Medien
Fukushima ist nicht schuld
Selbst politisch Interessierte wissen nicht mehr so genau, für was die CDU heute steht. In der Ära Kohl wusste man als Wähler, wo die Unterschiede zwischen CDU, SPD, FDP und Grünen liegen. Selbst 98 als Schröder erfolgreich als Mann der Mitte auftrat und die Schnittmenge zwischen CDU und SPD größer wurde, gab es noch... »
Recht und Gerechtigkeit
Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem... »
Kein Grund zur Besorgnis – es war nur ein Einzeltäter
Als Ende letzten Jahres unser damaliger Innenminister Thomas de Maizière verkündete, dass konkrete Hinweise auf geplante Terroranschläge vorlegen, war die Aufregung groß. Quer durch alle Medien war dies die Top-Nachricht und unsere ganze Aufmerksamkeit galt über Wochen dem Terror. Dies, obwohl eigentlich jedem hätte klar sein müssen, Deutschland ist schon länger im Visier der... »
Klappentextrecherche
Wenn eine frühere Soldatin der Bundeswehr ein Buch über ihren Einsatz im Kosovo schreibt, kann das eine spannende Sache werden. Beschreibt sie allerdings einen Krieg, den sie erlebt haben will, zu einem Zeitpunkt, da im Kosovo schon längst kein Krieg mehr herrschte, sind Zweifel am Wahrheitsgehalt des Buches angebracht. Warum selbst namhafte Blätter die... »
Ein Platz an der Sonne?
Morgenpost Kolumne, 20. Februar 2011 Es schien wie der Einbruch des Alltags in die Nacht der Selbstbeweihräucherung der Prominenten, Schönen und Wichtigen, bei der Verleihung der „Goldenen Kamera“, als auf einmal Monica Lierhaus auftrat. Unsicher im Laufen und Sprechen, weil sie nach einer missglückten Operation und dem Aufwachen aus dem... »
Parasitäre Publizität
Bestimmt ist es Euch auch schon aufgefallen. Die Fernsehkamera schwenkt in einer öffentlichen Veranstaltung über die Köpfe der Besucher und schon gehen aufgeregt winkende Hände hoch. Man will gesehen werden, wenigstens einmal in der Masse wahrgenommen werden. Diesen Mechanismus gibt es auch in der Politik und in der Medienbranche. Denn schließlich lebt man auch von... »
Keine Satellitenschüsseln in Vollsmose
Vollsmose ist ein Plattenbauviertel in Odense, der drittgrößten Stadt Dänmarks. In den dänischen Medien erscheint dieser Stadtteil als Inbegriff der von Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, Gewalt und Radikalisierung gekennzeichneten “Ghettos”. Die Regierung hat dieser Tage den sogenannten Ghettoplan vorgelegt, der vorwiegend sozial- und baupolitische Maßnahmen zur Aufwertung der entsprechenden Quartiere enthält. So sollen die am schlimmsten... »
Erstickt
Zu Monatsbeginn musste “Nichane”, das einzige arabischsprachige Nachrichtenmagazin Marokkos, sein Erscheinen einstellen. Grund hierfür ist ein Anzeigenboykott, der einsetzte, nachdem “TelQuel”, die ältere französischsprachige “Schwester” von “Nichane”, eine Umfrage über die Beliebtheit des Königs publizieren wollte. Durchgesetzt werden konnte dieser Boykott, da die königliche Familie Hauptaktionär der Holding Royal ONA/SNI ist, die weite Teile... »
Persilscheine
Ob die Vorwürfe gegen Marty Peretz berechtigt sind, kann ich nicht beurteilen und ist hier auch nicht mein Thema. Was aber offensichtlich ist, die von Jörg Lau als mutig gelobte Abbitte ist sicher nicht freiwillig erfolgt, sondern wegen des öffentlichen Drucks, aufgrund dessen ihm sogar die Universität Harvard absagte. Peretz Entschuldigung nun als mutig zu... »
Schwedisch-dänischer Wahlk(r)ampf
Morgen wählen die Schweden einen neuen Reichstag. Dabei erscheint es möglich, dass erstmals eine bürgerliche Regierung im Amt bestätigt wird und dass die Moderaten (Konservativen) die Sozialdemokraten erstmals seit 90 Jahren als stärkste Partei ablösen. Viele Dänen interessiert an dieser Wahl etwas ganz anderes, nämlich die vermeintliche Diskriminierung der Sverigedemokrater. Hintergrund ist die Tatsache, dass... »
