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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; USA</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Nachdenken über die Endlösung</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 19:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kürzlich bei einem Attentat in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die Vernichtung Amerikas und Israels Gedanken zu machen.
Das jedenfalls berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur FARS, die sich auf Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der kürzlich bei einem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/anschlag_auf_atomwissenschafter_in_iran_1.14271031.html" target="_blank">Attentat</a> in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.farsnews.com/newstext.php?nn=13901022000551" target="_blank">Vernichtung Amerikas und Israels</a> Gedanken zu machen.</p>
<p>Das jedenfalls berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur FARS, die sich auf Informationen aus dem Umfeld Ahmadi-Roushans bezieht. Dessen Freundeskreis soll demnach allein aus Hisbollahis und Basidjis bestanden haben; er selbst, der als Idealist galt, habe immer wieder davon gesprochen, dass &#8220;wir daran arbeiten müssen, dass Amerika und Israel vernichtet werden&#8221;.[<a href="#footnote-1-12328" id="footnote-link-1-12328" title="See the footnote.">1</a>] Denn: &#8220;Wenn wir es nicht tun, wer soll es sonst machen?&#8221;[<a href="#footnote-2-12328" id="footnote-link-2-12328" title="See the footnote.">2</a>]</p>
<p>Fragt sich nur, wie westliche Iraninterpreten diese Äusserungen wieder in eine Friedensbotschaft umdeuten werden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-12328">So die wörtliche Übersetzung von<em> bāyad kārī konīm ke Āmrikā ve-Esrāʾīl nā-būd šawand</em>. Man kann auch übersetzen: &#8220;wir müssen daran arbeiten, Amerika und Israel zu vernichten.&#8221;  <a href="#footnote-link-1-12328">⇧</a></li><li id="footnote-2-12328">Wörtllich: &#8220;&#8230; wer sonst soll es zu Ende bringen?&#8221; Auf Pers.: <em>mī-goft agar mā nabāšīm če kasī īn kār-rā anǧām dehad?</em>&#8220;  <a href="#footnote-link-2-12328">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Tod der Säkularisierungsthese?</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 05:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe Hans Joas,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.
Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-11970" title="rosette" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/10/rosette-300x222.jpg" alt="rosette" width="300" height="222" /></p>
<p>Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe <a href="http://oe1.orf.at/programm/285134" target="_blank">Hans Joas</a>,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.</p>
<p>Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man unter  Säkularismus/ Säkularisierung/ Saäkularität verschiedene Dinge verstehen  kann. Der Philosoph Charles Taylor hat folgende Typologie erstellt:  Säkularität 1 = der Rückgang der Religion im öffentlichen Leben;  Säkularität 2 = der Niedergang des Glaubens und der religiösen Praxis;  Säkularität 3 = die Veränderungen der Bedingungen des Glaubens, i.e.  Urbanisierung, Industrialisierung, Migration etc. Für Taylor liegt es  auf der Hand, dass sich die ersten beiden Formen mit der dritten  überschneiden, vor allem gilt das für Sakularität 2. Man tut also gut  daran, sich zuerst einmal darüber zu verständigen, von welcher  Säkularität man spricht, wenn man sich zur Säkularisierungsthese  äussert.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Säkularisierungsprozess in Europa  möglicherweise einen Sonderweg gegangen ist. So ist die Vermutung  aufgestellt worden, dass Ergebnisse wie z.B. die Pluralisierung der  Glaubensformen und andere Erscheinungen möglicherweise nur die Rückkehr  zu einem sehr viel älteren Nebeneinander von Monotheismen sein könnten. Das würde bedeuten, dass sich der Säkularisierungsprozess  seit der Zeit der Reformation eben nicht einfach in die Zukunft  extrapolieren lasse. Aber noch  einmal: Ist die Säkularisierungsthese deshalb wirklich <a href="http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/index.php?id=1229" target="_blank">tot</a>?</p>
<p><a href="http://www.michaelkreutz.net/2011/10/04/882/" target="_blank">Weiter &#8230;</a></p>
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		<title>Ein ungewöhnlicher Pressetermin</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 11:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise sind die Stellungnahmen der Politiker nach bilateralen Gesprächen vor der Presse eher knapp und beschränken sich auf eine Zusammenfassung der Kernpunkte, um die es ging. Gestern jedoch nach dem Gespräch zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu war diies anders. Nicht nur deshalb ist die Aufzeichnung des Pressetermins sehr anschauenswert. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise sind die Stellungnahmen der Politiker nach bilateralen Gesprächen vor der Presse eher knapp und beschränken sich auf eine Zusammenfassung der Kernpunkte, um die es ging. Gestern jedoch nach dem Gespräch zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu war diies anders. Nicht nur deshalb ist die Aufzeichnung des Pressetermins sehr anschauenswert. Das Video ist <a href="http://www.whitehouse.gov/photos-and-video/video/2011/05/20/president-obama-meets-prime-minister-netanyahu">zu finden auf der Internetpräsenz</a> des Weißen Hauses. Auch ein Transkript der beiden Ansprachen kann dort heruntergeladen werden. Netanjahu erklärte Obama in dem Gespräch mit der Presse, warum Israel die Grenzen von 1967 nicht akzeptieren könne.</p>
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		<title>Mitverantwortung</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 08:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung sei bereit, für die Sicherheit Israels Mitverantwortung zu übernehmen, erklärte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Wie diese Mitverantwortung der Regierung aussehen soll, war auch zu erfahren:  „Sie ist bereit, das zu tun, was sie im Libanon bereits getan hat.“ 
Israel sollte sich also besser nicht auf Deutschland verlassen. Denn die UNIFIL-Mission im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung sei bereit, für die Sicherheit Israels Mitverantwortung zu übernehmen, erklärte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Wie diese Mitverantwortung der Regierung <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merkel-begruesst-obamas-friedensplaene/4199670.html">aussehen soll</a>, war auch zu erfahren:  „Sie ist bereit, das zu tun, was sie im Libanon bereits getan hat.“ </p>
<p>Israel sollte sich also besser nicht auf Deutschland verlassen. Denn die UNIFIL-Mission im Libanon, an der Deutschland mit der Überwachung der Küste durch die deutsche Marine beteiligt ist, kann man für gescheitert erklären. Auftrag der UN-Soldaten ist u.a. die Entwaffnung der Hisbollah zum Schutze Israels vor weiteren Angriffen. Jedoch hat unter den Augen der Blauhelme eine massive <a href="http://flatworld.welt.de/2011/05/20/europas-nahost-parallelwelt/">Aufrüstung</a> der Hisbollah stattgefunden. </p>
<p>Israel sieht sich aktuell mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Der Palästinenserpräsident Machmud Abbas will im September einseitig den Staat Palästina in den Grenzen von 1967 ausrufen und dessen Anerkennung in der UN-Generalversammlung beantragen.  Immer mehr Staaten zeigen Unterstützung für dieses Vorhaben – auch in Europa.</p>
<p>Sollte die UN-Vollversammlung im September diesem Anliegen der Palästinenser zustimmen, ist programmiert, dass Israel den Staat Palästina nicht anerkennen wird. Ohne ein verbindliches Abkommen über die Überwachung der Außengrenzen zu den arabischen Staaten und anderer für die Sicherheit Israels unabdingbarer Bedingungen, kann Israel die Souveränität Palästinas nicht akzeptieren. Gebe Israel die Überwachung der Außengrenzen auf, könnte es sich nicht mehr vor Terroranschlägen und Waffenschmuggel schützen. Hamas, die nach wie vor zum Ziel hat, den Staat Israel zu vernichten, könnte sich ungehindert bewaffnen. Fraglich ist bereits, inwieweit sich Israel auf Fatah nach deren Zusammenschluss mit Hamas noch stützen kann; wurde doch jüngst aus deren Parteiführung geäußert, dass Fatah und Hamas die <a href="http://www.israelnationalnews.com/News/Flash.aspx/210387">gleichen Ziele verfolgen</a>.</p>
<p>US-Präsident Barack Obama hat deshalb den Plänen Abbas zur einseitigen Ausrufung eines palästinensischen Staates am Donnerstag eine <a href="http://af.reuters.com/article/tunisiaNews/idAFN1918956020110519?pageNumber=2&#038;virtualBrandChannel=0">deutliche Absage </a>erteilt. Ferner erklärte er, dass Bedingung für einen souveränen Staat Palästina dessen <a href="http://af.reuters.com/article/tunisiaNews/idAFN1918956020110519?pageNumber=2&#038;virtualBrandChannel=0">Entmilitarisierung</a> sei. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Abbas während seines Berlin Besuchs Anfang Mai, dass eine Zwei-Staaten-Lösung nur <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/union-will-uebergangsregierung-der-palaestinenser-chance-geben/4139888.html">über Verhandlungen </a>erreicht werden könne und stellte auch am Freitag noch einmal fest, dass „eine<a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2011/05/2011-05-20-rede-obama.html"> einseitige Anerkennung </a>eines palästinensischen Staates“ den  Nahost-Friedensprozess nicht wirklich voran brächte.</p>
<p>Die Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung für die Sicherheit Israels kann die Bundesregierung schon jetzt zeigen, indem sie eindringlich bei ihren europäischen Partnern und darüber hinaus dafür wirbt, dass einer einseitigen Staatsausrufung die Zustimmung zu verweigern ist.  Dass sich die deutsche Regierung hier nicht nur deutlich positioniert,  sondern ihren Einfluss geltend macht, um zu verhindern, dass einer Aufnahme Palästinas in die Vereinten Nationen ohne Friedensvertrag zugestimmt wird. </p>
<p>Es geht hier nicht um Parteinahme für Israel zulasten der Palästinenser, sondern  darum, ein Unterfangen zu verhindern, dass die Sicherheit des Staates Israel gefährdet, ohne einem dauerhaften Frieden hierbei auch nur einen Schritt näher zu kommen. Man würde Israel in die Situation treiben, dass es die Rechte eines souveränen Staates verletzen muss, um die eigene Sicherheit gewährleisten zu können.  Das löst keine Konflikte, sondern schafft nur weitere. </p>
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		</item>
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		<title>Dinge gibt&#8217;s</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10925/dinge-gibts/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 20:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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		<description><![CDATA[Dennoch: Wer sich heute über die Unterstützung des Westens für einen Mubarak oder einen Ben Ali &#8211; die neben Saddam Hussein trotz allem wie Klosterschüler anmuten &#8211; empört, sei daran erinnert, dass es die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice war, die die schärfste Kritik formulierte, die sich Mubarak jemals in aller Öffentlichkeit anhören musste. 
&#8220;Wo Bush [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dennoch: Wer sich heute über die Unterstützung des Westens für einen Mubarak oder einen Ben Ali &#8211; die neben Saddam Hussein trotz allem wie Klosterschüler anmuten &#8211; empört, sei daran erinnert, dass es die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice war, die die schärfste Kritik formulierte, die sich Mubarak jemals in aller Öffentlichkeit anhören musste. </p></blockquote>
<p>&#8220;Wo Bush recht hatte&#8221;</p>
<p>KOMMENTAR VON DENIZ YÜCEL</p>
<p><a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wo-bush-recht-hatte/">in der TAZ</a>.</p>
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		<title>Ägypten und El Salvador</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10916/agypten-und-el-salvador/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 18:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der hunderste Geburtstag von Ronald Reagan wurde kaum beachtet. Die Krise in Ägypten trägt hierzu sicher bei (auch wenn der Hauptgrund ist, dass es manchem peinlich sein dürfte, jemanden zu würdigen, den man seinerzeit als gefährlich und grenzdebil abgetan hat).
In Amerika ist das etwas anders. John Podhoretz erinnert im Blog von &#8220;Commentary&#8221; daran, dass Reagans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der hunderste Geburtstag von Ronald Reagan wurde kaum beachtet. Die Krise in Ägypten trägt hierzu sicher bei (auch wenn der Hauptgrund ist, dass es manchem peinlich sein dürfte, jemanden zu würdigen, den man seinerzeit als gefährlich und grenzdebil abgetan hat).</p>
<p>In Amerika ist das etwas anders. John Podhoretz <a href="http://www.commentarymagazine.com/blogs/jpodhoretz/388810#more-388810">erinnert</a> im Blog von &#8220;Commentary&#8221; daran, dass Reagans Außenpolitik nicht allein seine Standhaftigkeit gegenüber dem Kommunismus charakterisierte, sondern auch ein neuer Umgang mit unappetitlichen Verbündeten:</p>
<blockquote><p>The plain fact of the matter is that this has been the “neoconservative” view for nearly three decades now — since the decision was made during the effort to save El Salvador from Soviet- and Cuban-aligned guerrilla forces to simultaneously push for elections there. That was a controversial choice then; people on the liberal left considered the El Salvador democratization policy mere window dressing for alignment with right-wing thugs, and realist conservatives considered it a display of ludicrous sentimentality.</p>
<p>The 1982 election in El Salvador was a turning point, however, a moment when the people of that country made it clear that they wanted a way out of the binary choice of a junta or a Castro-ite state. It had been Jeane Kirkpatrick’s argument in her great 1979 COMMENTARY article that, when there is a binary choice between authoritarians and totalitarians, it is not only prudent but moral to choose the former, in part because authoritarian societies can change and evolve.</p>
<p>But what if there are choices that go beyond the binary? That was, in effect, what the democratization strategy was all about. It complemented Kirkpatrick’s argument in one sense because it was predicated on the notion that authoritarian regimes could be pushed toward change. But it also superseded it, since it suggested that the citizens of these nations could and would play a vital role not only in creating the change but also in implementing it.</p></blockquote>
<p>George Bush wurde dafür gescholten, dass er versuchte diese Politik auf die Konfrontation mit dem Islamismus zu übertragen. Ob dies möglich ist, darüber lässt sich ebenso streiten wie über die Frage, ob Bush diesen Ansatz durch eigene Fehler unwirksam gemacht hat. Der diesen Tagen offenbar gewordene moralische <strong>und</strong> praktische Bankrott der &#8220;politique arabe&#8221; der EU wie auch Obamas Unterwürfigkeit gegenüber Diktatorenlegt es nah, <a href="http://www.politico.com/blogs/laurarozen/0111/They_told_us_Former_officials_scholars_warned_of_coming_instability_in_Egypt.html?showall">über den bösen Neokonservatismus noch einmal nachzudenken</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Unvorstellbar</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10900/unvorstellbar/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 20:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
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		<category><![CDATA[Mark LeVine]]></category>
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		<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Reagan]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>

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		<description><![CDATA[Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;
Dass sich ein böser Neocon so äu&#223;ert könnte man sich ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass sich ein böser Neocon so äu&szlig;ert könnte man sich ja vorstellen, aber dass ein Vertreter des linksakademischen Mainstream wie Mark LeVine[<a href="#footnote-1-10900" id="footnote-link-1-10900" title="See the footnote.">1</a>]  mit <a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/01/20111167156465567.html">solchen Worten</a> seiner Enttäuschung über die Politik des Heilands in Sachen Tunesien Ausdruck verleiht, überrascht positiv.</p>
<p>Liest man den Artikel zuende, muss man allerdings feststellen, dass LeVine sich von anderen Klischees nicht trennen will.</p>
<blockquote><p>
Indeed, the problem with most post-colonial nationalisms &#8211; whether that of the first generation of independence leaders or of the leaders who replaced (often by overthrowing) them &#8211; is precisely that they have always remained infected with the virus of greed, corruption and violence so entrenched by decades of European colonial rule. Tunisia&#8217;s nascent revolution will only succeed if it can finally repair the damage caused by French rule and the post-independence regime that in so many ways continued to serve European and American &#8211; rather than Tunisian &#8211; interests.</p></blockquote>
<p>Vom Altruismus im heilen, vormodernen Tunesien zeugt, wie dort im frühen 19. Jahrhundert in Tunesien Steuern eingetrieben wurden[<a href="#footnote-2-10900" id="footnote-link-2-10900" title="See the footnote.">2</a>]:</p>
<blockquote><p>Die Hauptfunktion der Truppen bestand darin, zweimal im Jahr Steuerexpeditionen in den Süden zu unternehmen. Ihr Befehlshaber war im allgemeinen der Kronprinz, und die Truppen bewegten sich mit mehr Pomp als Effizienz durch die Stammesterritorien, deren Qāʾids die Steuern präsentieren mu&szlig;ten. Vornweg marschierten die Marabuts, und die türkische Musikkapelle, gefolgt von der Infanterie, der Kavallerie und den verbündeten Stammestruppen. Im Tro&szlig; waren neben unzähligen Hofbeamten auch Jagdhunde und -falken, Handwerker sowie Lasttiere mit Koranen, Sänften, Ehrengewändern, Geschenken, Zelten und Vergügungsgütern. Wo immer die mehreren tausend Teilnehmer der Kavalkade (<em>maḥalla</em>) ihre Zelte aufschlugen, mu&szlig;ten die steuerzahlenden Gastgeber ein Festgelage geben &#8211; eine von den Stämmen gefürchtete Zusatzsteuer. Von der persönlichen Bereicherung der Teilnehmer abgesehen kam bei diesen Kampagnen nicht viel heraus. Ein guter Teil der Steuern wurde auf der Tournee verbraucht, und am Ende langten nur etwa ein Drittel der Einnahmen in Tunis an.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10900">Seine Projekt über Hevy Metal in der islamischen Welt ist hochinteressant: http://www.meaning.org/hmi_book.html  <a href="#footnote-link-1-10900">⇧</a></li><li id="footnote-2-10900">Peter von Sivers: &#8220;Nordafrika in der Neuzeit&#8221; in: Ulrich Haarmann (Hg.): <em>Geschichte der arabischen Welt</em>, München 1991, S. 502-590, dort S. 542f.  <a href="#footnote-link-2-10900">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Hilflos im Flammenmeer</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 16:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. Dezember 2010
„Wir standen vor 50 Meter hohen Flammenmauern, und das Feuer lachte uns aus. Das ist kein Brand, sondern Krieg gegen einen Feind.“ So beschrieb Feuerwehroffizier Chezi Levi eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels. Das Carmelgebirge bei Haifa brennt lichterloh. Bis in die Morgenstunden wurden 42 Leichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. Dezember 2010</p>
<p>„Wir standen vor 50 Meter hohen Flammenmauern, und das Feuer lachte uns aus. Das ist kein Brand, sondern Krieg gegen einen Feind.“ So beschrieb Feuerwehroffizier Chezi Levi eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels. Das Carmelgebirge bei Haifa brennt lichterloh. Bis in die Morgenstunden wurden 42 Leichen zum pathologischen Institut in Abu Kabir gebracht, die meisten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. In Krankenhäusern kämpfen Schwerverletzte um ihr Leben, darunter auch die mythologische Kommandeurin der Polizei von Haifa, Ahuva Tomer. Sie war ins Feuer gefahren, um die Insassen eines lodernden Busses zu retten. Im Bus saßen Auszubildende eines Kurses für Gefängniswächter. Die 40 jungen Menschen, Frauen wie Männer, Juden und Drusen, wurden von Ramle zum Damun-Gefängnis geschickt, um dort einsitzende 250 jüdische wie arabische Kleinverbrecher zu evakuieren. Angeblich konnten sie den brennenden Bus verlassen. In einer Lichtung verbrannten sie fest umklammert lebendigen Leibes. </p>
<p>Auch am zweiten Tag des Großfeuers ist noch nicht die Zeit gekommen, Bilanz zu ziehen. Das Feuer greift bei wechselnden Windrichtungen um sich, in Sprüngen von 50 Metern. „Wenn ein einziger Baum Feuer fängt, explodieren die Tannenzapfen und verstreuen das Flammenmeer innerhalb von Sekunden weiter“, erzählt ein Augenzeuge. </p>
<p>In der Nacht zum Freitag wurden 17.000 Menschen evakuiert, aus Vororten von Haifa, aus drusischen Dörfern im Carmelgebirge, aus mehreren Gefängnissen, einer Anstalt für Geisteskranke, Hotels und Kibbuzim. Kibbuz Beth Oren gibt es angeblich nicht mehr. Das weltberühmte Künstlerdorf Ein Hod ist akut gefährdet. Eine der schönsten Landschaften in ganz Israel, die „Kleine Schweiz“ ist angeblich schwarz verrußt. Naturschutzgebiete werden 50 Jahre benötigen, um sich zu regenerieren. Niemand weiß, wie viele Tiere im Flammenmeer umgekommen sind. „Vögel und Säugetiere können sich vielleicht retten, nicht aber die Kriechtiere. Ein komplettes Ökosystem wurde zerstört“, erklärte eine Mitarbeiterin des Chai-Bar, wo verletzte Tiere gesund gepflegt wurden. Die Vögel konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Säugetiere wurden zu einer Waldlichtung geführt, wo sie von Flammen umgeben sind. Am Freitag sprang das Feuer über eine Autobahn, sodass Haifa von Tel Aviv abgeschnitten ist. </p>
<p>Am Donnerstag Abend rief Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Weltgemeinschaft auf, dem hilflosen und ohnmächtigen Israel zu helfen. Im ganzen Land gibt es nur 1700 professionelle Feuerwehrmänner und keine großen Löschflugzeuge. Zypern schickte seinen einzigen Löschhubschrauber. Griechenland, Italien, Bulgarien, Spanien, Kroatien schickten Verstärkung. Sogar die neuerdings mit Israel verfeindete Türkei versprach infolge einer deutschen Aufforderung Hilfe. Aus Bulgarien flogen 92 Feuerwehrmänner ein. Netanjahu telefonierte in der Nacht mit den russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin. Der schickte drei Flugzeuge, darunter eine Illjuschin 76, das größte und effektivste Löschflugzeug der Welt. Es kann mehrere Tonnen Wasser aus dem nahegelegenen Mittelmeer im Fluge tanken und Minuten später großflächig über die Feuerherde verspritzen. Jordanien schickte zwei Löschzüge und auch Ägypten bot Hilfe an. Ausdrücklich bedankte sich Netanjahu beim türkischen Ministerpräsidenten Tayip Erdogan für die Entsendung von zwei Hubschraubern.</p>
<p>Die Meteorologen schütten weiteres Öl in das Gefühl der Hilflosigkeit. Seit dem Frühjahr hat es nicht mehr geregnet. Das Gestrüpp und die Bäume sind durch den langen Sommer ausgetrocknet. Für das Wochenende ist weiterer Föhn mit wechselnden Windrichtungen und Sturmböen angesagt. Frühestens am Montag könnte es abkühlen und vielleicht sogar regnen.<br />
Das Feuer brach am Donnerstag um 11:25 Uhr in einem Tal beim drusischen Dorf Usfijeh aus, konnte nicht gelöscht werden und breitete sich dann unkontrolliert in Windeseile aus. Noch ist unbekannt, was das Feuer auslöste: Brandstiftung oder Unachtsamkeit. Der Bürgermeister von Usfije, Wadschi Kajuf, dementierte, dass von einer „illegalen Müllkippe“ am Rande von Usfije das Feuer ausgegangen sei: „Die Müllkippe gibt es noch, völlig unverbrannt.“</p>
<p>Bisher schweigt der eigentliche Verantwortliche: Innenminister Eli Ischai von der frommen Schasspartei. Ihm untersteht die Feuerwehr. Trotz Raketenbeschuss und Waldbränden während des Libanonkrieges im Sommer 2006 habe er nicht für den Ankauf von Löschflugzeugen gesorgt und die Feuerwehr mit modernen Geräten ausgestattet. Am Donnerstag gingen in Israel sogar die Reserven feuerhemmender Chemikalien aus. Ein EL AL Flugzeug brachte in der Nacht Nachschub aus Toulouse in Südfrankreich. </p>
<p> (C) Ulrich W. Sahm</p>
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		<title>Neuabdruck der Muhammadkarikaturen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 19:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch Tavshedens Tyranni (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen erneut abgedruckt werden. Er legt in einem Interview mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch <em>Tavshedens Tyranni</em> (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen <a href="http://politiken.dk/newsinenglish/article1044821.ece">erneut abgedruckt</a> werden. Er legt in einem <a href="http://">Interview</a> mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber motiviert, dass er nachdem er ursprünglich von drei gro&szlig;en amerikanischen Verlagen ein Angebot erhalten hatte, ein Buch über die Karikaturenkrise zu schreiben, alle drei schlie&szlig;lich einen Rückzieher machten. Au&szlig;erdem meint er, dass die Karikaturen einmal in ein Museum Eingang finden würden. Er zieht einen Vergleich zu im 19. Jh anstö&szlig;en Nacktdarstellungen die heute völlig akzeptiert seien. &#8220;Die Beleidigung geht nicht von der Sache selbst aus, sondern vom Betrachter&#8221;. Zudem lehre die historische Erfahrung, dass Nachgeben gegenüber Drohungen nur neue Drohungen nach sich ziehe.</p>
<p>Was die daraus resultierenden möglichen Gefahren angeht, <a href="http://politiken.dk/kultur/boger/1044830/terrorekspert-om-muhammedbog-det-kan-alligevel-ikke-blive-vaerre/">meinte</a> der ehemalige Chef des Staatsschutzes, Hans Jørgen Bonnichsen, dass es ohnehin nicht schlimmer werden könne, während die befragten Politiker <a href="http://politiken.dk/politik/article1044752.ece">sich gelassen geben</a>.</p>
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		<title>Doppelnull als Agent</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
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		<description><![CDATA[So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige Ungereimtheiten gibt. Als Forscher an der Malek-e Ashtar-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.
Nun behauptet nämlich Amir Farshad Ebrahimi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige <a href="http://www.csmonitor.com/USA/2010/0718/Shahram-Amiri-Iran-defector-story-just-keeps-getting-stranger" target="_blank">Ungereimtheiten</a> gibt. Als Forscher an der <em>Malek-e Ashtar</em>-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.</p>
<p>Nun <a href="http://www.rferl.org/content/Interview_Amiri_Was_Not_Who_He_Pretended_He_Was/2104180.html" target="_blank">behauptet</a> nämlich Amir Farshad Ebrahimi, ein iranischer Journalist, ehemaliges Mitglied der  Basij und Gründungsmitglied der radikalislamischen Ansar-e  Hizbullah, dass Amiri ihn, kurz nachdem dieser nach eigenen Angaben Opfer einer amerikanisch-saudischen Entführungsaktion geworden war, kontaktiert habe, um in den Westen überzulaufen.</p>
<p>In seinem Laptop habe Amiri geheimdienstlich relevante Informationen in einem Umfang von mehr als 500 GB bei sich gehabt. Das ominöse, angeblich dem US-State Department unterstehende Nejat-Komitee, das iranischen Überläufern in den Westen verhilft und dessen einziges iranischen Mitglied Ebrahimi sein will, kam dagegen angeblich zu dem Schluss, dass Amiris Informationen wertlos waren, so Ebrahimi:</p>
<blockquote><p>It is possible that he betrayed our confidence and pretended he was a  dissident to make it to the U.S. But at the same time, if he really was  an Iranian agent he could have stayed in the U.S. longer and provided  the U.S. with false information.</p>
<p>But from what I know the  information he had was not wrong, it was just very basic. It was the  kind of information anyone can access. The intelligence official I met  in Bangkok said that they used lie detectors on him and he made  contradictory statements and lied. If he had been an Iranian agent he  would have been better [prepared].</p>
<p>(&#8230;) The Islamic republic knows very well that Amiri was neither an  intelligence agent nor a nuclear scientist, and that there was no  kidnapping (as claimed by Iran and Amiri).</p></blockquote>
<p>Das Teheraner Regime feiert ihn als Helden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gitmo statt Algerien</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10085/gitmo-statt-algerien/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 07:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
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		<description><![CDATA[Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[1], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.
Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber in Gitmo bleiben als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[<a href="#footnote-1-10085" id="footnote-link-1-10085" title="See the footnote.">1</a>], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.</p>
<p>Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/07/09/AR2010070904926_pf.html" target="_blank">in Gitmo bleiben</a> als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie es um die Menschenrechtssituation in manchen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bestellt ist – und lässt Obama nicht eben gut aussehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;These men would rather stay in Guantanamo for the rest of their lives  than go to Algeria. That speaks volumes,&#8221; said David Remes, an attorney  for detainee Ahmed Belbacha, who was sentenced in absentia to 20 years  in prison by an Algerian court last year for alleged association with an  illegal armed group. &#8220;They are terrified to go, but this administration  is willing to march them off a cliff.&#8221;</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10085">Nur das Internationale Rote Kreuz hat Zugang zum Lager, es darf jedoch eventuelle Vorwürfe gegen die  US-Behörden weder bestätigen noch dementieren.  <a href="#footnote-link-1-10085">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Eroteseis, apantiseis</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[Griechische Fragen stellt Hannes Stein auf der &#8220;Achse des Guten&#8221;. Ein paar Gedanken von mir im folgenden.
War es richtig oder falsch, dass das demokratische Großbritannien sich 1940 mit Ioannis Metaxas gegen Mussolini und Hitler verbündete?
Metaxas und der griechische König Georg hatten zwar schon 1936 verkündet, dass sie im Falle eines Konfliktes auf britischer Seite stünden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/metaxas/#When:23:29:00Z" target="_blank">Griechische Fragen</a> stellt Hannes Stein auf der &#8220;Achse des Guten&#8221;. Ein paar Gedanken von mir im folgenden.</p>
<blockquote><p>War es richtig oder falsch, dass das demokratische Großbritannien sich 1940 mit Ioannis Metaxas gegen Mussolini und Hitler verbündete?</p></blockquote>
<p>Metaxas und der griechische König Georg hatten zwar schon 1936 verkündet, dass sie im Falle eines Konfliktes auf britischer Seite stünden, doch weder blieb dem britischen Foreign Office Metaxas’ Avancen den Deutschen gegenüber verborgen, noch billigte man seine faschistischen Anwandlungen. Auf britischer Seite jedoch sah man keine Alternative zur Diktatur, nahm dies aber hin, solange Metaxas nur Premierminister von des Königs Gnaden war und man sich der Loyalität des griechischen Königs sicher zu sein können glaubte.</p>
<p>Georg II. schien anfangs offen für eine britische Kritik an der repressiven Politik Metaxas&#8217;, stellte sich dann jedoch entschlossen auf dessen Seite: Da Griechenland kein westliches Land und die Griechen Orientalen seien[<a href="#footnote-1-10036" id="footnote-link-1-10036" title="See the footnote.">1</a>], würde jeder gemässigte Kurs nur als Schwäche verstanden. Gegenüber dem Präsidenten des British Council, Lord Lloyd, machte der König deutlich, dass er Metaxas für den einzigen halte, dem er die Führung des Landes zutraue.</p>
<p>Grossbritannien war bereit, Griechenland vor einem italienischen Vordringen zu unterstützen, vermied es jedoch, eine Garantieerklärung abzugeben, was von italienischer Seite als Provokation hätte verstanden werden können. Im Foreign Office fürchtete man offenbar die Gefahr eines Landkriegs. Das faschistische Italien sollte besiegt, Griechenland aber nicht um jeden Preis gehalten werden. Sowohl gegenüber Griechenland als auch gegenüber Rumänien liess sich Grossbritannien daher nicht zu mehr als einer vagen Absichtserklärung hinreissen, im Falle eines Angriffs Unterstützung zu leisten.</p>
<div id="attachment_10060" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><img class="size-full wp-image-10060" title="truman_kreutz" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/07/truman_kreutz.jpg" alt="truman_kreutz" width="205" height="215" /><p class="wp-caption-text">Truman-Statue, Athen</p></div>
<p>Das britische Verhalten lässt sich durchaus rechtfertigen, zumal es, wenngleich zaghafte, Versuche gab, die Faschisierung der griechischen Gesellschaft[<a href="#footnote-2-10036" id="footnote-link-2-10036" title="See the footnote.">2</a>] aufzuhalten. Allein, es war nicht der richtige Zeitpunkt für einen Kurswechsel: Fortgesetzte Provokationen von italienischer Seite, darunter die Torpedierung des griechischen Kreuzers &#8220;Elli&#8221;, führten dazu, dass die griechische Bevölkerung sich mit Metaxas solidarisierte.</p>
<p>Mussolini versuchte zwar, Griechenland zu beschwichtigen. Nur zwei Monate nach der Attacke auf die &#8220;Elli&#8221; liess er jedoch durch seinen Botschafter Grazzi dem griechischen Premier Metaxas ein Ultimatum aushändigen, Italien zu dessen Sicherheit einige Stützpunkte auf griechischem Territorium zu überlassen. Metaxas&#8217; Nein (&#8221;Ochi&#8221;) geht in die Geschichte ein.</p>
<p>Wenn man Grossbritannien etwas vorwerfen kann (rückblickend lässt sich das natürlich immer leicht sagen), dann die Tatsache, dass es nicht entschlossen genug Griechenland unterstützt hat: Das italienische Vordringen bildete nämlich nur den Auftakt zur Besetzungdes Landes durch Nazideutschland (das Metaxas nicht mehr miterlebte, da er kurz zuvor verstarb). Dessen Herrschaft kostete 86% der griechischen Juden das Leben, davon 54.000 Juden aus Thessaloniki. Die Bevölkerungszahl vor der Nazizeit betrug 77.377, danach 10.226.</p>
<p>Weiter wird gefragt:</p>
<blockquote><p>Was ist der Unterschied zwischen der Unterstützung für Metaxas und der Unterstützung (zumindest Duldung, Billigung) der griechischen Junta durch die Amerikaner zwischen 1967 und 1974, für die Bill Clinton später um Entschuldigung bat?</p></blockquote>
<p>Man könnte argumentieren, dass zur Zeit der griechischen Junta Griechenlands Souveränität nicht bedroht war. Dass der Junta-Chef Papadopoulos mit dem CIA in Verbindung stand, dürfte allerdings nur die halbe Wahrheit für die Toleranzpolitik der USA gegenüber dem Regime sein. Auch das Nachwirken der Truman-Doktrin hat sicherlich eine Rolle gespielt.</p>
<p>Die Unterstützung für die Junta lässt sich jedoch weitaus geringer rechtfertigen als die für Metaxas. Eine kommunistische Übernahme hätte jedenfalls kaum einen neuen Holocaust zur Folge gehabt. Hinzu kommt, dass die griechische Junta mit ihrer Zypernpolitik eine türkische Invasion geradezu provoziert hatte: So liess sie durch die EOKA-B, eine faschistische Miliz, einen Anschlag auf den griechisch-zypriotischen Ministerpräsidenten Makarios verüben und versuchte dann, den Kopf der EOKA-B, Nikos Sampson, an dessen Stelle zu setzen. Auch Anschläge auf türkisch-zypriotische Zivilisten konnte die Türkei nicht hinnehmen. Es kam zur Invasion.</p>
<p>Wie gross die Unterstützung der USA für die Junta war, lässt sich schwer sagen. Der ehemalige, durchaus graecophile US-Botschafter in Athen, John Brady Kiesling, der wegen der Kritik an der Irakpolitik seines Landes <a href="http://www.mail-archive.com/bdnow@envirolink.org/msg07420.html" target="_blank">zurücktrat</a>, hielt die Unterstützung, soweit ich mich erinnere (Quelle gerade nicht zur Hand), wohl für eher gering. Es scheint sich im wesentlichen um einen Austausch geheimdienstlicher Informationen gehandelt zu haben. Der heutige griechische Antiamerikanismus ist jedenfalls <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1359/michas-stefanidis-antiamerikanismos/" target="_blank">älteren Ursprungs</a>.</p>
<p>Welche Lehren lassen sich daraus für Afghanistan ziehen? Wenn die Wahl zwischen einer Militärdiktatur und einem Taliban-Staat besteht, dann spielt man beide gegeneinander aus und setzt sich in die Position des lachenden Dritten. So ähnlich hat ein anderer grosser Grieche schon einmal einen verwickelten Knoten gelöst.</p>
<p><em>Das Bild zeigt die Truman-Statue in Athen. Foto: Michael Kreutz.</em></p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10036">Sic! Auch das britische Foreign Office sah das so, vgl. Dan Diner, Zweierlei Osten. Europa zwischen Westen, Byzanz und Islam, in: Otto Kallscheuer, Hg., Das Europa der Religionen. Ein Kontinent zwischen Säkularisierung und Fundamentalismus, Frankfurt a.M. 1996, S. 97–113.  <a href="#footnote-link-1-10036">⇧</a></li><li id="footnote-2-10036">Rafailidis in seinem Buch Ιστορία (κωμικοτραγική) του νεοελληνικού κράτους, Athen 1993, S. 138, spricht davon, dass Metaxas Mussolini und Hitler nachgeahmt habe. Konzentrationslager jedenfalls gab es unter Metaxas keine.  <a href="#footnote-link-2-10036">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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