Moderne/Antimoderne
Die Ausländer sterben aus!
Können Brawer, Heinsohn, Laqueur & Co. ihre Bücher über die Islamisierung Europas zum Altpapier geben? Das sollten sie zumindest dann, wenn das, was das Dänische Statistikamt herausgefunden hat, Vorbote eines breiteren Trends ist. In Dänemark bekommen heute Einwanderinnen weniger Kinder als ethnische Däninnen, nämlich 1,6 im Vergleich zu 1,9. Garbi Schmidt von Nationalen Wohlfahrtsforschungzentrum macht... »
Paradigmenwechsel
In der neuesten Ausgabe seiner immer wieder lesenswerten “Jerusalem Letters” entwickelt Joram Hazony vom Jerusalemer Shalem-Center eine interessante Perspektive: Wenn die EU die Überwindung des Nationalstaates zum Ziel hat, lässt sich daraus eine Maxime ableiten, die letzten Endes das Existenzrecht Israels in Frage stellt? Auch ohne Kuhns Theorie von der “Struktur wissenschaftlicher Revolutionen” kann man... »
Die Grenzen der Toleranz: Homosexualität und Atheismus
Eine Umfrage der Arbeitsgruppe “Alterisierung und Diskriminierung in der Türkei” der Open Society Foundation, brachte folgende Ergebnisse: Zwei Gruppen, können sich nach Auffassung der Mehrheit der Befragten in der Türkei nicht sorglos ausdrücken: Homosexuelle (72%) und Atheisten (59%). Gefragt, ob sie selber der Einschränkungen der Rechte bestimmter Gruppen zustimmen würden, antworteten im Falle der Homosexuellen... »
Fortschrittshemmnis
Die Hoffnung, die manch einer im Westen auf den Dialog mit gemässigten Islamisten setzt, teile ich bekanntlich nicht. Ein Kommentar in der pakistanischen “The News” hält die Strategie, gemässigte Islamisten zu hofieren, ebenfalls für kontraproduktiv: (…) the only purpose moderate Islamists (those who make a career of promoting moderate Islam) have served is to... »
Graben zwischen der AKP und ihren Wählern?
“Milliyet” hat am 17.01. die Ergebnisse einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden: Urbane Traditionalisten Vertreter des ländlichen Staus Quo Urban-Moderne Ungebundene Landbevölkerung Nicht eindeutig Zuzuordnende Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten... »
Äquidistanz
Ein prächtiges Beispiel für Äquidistanz geben sieben Autoren des “Spiegel”. Unter dem Titel “Die Rückkehr des Allmächtigen” zeigen sie ihrer Leserschaft, warum der Extremismus im Namen des Christentums hinter dem im Namen des Islam um nichts zurücksteht: Dass dieser globale Wettstreit vor allem von den Heißblütigen beider Religionen ausgetragen wird, macht ihn auch gefährlich. Es... »
Eine Welt ohne Islam
Ein deutscher Traum wird wahr: die Zerstörung der Welt. Wenn auch nur im Kino. Roland Emmerichs Popcorn-Epos “2012” muss allerdings ohne Verweis auf den Islam auskommen. Die filmische Darstellung einer zerstörten Kaaba, so befürchtet der Regisseur, könne muslimischen Zorn heraufbeschwören, bei dem am Ende nicht nur auf der Leinwand Menschen um ihr Leben bangen... »
Romantische Raserei
Von Rüdiger Safranski kannte ich zwar nur sein Buch über die Romantik, aber das hatte mich hinreichend beeindruckt, um im Essener Aalto-Theater seinen Vortrag über “Mensch und Zeit” hören zu wollen. Denn ich gehe selten zu Vorträgen. Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam, hat mich doch überrascht. Der sich über drei Tage erstreckende Vortrag, zu... »
Al-Jazeera weiß es besser
Vor 15 Jahren fanden Paläanthropologen in Äthiopien das teilweise erhaltene Skelett eines weiblichen Ardipithecus ramidus. Kürzlich wurde die Rekonstruktion abgeschlossen, “Science” feiert dies mit einer Sondernummer, denn mit diesem Fund sind die Paläanthropologen dem gemeinsamen Vorfahr von Mensch und Schimpanse ein großes Stück näher gekommen. Bei al-Jazeera wird allerdings behauptet (ar./ Übersetzung), dass “Ardi”... »
Moralische Klarheit
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Donnerstag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York eine historische Rede gehalten. „Herr Präsident, sehr verehrte Damen und Herren, Vor bald 62 Jahren haben die Vereinten Nationen das Recht der Juden, eines 3500 Jahre alten Volkes, auf einen eigenen Staat in ihrem angestammten Heimatland anerkannt. Ich stehe heute hier... »

