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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Antisemitismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Ausgerechnet!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 19:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Ausgerechnet Karatzaferis! Der Mann, den der &#8220;Spiegel&#8221; etwas euphemistisch als &#8220;Rechtspopulist&#8221; bezeichnet, beschwert sich darüber, dass Griechenland unter Deutschland zu leiden habe.
Dazu muss man wissen, dass Karatzaferis ein Antisemit der alten alten Schule ist, der das &#8220;S&#8221; im US-Dollarzeichen angeblich auf die israelische Währung &#8220;Schekel&#8221; zurückführt und auch sonst offenbar nie eine Gelegenheit ausgelassen hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet Karatzaferis! Der Mann, den der &#8220;Spiegel&#8221; etwas euphemistisch als &#8220;Rechtspopulist&#8221; bezeichnet,<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814583,00.html" target="_blank"> beschwert sich</a> darüber, dass Griechenland unter Deutschland zu leiden habe.</p>
<p>Dazu muss man wissen, dass Karatzaferis ein Antisemit der alten alten Schule ist, der das &#8220;S&#8221; im US-Dollarzeichen angeblich auf die israelische Währung &#8220;Schekel&#8221; zurückführt und auch sonst offenbar nie eine Gelegenheit ausgelassen hat, gegen Juden zu hetzen. Bevorzugtes Medium ist sein eigener Fernsehsender &#8220;Teleasty&#8221;, auf dem Karatzaferis, so berichten Menschenrechtsgruppen, seinen Judenhass austobt. Seine Partei LA.O.S. hatte ausserdem 2002 mit der griechischen Neonazi-Organisation &#8220;Chrysi Avgi&#8221; (Goldene Morgendämmerung) kooperiert, deren Kandidaten sich auf dem Ticket von LA.O.S. für das Athener Stadtparlament zur Wahl stellten durften.</p>
<p>Die &#8220;<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/592/neonazis-bei-wordpresscom/" target="_blank">Chrysi Avgi</a>&#8221; wiederum arbeitet mit Neonazis in <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/103/festival-des-hasses/" target="_blank">ganz Europa</a> zusammen, u.a. mit der deutschen <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/23/neonazis-paneuropaisch/" target="_blank">NPD</a>. Aus ihrer Bewunderung für Nazi-Deutschland, Hitler, die Waffen-SS und das Hakenkreuzsymbol macht die Gruppe kein Hehl. Kommentar von Karatzaferis: Die &#8220;Chrysi Avgi&#8221; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=z8UrrOA15zM" target="_blank">sei keine rechtsextreme Partei</a>.</p>
<p>Vielleicht hätte Karatzaferis mit Deutschland weniger Probleme, wenn es faschistisch würde.</p>
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		<title>&#8220;Iran muss Israel bis 2014 angreifen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 22:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem machte eine Äusserung des iranischen Revolutionsführers Khamenei Furore, der wieder einmal gegen Israel hetzte. In diesem Zusammenhang war von einer neuen Doktrin die Rede, die die Zerstörung Israels religiös rechtfertigen soll. Diese Doktrin stammt von Alireza Forghani, der zu den strategischen Beratern Khameneis gehört und der seine Doktrin auf der Webpräsenz von Alef [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem machte eine Äusserung des iranischen Revolutionsführers Khamenei Furore, der wieder einmal gegen Israel <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2097252/Kill-Jews-annihilate-Israel-Irans-supreme-leader-lays-legal-religious-justification-attack.html" target="_blank">hetzte</a>. In diesem Zusammenhang war von einer neuen Doktrin die Rede, die die Zerstörung Israels religiös rechtfertigen soll. Diese Doktrin stammt von Alireza Forghani, der zu den strategischen Beratern Khameneis gehört und der seine Doktrin auf der Webpräsenz von Alef <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.alef.ir/vdcepw8zwjh8ewi.b9bj.html?142262" target="_blank">näher ausführt</a>.</p>
<p>Der Text hat es in sich, die üblichen IRI-Versteher werden es nicht leicht haben, hier einen Übersetzungsfehler anzuprangern. Unumwunden erklärt Forughani, der sich darin auf Khomeini beruft, dass die Vernichtung Israels (nā-budi)[<a href="#footnote-1-12383" id="footnote-link-1-12383" title="See the footnote.">1</a>] eine Notwendigkeit sei. Zum wiederholten Male wird Israel als &#8220;Krebsgeschwulst&#8221; (ġodde-ye sarṭānī) bezeichnet, gegen die sich jeder Muslim rüsten müsse.</p>
<p>Die Doktrin basiert demnach auf zwei Achsen, die beide einen Angriff (ḥamle) auf Israel begründen: eine religionsgesetzliche und eine politische. Der Angriff müsse gleich zu Israels &#8220;definitiver Zerstörung&#8221; (enhedām-e qaṭʿī), zu seiner &#8220;absoluten Vernichtung&#8221; (nā-budi-ye moṭlaq) führen. Und das Szenario wird noch gesteigert: &#8220;Das israelische Volk muss verschwinden&#8221; (mardom-e Esrāʾīl az beyn berawand) wird dort gefordert. Und weil die Vernichtung eine absolute sein muss, gelte es, auch die Infrastruktur des Landes dem Erdboden gleichzumachen.</p>
<p>Forughani betreibt übrigens sein eigenes Weblog, auf dem er seine Gewaltphantasien weiter ausbreitet. Sein Blog ist mehrsprachig, auf Englisch schreibt er ebenfalls ganz <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://alireza-forghani.blogfa.com/" target="_blank">unmissverständlich</a>:</p>
<blockquote><p>In order to attack Iran, Israel needs western and US assistance, permission and coordination. In the current situation and passiveness of US and west, Iran should wipe out Israel. Considering unique characteristics of Mr. Ahmadinejhad&#8217;s administration and Islamic awakening of region&#8217;s countries which are influenced by the policies of Iranian regime and 10th administration, Iran must attack Israel before 2014 and end of the work of current administration.</p></blockquote>
<p>Soll nur im Westen keiner sagen, dass er nichts davon gewusst habe.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-12383">Das persische nā-budi kann zwar auch &#8220;Nicht-Sein&#8221; bedeuten, doch macht dies in diesem Kontext keinen Sinn; das &#8220;Glossary of Islamic Technical Terms&#8221; (Farhang-e eṣṭelāḥāt-e ʿolūm-o tamaddon-e eslāmī, 1991) kennt überhaupt nur eine einzige Bedeutung: annihilation.  <a href="#footnote-link-1-12383">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Gedenken an Raoul Wallenberg</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 17:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Tal Gat
In diesem Jahr begehen wir den 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg. Dies ist ein guter Anlass, an seine mutigen Taten zu erinnern, um sein Andenken auch für die nächsten Generationen lebendig zu halten.
Nachdem die ersten Augenzeugenberichte aus den deutschen Vernichtungslagern die Weltöffentlichkeit erreichten, gründeten die USA das War Refugee Board. Aufgabe des Board [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Tal Gat</em></p>
<p>In diesem Jahr begehen wir den 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg. Dies ist ein guter Anlass, an seine mutigen Taten zu erinnern, um sein Andenken auch für die nächsten Generationen lebendig zu halten.</p>
<p>Nachdem die ersten Augenzeugenberichte aus den deutschen Vernichtungslagern die Weltöffentlichkeit erreichten, gründeten die USA das War Refugee Board. Aufgabe des Board war die Rettung der noch lebenden europäischen Juden vor der Vernichtung. Raoul Wallenberg, Sohn einer reichen schwedischen Unternehmerfamilie, wurde 1944 als Leiter der schwedischen Gesandtschaft mit Unterstützung des War Refugee Boards nach Budapest entsandt, um bei der Rettung der ungarischen Juden zu helfen.</p>
<p>Wallenberg konnte für seine Mission bereits auf einer Vorarbeit aufbauen: Per Anger, ein junger Diplomat der schwedischen Gesandtschaft, hatte bereits begonnen, schwedische Pässe für Juden auszustellen, die Verwandte oder Geschäftspartner in Schweden hatten. Und Anger stellte auch spezielle Dokumente für Juden aus, die sich um eine schwedische Staatsbürgerschaft beworben hatten.</p>
<p>Wallenbergs erste Amtshandlung war der Entwurf sogenannter Schutzpässe. Diese besaßen zwar eigentlich international keine Gültigkeit, doch durch seine geschäftlichen Erfahrungen mit Deutschland wusste Wallenberg, dass eine aufwendige Gestaltung mit offiziellen Wappen und Stempeln den Nationalsozialisten Respekt einflößen würde. Wallenberg erreichte ein Abkommen mit den ungarischen Behörden, 4.500 solcher Pässe anfertigen lassen zu dürfen – und druckte schließlich drei Mal so viele.</p>
<p>Doch die Schutzpässe waren erst der Anfang. Wallenberg eröffnete sogenannte „Schwedische Häuser“, in denen sich Juden verstecken konnten. 15.000 Juden fanden Zuflucht in den Häusern, die lediglich durch eine schwedische Flagge geschützt waren – und durch Wallenbergs Behauptung, dass es sich bei den Häusern um schwedisches Staatsgebiet handele.</p>
<p>Die Diplomaten anderer Länder waren anfangs von Wallenbergs Bemühungen überrascht, doch bald überzeugten sie seine Erfolge bei der Rettung von Juden von der Richtigkeit seines Handelns. Gesandtschaften anderer neutraler Länder folgten seinem Beispiel, stellten Schutzpässe aus und eröffneten Schutzhäuser.</p>
<p>Obwohl das Ende des Zweiten Weltkriegs bereits abzusehen war, ging die Judenvernichtung weiter. Adolf Eichmann, verantwortlich für die „Endlösung der Judenfrage“, befahl Todesmärsche der ungarischen Juden, bei denen zehntausende hungernder Männer, Frauen und Kinder gezwungen wurden, bei eisigen Temperaturen hunderte Kilometer weit zu laufen. Unzählige starben dabei.</p>
<p>Auch angesichts dieser grausamen Verbrechen blieb Raoul Wallenberg nicht untätig. In seinem Auto folgte er den Todesmärschen und versorgte die Menschen mit Essen, Kleidung, Medizin und seinen Schutzpässen. Durch Drohungen und Bestechung konnte er diejenigen Juden freipressen, die schwedische Pässe besaßen und sie mit zurück nach Budapest nehmen.</p>
<p>Auch die Deportationen in Zügen versuchte Wallenberg aufzuhalten: Unter den Augen bewaffneter Wehrmachtssoldaten kletterte er in Zugwaggons, die nach Auschwitz fahren sollten, verteilte seine Pässe und forderte, dass die Juden mit schwedischen Schutzpässen sofort aus den Zügen aussteigen dürften.</p>
<p>Mitte Januar 1945 plante Eichmann die Ermordung aller Juden im Budapester Ghetto. Wallenberg erfuhr von dem Plan und wurde sofort aktiv. Da er selbst diesen Plan nicht aufhalten konnte, musste er sich an den Mann wenden, der dazu in der Lage war, den deutschen Wehrmachtsoffizier Generalmajor Gerhard Schmidhuber. Über einen Vermittler ließ Wallenberg dem Generalmajor einen Brief zukommen, indem er Schmidhuber drohte, ihn nach Ende des Krieges persönlich für das Massaker verantwortlich zu machen und als Kriegsverbrecher anzuklagen. Diese Drohung verfehlte ihre Wirkung nicht, und das Massaker wurde in letzter Minute verhindert.</p>
<p>Kurze Zeit später marschierte die Rote Armee in Ungarn ein. 120.000 ungarische Juden waren der „Endlösung“ entkommen. Es ist nicht genau bekannt, wie viele von ihnen durch die Hilfe von Raoul Wallenberg überleben konnten, doch wird ihm nachgesagt, mehreren zehntausend Juden das Leben gerettet zu haben.</p>
<p>Nach dem Krieg hätte Wallenberg nach Schweden zurückkehren sollen, um dort als gefeierter Held bis an sein Lebensende glücklich zu leben, geehrt von denen, die er gerettet hatte und ihren Kindern und Enkeln. Doch leider kam es anders.</p>
<p>Am 17. Januar 1945 wurde Raoul Wallenberg von sowjetischen Soldaten abgeholt und in ihr Budapester Hauptquartier gebracht. Bereits auf dem Weg dorthin sagte er zu einem Kollegen, er werde nun entweder Gast oder Gefangener der Russen sein. Seit diesem Tag ist Raoul Wallenberg verschollen, sein Schicksal ist bis heute unbekannt.</p>
<p>In den dunklen und grausamen Jahren 1944 und 1945 waren Wallenbergs Handlungen ein heller Hoffnungsschimmer für viele von der Vernichtung bedrohte Juden in Ungarn. Deshalb bewahren wir und die Generationen von Familien, die dank seiner mutigen Taten am Leben sind, die Erinnerung an sein Erbe. Der US-Kongressabgeordnete Tom Lantos, der dank Wallenberg die Schoah überlebt hat, hat bewirkt, dass Wallenberg zum Ehrenbürger der USA ernannt wurde. Wallenberg ist außerdem Ehrenbürger von Kanada und Israel.</p>
<p>Wenn wir des 100. Geburtstags von Raoul Wallenberg gedenken, erinnern wir an sein Erbe, an seinen Beitrag zu unserer Welt, in einer Zeit, in der der Antisemitismus erneut sein hässliches Haupt erhebt. Raoul Wallenberg darf niemals vergessen werden.</p>
<p><em>Der Autor ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.</em></p>
<p>(Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</p>
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		<title>Hamas bleibt sich treu</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es um die Chancen auf einen Frieden in Nahost geht und darum, sich auf vemeintlich veränderte Begebenheiten einzustellen, dann werden in der westlichen Berichterstattung die Rollen gerne schnell verteilt: Die Hamas geschmeidig wie ein Panther – die israelische Regierung steif wie ein Regenschirm. So glaubt ein Kommentator der &#8220;Tagesschau&#8221;:
Nun bewegt sich sogar die islamistische Hamas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12291" class="wp-caption alignleft" style="width: 396px"><img class="size-full wp-image-12291   " title="Barhoum_Hamas" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2012/12/Barhoum_Hamas.jpg" alt="Die Hamas dementiert." width="386" height="244" /><p class="wp-caption-text">Hamas: &quot;Frustration der Besatzer&quot;.</p></div>
<p>Wenn es um die Chancen auf einen Frieden in Nahost geht und darum, sich auf vemeintlich veränderte Begebenheiten einzustellen, dann werden in der westlichen Berichterstattung die Rollen gerne schnell verteilt: Die Hamas geschmeidig wie ein Panther – die israelische Regierung steif wie ein Regenschirm. So <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/netanjahu234.html" target="_blank">glaubt</a> ein Kommentator der &#8220;Tagesschau&#8221;:</p>
<blockquote><p>Nun bewegt sich sogar die islamistische Hamas auf Israel zu. Der ehemalige Hardliner Chalid Maschaal, Chef des Politbüros, hat unüberhörbar deutlich dem bewaffneten Kampf gegen Israel abgeschworen. Diese neue Milde ist das Ergebnis des Umbruchs in Syrien und des innerpalästinensischen Versöhnungsprozesses.</p></blockquote>
<p>Pustekuchen. Von Khaled Abu Toameh <a href="http://www.hudson-ny.org/2713/hamas-changed" target="_blank">kann man lernen</a>, was es mit der jüngsten Taktik der Hamas auf sich hat, auf einen &#8220;Volkskampf&#8221; umzuschwenken:</p>
<blockquote><p>On the contrary, Mashaal and other Hamas leaders have made it clear  that the armed struggle remains their most important strategy in the  fight against Israel. And they have also made it clear that they will  never recognize Israel&#8217;s right to exist even though they are prepared to  accept, for now, a Palestinian state in the pre-1967 lines.</p>
<p>But these statements are being ignored by <em>Haaretz</em> and other Western media outlets, which continue to insist that Hamas has changed.</p></blockquote>
<p>Dass die Hamas sich keinen Deut geändert hat, zeigt schon ein Blick auf aktuelle Pressemitteilungen der Organisation. In einer <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.hamasinfo.net/ar/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s72vbwvEwjOf4wRomUKi8mliIJzAXTH1hc1teVD2w1OAhXR821ghZ3ORDYMiIREEiy0zQI8PVSBtAXZHXeehwIIH0z3bqg8ue95k28nZ4hQho%3d" target="_blank">Mitteilung noch vom 27.12.</a> (&#8221;&#8230; Jihad und Märtyrertum sind unser Weg zum Sieg&#8221;)[<a href="#footnote-1-12274" id="footnote-link-1-12274" title="See the footnote.">1</a>] werden programmatisch Forderungen an die Arabische Welt aufgelistet. Unter Punkt 5 heisst es:</p>
<blockquote><p>Wir rufen unsere Arabisch-Islamische Gemeinschaft dazu auf, die Standhaftigkeit und heldenhaften Widerstand unseres Volkes weiterhin zu unterstützen, Jerusalem, die al-Aksa und die heiligen Stätten zu beschützen, sich des palästinensischen Problems anzunehmen, Palästina zu befreien und dem verbrecherischen zionistischen Feind standzuhalten.</p></blockquote>
<p>So also klingt die Sprache der Versöhnung! Nicht zum ersten Mal muss die Terrororganisation, die nie etwas anders als die Vernichtung Israels gewollt hat, westliche Gerüchte dementieren, sie sei auf Versöhnungskurs. (Wir erinnern uns an <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/648/die-hamas-wird-weissgewaschen/" target="_blank">diese</a> Geschichte oder auch an <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/911/ap-deif-korrektur/" target="_blank">jene</a>.)</p>
<p>Hamas-Sprecher Barhoum <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.hamasinfo.net/ar/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7hKiBOmn5edjfGz4hgxzSUqgrVsKyeLGHJ2XPumWkgrkvVEAJm%2f6CMYOBvHmCYb%2bCcvbyb7enGfoaz5tYuDOqYyu9JA%2fFhAzRENqIjpD%2fkZ8%3d" target="_blank">sagt es ganz unmissverständlich</a>, damit es auch der letzte Korrespondent versteht: Behauptungen der Besatzungsmacht[<a href="#footnote-2-12274" id="footnote-link-2-12274" title="See the footnote.">2</a>], Mashaal habe zu einem Waffenstillstand aufgerufen und zu einer Suspendierung der &#8220;Operationen&#8221;, seien &#8220;nichtig und keiner Antwort würdig&#8221;. Solche Äusserungen spiegelten nur die &#8220;Frustration&#8221; der &#8220;zionistischen Besatzerregierung&#8221; angesichts der Stärkung des palästinensischen Widerstands um sie herum wieder.</p>
<p>Die Hamas bleibt sich treu.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-12274">Erschienen kurz vor dem <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/12219/doppeltes-spiel-2/" target="_blank">Artikel in der Ha&#8217;aretz</a>.  <a href="#footnote-link-1-12274">⇧</a></li><li id="footnote-2-12274">Die Zeitung Ha&#8217;aretz wird namentlich genannt: &#8220;Die zionistische Zeitung Ha&#8217;aretz hat behauptet, dass Mashaal Anweisung an die Qassam-Brigaden gegeben habe, gegenwärtig jegliche militärische Aktion aus dem Westjordanland oder dem Gazastreifen heraus gegen &#8216;Israel&#8217; zur Gänze einzustellen. So ihr Anspruch.&#8221;  <a href="#footnote-link-2-12274">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Israel und die Islamisten</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 20:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus/Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>

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		<description><![CDATA[von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. November 2011
In Frankreich dürfen Frauen keine Burka tragen. In der Schweiz ist der Bau von Minaretten verboten. In Deutschland wird diskutiert, ob Islamophobie mit dem Antisemitismus vergleichbar sei.
Schon zu Beginn der „Arabellion“ wurde in deutschen Medien behauptet, Israel sei gegen eine Demokratiebewegung in den arabischen Ländern, weil es die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. November 2011</p>
<p>In Frankreich dürfen Frauen keine Burka tragen. In der Schweiz ist der Bau von Minaretten verboten. In Deutschland wird diskutiert, ob Islamophobie mit dem Antisemitismus vergleichbar sei.</p>
<p>Schon zu Beginn der „Arabellion“ wurde in deutschen Medien behauptet, Israel sei gegen eine Demokratiebewegung in den arabischen Ländern, weil es die Konkurrenz als „einzige Demokratie in Nahost“ scheue. Ebenso wurde Israel nachgesagt, das Gespenst des Islamismus zu fürchten. Gleichwohl ist Islamismus in Israel kein Thema. Von Randerscheinungen abgesehen gibt es keinen „Dialog“ zwischen Judentum und „dem Islam“, kein Bemühen um ein „theologisches Gespräch“, wie es Vatikan und deutsche Kirchen anstreben.<br />
In Jaffo beschweren sich mal jüdische Einwohner über den unerträglichen Lärm der muslimischen Gebetsrufe. In Jerusalem dient das ohrenbetäubende Gebrüll übersteuerter Lautsprecher als zuverlässiger Wecker um fünf Uhr in der Frühe. Das „Allah Uakbar“ erklingt zeitversetzt aus allen Richtungen und entbehrt jeglicher Harmonie. Doch kaum jemand würde es wagen, gegen den Krach gerichtlich vorzugehen. Nicht einmal die Franziskanermönche wagen Protest, obgleich ihr „Ave Maria“ bei der Freitagsprozession durch die Via Dolorosa trotz ihrer  batteriebetriebenen Megafone hoffnungslos übertönt wird.</p>
<p>Die Palästinenser galten einst als aufgeklärt und säkular. Entsprechend trugen ihre Frauen Jeans und tuppiertes Haar, altmodisch aber eben doch westlich. Diese Zeiten sind vorbei. In Jerusalem und Bethlehem tragen Schaufensterpuppen knöchellange Gewänder. Käuferinnen in schwarzen Tüchern äugen durch Sehschlitze auf bunte Büstenhalter in den Auslagen. Palästinensische Schülerinnen tragen fast ausnahmslos Kopftuch. Dennoch wird über diese sichtbare „Islamisierung“ im jüdischen Staat kaum thematisiert.</p>
<p>In Jerusalem mangelt es ohnehin nicht an „religiöser Verkleidung“. Fromme jüdische Frauen tragen unförmige Perücken und altmodische Sackkleider. Bis zur Hochzeit dürfen orthodoxe Jüdinnen ihre Zöpfe offen tragen. Dafür müssen züchtige Wollstrümpfe auch mitten im heißen Sommer alles nackte Fleisch bedecken. Die Talare der Popen, die Kaftane der Rabbiner und die Galabijes der islamischen Rechtsgelehrten mitsamt ulkiger Kopfbedeckungen gehören in der Heiligen Stadt unverzichtbar zum Straßenbild.</p>
<p>Die religiöse Ideologie sowohl der radikalen Hamas wie der islamischen Bewegung in Israel spielt lediglich eine Nebenrolle. Solange sich die Moslembruderschaft, aus der 1987 die Hamas hervorgegangen ist, auf Armenküchen, Sozialarbeit, Moscheenbau und Gebete beschränkte, kooperierten die Besatzer mit jenen frommen Palästinensern. Das führte zu dem Mythos, Israel habe die Hamas gegründet, etwa als Gegenpol zur PLO Jassir Arafats. Erst als die Hamas sich dem Terror zuwandte, ging Israel gegen sie mit aller Härte vor. Die hinter den Selbstmordattentätern stehende islamistische Ideologie der Hamas oder die politischen Motive der eher weltlichen Fatah waren aus Sicht der Israelis nebensächlich. Ob Attentäter Juden umbringen, weil das der Koran fordert, oder Busse voller Zivilisten sprengen, weil diese „Zionisten“ und „Besatzer“ sind, macht für Israelis keinen relevanten Unterschied.</p>
<p>Die jüdische Geschichte lehrt, dass es nie an Argumenten fehlte, Juden umzubringen. Mal galten sie als „Gottesmörder“ und hatten Brunnen vergiftet. Mit der Aufklärung wurden sie zur „minderwertigen Rasse“ und sollten als „Ungeziefer“ ausgerottet werden. Genauso wandelten sich die Argumente in der feindseligen arabischen Welt: Mal war es die Errichtung eines jüdischen Staates auf „arabischem Territorium“, dann der Imperialismus. Heute werden Besatzung und „illegale Siedlungen“ angeführt, um den Kampf gegen das „zionistische Regime“ zu rechtfertigen.</p>
<p>So hält man es in Israel für überflüssig, sich mit den wechselnden Motiven der Feinde des jüdischen Volkes oder heute des Staates Israel ernsthaft auseinander zu setzen. Hätten Juden Pogrome abwenden können, wenn sie den Christen erklärt hätten, dass sie nicht „Gottesmörder“ waren, weil allein die römischen Besatzer Kreuzigungen vollziehen konnten? Hätten sie den Holocaust durch einen „Dialog“ mit Hitler verhindern können oder durch den Nachweis, dass die Rassentheorie wissenschaftlicher Humbug ist?</p>
<p>Entsprechend kommentieren Israelis den Wahlsieg der einst verbotenen Moslembruderschaft in Ägypten. Obgleich israelische Korrespondenten in Kairo um ihr Leben rennen mussten, als sie in eine Demonstration nahe der Al-Azhar-Universität in Kairo gerieten, wo gegen Juden und Israel gehetzt wurde, glauben israelische „Experten“ fest an einen „Pragmatismus“ der künftigen Machthaber. Ohne Friedensvertrag mit Israel gibt es keine amerikanische Finanzhilfe. Ohne Alkohol und Bikini werden keine Touristen aus Europa kommen. Ohne Aufbau der Wirtschaft werden 80 Millionen Ägypter weder Bildung noch Arbeit haben.</p>
<p>Selbst bei der islamistischen Hamas ist Israel zum Gespräch bereit, sowie die vom Nahostquartett gestellten Bedingungen erfüllt sind: Anerkennung Israels, Absage an Terror und Akzeptanz bestehender Abkommen. Wenn Islamisten die Scharia einführen, oder Polygamie und andere westlichen Werten widersprechende Bräuche praktizieren wollen, interessiert Israel das nicht. Die Israelis wollen lediglich in Sicherheit in ihrem eigenen Staat leben, Tunesien und Marokko weiterhin besuchen können, in Qatar eine inoffizielle Botschaft unterhalten und den strategisch wichtigen Frieden mit Ägypten erhalten, gleichgültig wer in Kairo das Sagen hat.</p>
<p>(C) Ulrich W. Sahm</p>
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		<title>Ahmadinejad: Israel eine Verschwörung des Kapitals</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 21:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
&#8212;
Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-11861 alignleft" title="ahmadienajd-qods2001" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/08/ahmadienajd-qods2001-300x221.jpg" alt="ahmadienajd-qods2001" width="300" height="221" /></p>
<p>Zum jährlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag" target="_blank">Qods-Tag</a> hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.irna.ir/NewsShow.aspx?NID=30536067" target="_blank">persischsprachigen Paraphrase</a> der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[<a href="#footnote-1-11850" id="footnote-link-1-11850" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole der Herrschaft über die ganze Welt. Der beste Beweis dafür, dass Israel dem zerstörerischen Geist des  westlichen Kapitalismus den Weg in den Nahen Osten bereite, sei die  dauerhafte Rückständigkeit der Länder dieser Region – als Teil des  zionistischen Plans, die regionale Vorherrschaft zu übernehmen. Die  fortgesetzte Existenz Israels sei daher nicht nur gegen Palästina und  die Staaten der Region gerichtet, sondern gegen die menschliche Würde  (<em>karāmat-e ensānī</em>) aller Völker. In gleicher Weise seien alle  menschlichen Werte und Grundlagen, wie auch Gesetze und Beschlüsse, die auf der Welt gelten sollten, dem Zionismus zum Opfer  gefallen.</p>
<p>Alle Prämissen der israelischen Existenz seien denn auch auf Lügen  und Täuschungen aufgebaut. Überall in der Welt, selbst in Europa und  Amerika, lebten die Massen unter elendesten wirtschaftlichen Bedingungen  (<em>badtarīn šarāyeṭ-e eqteṣādī</em>), weshalb sie wegen einer antihumanen  Macht (<em>ḥākemīyat-e zedd-e ensānī</em>) den Gürtel enger schnallen müssen. Das  &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein Symbol materiellen Denkens (<em>namād-e  andīše-ye māddī</em>) und begünstige das kapitalistische Management.</p>
<p>Die Existenz des &#8220;zionistischen Regimes&#8221; in Palästina diene nicht dem  Schutz einiger verstreuter Juden oder der Ausübung der jüdischen  Religion, gleichwohl sei die palästinensische Frage keine Frage zwischen  Juden und Muslimen oder Juden und Arabern, vielmehr sei Palästina zu  einem Reservoir von Sklavenhaltern und Ausbeutern (<em>barde-dārān  ve-esteʿmā-garān</em>) gemacht worden, die ihre Tätigkeit verstetigen wollen.</p>
<p>Deren Anliegen begründe auch die Opposition gegenüber dem iranischen  Nuklearprogramm: Unter dem Vorwand der Sicherheit für das zionistische  Regime leiste die kapitalistische Welt mit allen Mitteln Widerstand  gegen Iran. Der Jerusalem-Tag (<em>rūz-e qods</em>) sei daher ein Schrei der  ganzen Menschheit nach Freiheit von Sklavenhaltern und Ausbeutern und  denjenigen, die heute den Anspruch auf Demokratie und Menschenrechte  erheben. Israel sei folglich die Achse der Internationale von Dieben und  Verbrechern.</p>
<p>Der Qods-Tag dagegen, so Ahmadinejad weiter, verteidige die Rechte  der Unterdrückten (<em>mustaẓʿafān</em>) dieser Welt (ein Kampfbegriff der  Islamischen Revolution). Der Quds-Tag sei ein Tag der &#8220;Wiederbelebung der  Menschlichkeit&#8221; (<em>eḥyā-ye ensānīyat</em>) und der &#8220;menschlichen Ehre&#8221;  (<em>šarāfat-e ensānī</em>). In den letzten 62 Jahren sei die Welt Zeuge  geworden, wie nach dem Zusammenbruch der Prämissen israelischer Existenz  das wichtigste Ziel des zionistischen Regimes in der eigenen  Anerkennung und Konsolidierung bestehe.</p>
<p style="text-align: left;">Dies wollten die Zionisten erreichen, indem sie eine Million  Palästinenser vertrieben und grossflächig mordeten (<em>koštār-e wasīʿ-e  -mardom</em>), darunter Kinder und Frauen, oder indem sie einige  Kompromissler dazu bewegten, sich zu ergeben. Doch während sie noch  jubelten und glaubten, ihre Herrschaft auf Dauer errichtet zu haben, war  plötzlich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_ibn_Hasan_al-Mahdi" target="_blank">12. Imam</a> aus der <a href="../../index.php/archives/2009/8412/el-imam-numero-ocho/" target="_blank">Tiefe</a> der Geschichte aufgebrochen, um das Banner der Freiheit, der Einheit (<em>touḥīd</em>) und der Gerechtigkeit zu hissen.</p>
<p>Eine grosse Welle habe seither den Iran, dann die Region und schliesslich die  ganze Welt erfasst, in dessen Herzen der Qods-Tag zur Achse aller  Monotheisten (<em>mowaḥḥedān</em>) und Gerechtigkeitsliebenden wurde. Die  Mächtigen seien gegen diese Welle aufgestanden und bildeten sich ein,  durch Unterdrückung, verschärfte Roheit, lügnerische Propaganda und dem  Überschütten mit westlichen Dollars dieses Regime  stabilisieren zu können. Sie glaubten, sie könnten auf palästinensischem Boden  einen solchen rassistischen zionistischen Staat (<em>doulat-e nežād-parast-e  ṣehyūnīstī</em>) stabilisieren.</p>
<p>Die Ausweitung des palästinensischen  Widerstands und die Vertiefung des Widerstandes in der Region sowie das  Hochhalten der palästinensischen Aspirationen in den Herzen und Seelen  der Jugendlichen und der Gläubigen der Region sowie der  Freiheitsliebenden der Welt haben dem zionistischen Regime zwei harte  Schläge zugefügt: Im Libanon (2006) und in Gaza (2008). Mittlerweile, so Ahmadinejad, sei auch das &#8220;zionistische Regime&#8221; zur Überzeugung gelangt, dass es sich unter den gegenwärtigen Bedingungen auf dem Boden Palästinas nicht konsolidieren könne. Mittlerweile sei gar das &#8220;Fundament der zionistischen Entität&#8221; (<em>asās-e kiyān-e ṣehyūnīstī</em>) in Gefahr geraten.</p>
<p>Ahmadinejad riet zur Vorsicht, einen unabhängigen palästinensischen Staat auf einem winzigen Stück Land von 11% der Fläche Palästinas zu errichten. Die Mächtigen seien darauf aus, einen Umsturz der Region zu untergraben, um so die &#8220;Wurzel des Verderbens&#8221; (<em>ġorṯūme-ye fasād</em>) aufrechtzuerhalten. Die Palästinenser ruft er zur Einheit auf, um gemeinsam einen &#8220;Schritt vorwärts&#8221; (<em>gām-e ǧelou</em>) zu machen. Das &#8220;heilige Ziel der Befreiung Palästinas&#8221; (<em>hadaf-e moqaddas-e azād-sāzī-ye Felasṭīn</em>) dürfe nicht einen Augenblick aus den Gedanken der Palästinenser und der Völker der Region verschwinden.</p>
<p>Die Ausrufung eines unabhängigen Staates Palästina sei nur der erste Schritt, nicht der letzte. Darauf müssten alle Anstrengungen gerichtet sein. Diejenigen, die die Wurzel aller Diktaturen, aller Verbrechen und des gesamten Unheils aller Völker seien, würden unter dem Vorwand von Demokratie und Freiheit durch die Hintertür ihre Herrschaft zu erneuern suchen. Weiter erklärt Ahmadinejad, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung nicht aus den Gewehrkugeln der NATO-Mächte und Amerikas kommen.</p>
<p>Ahmadinejad ruft zur Einheit der Völker auf und mahnt, dass ein Staat, der kein gutes Verhältnis zu seiner Bevölkerung pflege, von dieser getrennt sei. (Kommentar erübrigt sich!) Die militärische Einmischung der NATO führe nur zu Zerstörung und Verwüstung der Völker, ihrer Kulturen, Ökonomien und Würde (<em>ḥeyṯīyat</em>). (Was das mit Palästinas zu tun hat, ist nicht ganz klar: Soll das heissen, die Bekämpfung Israels mit Waffengewalt sei – in Analogie zu Afghanistan oder Irak – kontraproduktiv? Oder soll die NATO nur als Beispiel für das zerstörerische Potential des Westens vorgeführt werden, was eine &#8220;Befreiung&#8221; Palästinas – mit welchen Mitteln auch immer – umso dringlicher macht?)</p>
<p>Ohne den Feind kleinreden zu wollen, so Ahmadinejad, sehe er doch, dass dieser seinen historischen Tiefpunkt erreicht habe (was wohl Gaddafi dazu sagen mag?), aber natürlich müsse man damit rechnen, dass er erneut Kräfte sammle, um das zionistische Regime zu retten. Alle Gläubigen, Monotheisten, Gerechtigkeits- und Freiheitsliebenden müssten sich auf die &#8220;Vernichtung des zionistischen Regimes&#8221; (<em>maḥw-e režīm-e ṣehyūnīstī</em>) konzentrieren, sodass die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates nicht der Endpunkt, sondern nur der erste Schritt (<em>gām-o sekū-ye awwal</em>) sein könne. Letztlich gehe es darum, dass das ganze besetzte Palästina befreit werde.</p>
<p>Das &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; (<em>kānūn-e mīkrōb ve-selūlhā-ye sarṭānī</em>). Überlasse man ihm auch nur einen Handbreit palästinensischen Bodens, so sammle es schnell wieder Kräfte und schädige die ganze Region. Wer von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit rede, könne nicht zugleich mit dem &#8220;zionistischen Regime&#8221; und Amerika zusammenarbeiten. Soweit Ahmadinejad.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Es wird wieder viel kreative Pseudowissenschaft nötig sein, um Äusserungen wie &#8220;Zerstörung des zionistischen Regimes&#8221;, &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; und dergleichen zu entschärfen und als westliche Missverständnisse schönzureden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-11850">Auf Ahmadinejads Webpräsenz ist der Text offenbar nicht zugänglich, wie überhaupt sämtliche Dateien aus der Trefferliste der entsprechenden <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://president.ir/fa/?search=&amp;querystring=%D8%B1%D9%88%D8%B2+%D9%82%D8%AF%D8%B3&amp;search.x=0&amp;search.y=0" target="_blank">Suchabfrage</a>.  <a href="#footnote-link-1-11850">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Der Weitblick des Philosophen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 21:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Hannah Arendts bekanntes Diktum von der Banalität des Bösen fraglich sein könnte, zumindest in Hinblick auf den Organisator der Judenvernichtung im Reichssicherheitshauptamt, Adolf Eichmann, hatte vor einiger Zeit die Publizistin Bettina Stangneth nahegelegt, die dem von Eichmann selbstgeschaffenen, marmornen Mythos, nur ein Rädchen im Getriebe des Holocaust gewesen zu sein, zum Bröckeln brachte. Eichmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Hannah Arendts bekanntes Diktum von der Banalität des Bösen fraglich sein könnte, zumindest in Hinblick auf den Organisator der Judenvernichtung im Reichssicherheitshauptamt, Adolf Eichmann, hatte vor einiger Zeit die Publizistin Bettina Stangneth<a href="http://www.welt.de/print/wams/kultur/article13053660/Eichmann-hat-eine-perfide-Show-abgezogen.html" target="_blank"> nahegelegt</a>, die dem von Eichmann selbstgeschaffenen, marmornen Mythos, nur ein Rädchen im Getriebe des Holocaust gewesen zu sein, zum Bröckeln brachte. Eichmann war eben viel mehr, nämlich “Ideengeber, Praxisfinder, Innovator, und zwar von Anfang an” und damit Urheber von “Terror, Erpressung, Beraubung, Haft, Folter”.</p>
<p>Hannah Arendt sei, so Stangneth weiter, auf eine Show hereingefallen, die Eichmann als Bestandteil seiner Verteidigungsstrategie vor Gericht in Jerusalem inszeniert habe. Freilich habe Arendt, so die Verfasserin der Studie “Eichmann vor Jerusalem”, auch gar nicht die Möglichkeit gehabt, Eichmanns Manipulationen zu durchschauen, da ihr die Dokumente, die sie eines besseren hätten belehren können, gar nicht bekannt waren.</p>
<p>Das alles konnte man schon vor einiger Zeit lesen. Neu ist, dass ich vor kurzem auf ein Buch des Ideenhistorikers Isaiah Berlin gestossen bin, das ich bis dato noch nicht kannte. Das Buch “<a href="http://www.amazon.de/Conversations-Isaiah-Berlin-Ramin-Jahanbegloo/dp/1905559038/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1310238568&amp;sr=8-1" target="_blank">Conversations with Isaiah Berlin</a>”, die dieser mit Ramin Jahanbegloo geführt hatte, war Anfang der Neunziger Jahre erstmals erschienen und ist ungemein spannend. Und das gilt ganz besonders für Berlins Einschätzung von Hannah Arendt.</p>
<p>Zu meiner eigenen Überraschung hielt Berlin nichts, aber auch gar nichts von der Arendt, nicht einen einzigen vernünftigen Gedanken konnte er ihr abringen. Eine masslos überschätzte Person sei sie gewesen und auch Gershon Sholem habe ihm im persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass kein vernünftiger Mensch etwas von Hannah Arendt halte!</p>
<p>Berlin missfiel an Hannah Harendt unter anderem ebenjene Rede von der Banaliliät des Bösen, da die Nazis, so Berlin, ganz einfach nicht banal gewesen seien &#8211; im Gegenteil. Eichmann selbst habe gesagt, dass die Judenvernichtung im Zentrum seiner Existenz stehe (&#8221;It was, he admitted, at the center of his being&#8221;).</p>
<p>Das heisst aber auch, dass Berlin vor nunmehr zwanzig Jahren zu einer Einschätzung gekommen ist, die wir erste heute, nach Erschliesssung der sog. &#8220;<a href="http://www.welt.de/print/wams/kultur/article13053660/Eichmann-hat-eine-perfide-Show-abgezogen.html" target="_blank">Argentinien-Papiere</a>&#8220;, in ihrer ganzen Tragweite verstehen können. Und es heisst ebenfalls, dass Isaiah Berlin ein über alle Massen weitsichtiger Philosoph war, wie es ihn nur selten gibt.</p>
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		<title>&#8220;Antifaschistische Erinnerungskultur&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 00:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn der Stuss, mit dem die Genossen von der Bremer Linkspartei ihr neuestes Positionspapier angereichert haben, brennen könnte, liesse sich wohl das eine oder andere AKW in Deutschland einsparen. Schliesslich werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn es um das wichtigste Problem geht, mit dem sich der Stadtstaat derzeit abplagt.
Die Rede ist nicht etwa von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Stuss, mit dem die Genossen von der Bremer Linkspartei ihr neuestes <a href="http://www.dielinke-bremen.de/politik/debatte/gesellschaft_politik/menschen_und_voelkerrecht_sind_unteilbar/" target="_blank">Positionspapier</a> angereichert haben, brennen könnte, liesse sich wohl das eine oder andere AKW in Deutschland einsparen. Schliesslich werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn es um das wichtigste Problem geht, mit dem sich der Stadtstaat derzeit abplagt.</p>
<p>Die Rede ist nicht etwa von der <a href="http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article12156884/Bremen-ist-die-Hauptstadt-der-Einbrecher.html" target="_blank">Kriminalität</a> oder der <a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Wirtschaft/102987/Mehr+Arbeitslose+in+Bremen+und+Niedersachsen.html" target="_blank">Arbeitslosigkeit</a>, sondern vom Nahostkonflikt, und damit die Genossen jetzt nicht arg missverstanden werden, sei hiermit gesagt:</p>
<blockquote><p>Wir weisen entschieden die Anwürfe zurück, Kritik an   der Politik der   israelischen Regierung und an den Kriegsverbrechen der   israelischen   Armee sei eine Form des Antisemitismus.</p></blockquote>
<p>Einige Zeilen darüber war die Kritik allerdings noch eine ganz andere und nicht auf die Regierung beschränkt:</p>
<blockquote><p>Der Ende des 19. Jahrhunderts als Antwort auf rassistische   Ausgrenzung   und Verfolgung entstandene Zionismus – lange Zeit eine  vollkommen    marginale Strömung in den jüdischen Gemeinschaften Europas –  war   historisch  offensichtlich die falsche Antwort.</p></blockquote>
<p>Die Linkspartei, bis heute eine vollkommen marginale Strömung in der Schlammflut, die sich über Israel ergiesst, hat bekanntlich ein völlig unverkrampftes Verhältnis zur Geschichte. Vor allem, wenn es um Israel geht.</p>
<p>Die ganz spezielle Kritik am jüdischen Staat – der historisch aus der Zerfallsmasse des Osmanischen Reichs entstanden ist, was ihn mit so unterschiedlichen Staaten wie Albanien, Syrien, Serbien und dem Libanon verbindet, doch allemal am demokratischsten von diesen Staaten und als einziger bereit ist, von ihm kontrollierte Gebiete zur Disposition zu stellen – mündet in einen gespenstischen Forderungskatalog, neben dem sogar ein wächserner Lenin seriös und zeitgemäss wirkt:</p>
<blockquote><p>Kampf      gegen Islamophobie und neofaschistische  Tendenzen.           Förderung      antifaschistischer Erinnerungskultur.           Kampf       gegen Antisemitismus. Dazu gehört auch, mit aller  Entschiedenheit der       Gleichsetzung des Staates Israel (mitsamt  seiner  Unterdrückungspolitik) mit      „den Juden“ entgegen zu treten.</p></blockquote>
<p>Das dürfte vor allem diejenigen beruhigen, die von der Hamas in die Luft gesprengt oder mit Raketen beschossen werden: Unschön, aber das habt ihr davon, wenn ihr falsche historische Antworten gebt.</p>
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		<title>Recht und Gerechtigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 13:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen Kommentar im &#8220;Tagesspiegel&#8221;: Immer noch wird viel häufiger der Fokus auf die  &#8220;umstrittenen, doch reversiblen Siedlungsbau gerichtet&#8221; als &#8220;auf  die systematische und irreversible Feindbilderziehung in  palästinensischen Medien und Schulen.&#8221; Die bittere Pointe:</p>
<blockquote><p>Wären all die anderen iranischen Waffenlieferungen an die Hamas unter  Watte oder Babywindeln entdeckt worden, hätte der 21-jährige arabische  Arbeiter Iyad Bashir heute vielleicht noch beide Arme. Einer wurde ihm  letzte Woche abgerissen, als er bei Jerusalem einen Müllsack griff, in  dem eine Rohrbombe versteckt war. Dass zwei Tage danach ein Terrorist  bei einer Checkpoint-Durchsuchung in der Westbank mit fünf Rohrbomben  gefasst wurde, ist den Medien genauso entgangen wie der verlorene Arm.  Und zwar nicht, weil in Japan ein Tsunami Atomkraftwerke zerstört hat –  das Attentat geschah Tage zuvor –, sondern weil solche Nachrichten  grundsätzlich übergangen werden. In Deutschland hat, soweit ich weiß,  einzig und allein Greenpeace Online darüber berichtet – wohl wegen der  zentralen Rolle des Müllsacks.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/israel-wird-beschossen-in-deutschland-heisst-es-selber-schuld/3986582.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
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		<title>Volksgemeinschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 13:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germano Stavridis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Über das Konzept der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; und seine Bedeutung für das Verständnis des NS-Staates gibt es seit Jahren eine Kontroverse. Der NS-Forscher Ian Kershaw hat sich seine Gedanken dazu gemacht[1]:
Richtet man den Fokus auf Exklusion und Inklusion, wird auf vielfältige Weise deutlich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die Verfolgung der Minoritäten hinnahm. In den frühen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Konzept der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; und seine Bedeutung für das Verständnis des NS-Staates gibt es seit Jahren eine Kontroverse. Der NS-Forscher Ian Kershaw hat sich seine Gedanken dazu gemacht[<a href="#footnote-1-10936" id="footnote-link-1-10936" title="See the footnote.">1</a>]:</p>
<blockquote><p>Richtet man den Fokus auf Exklusion und Inklusion, wird auf vielfältige Weise deutlich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die Verfolgung der Minoritäten hinnahm. In den frühen achtziger Jahren hat darauf schon Detlev Peukert hingewiesen. Robert Gellately thematisierte wenig später die Bereitschaft vieler „Volksgenossen“, durch Denunziation bei der Verfolgung von Juden mitzuwirken. Eric Johnson legte dann in einer überzeugenden Untersuchung dar, wie stark die Organe des Regimes bei der Terrorisierung der Juden auf lokaler Ebene unterstützt worden sind. Jüngst hat Michael Wildt die schrecklichen Konsequenzen der vor Ort eskalierenden Grausamkeit gegen Juden aufgezeigt; sie waren der bürgerlichen Rechte beraubt, und jeder, der öffentlich Sympathie für sie bekundete, war „Freiwild“. Die Gewalttätigkeit kam aus der Mitte der Gesellschaft, so Wildt.</p></blockquote>
<p>Ob jedoch die Propagandeparole von der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; zu einem Instrument das Analyse taugt, weiss auch Kershaw nicht zu sagen, solange der Grad der Zustimmung zu diesem Konzept unter der Bevölkerung unklar ist:</p>
<blockquote><p>Das Konzept der „Volksgemeinschaft“ beruht auf der Annahme, dass das NS-Regime weithin Popularität genoss, eine „Zustimmungsdiktatur“ war. Davon ausgehend ging Robert Gellately sogar soweit zu sagen, die Deutschen seien „bis zum bitteren Ende 1945“ hinter Hitler gestanden, der Konsens habe auch in der Breite bis zum Schluss gehalten. Aber wie stellen wir in einer terroristischen Diktatur Konsens fest? (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Man könnte natürlich auch fragen, wie die Zustimmung zu diesem Konzept in der Zeit nach Kriegsende war. Wenn Hannah Arendt <a href="http://www.hannaharendt.de/download/fest_interview.pdf" target="_blank">feststellt</a>, dass es unter der deutschen Bevölkerung ein Widerstreben gegen die Bestrafung von NS-Verbrechern gegeben hat, läge doch die Deutung nahe, dass die Volksgemeinschaft in den Köpfen noch weiterlebte, als die NS-Diktatur schon längst zu Ende war und ergo mindestens ebensoviel oder sogar noch mehr Zuspruch gefunden hatte, als Deutschland nationalsozialistisch war. Kershaw weiter:</p>
<blockquote><p>Gewiss ist nicht zu übersehen, dass wichtige Elemente nationalsozialistischer Politik weithin Zustimmung fanden; das gilt vor allem für die Tilgung des Versailler Vertrags in den dreißiger Jahren, als Hitler von einem „Triumph ohne Blutvergießen“ zum anderen schritt. Ebenso klar ist, dass es in großen Teilen der deutschen Bevölkerung, von der organisierten Linken abgesehen, Emotionen und Haltungen gab, die der Nationalsozialismus ausnutzen konnte (&#8230;). Dennoch bleibt das Problem, dass bei der Anwendung des „Volksgemeinschafts“-Konzepts kein Versuch gemacht wird, die Bereiche, in denen die Nationalsozialisten die augenfällige Zustimmung breiter Schichten gewinnen konnten, von jenen zu scheiden, in denen sie ebenso augenfällig große Schwierigkeiten hatten, weit verbreiteten Dissens zu überwinden.</p>
<p>(&#8230;) Welche Konflikte im Dritten Reich auch existierten, ob in sozial-politischen Fragen oder im „Kirchenkampf“, sie stellten kein Hindernis auf dem Weg des Regimes zu Weltkrieg und Genozid dar. Aber Willfährigkeit ist nicht Konsens, und Anpassung bedeutet nicht notwendigerweise Zustimmung. Eine Vielzahl von Kräften kann passive Akzeptanz erzwingen. Das „Volksgemeinschafts“-Konzept meint jedoch nicht Anpassung, sondern freiwillige Bindung.</p></blockquote>
<p>Allerdings liesse sich einwenden, dass auch als möglicherweise leere Parole das Konzept der Volksgemeinschaft durchaus real gewesen sein mag. Dazu noch einmal Hannah Arendt: &#8220;The totalitarian systems tend to demonstrate that action can be based on any hypothesis and that, in the course of consistently guided action, the particular hypothesis will become true, will become actual, factual reality.&#8221;[<a href="#footnote-2-10936" id="footnote-link-2-10936" title="See the footnote.">2</a>] Warum sollte das nicht auch für die &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; gelten?</p>
<p>Kershaws insgesamt lesenswerten Text gibt es zum Download <a href="http://www.oldenbourg-link.com/doi/pdfplus/10.1524/vfzg.2011.0001" target="_blank">hier</a>.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10936">Ian Kershaw: <em>„Volksgemeinschaft“. Potenzial und Grenzen eines neuen Forschungskonzepts</em>, Oldenbourg 2011 DOI 10.1524/vfzg.2011.0001.  <a href="#footnote-link-1-10936">⇧</a></li><li id="footnote-2-10936">Hannah Arendt: <em>Between Past and Future. Six Exercises in Political Thought</em>, New York 1961, 87.  <a href="#footnote-link-2-10936">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Islamophobie und Antisemitismus</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11028/islamophobie-antisemitismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 21:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die bizarre Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus scheint immer mehr Anhänger zu finden. Doch vergleichbar sind sie allenfalls äusserlich, so der Historiker Dan Diner. Strukturell sind beide sehr verschieden:
Der klassische Antisemitismus sucht den &#8220;unsichtbaren&#8221; Juden, nicht den  &#8220;sichtbaren&#8221;, nicht den Kaftan-Juden, nicht denjenigen, den man als Jude  identifiziert. (&#8230;) Der Antisemitismus hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die bizarre Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus scheint immer mehr Anhänger zu finden. Doch vergleichbar sind sie allenfalls äusserlich, so der Historiker Dan Diner. Strukturell sind <a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=469&amp;wc_id=1328" target="_blank">beide sehr verschieden</a>:</p>
<blockquote><p>Der klassische Antisemitismus sucht den &#8220;unsichtbaren&#8221; Juden, nicht den  &#8220;sichtbaren&#8221;, nicht den Kaftan-Juden, nicht denjenigen, den man als Jude  identifiziert. (&#8230;) Der Antisemitismus hat sich an Rathenau entzündet, oder an dem  französischen Offizier Dreyfus, mit dem kein Mensch irgendetwas  Jüdisches assoziierte, denn er war Franzose.</p></blockquote>
<p>Je integrierter, desto verhasster: Nicht &#8220;das Andere&#8221; ist dem Antisemitismus Gegenstand der Feindseligkeit, sondern das Unsichtbare.</p>
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		<title>Ahmadinejad und der Feminismus</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 21:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Ahmadinejad sich zum Thema Feminismus äussert, ahnt man schon, was kommt. Auch dieses Mal ist das Ergebnis mindestens pythonesk. Feminismus ist nämlich nicht etwa unislamisch, ganz im Gegenteil. Der Feminismus ist nur leider korrumpiert. Und zwar durch die Zionisten. 
Denn, so Ahmadinejad weiter, der Feminismus sollte doch eigentlich der Aufschrei der vom Kapitalismus unterdrückten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Ahmadinejad sich zum Thema Feminismus <a href="http://ilna.ir/newsText.aspx?ID=168270">äussert</a>, ahnt man schon, was kommt. Auch dieses Mal ist das Ergebnis mindestens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monty_Python">pythonesk</a>. Feminismus ist nämlich nicht etwa unislamisch, ganz im Gegenteil. Der Feminismus ist nur leider korrumpiert. Und zwar durch die Zionisten. </p>
<p>Denn, so Ahmadinejad weiter, der Feminismus sollte doch eigentlich der Aufschrei der vom Kapitalismus unterdrückten Frau sein. Deren Aufgabe wiederum ist es, die Werte des Islam in der Gesellschaft zu verbreiten, wozu gehört, dass die Wirtschaft dem Menschen und der Gesellschaft zu Diensten zu sein hat. Zu dumm, dass die Zionisten dieser schönen Idee wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. (Wie das? – Fragen Sie besser nicht.)</p>
<p>Ahmadinejads eigene Frau zeigt schon einmal wacker <a href="http://img.timeinc.net/time/today_in_pictures/1010/tip_ny_1015_01.jpg">Haltung</a> im ideologischen <a href="http://www.hurriyet.com.tr/dunya/9295037.asp?gid=229&#038;sz=72299">Kampf</a> gegen eine von Zionisten beherrschte Welt. Der letzte Schrei der theokratischen Revolutionsmode ist der schwarzgewandete Aufschrei gegen den Kapitalismus, sozusagen.</p>
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