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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Aus dem Tollhaus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Weltuntergang</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 09:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012
Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.
Ich wusste es nicht. Gut, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012</em></p>
<p>Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.</p>
<p>Ich wusste es nicht. Gut, dass ich es noch rechtzeitig erfahren habe und nicht erst am 29.12. 2012. Denn dann wäre die dadurch im Internet und in den Medien entflammte Diskussion nicht mehr so spannend. Natürlich kann man es aus astronomischer Sicht diskutieren.</p>
<p>Denn es kann in der Tat etwas Außergewöhnliches beobachtet werden. Eine sehr ungewöhnliche und seltene Planetenkonstellation sorgt dafür, dass die Sonne an diesem Tag das Zentrum der Milchstraße einnimmt. Dies geschieht nur gut alle 26.000 Jahre und wird durch die schräge Erdachse ausgelöst, die sich einmal kreisförmig dreht. Respekt vor dem astronomischen Wissen der alten Mayas, dass sie geschickt und natürlicherweise mit ihrem Gottesglauben und ihrer Interpretation von Leben verbunden haben.</p>
<p>Übrigens: Wenn sie den Anfang aller Zeitläufe willkürlich festgelegt haben, warum sollten sie dann nicht auch das Ende willkürlich festlegen. Wir denken doch heute auch noch immer in geschlossenen Systemen. Außerdem waren sie nicht die einzigen, die den Untergang der Welt prophezeiten. Selbst ein Papst befand sich unter diesen unzähligen Untergangs- Propheten.</p>
<p>Überliefert ist, dass der damals amtierende Papst Sylvester II verkündete, dass um Mitternacht des 31. Dezember 999 die Welt untergehen würde. Überliefert, aber nicht bewiesen, ist auch, dass daraufhin hin in der christlichen Welt eine Massenhysterie ausbrach und Horden von Räubern das Land plünderten .Aber als die Welt sich am ersten Januar des Jahres 1000 noch immer drehte, beruhigte sich das Volk wieder. Papst Sylvester zog sich aus der Affäre, indem er behauptete, nur seine Gebete hätten den drohenden Weltuntergang verhindert. Clever der Mann!</p>
<p>Aber es zeigt, der Glaube an das Ende hat Konsequenzen. Da die Weltuntergänge nie eintrafen haben wir natürlich immer wieder Zeit uns darauf vorzubereiten, wobei die Diskussion darüber uns im Laufe der Zeit alle überleben werden.</p>
<p>Eines muss auch für alle Skeptiker klar sein, selbst wenn die Welt nicht untergeht, geht jeder einzelne von uns aus dieser Welt -ohne sein persönliches Datum zu kennen. Da müssen wir nicht gleich in Weltuntergangsstimmung verfallen , aber dann bekommt die Diskussion über den Weltuntergang doch eine völlig andere Brisanz.</p>
<p>Nur – was hat dieses Wissen für Konsequenzen? Nicht mehr sagen zu können, was unbedingt noch gesagt werden muss. Nicht mehr in Ordnung bringen oder vollenden können, was wir uns vorgenommen haben…und…und…und.</p>
<p>Dann bleibt doch wirklich nur noch die eine Konsequenz:  Es bald und gleich zu tun, gleich ob die Welt untergeht oder nicht.</p>
<p>Oder?</p>
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		<title>Indigniert</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2012/12351/indigniert/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war abzusehen. Kaum war ein weiterer iranischer Atomwissenschaftler Opfer eines Attentats geworden, melden sich westliche Intellektuelle indigniert zu Wort. Die zum Ausdruck gebrachte Empörung gilt freilich nicht den Menschenrechtsverletzungen des Teheraner Regimes, sondern den Attentaten, deren Urheber selbstredend im Westen gesucht werden.
This isn&#8217;t complicated; there are no shades of grey here. Do we  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war abzusehen. Kaum war ein weiterer iranischer Atomwissenschaftler Opfer eines Attentats geworden, melden sich westliche Intellektuelle indigniert zu Wort. Die zum Ausdruck gebrachte Empörung gilt freilich nicht den Menschenrechtsverletzungen des Teheraner Regimes, sondern den Attentaten, deren Urheber selbstredend im Westen gesucht werden.</p>
<blockquote><p>This isn&#8217;t complicated; there are no shades of grey here. Do we  disapprove of car bombings and drive-by shootings, or not? Do we  consistently condemn state-sponsored, extrajudicial killings as acts of  pure terror, no matter where in the world, or on whose orders, they  occur? Or do we shrug our shoulders, turn a blind eye and continue our  descent into lawless barbarism?</p></blockquote>
<p>&#8230; so ein <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/jan/16/iran-scientists-state-sponsored-murder" target="_blank">Kommentator</a> im linken &#8220;Guardian&#8221;. Das Gerede von der gesetzlosen Barbarei ist freilich im Zusammenhang mit legalen und extralegalen Tötungen durch Schergen der Islamischen Republik selten zu hören. Denselben Intellektuellen, die verstummen, wenn es um die Repression und die Willkürjustiz in Iran geht, schwillt der Kamm, wenn es einen Handlanger ebenjenes Staates trifft. Sogleich wird eine Petition formuliert, unter deren <a href="http://www.juancole.com/2012/01/petition-against-the-murder-of-iranian-scientists.html" target="_blank">Unterzeichnern</a> sich wieder die üblichen Verdächtigen finden.</p>
<p>Dass der getötete Atomwissenschaftler Ahmadi-Roushan nicht nur treusorgender Familienvater war, wie das Foto im &#8220;Guardian&#8221; zeigt, sondern offenbar auch ein <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2012/12328/nachdenken-ueber-die-endlosung/" target="_blank">glühender Amerika- und Israelhasser</a>, dessen berufliche Tätigkeit mit guter Wahrscheinlichkeit darin bestand, genau diejenigen technischen Voraussetzungen zu schaffen, die seine Vernichtungswünsche (“Wenn wir es nicht tun, wer soll es sonst machen?”) real werden lassen könnten, wird noch nicht einmal erwähnt. Nun muss die Heiligenlegende, die die Agentur FARS verbreitet, nicht unbedingt stimmen, doch ernstnehmen sollte man sie in jedem Fall. Was man von den Petitionsstellern nicht behaupten kann.</p>
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		<title>Der Ruck des Bundespräsidenten</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2012/12317/ruck-des-bundespraesidenten/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 11:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne, 8. Januar 2012
Der Anfang der Affäre amüsierte mich noch. Inzwischen finde ich es beschämend für alle Beteiligten. Aber zurück zum Anfang: Ein Ministerpräsident trickste im Parlament die Fragesteller aus, die blöderweise nur nach seinen Verbindungen zu einem Geschäftsmann und nicht zu dessen Familie gefragt hatten. Korrekte Inkorrektheit!
Das kommt in deutschen Parlamenten -zigmal vor. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne, 8. Januar 2012</em></p>
<p>Der Anfang der Affäre amüsierte mich noch. Inzwischen finde ich es beschämend für alle Beteiligten. Aber zurück zum Anfang: Ein Ministerpräsident trickste im Parlament die Fragesteller aus, die blöderweise nur nach seinen Verbindungen zu einem Geschäftsmann und nicht zu dessen Familie gefragt hatten. Korrekte Inkorrektheit!</p>
<p>Das kommt in deutschen Parlamenten -zigmal vor. Mit einem Unterschied. Nicht alle Trickser werden Bundespräsidenten. Da wird dann noch einmal sehr genau hingeschaut und recherchiert und recherchiert und recherchiert. Oftmals auch ohne den nötigen Anstand und nicht immer zur Freude des Amtsinhabers – aber zu Recht. Denn immerhin geht es um das höchste deutsche Staatsamt.</p>
<p>Da ist es schon von Interesse, wie ein Bundespräsident seinen Hausbau finanziert hat. Dass hier besonders recherchiert wird, wusste Wulff schon seit 2010. In einem jahrelangen Verfahren hat nämlich der &#8220;Spiegel&#8221; das Recht darauf erstritten, Einsicht in das Grundbuch seines Hauses  zu nehmen. Also hätte Wulf auf diese Diskussion bestens vorbereitet sein können und auf Anfrage nur seinen Sprechzettel ziehen müssen. Aber nichts kam.</p>
<p>Sein langes Schweigen, das Platz für Spekulationen und Verdächtigungen schuf, irritierte. Es geht in der Politik nicht immer um knallharte Fakten, sondern auch um den Umgang mit ihnen. Dass er das nicht beachtete, sondern in Ignoranz und Arroganz, wie ein König seine Untergebenen lange zappeln ließ, um sie dann am 22.12.11 in seinem Palast zusammenzurufen, wo sie zwar zuhören aber keine Fragen stellen durften, ist ihm auf die Füße gefallen.</p>
<p>Er hat sich nicht wie ein Präsident der Bürger verhalten, obwohl diese lange zu ihm gehalten haben. Und er hat die Wut der <a href="http://www.tagesschau.de/inland/wulffpresseschau100.html" target="_blank">Journalisten</a> unterschätzt, die sich diese Geringschätzung nicht gefallen lassen wollten, obwohl sich dann einige päpstlicher als der Papst verhalten oder heftig über Bande gespielt haben, was die präsidialen Nerven erst recht nicht schonte. Also kam noch mehr dazu. Einflussnahme auf die <a href="http://www.zeit.de/news/2012-01/05/bundespraesident-zensurversuch-bild-widerspricht-wulffs-darstellung-05115424" target="_blank">Pressefreiheit</a>.</p>
<p>Die Vorwürfe sind bekannt und noch nicht ganz ausgestanden. Jetzt hat sich Wulff noch einmal <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1170428.html" target="_blank">öffentlich zu allem erklärt</a>. Bundespräsident Herzog hat einmal gefordert, dass ein <a href="http://bibliothek.phoenix.de/videobeitrag,31.html" target="_blank">Ruck</a> durch die Gesellschaft gehen müsste. Vielleicht muss jetzt einmal ein Ruck durch den Bundespräsidenten gehen.</p>
<p>Abschied nehmen von der Berichterstattung aus der Glamourwelt, mit ihren falschen Küssen und sich den einfachen Bürgern mit ihren echten Problemen zuwenden. In allen Reden sorgsamer mit den Worten Wahrheit, Offenheit und Pressefreiheit umgehen, sie aber gleichzeitig offensiv praktizieren. Begreifen, dass man Freunde am besten schützen kann, indem man sich keine halbe Million von ihnen borgt und sie damit nicht unter den Generalverdacht der Bevorzugung oder der Vorteilsnahme stellt.</p>
<p>Denn irgendwann wollen wir uns wieder mit den wirklichen Problemen beschäftigen.</p>
<p>Oder?</p>
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		<title>Hamas bleibt sich treu</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2012/12274/hamas-bleibt-sich-treu/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es um die Chancen auf einen Frieden in Nahost geht und darum, sich auf vemeintlich veränderte Begebenheiten einzustellen, dann werden in der westlichen Berichterstattung die Rollen gerne schnell verteilt: Die Hamas geschmeidig wie ein Panther – die israelische Regierung steif wie ein Regenschirm. So glaubt ein Kommentator der &#8220;Tagesschau&#8221;:
Nun bewegt sich sogar die islamistische Hamas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12291" class="wp-caption alignleft" style="width: 396px"><img class="size-full wp-image-12291   " title="Barhoum_Hamas" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2012/12/Barhoum_Hamas.jpg" alt="Die Hamas dementiert." width="386" height="244" /><p class="wp-caption-text">Hamas: &quot;Frustration der Besatzer&quot;.</p></div>
<p>Wenn es um die Chancen auf einen Frieden in Nahost geht und darum, sich auf vemeintlich veränderte Begebenheiten einzustellen, dann werden in der westlichen Berichterstattung die Rollen gerne schnell verteilt: Die Hamas geschmeidig wie ein Panther – die israelische Regierung steif wie ein Regenschirm. So <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/netanjahu234.html" target="_blank">glaubt</a> ein Kommentator der &#8220;Tagesschau&#8221;:</p>
<blockquote><p>Nun bewegt sich sogar die islamistische Hamas auf Israel zu. Der ehemalige Hardliner Chalid Maschaal, Chef des Politbüros, hat unüberhörbar deutlich dem bewaffneten Kampf gegen Israel abgeschworen. Diese neue Milde ist das Ergebnis des Umbruchs in Syrien und des innerpalästinensischen Versöhnungsprozesses.</p></blockquote>
<p>Pustekuchen. Von Khaled Abu Toameh <a href="http://www.hudson-ny.org/2713/hamas-changed" target="_blank">kann man lernen</a>, was es mit der jüngsten Taktik der Hamas auf sich hat, auf einen &#8220;Volkskampf&#8221; umzuschwenken:</p>
<blockquote><p>On the contrary, Mashaal and other Hamas leaders have made it clear  that the armed struggle remains their most important strategy in the  fight against Israel. And they have also made it clear that they will  never recognize Israel&#8217;s right to exist even though they are prepared to  accept, for now, a Palestinian state in the pre-1967 lines.</p>
<p>But these statements are being ignored by <em>Haaretz</em> and other Western media outlets, which continue to insist that Hamas has changed.</p></blockquote>
<p>Dass die Hamas sich keinen Deut geändert hat, zeigt schon ein Blick auf aktuelle Pressemitteilungen der Organisation. In einer <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.hamasinfo.net/ar/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s72vbwvEwjOf4wRomUKi8mliIJzAXTH1hc1teVD2w1OAhXR821ghZ3ORDYMiIREEiy0zQI8PVSBtAXZHXeehwIIH0z3bqg8ue95k28nZ4hQho%3d" target="_blank">Mitteilung noch vom 27.12.</a> (&#8221;&#8230; Jihad und Märtyrertum sind unser Weg zum Sieg&#8221;)[<a href="#footnote-1-12274" id="footnote-link-1-12274" title="See the footnote.">1</a>] werden programmatisch Forderungen an die Arabische Welt aufgelistet. Unter Punkt 5 heisst es:</p>
<blockquote><p>Wir rufen unsere Arabisch-Islamische Gemeinschaft dazu auf, die Standhaftigkeit und heldenhaften Widerstand unseres Volkes weiterhin zu unterstützen, Jerusalem, die al-Aksa und die heiligen Stätten zu beschützen, sich des palästinensischen Problems anzunehmen, Palästina zu befreien und dem verbrecherischen zionistischen Feind standzuhalten.</p></blockquote>
<p>So also klingt die Sprache der Versöhnung! Nicht zum ersten Mal muss die Terrororganisation, die nie etwas anders als die Vernichtung Israels gewollt hat, westliche Gerüchte dementieren, sie sei auf Versöhnungskurs. (Wir erinnern uns an <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/648/die-hamas-wird-weissgewaschen/" target="_blank">diese</a> Geschichte oder auch an <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/911/ap-deif-korrektur/" target="_blank">jene</a>.)</p>
<p>Hamas-Sprecher Barhoum <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.hamasinfo.net/ar/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7hKiBOmn5edjfGz4hgxzSUqgrVsKyeLGHJ2XPumWkgrkvVEAJm%2f6CMYOBvHmCYb%2bCcvbyb7enGfoaz5tYuDOqYyu9JA%2fFhAzRENqIjpD%2fkZ8%3d" target="_blank">sagt es ganz unmissverständlich</a>, damit es auch der letzte Korrespondent versteht: Behauptungen der Besatzungsmacht[<a href="#footnote-2-12274" id="footnote-link-2-12274" title="See the footnote.">2</a>], Mashaal habe zu einem Waffenstillstand aufgerufen und zu einer Suspendierung der &#8220;Operationen&#8221;, seien &#8220;nichtig und keiner Antwort würdig&#8221;. Solche Äusserungen spiegelten nur die &#8220;Frustration&#8221; der &#8220;zionistischen Besatzerregierung&#8221; angesichts der Stärkung des palästinensischen Widerstands um sie herum wieder.</p>
<p>Die Hamas bleibt sich treu.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-12274">Erschienen kurz vor dem <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/12219/doppeltes-spiel-2/" target="_blank">Artikel in der Ha&#8217;aretz</a>.  <a href="#footnote-link-1-12274">⇧</a></li><li id="footnote-2-12274">Die Zeitung Ha&#8217;aretz wird namentlich genannt: &#8220;Die zionistische Zeitung Ha&#8217;aretz hat behauptet, dass Mashaal Anweisung an die Qassam-Brigaden gegeben habe, gegenwärtig jegliche militärische Aktion aus dem Westjordanland oder dem Gazastreifen heraus gegen &#8216;Israel&#8217; zur Gänze einzustellen. So ihr Anspruch.&#8221;  <a href="#footnote-link-2-12274">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Grün-rote Disziplinierungsmassnahmen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 21:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
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		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Niederlage um den Bau von Stuttgart 21 plagt die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg eine weitere Sorge: Wie lässt sich die Verspargelung der Landschaft mit Windrädern durchsetzen, wenn Subventionen nur die Windradbetreiber glücklich machen?
Die FAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einem Fallbeispiel, das es in sich hat: Das Fünf-Sterne-Hotel in Bad Peterstal-Griesbach, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Niederlage um den Bau von Stuttgart 21 plagt die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg eine weitere Sorge: Wie lässt sich die Verspargelung der Landschaft mit Windrädern durchsetzen, wenn Subventionen nur die Windradbetreiber glücklich machen?</p>
<p>Die FAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einem <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/erneuerbare-energie-der-wind-der-wind-ein-schwieriges-kind-11581794.html" target="_blank">Fallbeispiel</a>, das es in sich hat: Das Fünf-Sterne-Hotel in Bad Peterstal-Griesbach, das sogar Gäste aus Frankreich und der Schweiz anzieht. Dessen Betreiber befürchtet Einbussen angesichts des geplanten Baus von Windrädern – doch der grüne Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, sieht keinen Konflikt zwischen Tourismus und Windennergie, bzw. kann sich &#8220;nicht zu jedem Einzelkonflikt äussern&#8221;.</p>
<p>Die Einzelkonflikte jedenfalls dürften bald der Vergangenheit angehören, zumindest juristisch, plant die Landesregierung laut FAZ doch bereits die nächsten Disziplinierungsmassnahmen der Bevölkerung:</p>
<blockquote><p>Damit in jedem Jahr hundert zusätzliche Windräder gebaut werden können,  will die Landesregierung den meist CDU-dominierten Regionalverbänden die  Zuständigkeit entziehen.</p></blockquote>
<p>In der Sprache der Regierung klingt das freilich <a href="http://www.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/256763.html" target="_blank">ganz anders</a>: &#8220;Durch die anstehende Novelle des Landesplanungsgesetzes bekommen die  Regionalverbände (&#8230;) die Chance, an entscheidender Stelle die  Energiewende mitzugestalten und sie durch die kluge Ausweisung neuer  Vorranggebiete für Windkraftanlagen zu steuern.&#8221;</p>
<p>Wie nett.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Fukushima ist Völkermord&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 20:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
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		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Technophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das was mich in diesem Jahr besonders traurig gemacht hat, zu dem, was Sie hier karikiert haben, kommt natürlich Fukushima dazu, das ist Völkermord, und ich bin gottfroh, das ist eine der Freuden, dass die Bundesrepublik aussteigen wird aus der Kernenergie. Ich bin gottfroh darüber, trauere natürlich um die Verstrahlung, sinnlose Verstrahlung von Menschen wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das was mich in diesem Jahr besonders traurig gemacht hat, zu dem, was Sie hier karikiert haben, kommt natürlich Fukushima dazu, das ist Völkermord, und ich bin gottfroh, das ist eine der Freuden, dass die Bundesrepublik aussteigen wird aus der Kernenergie. Ich bin gottfroh darüber, trauere natürlich um die Verstrahlung, sinnlose Verstrahlung von Menschen wieder (&#8230;).</p></blockquote>
<p>Die (ansonsten sehr von mir geschätzte) deutsche Schauspielerin Renan Demirkan beim Sonntags-Stammtisch, 18.11. (<a href="http://mediathek-video.br.de/B7Mediathek.html?bccode=both" target="_blank">BR, ab ca. 00:50:30</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nach dem Postkolonialismus</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 20:29:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Todenhöfer mal wieder. Natürlich war der oberste Feindbildbekämpfer Deutschlands auch in Syrien unterwegs. In seinem Bericht für die FAZ, in welchem das Personalpronomen der 1. Person Singular wieder eine tragende Rolle spielt, erklärt er seinen Lesern, warum der Westen – der! Westen – wieder einmal von allem keine Ahnung hat.
Todenhöfer hat mit Assad persönlich gesprochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Todenhöfer mal wieder. Natürlich war der oberste Feindbildbekämpfer Deutschlands auch in Syrien unterwegs. In seinem <a href="http://fazarchiv.faz.net/document/showSingleDoc/FAZT__FD1201112123331634?KO=&amp;timeFilter=&amp;dosearch=new&amp;crxdefs=&amp;sext=0&amp;NN=&amp;BC=&amp;q=++Innere+Sicherheit&amp;sorting=&amp;CO=&amp;submitSearch=Suchen&amp;maxHits=&amp;CN=&amp;&amp;toggleFilter=&amp;annr=287&amp;highlight=%5CF%3A*%5C.%3Asicherheit++%5C.%3Ainnere++%5CF%3A_%5C.%3Asicherheit++%5C.%3Ainnere++%5C" target="_blank">Bericht</a> für die FAZ, in welchem das Personalpronomen der 1. Person Singular wieder eine tragende Rolle spielt, erklärt er seinen Lesern, warum der Westen – der! Westen – wieder einmal von allem keine Ahnung hat.</p>
<p>Todenhöfer hat mit Assad persönlich gesprochen und offenbar einen positiven Eindruck gewonnen. So weiss er, dass die Mehrheit der Syrer immer noch an ihren Diktator glaubt und lediglich das System ablehnt. Noch ist es also nicht zu spät für Assad. Dass die syrische Regierung von einem Clansystem beherrscht wird und wie auch in anderen arabischen Ländern die Vetternwirtschaft in Syrien systemisch bedingt ist, hat Assad seinem deutschen Gesprächspartner allerdings verschwiegen.</p>
<p>Dafür hat Todenhöfer erfahren, dass auf den Strassen von Damaskus, Homas und Hama &#8220;Guerrillakommandos&#8221; unterwegs sind, die den demokratischen Protestlern die &#8220;Revolution&#8221; (welche Revolution?) gestohlen haben. Weil sich westliche Aussenpolitiker aber weigern, &#8220;durch kluge Verhandlungen&#8221; die Probleme zu entschärfen, muss Assad weiter Gurerrillakämpfer töten, wenn er noch Gelegenheit bekommen soll, der Empfehlung des Problemlösers aus Deutschland Folge zu leisten, &#8220;sich relativ kurzfristig freien Präsidentschaftswahlen&#8221; zu stellen.</p>
<p>Denn in Damaskus &#8220;stehen die Türen für derartige Gespräche sperrangelweit offen&#8221;, ist Todenhöfer überzeugt. Eine Ausnhame gibt es nur für die syrischen Oppositionellen im In- und Ausland: Mit denen müsse Assad &#8220;einen fairen Dialog&#8221; beginnen, sich selbst &#8220;vom jetzigen System trennen&#8221;. So offen sind die Türen in Damaskus dann doch nicht.</p>
<p>Der schönste Satz in Todenhöfers Suada gegen den Westen aber lautet: &#8220;Der Westen sollte nach Jahrhunderten des Kolonialismus und Postkolonialismus endlich zum Freund und Partner der arabischen Welt werden.&#8221; – Nach dem Postkolonialismus, der also offenbar genauso verdammenswert ist wie der Kolonialismus (irgendowher müssen die &#8220;Jahrhunderte&#8221; ja kommen), bricht nun also ein neues Zeitalter an: das des Dialogs und der Sülze.</p>
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		<title>Dienst am Volk</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 20:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage, wie man Menschen am besten erziehen, bevormunden und gängeln kann, hat schon viele Denker zu intellektuellen Höchstleistungen angespornt. Jetzt fordert der Germanist und Fernsehphilosoph Richard David Precht die Einrichtung eines sozialen Pflichtjahrs für Renter. Denn genau wie Precht haben auch Rentner bekanntlich Zeit en masse und da nicht alle über einen so hohen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, wie man Menschen am besten erziehen, bevormunden und gängeln kann, hat schon viele Denker zu intellektuellen Höchstleistungen angespornt. Jetzt fordert der Germanist und Fernsehphilosoph Richard David Precht die <a href="http://www.derwesten.de/panorama/richard-david-precht-verteidigt-pflichtjahr-fuer-rentner-id6147246.html" target="_blank">Einrichtung eines sozialen Pflichtjahrs für Renter</a>. Denn genau wie Precht haben auch Rentner bekanntlich Zeit <em>en masse</em> und da nicht alle über einen so hohen Marktwert verfügen, dass sie vom <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/bestseller-autor-precht-unglaublich-1.138989" target="_blank">Bücherschreiben</a> leben können, muss man sie anderweitig einsetzen.</p>
<p>Precht (&#8221;<a href="Quelle: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=bY6s23aX5rY" target="_blank">Freiheit geht immer mit Unfreiheit einher</a>&#8220;) glaubt, dass diejenigen, &#8220;die sich über den Zwang empören, genau diejenigen [sind], die es freiwillig nie tun würden&#8221; weswegen sie fraglos zur Räson gebracht werden müssen. Damit wird ihnen der einzige Lohn genommen, mit der ehrenamtliche Tätigkeit vergolten wird: Anerkennung als Währung freiwilliger Tätigkeit am Nächsten wird durch Zwang entwertet. Man betrachtet die Dienstleistung fortan als Selbstverständlichkeit und dem zum Dienst Verpflichteten wird mit Herablassung begegnet.</p>
<p>Dass sein Vorschlag Zwangsarbeit bedeutet, weshalb er hoffentlich keine politischen Mehrheiten findet, mag Precht allerdings nicht einsehen. Zwangsarbeit ist nämlich nur, wenn sie in sibirischer Kälte oder in unteriridischen Stollen stattfindet – alles darunter ist fröhlicher Dienst am Volk. Was kann daran falsch sein?</p>
<p>Zum Beispiel dies: Man kann das ganze nämlich weiterdenken und alle möglichen Gruppen benennen, die zu allen nur erdenklichen Diensten zwangsverpflichtet werden. Warum nicht ein Pflichtjahr für Philosophen in einer Autowerkstatt, wo man lernt, wie man sich die lilienweissen Hände bei handwerklicher Tätigkeit schmutzig macht?</p>
<p>Das grösste Ärgernis aber ist die Nonchalance, mit der ein mit 47 Jahren noch recht junger Intellektueller über ältere Menschen zu verfügen sich anmasst. Junge Menschen kann man zum Schuldienst, später zum Wehrdienst oder zum sozialen Dienst verpflichten, damit sie in den Stand versetzt werden, die Errungenschaften der Gesellschaft weiterzutragen: Schliesslich waren es die vorangegangenen Generationen, die den Wohlstand und die politische Stabilität erst möglich gemacht haben, in denen sie aufwachsen.</p>
<p>Käme ein Hundertjähriger auf diese Idee, hätte sie auch noch eine    andere Qualität als wenn dies aus dem Munde eines Mittvierzigers    geschieht. Dies Menschen zur staatlich verordneten Pflicht zu machen, deren Recht  es ist, die Früchte ihres Arbeitslebens zu geniessen, ist  schlechterdings würdelos, die philanthropische Begründung der Zwangsarbeit gerät zur Farce: &#8220;Es geht darum&#8221;, begründet Precht allen Ernstes seinen Vorstoss, &#8220;die  Schwellenangst vor dem sozialen Engagement zu  nehmen.&#8221;</p>
<p>Eine wahre Unverfrorenheit. Precht sollte sich der Generation der Rentner besser lernend nähern, anstatt belehrend.</p>
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		<title>Immer die anderen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 13:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf &#8220;Spiegel Online&#8221; schreibt der griechische Journalist Georgios Delastik über sein &#8220;gedemütigtes Volk&#8221;:
Millionen Griechen sehen mittlerweile die EU als das &#8220;Vierte Deutsche Reich&#8221; an. Das sehen nicht nur Journalisten, Akademiker, Schauspieler oder einfache Bürger in Griechenland so. Sogar der amtierende Finanzminister Evangelos Venizelos gab im Juni zu, dass Griechenland unter &#8220;finanzpolitischer Besatzung&#8221; stehe. [...] Nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf &#8220;Spiegel Online&#8221; <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,796542,00.html" target="_blank">schreibt</a> der griechische Journalist Georgios Delastik über sein &#8220;gedemütigtes Volk&#8221;:</p>
<blockquote><p>Millionen Griechen sehen mittlerweile die EU als das &#8220;Vierte Deutsche Reich&#8221; an. Das sehen nicht nur Journalisten, Akademiker, Schauspieler oder einfache Bürger in Griechenland so. Sogar der amtierende Finanzminister Evangelos Venizelos gab im Juni zu, dass Griechenland unter &#8220;finanzpolitischer Besatzung&#8221; stehe. [...] Nicht selten wird Papandreou von seinen Kritikern &#8220;Tsolakoglou&#8221; genannt &#8211; so hieß der griechische Premier, der im Zweiten Weltkrieg mit der deutschen Besatzung kollaborierte.</p></blockquote>
<p>In Wahrheit ist diese Abhängigkeit eine selbstverschuldete. Sie ist der Preis dafür, dass die in Griechenland vorherrschende Mentalität es überhaupt nicht zulässt, die Ursachen dieser wie auch anderer Miseren auch nur ansatzweise im eigenen Land zu suchen. Der griechische Publizist Andreas Andrianopoulos <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2320/griechischer-tuerkischer-antiamerikanismus/" target="_self">spricht</a> daher von einer &#8220;victim culture&#8221;, aus deren Perspektive alle Probleme des Landes grundsätzlich ausländischen Mächten zugeschrieben werden:</p>
<blockquote><p>Inevitably, a “victim culture” developed portraying the nation as the object of designed subversion. [...] It goes without saying that Greeks consequently cannot possibly be wrong. Whatever failure may have suffered in their post-independence political history cannot possibly be the outcome of bad policies or faulty decisions. They have to be the result of foreign conspiracies or the product of treacherous acts by indigenous misinformed or bought out individuals.</p></blockquote>
<p>Darum wird sich in Griechenland auch nichts wesentliches ändern.  Zumindest solange nicht, wie eine kollektive &#8220;victum culture&#8221; gepflegt wird.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1795/hellas-phobische-nation/" target="_blank">“Die Griechen sind eine phobische Nation” </a></p>
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		<title>Nachwuchswissenschaftler erklären den Islam</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 19:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erlanger Nachwuchswissenschaftler mit einem ganz erstaunlichen Selbstbewusstsein erklären den Islam und den Nahen Osten. Toll, wie sie das machen, z.B. so:
&#8220;Wir müssen entspannter mit dem Islam umgehen&#8221;, sagt Christian Wolff. Er  arbeitet  am Lehrstuhl für Politik und Zeitgeschichte des Nahen Ostens   der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und beschäftigt  sich vor allem mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erlanger Nachwuchswissenschaftler mit einem ganz erstaunlichen Selbstbewusstsein <a href="http://goo.gl/aW8EG" target="_blank">erklären</a> den Islam und den Nahen Osten. Toll, wie sie das machen, z.B. so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir müssen entspannter mit dem Islam umgehen&#8221;, sagt Christian Wolff. Er  arbeitet  am Lehrstuhl für Politik und Zeitgeschichte des Nahen Ostens   der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und beschäftigt  sich vor allem mit dem politischen Islam. (&#8230;) Demnächst will Wolff einen Beitrag zur Scharia schreiben. &#8220;Viele haben  da so Methoden wie das Handabhacken vor Augen. Dabei wird vergessen,  dass Scharia mehr ausdrückt als mittelalterliche Rechtsvorschriften und  dass harte körperliche Strafen höchstens in Saudi-Arabien und irgendwo  in Afghanistan durchgesetzt werden.&#8221; Vielmehr gehe es um die  zivilisatorisch-kulturelle Grundlage, auf die sich die Gesellschaften im  Nahen Osten beziehen.</p></blockquote>
<p>Andererseits ist nicht alles rosig in Nahost:</p>
<blockquote><p>Wolffs Forschungsschwerpunkt ist Ägypten, Lintl befasst sich hauptsächlich mit Israel. &#8220;Die Bombe tickt&#8221;,  überschreibt Lintl einen Text zu den sozialen Problemen in Israel.</p></blockquote>
<p>Vielleicht solte Israel die Scharia zur &#8220;zivilisatorisch-kulturellen Grundlage&#8221; seiner Gesellschaftsordnung machen. Dann wäre wohl zumindest in Erlangen alles in Butter.</p>
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		<title>Eine Posse (2)</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 11:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was treiben eigentlich die ganzen Zeltlagerprotestierer vor der Londoner St. Paul&#8217;s Kathedrale? Vertreiben sie sich die Zeit im Zelt mit dem Verfassen politischer Pamphlete? Gehen sie die Stellenanzeigen durch? Tauschen sie Emails mit ihren Kollegen in New York und Berlin aus?
Weit gefehlt: Wie britische Medien berichten, zeigen Aufnahmen mit der Wärmekamera, dasss …. an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was treiben eigentlich die ganzen Zeltlagerprotestierer vor der Londoner St. Paul&#8217;s Kathedrale? Vertreiben sie sich die Zeit im Zelt mit dem Verfassen politischer Pamphlete? Gehen sie die Stellenanzeigen durch? Tauschen sie Emails mit ihren Kollegen in New York und Berlin aus?</p>
<p>Weit gefehlt: Wie britische Medien berichten, zeigen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8ZTiBqJEOMI" target="_blank">Aufnahmen mit der Wärmekamera</a>, dasss …. an die neunzig Prozent der Zelte leer sind! Die meisten der Protestierer ziehen die wohlige Wärme einer Wohnung der Übernachtung auf der Strasse vor. Wie schon die unbemannte Raumfahrt gezeigt hat, braucht Fortschritt keine Besatzung.</p>
<p>Treffender freilich könnte die Metaphorik gar nicht sein: Die antikapitalistische Rhetorik ist genauso leer wie die Zelte ihrer Verfechter.</p>
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		<title>Neulich auf Aljazeera</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 11:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
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		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Muammar al-Gaddafi]]></category>

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		<description><![CDATA[Gaddafi ist tot, hingerichtet durch einen Kopfschuss. Die halbbekleidete Leiche wird zur Schau gestellt. Zahllose Menschen strömen vorbei, machen Aufnahmen mit ihrer Kamera, einige bringen sogar ihre Kinder mit.
Der Reporter von Aljazeera entrüstet sich über diese unwürdige Zurschaustellung eines Toten. Ist das islamisch? fragt er, sichtlich empört. Ist dies im Einklang mit den islamischen Vorschriften? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gaddafi ist tot, hingerichtet durch einen Kopfschuss. Die halbbekleidete Leiche wird zur Schau gestellt. Zahllose Menschen strömen vorbei, machen Aufnahmen mit ihrer Kamera, einige bringen sogar ihre Kinder mit.</p>
<p>Der Reporter von Aljazeera entrüstet sich über diese unwürdige Zurschaustellung eines Toten. Ist das islamisch? fragt er, sichtlich empört. Ist dies im Einklang mit den islamischen Vorschriften? – eine rhetorische Frage, nicht nur vor der Kamera geäussert, sondern auch an einige der Schaulustigen gerichtet.</p>
<p>Die Antwort eines der Befragten: Die Bestattungsvorschriften des Islam gelten doch nur für Muslime. Und Gaddafi sei schliesslich keiner gewesen.</p>
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