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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Lebenswelten</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Akteneinsicht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne, 5. Februar 2012
Die Zeit rennt. Zwanzig Jahre ist es jetzt schon her, da bekam ich einen Anruf von der Außenstelle der Gauck-Behörde in Dresden. Ich könne meine Stasi-Akte einsehen. Allerdings sollte ich Zeit und gute Nerven mit bringen.
Diesen Satz verstand ich dann besser, als ich einige tausend Seiten las, in denen über siebzig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne, 5. Februar 2012</em></p>
<p>Die Zeit rennt. Zwanzig Jahre ist es jetzt schon her, da bekam ich einen Anruf von der Außenstelle der Gauck-Behörde in Dresden. Ich könne meine Stasi-Akte einsehen. Allerdings sollte ich Zeit und gute Nerven mit bringen.</p>
<p>Diesen Satz verstand ich dann besser, als ich einige tausend Seiten las, in denen über siebzig Spitzel über meine Familie und mich berichteten und als ich die Kartons mit dem Tonbändern sah, auf denen unsere Gespräche im Haus oder am Telefon aufgezeichnet worden waren. Selbst die Gespräche unserer Kinder mit ihren Freunden.</p>
<p>Angesichts der Fülle von Akten, die in Dresden verwaltet werden, war das natürlich noch minimal. Denn noch heute lagern im Archiv der Außenstelle Dresden rund 10 km Akten der Bezirksverwaltung Dresden des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit, 3 Millionen Karteikarten und 1.658 Säcke mit Unterlagen, die vom MfS 1989 vorvernichtet wurden. Jede Akte ein Lebensschicksal von Menschen, die – oftmals folgenreich – bespitzelt und überwacht wurden.</p>
<p>Lange und erbittert war vor der Möglichkeit der Einsichtnahme gestritten worden.Die einen wollten einen schnellen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und am liebsten ein Freudenfeuer der Versöhnung mit dem Verbrennen der Akten anzünden. Ansonsten sei der Friede in der Gesellschaft gefährdet, warnten sie. Als ob der Mantel des Schweigens schon jemals jemanden gewärmt oder verschwiegene Verbrechen den Frieden gebracht hätten.</p>
<p>Das Wissen um eine misslungene Vergangenheitsbewältigung nach 1945 hätte eigentlich klüger machen können. Es ist dem Engagement der Bürgerrechtler über alle Parteigrenzen hinweg zu verdanken, dass zum ersten Mal in der Geschichte 1991 die Archive eines Diktatur-Geheimdienstes auf gesetzlicher Grundlage zur Einsicht geöffnet wurden.</p>
<p>Damit waren Forschung, Überprüfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes, Rehabilitierung, Wiedergutmachung oder Strafverfolgung möglich. Wobei ein Rechtstaat mit seinen demokratischen Mitteln bei der Aufarbeitung einer Diktatur immer an seine Grenzen stößt. Schmerzlich für viele.</p>
<p>Nun saß ich vor meiner Akte, sah Fotos aus meiner Studentenzeit, las Predigten von mir, die ich selbst nicht mehr hatte und las erstaunt, wer sich alles bereitgefunden hatte, über meine Familie und mich zu berichten. Auch Theologen und Ärzte. Selbst wenn wir zum Zelten an die Ostsee fuhren, waren die Spitzel schon da.</p>
<p>Ein Riesenaufwand. So wichtig hatte ich mich zu DDR-Zeiten selbst nicht genommen. Die Berichte lassen auch erkennen, wer widerwillig und gezwungenermaßen und wer eifrig und hinterhältig berichtete. Aber der größte Gewinn der Akteneinsicht ist nicht nur die Erkenntnis, wer es war, sondern auch, wer es nicht war und wen wir zu DDR-Zeiten zu Unrecht verdächtigt hatten.</p>
<p>Ich las damals auch den Zersetzungsbefehl des Generalmajors Böhm gegen meine Person, den laut Notiz auch der Genosse Modrow zur Kenntnis bekam. Dieser SED-Saubermann, der mit anderen Führungsgenossen den Eindruck erweckte, für allen „Dreck&#8221; sei die die Staatssicherheit allein antwortlich gewesen.</p>
<p>Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die Staatssicherheit war das Werkzeug der SED. Schild und Schwert der Partei. Die Befehle kamen von der SED. Das sollten wir auch nach zwanzig Jahren nicht vergessen.</p>
<p>Oder?</p>
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		<title>Weltuntergang</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2012/12367/weltuntergang/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 09:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012
Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.
Ich wusste es nicht. Gut, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012</em></p>
<p>Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.</p>
<p>Ich wusste es nicht. Gut, dass ich es noch rechtzeitig erfahren habe und nicht erst am 29.12. 2012. Denn dann wäre die dadurch im Internet und in den Medien entflammte Diskussion nicht mehr so spannend. Natürlich kann man es aus astronomischer Sicht diskutieren.</p>
<p>Denn es kann in der Tat etwas Außergewöhnliches beobachtet werden. Eine sehr ungewöhnliche und seltene Planetenkonstellation sorgt dafür, dass die Sonne an diesem Tag das Zentrum der Milchstraße einnimmt. Dies geschieht nur gut alle 26.000 Jahre und wird durch die schräge Erdachse ausgelöst, die sich einmal kreisförmig dreht. Respekt vor dem astronomischen Wissen der alten Mayas, dass sie geschickt und natürlicherweise mit ihrem Gottesglauben und ihrer Interpretation von Leben verbunden haben.</p>
<p>Übrigens: Wenn sie den Anfang aller Zeitläufe willkürlich festgelegt haben, warum sollten sie dann nicht auch das Ende willkürlich festlegen. Wir denken doch heute auch noch immer in geschlossenen Systemen. Außerdem waren sie nicht die einzigen, die den Untergang der Welt prophezeiten. Selbst ein Papst befand sich unter diesen unzähligen Untergangs- Propheten.</p>
<p>Überliefert ist, dass der damals amtierende Papst Sylvester II verkündete, dass um Mitternacht des 31. Dezember 999 die Welt untergehen würde. Überliefert, aber nicht bewiesen, ist auch, dass daraufhin hin in der christlichen Welt eine Massenhysterie ausbrach und Horden von Räubern das Land plünderten .Aber als die Welt sich am ersten Januar des Jahres 1000 noch immer drehte, beruhigte sich das Volk wieder. Papst Sylvester zog sich aus der Affäre, indem er behauptete, nur seine Gebete hätten den drohenden Weltuntergang verhindert. Clever der Mann!</p>
<p>Aber es zeigt, der Glaube an das Ende hat Konsequenzen. Da die Weltuntergänge nie eintrafen haben wir natürlich immer wieder Zeit uns darauf vorzubereiten, wobei die Diskussion darüber uns im Laufe der Zeit alle überleben werden.</p>
<p>Eines muss auch für alle Skeptiker klar sein, selbst wenn die Welt nicht untergeht, geht jeder einzelne von uns aus dieser Welt -ohne sein persönliches Datum zu kennen. Da müssen wir nicht gleich in Weltuntergangsstimmung verfallen , aber dann bekommt die Diskussion über den Weltuntergang doch eine völlig andere Brisanz.</p>
<p>Nur – was hat dieses Wissen für Konsequenzen? Nicht mehr sagen zu können, was unbedingt noch gesagt werden muss. Nicht mehr in Ordnung bringen oder vollenden können, was wir uns vorgenommen haben…und…und…und.</p>
<p>Dann bleibt doch wirklich nur noch die eine Konsequenz:  Es bald und gleich zu tun, gleich ob die Welt untergeht oder nicht.</p>
<p>Oder?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geschenke und Erwartungen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/12123/geschenke-und-erwartungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne, 12. Dezember 2011
Natürlich ist Weihnachten das Fest der Erwartung. Aber von Jahr zu Jahr habe ich den Eindruck, manche können es überhaupt nicht mehr erwarten. Der Erwartungsdruck steigt.
Am 13. November (!): Ich traute meinen Augen nicht. Im Nachbarort leuchtete schon ein geschmückter Weihnachtsbaum in die Nacht. Wahrscheinlich wollte man die schon erfolgte Weihnachtsdekoration [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne, 12. Dezember 2011</em></p>
<p>Natürlich ist Weihnachten das Fest der Erwartung. Aber von Jahr zu Jahr habe ich den Eindruck, manche können es überhaupt nicht mehr erwarten. Der Erwartungsdruck steigt.</p>
<p>Am 13. November (!): Ich traute meinen Augen nicht. Im Nachbarort leuchtete schon ein geschmückter Weihnachtsbaum in die Nacht. Wahrscheinlich wollte man die schon erfolgte Weihnachtsdekoration in den Geschäften auch in der Natur vervollkommnen.</p>
<p>Irgendwann wird noch einmal der Tag kommen, wo wir in einem Supermarkt – weil man es gar nicht mehr erwarten kann – im Regal in trauter Zweisamkeit Schoko-Osterhasen und Schoko-Weihnachtsmänner gleichzeitig vorfinden werden.</p>
<p>Jetzt kommen die vielen Anzeigen, Werbungen und Weihnachtsglückspiele! Sie alle wollen unser Bestes. Klar. Unser Geld! Ein Freund schickte mir per Mail eine Weihnachtswerbung des DDR-Konsums von 1958.</p>
<p><object width="420" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AR99HcRjvoo?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/AR99HcRjvoo?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="315" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
(Langversion &#8211; Schaufenster &#8220;Shopping&#8221; bei Konsum 1958)</p>
<p>Natürlich wurde erst auf die Erfolge des sozialistischen Aufbaus in der DDR und den Fleiß der Arbeiter und Bauern verwiesen, bevor dann die Werbung für Kleidung und Haushaltsgegenstände kam. Abgesehen von den großen programmatischen Worten – alles sehr bescheiden.</p>
<p>Damals war ich zwölf Jahre alt und erinnere mich sehr genau an unsere Erwartungen zum Weihnachtsfest. Natürlich Geschenke, daran hat sich nichts geändert. Nur – logischerweise – andere als heute.</p>
<p>Wir waren immer in der Hoffnung, dass es außer den obligatorischen Socken und der Unterwäsche – die man nach den Worten der Mutter natürlich immer gut gebrauchen kann – ergänzende Teile zum Stabilbaukasten oder einen selbstgebauten Pferdestall gab.</p>
<p>Wie sehr habe ich einen Freund beneidet, der eine elektrische Eisenbahn besaß und jedes Jahr ein paar neue Schienen, neue Wagen oder sogar eine neue Lok bekam. Übrigens, unsere Bescheidenheit damals war keine große Tugend. Denn es waren bescheidene Zeiten.</p>
<p>Zumindest müssen die Alten heute gegenüber den Jungen damit nicht auftrumpfen. Wir hätten auch mehr genommen, wenn es mehr gegeben hätte. Aber da unsere Eltern auch nicht über viel verfügten, waren die Geschenke für uns umso kostbarer.</p>
<p>Heute sehen die Geschenke natürlich ganz anders aus. Und so mancher hält seine überhöhten Ansprüche für selbstverständlich. Aber nichts versteht sich von selbst. Auch deshalb, weil wir das Lebensnotwendigste ohnehin nicht kaufen können. Das habe ich schmerzhaft in diesem Jahr erfahren.</p>
<p>Mein größtes Geschenk habe ich schon im August bekommen, als ein begabter Operateur mich erfolgreich von bösartigen Tumoren befreite. Mein Geschenk heißt zusätzliche Lebenszeit. Natürlich freue ich mich auch auf weitere Gaben. Aber sie sind – wie alle Weihnachtsgeschenke – liebenswerte Zu-Gaben.</p>
<p>Das größte Geschenk ist, diese Vorweihnachtszeit ganz bewusst zu erleben, die Enkel auf dem Schoß zu haben und mich dann mit allen, die sich über ihre Geschenke freuen, mitzufreuen. Das geht natürlich alles nur, wenn man noch da ist. Nichts versteht sich von selbst.</p>
<p>Dass ich mich darüber ganz besonders freue, versteht wohl jeder!</p>
<p>Oder?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tod der Säkularisierungsthese?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11968/saekularisierungsthese/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 05:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Säkularisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe Hans Joas,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.
Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-11970" title="rosette" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/10/rosette-300x222.jpg" alt="rosette" width="300" height="222" /></p>
<p>Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe <a href="http://oe1.orf.at/programm/285134" target="_blank">Hans Joas</a>,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.</p>
<p>Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man unter  Säkularismus/ Säkularisierung/ Saäkularität verschiedene Dinge verstehen  kann. Der Philosoph Charles Taylor hat folgende Typologie erstellt:  Säkularität 1 = der Rückgang der Religion im öffentlichen Leben;  Säkularität 2 = der Niedergang des Glaubens und der religiösen Praxis;  Säkularität 3 = die Veränderungen der Bedingungen des Glaubens, i.e.  Urbanisierung, Industrialisierung, Migration etc. Für Taylor liegt es  auf der Hand, dass sich die ersten beiden Formen mit der dritten  überschneiden, vor allem gilt das für Sakularität 2. Man tut also gut  daran, sich zuerst einmal darüber zu verständigen, von welcher  Säkularität man spricht, wenn man sich zur Säkularisierungsthese  äussert.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Säkularisierungsprozess in Europa  möglicherweise einen Sonderweg gegangen ist. So ist die Vermutung  aufgestellt worden, dass Ergebnisse wie z.B. die Pluralisierung der  Glaubensformen und andere Erscheinungen möglicherweise nur die Rückkehr  zu einem sehr viel älteren Nebeneinander von Monotheismen sein könnten. Das würde bedeuten, dass sich der Säkularisierungsprozess  seit der Zeit der Reformation eben nicht einfach in die Zukunft  extrapolieren lasse. Aber noch  einmal: Ist die Säkularisierungsthese deshalb wirklich <a href="http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/index.php?id=1229" target="_blank">tot</a>?</p>
<p><a href="http://www.michaelkreutz.net/2011/10/04/882/" target="_blank">Weiter &#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neulich, in Aubervilliers</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11821/neulich-in-aubervilliers/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 17:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Säkularismus]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wer in Paris vom Gare du Nord in nördlicher Richtung nach Aubervilliers und La Courneuve fährt, passiert unzählige Halal-Imbisse und -metzgereien, die dort das Strassenbild dominieren – allenfalls unterbrochen von ostasiatischen Geschäften. Daran ist nichts schlimmes oder beunruhigendes, aber es zeigt, wie drastisch sich in den letzten Jahrzehnten in Frankreich die Herkunftsverhältnisse verschoben haben.
Von daher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-11822 alignleft" title="lacourneuve" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/08/lacourneuve.jpg" alt="La Courneuve" width="539" height="397" /></p>
<p>Wer in Paris vom Gare du Nord in nördlicher Richtung nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aubervilliers" target="_blank">Aubervilliers</a> und La Courneuve fährt, passiert unzählige Halal-Imbisse und -metzgereien, die dort das Strassenbild dominieren – allenfalls unterbrochen von ostasiatischen Geschäften. Daran ist nichts schlimmes oder beunruhigendes, aber es zeigt, wie drastisch sich in den letzten Jahrzehnten in Frankreich die Herkunftsverhältnisse verschoben haben.</p>
<p>Von daher ist es auch keine Überraschung zu erfahren, dass in Frankreich die Zahl der praktizierenden Muslime die der praktizierenden Katholiken mittlerweile <a href="http://www.hudson-ny.org/2355/france-islam-overtaking-catholicism" target="_blank">übertroffen hat</a>.</p>
<p>Natürlich kochen einige Leute daraus wieder ihr Süppchen. Während der Nationalist Le Pen in der zunehmenden Präsenz des französischen Islam eine Form der Besatzung sieht, will Frankreichs Obermufti Bubakeur jede neue Moschee als Beitrag zur Integration verkaufen.</p>
<p>Das eine ist so absurd wie das andere. Entscheidend ist vielmehr, welche Werte vertreten werden. Und es lässt sich empirisch zeigen, dass es unter europäischen Muslimen eine <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCQQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fweb.hks.harvard.edu%2Fpublications%2FgetFile.aspx%3FId%3D336&amp;rct=j&amp;q=Muslim%20Integration%20into%20Western%20Cultures%3A%20Between%20Origins%20and%20Destinations&amp;ei=mUVNTpDmDcbm4QSc-KWrBw&amp;usg=AFQjCNFezktrLQl0mElLLA_CqRQuGscR4A&amp;sig2=Dm00ea5r3ErogfCIDK5IGQ&amp;cad=rja" target="_blank">Tendenz</a> zu den Wertevorstellungen der Bevölkerungsmehrheit gibt.</p>
<p>(Foto: Strasse in La Courneuve / M. Kreutz 2011.)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Urlaubszeit</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11719/urlaubszeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 09:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Postkommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpostkolumne 10. Juli 2011
Die momentan meistgestellteste Frage: Wohin fahrt Ihr in Urlaub? Spanien, Griechenland, Türkei oder USA? Die Welt ist groß. Nein! Wir fahren nach Polen! Mal wieder.
1979 waren wir das erste Mal mit unseren vollgepackten Saporosh und unseren damals noch drei Kindern auf einem Campingplatz bei Leba an die polnische Ostsee gefahren. Der Jüngste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpostkolumne 10. Juli 2011</em></p>
<p>Die momentan meistgestellteste Frage: Wohin fahrt Ihr in Urlaub? Spanien, Griechenland, Türkei oder USA? Die Welt ist groß. Nein! Wir fahren nach Polen! Mal wieder.</p>
<p>1979 waren wir das erste Mal mit unseren vollgepackten Saporosh und unseren damals noch drei Kindern auf einem Campingplatz bei Leba an die polnische Ostsee gefahren. Der Jüngste war gerade zwei Jahre alt geworden. Wir hatten rechtzeitig ein Visum beantragt und fuhren dann gut kontrolliert nach Polen. Eine eindrückliche Fahrt.</p>
<p>Wir fuhren nachts, weil dann die Straßen leerer waren. Durch dunkle Dörfer und lange Waldstücke. Allerdings immer mit dem Risiko, einen Betrunkenen, der schwankend seinen Heimweg suchte oder mitten auf der Straße schlief, anzufahren. Für 680 km fast 14 Stunden Fahrt, teilweise auf Straßen, die diesen Namen gar nicht verdienten.</p>
<p>Als es dann in unserem Auto nach Kaffee roch, lag das nicht etwa an einer Kaffefabrik in der Nähe, sondern an unserer ausgelaufenen Thermoskanne, die sich in einen Schlafsack ergossen hatte. Pech! Die Kinder schliefen trotzdem ruhig, während meine Frau und ich uns nun durch Gespräche munterhalten mussten, denn Kaffee gab es an keiner der wenigen Tankstellen.</p>
<p>Auf den Zeltplatz muss man uns unsere Müdigkeit angesehen haben. Unsere polnischen Zeltnachbarn halfen uns im Regen unser Zelt aufzubauen und nahmen in der Zwischenzeit unsere Kinder mit in ihr Zelt. Trotz aller Sprachbarrieren versteht man sich da sehr schnell sehr gut. Camper waren damals immer aufeinander angewiesen. So entstanden Wärme und Herzlichkeit.</p>
<p>Abends saßen wir dann oft mit unseren Zeltnachbarn zusammen, radebrechten und tranken viel Bier und Wodka. Mit Einigen hatten wir dann noch Jahre Briefkontakt. Anders, als zu dieser Zeit an der Ostseeküste in der DDR, konnten wir reichlich Obst und frischen Fisch kaufen und mussten auch an den Gaststätten nicht ein bis zwei Stunden anstehen, um einen Platz zu bekommen.</p>
<p>Natürlich tauschten wir &#8211; obwohl verboten &#8211; unsere DDR-Mark schwarz und so mancher wurde dabei mit Falschgeld übers Ohr gehauen. Einer kaufte ganz freudig Aal. Beim Auspacken fand er Rhababerstangen vor. Unterm provisorischen Ladentisch vertauscht. Trotzdem war es ein schöner Urlaub.</p>
<p>Inzwischen sind die Grenzanlagen abgebaut. Wir fahren unkontrolliert in Polen ein, natürlich in einem ganz anderen Auto wie früher. Natürlich! Inzwischen haben wir auch die Währung, in der alles bezahlbar ist. Wir müssen auch nicht mehr die Westdeutschen beneiden, die damals bei einem unglaublich günstigen Wechselkurs der DM in Polen wie Gott in Frankreich<br />
lebten.</p>
<p>Auch die Straßen sind besser geworden. Aus jedem polnischen Dorf grüßt ein von der EU finanzierter Kreisverkehr. Der Diesel ist billiger als bei uns und der Kaffee an den Tankstellen gut. Vieles ist anders. Aber nicht schöner. Denn das Schönste am Urlaub sind doch ohnehin die bleibenden Erinnerungen.</p>
<p>Oder?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Politik und Religion in Ägypten</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11642/politik-religion-aegypten/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 11:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Arabellion]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bringt die Post-Mubarak-Ära in Ägypten? Bislang sah es so aus, als ob weder der Militärrat noch die alten alten Seilschaften eine echte Transformation des Staates zuzulassen gewillt sind. Auch Berichte über eine Reislamisierung der Gesellschaft (1, 2) stimmten nicht gerade optimistisch. Doch eine Gallup-Umfrage zeigt: In Ägypten ist die Stimmung eine andere.
Egyptians are clearly [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bringt die Post-Mubarak-Ära in Ägypten? Bislang sah es so aus, als ob weder der Militärrat noch die alten alten Seilschaften eine echte Transformation des Staates zuzulassen gewillt sind. Auch Berichte über eine Reislamisierung der Gesellschaft (<a href="http://blogs.taz.de/arabesken/2011/05/17/saudische_zustaende_in_aegyptischen_einkaufszentren/" target="_blank">1</a>, <a href="http://blogs.taz.de/arabesken/2011/05/18/saudische_zustaende_in_aegypten_teil_2/" target="_blank">2</a>) stimmten nicht gerade optimistisch. Doch eine <a href="http://www.abudhabigallupcenter.com/147896/Egypt-Tahrir-Transition.aspx#1" target="_blank">Gallup-Umfrage </a>zeigt: In Ägypten ist die Stimmung eine andere.</p>
<blockquote><p>Egyptians are clearly eager to take on the challenges and burdens of democracy. Freedom of speech has been a top political aspiration of Egyptians for years, and it remains so in the wake of the revolution. Ninety-two percent of Egyptians say they would include freedom of speech as a provision if they were drafting a new constitution for a new country. Sixty-seven percent of Egyptians say the same about freedom of religion, and 55% say it about freedom of assembly. [...]</p>
<p>At the same time, religion remains important to most Egyptians (96%), and 92% say they have confidence in religious institutions. It is not surprising, then, that many Egyptians reject the idea that government should carry on its business without considering religious doctrine. Shortly before the revolution, most people in the country believed that Islamic religious principles, in the form of sharia, should factor into the country&#8217;s legislation.</p>
<p>Egyptians, however, express little interest in recreating their country in the image of Iran, as has been the fear among some Western commentators. Less than 1% say the Islamic Republic should be Egypt&#8217;s political model, and most Egyptians think religious leaders should provide advice to government authorities, as opposed to having full authority for determining the nation&#8217;s laws. The majority of residents in the Arab world&#8217;s most populous nation desire a democracy informed by religious values, not a theocracy.</p></blockquote>
<p>Dass Scharia und Demokratie miteinander vereinbar seien, ist allerdings ein schwerer Irrtum, der eines Tages zu einem bösen Erwachen führen könnte.</p>
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		<title>Zeichensetzung</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 09:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Postkommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpostkolumne, 1.Mai 2011
Als ich ein noch junger Pfarrer in Oybin war, sagte mir nach einer Beerdigung eine alte Frau: „Wissen Sie Herr Pfarrer, je älter ich werde, umso mehr Freunde habe ich auf dem Friedhof und umso weniger im Leben.“ Dieser Satz ist mir in letzter Zeit in seiner tragischen Wahrheit sehr nah. Obwohl, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgenpostkolumne, 1.Mai 2011</p>
<p>Als ich ein noch junger Pfarrer in Oybin war, sagte mir nach einer Beerdigung eine alte Frau: „Wissen Sie Herr Pfarrer, je älter ich werde, umso mehr Freunde habe ich auf dem Friedhof und umso weniger im Leben.“ Dieser Satz ist mir in letzter Zeit in seiner tragischen Wahrheit sehr nah. Obwohl, das Verhältnis bis jetzt &#8211; Gott sei Dank &#8211; noch umgekehrt ist.</p>
<p>Letzte Woche haben wir wieder einen Freund auf dem Oybiner Bergfriedhof zur letzten Ruhe betten müssen. Zu DDR-Zeiten durfte er zur See fahren, obwohl er in der Kirche war und sich weigerte in die SED einzutreten. Das hat er immer als ein Privileg gesehen, weil er wusste, dass diese Blickerweiterung in die Welt sonst jedem DDR-Bürger versagt war, obwohl es jedem gut getan hätte. Denn er erzählte nicht nur von tollen Landschaften und vom Reichtum des Westens, sondern auch vom Hunger und Elend, das er in anderen Ländern gesehen hatte.</p>
<p>Er war überzeugt davon, dass die DDR-Bürger viel zufriedener wären, wenn der Staat ihnen nicht genau dieses Sehen vorenthalten würde. So nahm er Schuhe, die wir in Kirchgemeinden gesammelt hatten, mit nach Indien, um sie dort weiterzugeben. Die wenigen Möglichkeiten des konkreten Helfens mussten ausgeschöpft werden, auch wenn man dafür Schwierigkeiten in Kauf nehmen musste. Für ihn war die Frage nach Gott immer mit der Frage nach der Gerechtigkeit menschlichen Lebens verbunden und nach dem eigenen persönlichen Einsatz dafür. Unabhängig von dem System, in dem man lebt. Die Frage des gerechten Ausgleichs zwischen den reichen und den armen Ländern beschäftigte ihn immer mehr.</p>
<p>Vor ein paar Jahren, erklärte er mir, dass aus der Kirche austreten werde, weil die Kirche in dieser Zeit viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sei, statt sich um ausgleichende Gerechtigkeit zu kümmern. Lange sprachen wir darüber. Zum Schluss des Gesprächs konnte und wollte ich ihn auch nicht mehr umstimmen. Es war sein Entschluss, seine Sichtweise und Gott hatte er ohnehin auf seiner Seite.</p>
<p>Vor ein paar Wochen noch sprachen wir über den Dresdner Kirchentag. Er hatte von den staatlichen Zuschüssen gelesen und dass dieser Kirchentag mindestens 20 Millionen Euro kosten würde. Klar, dass ihn das aufregte, angesichts der Weltkatastrophen in den ersten Monaten 2011. Kirche hat immer nur eine Möglichkeit wahrhaftig zu bleiben, wenn sie mehr für andere als für sich selbst tut. Wenn sie die Millionen, die dieser Kirchentag kosten wird, für andere frei gegeben hätte, hätte sie trotzdem nichts entbehrt, aber im Geben viel gewonnen.</p>
<p>Zum Beispiel  an verloren gegangener Glaubhaftigkeit. Oder?</p>
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		<title>Besuch bei den jüngsten Studenten</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 07:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne, 20. März 2011
Eigentlich kenne ich mich in Sachsen ziemlich gut aus und weiß auch viel. Aber manchmal bin ich doch wieder überrascht. Oder wussten Sie, dass wir  eine Hochschule in Sachsen haben, in der man schon mit zwölf Jahren als Student immatrikuliert wird und wo die Professoren aus Paris, New York  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne, 20. März 2011</em></p>
<p>Eigentlich kenne ich mich in Sachsen ziemlich gut aus und weiß auch viel. Aber manchmal bin ich doch wieder überrascht. Oder wussten Sie, dass wir  eine Hochschule in Sachsen haben, in der man schon mit zwölf Jahren als Student immatrikuliert wird und wo die Professoren aus Paris, New York  und dem Erzgebirge kommen?</p>
<p>Wussten Sie, dass diese Schüler in ein ganz außergewöhnliches Auswahlverfahren gehen müssen? Da werden ungefähr 2000 Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht gesichtet. Dann werden 150 Schüler zu einem eintägigen Eignungstest eingeladen. Hier werden dann fünfzig Schülerinnen und Schüler zu einer zweitägigen Aufnahmeprüfung eingeladen, von denen schließlich zwanzig für die fünfte Klasse ausgewählt werden.Dort treffen sie dann auf Mitschüler aus Deutschland, Russland, Italien, Australien, Japan, Spanien usw.</p>
<p>Wer aber glaubt, jetzt hätten sie es geschafft, der irrt. Denn jetzt fängt alles erst an. Davon konnte ich mich diese Woche bei einem Besuch in der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden überzeugen, denn um diese Hochschule geht es.</p>
<p>Natürlich interessierte es mich, wie eine Bildungseinrichtung es schafft, ganz jungen Menschen nicht nur einen guten Mittelschulabschluss, sondern auch eine herausragende  künstlerische Ausbildung zu vermitteln und nicht nur nebenbei zur Heimat zu werden. Wo sollte man einen solchen Spagat eigentlich nicht schaffen, wenn an einer Tanzschule?</p>
<p>Und man hat es dort geschafft. Ganz gleich ob man mit den Schülern, den Lehrern, den Professoren oder dem Direktor spricht, überall treffe ich eine große Freundlichkeit und jeweils viel Verständnis für die andere Seite an.</p>
<p>Das täglich zu absolvierende Tagespensum der Schüler ist beeindruckend. Genauso wie das fast familiäre Umgehen miteinander bei dieser ständigen  geistigen, körperlichen und künstlerischen Herausforderung. Denn alle Schüler wissen, mit dem Abschluss der zehnten Klasse entscheidet sich noch einmal, ob sie weiter an der Hochschule bleiben dürfen oder gehen müssen.</p>
<p>Natürlich ist das Bleiben das übergeordnete Ziel. Charmant sagt mir  eine junge Venezianerin, dass sie jetzt noch nicht darüber nachdenkt, was sie macht, wenn sie die Auswahlprüfung nicht bestehen würde. Völlig einleuchtend, für alle Schüler, die mit vollem Einsatz dabei sind. Denn Tanz ist für sie das Leben und man kann Ihnen nur viel Erfolg und Glück auf diesem Weg wünschen. Viele schaffen es ja dann auch.</p>
<p>Die dann  in Bühnentanz, Choreografie  und Tanzpädagogik Ausgebildeten, sind weltweit tätig und tragen den Ruf dieser Schule und Sachsens in die Welt. Kein Wunder, dass der Besuch der Palucca Schule auf den Besuchsprogrammen von Ministerpräsidenten, Bundespräsidenten und gekrönten Häuptern steht.</p>
<p>Eigentlich genug Grund für uns Sachsen, auch das zu kennen, was wir uns leisten und worauf wir stolz sein können. Oder?</p>
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		<title>Volksgemeinschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 13:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germano Stavridis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Nazideutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Volksgemeinschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Über das Konzept der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; und seine Bedeutung für das Verständnis des NS-Staates gibt es seit Jahren eine Kontroverse. Der NS-Forscher Ian Kershaw hat sich seine Gedanken dazu gemacht[1]:
Richtet man den Fokus auf Exklusion und Inklusion, wird auf vielfältige Weise deutlich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die Verfolgung der Minoritäten hinnahm. In den frühen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Konzept der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; und seine Bedeutung für das Verständnis des NS-Staates gibt es seit Jahren eine Kontroverse. Der NS-Forscher Ian Kershaw hat sich seine Gedanken dazu gemacht[<a href="#footnote-1-10936" id="footnote-link-1-10936" title="See the footnote.">1</a>]:</p>
<blockquote><p>Richtet man den Fokus auf Exklusion und Inklusion, wird auf vielfältige Weise deutlich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die Verfolgung der Minoritäten hinnahm. In den frühen achtziger Jahren hat darauf schon Detlev Peukert hingewiesen. Robert Gellately thematisierte wenig später die Bereitschaft vieler „Volksgenossen“, durch Denunziation bei der Verfolgung von Juden mitzuwirken. Eric Johnson legte dann in einer überzeugenden Untersuchung dar, wie stark die Organe des Regimes bei der Terrorisierung der Juden auf lokaler Ebene unterstützt worden sind. Jüngst hat Michael Wildt die schrecklichen Konsequenzen der vor Ort eskalierenden Grausamkeit gegen Juden aufgezeigt; sie waren der bürgerlichen Rechte beraubt, und jeder, der öffentlich Sympathie für sie bekundete, war „Freiwild“. Die Gewalttätigkeit kam aus der Mitte der Gesellschaft, so Wildt.</p></blockquote>
<p>Ob jedoch die Propagandeparole von der &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; zu einem Instrument das Analyse taugt, weiss auch Kershaw nicht zu sagen, solange der Grad der Zustimmung zu diesem Konzept unter der Bevölkerung unklar ist:</p>
<blockquote><p>Das Konzept der „Volksgemeinschaft“ beruht auf der Annahme, dass das NS-Regime weithin Popularität genoss, eine „Zustimmungsdiktatur“ war. Davon ausgehend ging Robert Gellately sogar soweit zu sagen, die Deutschen seien „bis zum bitteren Ende 1945“ hinter Hitler gestanden, der Konsens habe auch in der Breite bis zum Schluss gehalten. Aber wie stellen wir in einer terroristischen Diktatur Konsens fest? (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Man könnte natürlich auch fragen, wie die Zustimmung zu diesem Konzept in der Zeit nach Kriegsende war. Wenn Hannah Arendt <a href="http://www.hannaharendt.de/download/fest_interview.pdf" target="_blank">feststellt</a>, dass es unter der deutschen Bevölkerung ein Widerstreben gegen die Bestrafung von NS-Verbrechern gegeben hat, läge doch die Deutung nahe, dass die Volksgemeinschaft in den Köpfen noch weiterlebte, als die NS-Diktatur schon längst zu Ende war und ergo mindestens ebensoviel oder sogar noch mehr Zuspruch gefunden hatte, als Deutschland nationalsozialistisch war. Kershaw weiter:</p>
<blockquote><p>Gewiss ist nicht zu übersehen, dass wichtige Elemente nationalsozialistischer Politik weithin Zustimmung fanden; das gilt vor allem für die Tilgung des Versailler Vertrags in den dreißiger Jahren, als Hitler von einem „Triumph ohne Blutvergießen“ zum anderen schritt. Ebenso klar ist, dass es in großen Teilen der deutschen Bevölkerung, von der organisierten Linken abgesehen, Emotionen und Haltungen gab, die der Nationalsozialismus ausnutzen konnte (&#8230;). Dennoch bleibt das Problem, dass bei der Anwendung des „Volksgemeinschafts“-Konzepts kein Versuch gemacht wird, die Bereiche, in denen die Nationalsozialisten die augenfällige Zustimmung breiter Schichten gewinnen konnten, von jenen zu scheiden, in denen sie ebenso augenfällig große Schwierigkeiten hatten, weit verbreiteten Dissens zu überwinden.</p>
<p>(&#8230;) Welche Konflikte im Dritten Reich auch existierten, ob in sozial-politischen Fragen oder im „Kirchenkampf“, sie stellten kein Hindernis auf dem Weg des Regimes zu Weltkrieg und Genozid dar. Aber Willfährigkeit ist nicht Konsens, und Anpassung bedeutet nicht notwendigerweise Zustimmung. Eine Vielzahl von Kräften kann passive Akzeptanz erzwingen. Das „Volksgemeinschafts“-Konzept meint jedoch nicht Anpassung, sondern freiwillige Bindung.</p></blockquote>
<p>Allerdings liesse sich einwenden, dass auch als möglicherweise leere Parole das Konzept der Volksgemeinschaft durchaus real gewesen sein mag. Dazu noch einmal Hannah Arendt: &#8220;The totalitarian systems tend to demonstrate that action can be based on any hypothesis and that, in the course of consistently guided action, the particular hypothesis will become true, will become actual, factual reality.&#8221;[<a href="#footnote-2-10936" id="footnote-link-2-10936" title="See the footnote.">2</a>] Warum sollte das nicht auch für die &#8220;Volksgemeinschaft&#8221; gelten?</p>
<p>Kershaws insgesamt lesenswerten Text gibt es zum Download <a href="http://www.oldenbourg-link.com/doi/pdfplus/10.1524/vfzg.2011.0001" target="_blank">hier</a>.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10936">Ian Kershaw: <em>„Volksgemeinschaft“. Potenzial und Grenzen eines neuen Forschungskonzepts</em>, Oldenbourg 2011 DOI 10.1524/vfzg.2011.0001.  <a href="#footnote-link-1-10936">⇧</a></li><li id="footnote-2-10936">Hannah Arendt: <em>Between Past and Future. Six Exercises in Political Thought</em>, New York 1961, 87.  <a href="#footnote-link-2-10936">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Klappentextrecherche</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 09:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Opferpose]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn eine frühere Soldatin der Bundeswehr ein Buch über ihren Einsatz im Kosovo schreibt, kann das eine spannende Sache werden. Beschreibt sie allerdings einen Krieg, den sie erlebt haben will, zu einem Zeitpunkt, da im Kosovo schon längst kein Krieg mehr herrschte, sind Zweifel am Wahrheitsgehalt des Buches angebracht. Warum selbst namhafte Blätter die Story [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine frühere Soldatin der Bundeswehr ein Buch über ihren Einsatz im Kosovo schreibt, kann das eine spannende Sache werden. Beschreibt sie allerdings einen Krieg, den sie erlebt haben will, zu einem Zeitpunkt, da im Kosovo schon längst kein Krieg mehr herrschte, sind Zweifel am Wahrheitsgehalt des Buches angebracht. Warum selbst namhafte Blätter die Story dennoch ungeprüft übernahmen, <a href="http://www.faz.net/p/Rub0648F7DDFE114B62A2F60E01C0937822/Dx2~EB0591DAF65FD80FB34EB0DFB356982D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">fragt sich</a> daher nicht nur Michael Martens in der heutigen Ausgabe der FAS:</p>
<blockquote><p>Oft wirkt es so, als habe die Recherche nur daraus bestanden, dass der Klappentext des Buches gelesen wurde. Kritische Nachfragen: null. Das mag damit zusammenhängen, dass Daniela Matijevic nicht nur eine Frau mit Migrationshintergrund ist, die in der Bundeswehr war, sondern auch eine bekennende Lesbe. Bei so viel Randgruppe in einer Person scheint in der Brust des anständigen deutschen Journalisten der Beschützerinstinkt über die Sorgfaltspflicht des Berichterstatters zu obsiegen. Es herrscht Randgruppenphilie. Wer behauptet, Außenseiter und Opfer zu sein, von wem oder was auch immer, darf alles. Deshalb braucht Daniela Matijevic auch die Bundeswehr nicht mehr. Sie hat jetzt eine viel mächtigere Truppe hinter sich: die deutschen Wohlfühljournalisten.<span> Sie haben Frau Matijevic mit offenen  Armen aufgenommen, weil ihr Buch perfekt zur derzeitigen Mode passt, die  Bundeswehr als verrohte Deppentruppe darzustellen.</span></p></blockquote>
<p>Ein Mitglied derselben Redaktion hat dazu ein <a href="http://www.amazon.de/Otto-Normalabweicher-Minderheiten-J%C3%BCrgen-Kaube/dp/386674014X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1298195005&amp;sr=8-1" target="_blank">Buch</a> verfasst, das ich vielleicht doch einmal lesen muss.</p>
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		<title>Aktzeichnen im interkulturellen Vergleich</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 13:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nacktheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Während in Europa der künstlerische Akt nichts als die nackte Wahrheit ist, werden in Iran, dem Land des verordneten Schleiers und der erzwungenen Geschlechtertrennung, höhere Ansprüche an das künstlerische Vorstellungsvermögen gestellt. Aktzeichnen kann da rasch zu einer recht haarigen Sache werden, wie uns aus der Stadt Rey nahe Teheran berichtet wird.
Die konservative Webseite &#8220;Rey Online&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Europa der künstlerische Akt nichts als die nackte <a href="http://de.academic.ru/pictures/dewiki/65/Aktzeichnen2.jpg" target="_blank">Wahrheit</a> ist, werden in Iran, dem Land des verordneten Schleiers und der erzwungenen Geschlechtertrennung, höhere Ansprüche an das künstlerische Vorstellungsvermögen gestellt. Aktzeichnen kann da rasch zu einer recht haarigen Sache werden, wie uns aus der Stadt Rey nahe Teheran berichtet wird.</p>
<p>Die konservative Webseite &#8220;Rey Online&#8221; ist folglich zu Recht empört, wenn auch aus dem Grund, dass selbst das bisschen Bein, das da entblösst wird, noch zuviel für den Wertekanon der islamischen Republik ist. Und damit jeder begreift, wie skandalös der Vorgang ist, werden die <a href="http://www.reyonline.ir/detail.asp?Lang_ID=1&amp;id=1031" target="_blank">Bilder</a> gleich mitgeliefert (runterscrollen)!</p>
<p>Ein Regime, das auf dermassen tönernen Füssen steht, ist eben doch sehr leicht aus der Fassung zu bringen.</p>
]]></content:encoded>
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