet den begriff <em>tabshīr</em>, d.i Evangelisation  <a href="#footnote-link-1-5996">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;How I Missed Obama&#8217;s Speech&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 17:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Jason Overdorf erklärt, warum er es nicht schaffte, gebannt die Rede auf dem Bildschirm verfolgende indische Muslime zu finden.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Jason Overdorf <a href="http://www.outlookindia.com/full.asp?fodname=20090605&#038;fname=jason&#038;sid=1">erklärt</a>, warum er es nicht schaffte, gebannt die Rede auf dem Bildschirm verfolgende indische Muslime zu finden.</p>
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