Globalisierung
Einwanderung in den Sozialstaat?
Der Migrant in der sozialen Hängematte ist ein beliebtes Schreckgespenst von Globalisierungsskeptikern und Anhängern einer Glaubensgemeinschaft, die Europa vor allem als verlorenes Paradies imaginiert. Auch Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin warnt vor einer massiven Zuwanderung in das deutsche Sozialsystem. Abgesehen davon, dass es immer einen Missbrauch des Sozialstaats geben wird – was ist dran an der Behauptung,... »
Immer die anderen
Auf “Spiegel Online” schreibt der griechische Journalist Georgios Delastik über sein “gedemütigtes Volk”: Millionen Griechen sehen mittlerweile die EU als das “Vierte Deutsche Reich” an. Das sehen nicht nur Journalisten, Akademiker, Schauspieler oder einfache Bürger in Griechenland so. Sogar der amtierende Finanzminister Evangelos Venizelos gab im Juni zu, dass Griechenland unter “finanzpolitischer Besatzung” stehe. ... »
Neulich, in Aubervilliers
Wer in Paris vom Gare du Nord in nördlicher Richtung nach Aubervilliers und La Courneuve fährt, passiert unzählige Halal-Imbisse und -metzgereien, die dort das Strassenbild dominieren – allenfalls unterbrochen von ostasiatischen Geschäften. Daran ist nichts schlimmes oder beunruhigendes, aber es zeigt, wie drastisch sich in den letzten Jahrzehnten in Frankreich die Herkunftsverhältnisse verschoben haben. Von... »
Zorbas tanzt nicht mehr
Immer sind die anderen Schuld: Die Türken, die Albaner, die Amerikaner, überhaupt der Westen, seit neuestem die Deutschen. Nur im eigenen Land kann und darf die Ursache für die eigene Misere nicht liegen: Alle Probleme, unter denen Griechenland leidet, kommen von aussen. Selbst der allsommerliche Brand griechischer Wälder geht auf ausländische Mächte zurück, die... »
Vorwärts in die Nachhaltigkeit
Warum stellt kaum jemand die Verbindung her zwischen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dem nuklearen Desaster in Japan, den Überschwemmungen in Pakistan und den überglücklich verkündeten Wachstumsprognosen der Wirtschaftsforscher? (…) Gesellschaften, ja ganze politische Systeme, explodieren nicht in einem großen Knall, sondern ihre Funktionen erodieren unter wachsendem Ressourcenstress immer schneller, so dass sie am... »
Autoklau
Morgenpost Kolumne, 15. August 2010 Inzwischen hat es sich überall herumgesprochen, dass momentan in ganz Deutschland mehr Autos gestohlen werden als früher. Die Statistik berechnet es ganz nüchtern: In Sachsen wurden vergangenes Jahr 3.862 Fahrzeuge gestohlen. Ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Brandenburg stieg die Zahl um 31, in Berlin sogar um... »
Eine Erfolgsgeschichte
Wer sagt, dass Deutschland keine Chancen bietet? Die Zahl der in Deutschland beruflich Selbstständigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit steigt seit Jahren an. Allein 2007 gab es 135.000 ausländische Gewerbeanmeldungen, darunter viele im hochwertigen Dienstleistungsbereich. Der “Nationalatlas” konstatiert: Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung erfüllen die von MigrantInnen geführten Unternehmen häufig eine Brückenfunktion in die Herkunftsländer.... »
Gut gemeint
Der maximale Effekt des gesamten deutschen 53 Milliarden Euro teuren Solarförderungsprogramms ist es, die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts um eine Stunde aufzuschieben. Ein imposantes Beispiel für eine Politik, die sich gut anfühlt, aber rein gar nichts bringt. Der dänische Politikwissenschaftler Bjørn Lomborg über die falschen Voraussetzungen der Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen. (Quelle) »
Tit for tat
Obwohl auf dem Boden der gesamten Schweiz gerade einmal vier Minarette ihr Dasein fristen (weswegen die meisten Einwohner Minarette wohl nur aus dem Fernsehen kennen), ist das Alpenland, dessen gefühlte Grösse etwa der Liechtensteins entspricht, schon jetzt schwer überfremdet. Oder jedenfalls beinahe. Vier Minarette sind immerhin vier Minarette. Freiheit verteidigt man daher am besten durch... »
Afrika ernst nehmen
Noch nie zuvor gab es einen solchen Transfer von Hilfsgeldern. Die Länder Schwarzafrikas erhalten Entwicklungshilfe in einer Grösse von durchschnittlich 13 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts – und werden dennoch immer ärmer. Ghanas Pro-Kopf-Einkommen – zur Zeit seiner Unabhängigkeit das höchste des Kontintents – fiel von 440 USD 1992 in nur zehn Jahren auf 270. Heute... »

