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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Afrika</title>
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		<title>Afrika ernst nehmen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 07:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch nie zuvor gab es einen solchen Transfer von Hilfsgeldern. Die Länder Schwarzafrikas erhalten Entwicklungshilfe in einer Grösse von durchschnittlich 13 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts – und werden dennoch immer ärmer. Ghanas Pro-Kopf-Einkommen – zur Zeit seiner Unabhängigkeit das höchste des Kontintents – fiel von 440 USD 1992 in nur zehn Jahren auf 270. Heute lebt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch nie zuvor gab es einen solchen Transfer von Hilfsgeldern. Die Länder Schwarzafrikas erhalten Entwicklungshilfe in einer Grösse von durchschnittlich 13 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts – und werden dennoch immer ärmer. Ghanas Pro-Kopf-Einkommen – zur Zeit seiner Unabhängigkeit das höchste des Kontintents – fiel von 440 USD 1992 in nur zehn Jahren auf 270. Heute lebt mehr als die Hälfte der 17 Mio. Ghanaer in Armut. Was ist schiefgelaufen?</p>
<p>Der Diplomat Volker Seitz kennt Afrika aus eigener langjähriger Erfahrung. Dass der Kontinent vom Rest der Welt in Armut gehalten werde, hält er für einen Mythos. In seinem Buch &#8220;Afrika wird armregiert&#8221; plädiert er stattdessen dafür, die westliche Entwicklungshilfe grundsätzlich zu überdenken. Seine These: Entwicklungshilfe nützt vor allem den Diktaturen – und den Eintwicklungshelfern, deren Tätigkeit sich schon lange verselbständigt hat.</p>
<p>Grundübel ist die schlechte politische Infrastruktur der meisten afrikanischen Länder, in der eine überbordende Bürokratie, grassierende Korruption und ein Mangel an Verantwortungsgefühl jeglichen Fortschritt lähmen. Westlichen Investoren, weiss Seitz, schlägt grundsätzliches Misstrauen entgegen, Sonderzahlungen sind gang und gäbe und auch auf die Echtheit von Urkunden kann man sich nicht verlassen. Dass die willkürliche Grenzziehung der Kolonialmächte die Ursache für mangelnde Kooperation unter afrikanischen Ländern sei, hält Seitz für eine Schutzbehauptung. Tatsächlich gibt es kaum Binnemmarktstrukturen und Regionalorganisationen. Die Misere ist hausgemacht.</p>
<p>Seitz kritisiert zu recht auch die mangelnde Differenzierung in der gegenseitigen Wahrnehmung von Nord und Süd. Man mag von der Forderung, afrikanischer Meinungsführer, die USA und Europa für den Sklavenhandel in Regress zu nehmen, halten was man will. Wer aber fordert die Staaten Nordafrikas auf, Schadenersatz zu leisten, so Seitz, obwohl ihr Anteil viel höher ausfallen müsste? Viel zu wenig ist im Westen bekannt, dass noch heute in Afrika jedes Jahr ca. 200.000 Kinder versklavt werden, wie überhaupt Rassismus kein Privileg der Weissen ist. Die Nestwärme afrikanischer Gesellschaften hält Seitz für ein ideologisches Konstrukt: &#8220;Alle, die in den Industriestaaten glauben, dass die soziale Kälte in ihren Ländern nicht mehr auszuhalten sei, sollten sich das Zusammenleben in Afrika genauer ansehen. … Die Solidarität gilt aber nur dem Stamm und dem dortigen Beziehungsgeflecht.&#8221;</p>
<p>Wenn der Autor konstatiert, dass Kongo nach dem belgischen Kolonialismus einen höheren Industrialisierungsgrad als Brasilien hatte und besser aufgestellt war als heute, dann ist das keine Kolonialapologetik, sondern Beleg für die Tatsache, dass sich Afrika in eine grundsätzlich falsche Richtung bewegt. Die westliche Entwicklungshilfe ist dabei nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Bis heute kann man sich nirgendwo einen Überblick verschaffen, welche Projekte begonnen wurden und warum sie scheiterten. Seitz zufolge überlebt nur eines von fünf Projekten nach dem Ende der Hilfe. Unverständlicherweise bemisst sich die Qualität der Entwicklungshilfe an der Höhe der ausgegebenen Mittel, wodurch ein &#8220;Mittelabflusszwang&#8221; entsteht.</p>
<p>Besonders absurd erscheint, dass die Transferzahlungen zum Teil so hoch sind, dass den Institutionen die Möglichkeiten fehlen, die Programmhilfe zu steuern. Abhilfe hätte eigentlich das Instrument der Budgethilfe schaffen sollen, die der Kontrolle der Parlamente und Rechnungshöfe der Empfängerländer unterliegt, doch sind die Beträge häufig so gross, dass die Konditionen aufgeweicht werden, um den Mittelabfluss zu verbessern. Infolgedessen fördert Budgethilfe die Korruption. Darunter leiden nicht nur die Empfängerländer, sondern auch das Image Europas. Manche Afrikaner, so Seitz, verfolgen dann die Verschwörungstheorie, dass die Europäer die Korruption mit Absicht unterstützen, um Afrika weiter ausbeuten zu  können. Andere flüchten sich in einen Sarkasmus: &#8220;You pretend to help us and we pretend to develop.&#8221;</p>
<p>Aber es kommt noch absurder: Westliche Geberländer zahlen dafür, um helfen zu dürfen. Vor Regierungsverhandlungen schreiben die Experten den afrikanischen Regierungen auf, was sie erbitten sollte. Für die Akquise von Projekten gibt es Provision – die bizarre Folge westlichen Bevormundungsgebahrens. Um sich vor allzu aufdringlicher Hilfe zu verwahren, haben junge Afrikaner in einem Anfall von Tollkühnheit sogar einen &#8220;Verein zur Abwehr der Überschätzung von Prominentenbesuchen in Elendsvierteln&#8221; gegründet. Man muss Seitz daher unbedingt zustimmen, wenn er fordert, Afrika endlich ernst zu nehmen und nicht nur als ewiges Opfer westlicher Hegemonialpolitik zu betrachten. Dabei gibt und gab es es Beispiele wirtschaftlicher Entwicklung auch in Afrika, die hoffungsvoll stimmen. Burkina Faso unter Sankara und Niger unter Kountché hatten immerhin bescheidene Fortschritte zu verzeichnen.</p>
<p>Allzu skeptisch sieht Seitz allerdings das Engagement Chinas in Afrika. Seiner Einschätzung nach beschränkt sich die Rolle des fernöstlichen Landes darauf, die Rohstoffe zu plündern und die Märkte mit kurzlebigen Billigwaren und gefälschten Arzneien zu überschwemmen. In der Tat mag das chinesische Engagement auf manche Diktatur stabilisierend wirken, doch insgesamt lässt sich kaum leugnen, dass China genau das tut, was Seitz einfordert: Es nimmt die Länder Afrikas insoweit ernst, als es mit diesen Geschäfte tätigt, die auf beiderseitigem Interesse gründen. Zudem schickt China Mediziner nach Afrika und lässt jährlich tausende afrikanischer Studenten und Arbeiter zum Studium und zur Fortbildung einreisen.</p>
<p>Seitz belässt es aber nicht bei Kritik, sondern macht deutlich, was sich ändern muss. Transfergelder, fordert er, sollen besser in Bildung und Kleinkrediten angelegt werden. Kongo und Kamerun nennt er als positive Beispiele für eine Hilfe zur Selbsthilfe. Vor allem die Frauen sieht er als Hoffnungsträger (&#8221;die wahren Perlen Afrikas&#8221;). Ruanda, das unter Präsident Kagame einen strikten Fortschrittskurs eingeleitet hat, verfügt seit den Parlamentswahlen vom vergangenen September über den grössten Anteil weiblicher Abgeordneter im Parlament.</p>
<p>Man spürt auf beinahe jeder Seite, dass Seitz grosse Sympathie für den afrikanischen Kontintent und seine Bewohner hat. Gerade deshalb aber ist er ein entschiedener Gegner des westlichen Paternalismus. Sicher, neu ist diese Kritik nicht. Der ehemalige Vizepräsident des Europa-Parlaments, Wilfried Telkämper, hat schon Anfang der 90er Jahre darauf hingewiesen, dass die Industriestaaten mit ihren Transferzahlungen vor allem eigene Interessen verfolgen. Die Erfolglosigkeit der Lomé-Abkommen ist eine Lektion, die längst hätte gelernt werden können. Seitz’ Buch wendet sich weniger an Politikwissenschaftler oder Ökonomen, sondern vor allem an eine interessierte Öffentlichkeit, die es gut mit Afrika meint, aber nicht versteht, warum nicht Mangel an Geld das Problem darstellt.</p>
<p>Volker Seitz: <em>Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann. Mit einem Vorwort von Rupert Neudeck</em>. München 2009: dtv. 219 S., € 14,90.</p>
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		<title>Kein neues Familienrecht in Mali</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 08:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zumindest vorerst. Präsident Amadou Toumani Touré weigerte sich den vom Parlament gebilligten Gesetzesvorschlag zu unterzeichnen, nachdem der Oberste islamische Rat ihn abgelehnt hatte, und muslimische Organisationen gegen ihn protestiert hatten (BBC, RFI). Mit diesem Gesetz würden im Erbrecht männliche und weibliche Nachkommen gleichgestellt, uneheliche Kinder würden ebenfalls einen Erbanspruch erhalten, das Heiratsalter würde auf 18 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zumindest vorerst. Präsident Amadou Toumani Touré weigerte sich den vom Parlament gebilligten Gesetzesvorschlag zu unterzeichnen, nachdem der Oberste islamische Rat ihn abgelehnt hatte, und muslimische Organisationen gegen ihn protestiert hatten (<a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/8223736.stm">BBC</a>, <a href="http://www.rfi.fr/actufr/articles/116/article_84054.asp">RFI</a>). Mit <a href="http://www.rfi.fr/actufr/articles/116/article_83908.asp">diesem Gesetz</a> würden im Erbrecht männliche und weibliche Nachkommen gleichgestellt, uneheliche Kinder würden ebenfalls einen Erbanspruch erhalten, das Heiratsalter würde auf 18 heraugesetzt, allein vor religiösen Autoritäten geschlossene Ehen wären nicht mehr gültig, Scheidungen in gegenseitigem Einvernehmen wären möglich und vor allem würde die Gehorsamspflicht der Frau entfallen. Die <a href="http://www.rfi.fr/actufr/articles/116/article_83920.asp">Slogans der Demonstranten</a> lauteten:</p>
<blockquote><p>« Non à ce code qui divise les Maliens », « Le Mali n’est pas à vendre », « la femme reste femme, et l’homme reste homme » ou encore « la civilisation occidentale est un pêché ».</p>
<p>&#8220;Nein zu diesem Gesetzbuch, das die Bevölkerung von Mali spaltet&#8221;, &#8220;Mali steht nicht zum Verkauf&#8221;, frau bleibt Frau, Mann bleibt Mann&#8221; oder auch &#8220;Die westliche Ziviliation ist eine Sünde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wohlgemerkt, die Islamisten, deren Ideologie angeblich eine Reaktion auf Demokratiedefizite ist, ziehen gegen einGesetz zu Felde, das in einer der wenigen <a href="http://www.zeit.de/2007/42/Mali">Demokratien Afrikas und der islamischen Welt</a> demokratisch beschlossen wurde.</p>
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		<title>Clitoraid and Clonaid</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 14:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein &#8220;tolles Projekt&#8221;, wird auf dem WADI-Blog angepriesen: Clitoraid, eine Organisation, die verspricht in Burkina Faso ein &#8220;Pleasure Hospital&#8221; zu errichten. Dort soll die Klitoris genitalverstümmelter Frauen rekonstruiert werden. Ich hatte gleich Bedenken, was die medizinische Machbarkeit angeht. Woher der Hase läuft, wurde mir klar, als ich beim  Durchklicken der Webseite darauf stieß, wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &#8220;tolles Projekt&#8221;, wird auf dem WADI-Blog <a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2101">angepriesen</a>: Clitoraid, eine Organisation, die verspricht in Burkina Faso ein &#8220;Pleasure Hospital&#8221; zu errichten. Dort soll die Klitoris genitalverstümmelter Frauen rekonstruiert werden. Ich hatte gleich Bedenken, was die medizinische Machbarkeit angeht. Woher der Hase läuft, wurde mir klar, als ich beim  Durchklicken der Webseite <a href="http://clitoraid.org/page.php?2">darauf stieß</a>, wer hinter dieser Orgnaisation steht:</p>
<blockquote><p>Rael, the spiritual leader of the Raelian Movement decided to help as many women as possible to regain their sense of pleasure and founded Clitoraid, a private non-profit organization with the aim to sponsor those women who want to have their clitoris rebuilt.</p></blockquote>
<p>Die Raelianer[<a href="#footnote-1-7183" id="footnote-link-1-7183" title="See the footnote.">1</a>] sind eine sogenannte <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4578340/">UFO-Glaubensgemeinschaft</a>. Zu den Ursprüngen <a href="http://wwwuser.gwdg.de/~agruens/UFO/clonaid_rael/clonaid.html">schreibt</a> der Göttinger Religionswisenschaftler Andreas Grünschloss:</p>
<blockquote><p>Claude Vorilhon, ein französischer Sportreporter und Rennfahrer, erlebte nach der Darstellung in seinem &#8220;Buch, das die Wahrheit spricht&#8221; (le livre qui dit la verité) während einer Wanderung in den vulkanischen Bergen von Clermont-Ferrand 1973 seine erste Begegnung mit einem kleinen grünlich schillernden Alien namens &#8220;Jahwe&#8221;(!), der ihn während eines mehrtägigen Crash-Kurses in außerirdischer Bibelkunde in die geheimnisvolle Vorgeschichte des Planeten Erde und seiner von Aliens (den &#8220;Elohim&#8221;) gentechnologisch erzeugten Menschheit einweihte. Damit reiht sich Vorilhon, der sich seit dieser Begegnung &#8220;Rael&#8221; (bzw. &#8220;Raël&#8221;) nennt, in die jüngere Geschichte der Kontaktler-Ufologie ein, die vor allem in den USA seit Anfang der Fünfziger Jahre durch Personen wie George Adamski, George van Tassel, Daniel Fry, Orfeo Angelucci, Ruth Norman oder die berühmte &#8220;Mrs. Keech&#8221; aus der sozialpsychologischen Studie &#8220;When Prophecy Fails&#8221; (Festinger, Rieken, Schachter) einen modernen Ableger esoterisch-theosophischer Religionsgeschichte bildete. Bis heute lebt diese, bisweilen mit starken apokalyptischen Endzeitszenarios angreicherte Synthese von ufologischen und esoterischen Glaubensvorstellungen in vielen Formen ufologischer Religiosität fort: u.a. Fiat Lux, Heaven’s Gate, Aetherius Society, Ashtar Command &#8212; bis hin zu einigen zentralen Glaubensvorstellungen bei Scientology. </p></blockquote>
<p>Elohim genannte Außerirdische haben nach ihrer Auffassung das leben auf der Erde gesteuert (&#8221;atehistischer Kreationismus&#8221;) für das Jahr 2025 wird eine erneute Kontaktaufnahme angekündigt. Das ewige Leben soll nach ihrer Auffassung durch Klonen erreicht werden, bei dem nach ihrer Auffassung auf Bewusstseinsinhalte übertragen werden können. Mit der Meldung, im Rahmen ihres Projekts &#8220;Clonaid&#8221; bereits erfolgreich menschen geklont zu haben, gerieten die Raelianer 2002 in die <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,228502,00.html">Schlagzeilen</a>. Mit ihrer antikatholischen Propaganda und die Bedeutung der Sexualität betonenden Propaganda, hatte die Bewegung vor allem unter Frankokanadiern einen gewissen Erfolg. Für gefährlich hält Grünschloss die Raelianer nicht:</p>
<blockquote><p>Trotz der effizienten internationalen Organisationsstruktur beruht die Raelistische Religion auf einer eher lockeren Form des Zusammenhalts zwischen den Mitgliedern, der abgesehen von täglichen individuellen Meditationszeiten und monatlichen bzw. jährlichen Treffen oder verschiedenen workshops wenig ritualisiert ist. Der Grad der Verbindlichkeit &#8212; auch hinsichtlich Raels Enthaltsamkeitsvorschriften (Drogen, Alkohol, Tabak, Kaffee) &#8212; ist bei aktiven Mitgliedern des inneren Kreises ausgeprägter als bei sonstigen Raelianern. Radikalere Szenarios wie die selbstinszenierte Apokalypse von Heaven&#8217;s Gate im Jahr 1997 mit einem kollektiven Suizid von 39 Anhängern sind in diesem Rahmen kaum vorstellbar: Es fehlt eine entsprechend rigide durchgesetzte Gruppenkohäsion mit Weltvermeidungsstrategien; außerdem ist die millenaristische Komponente bei der Raelistischen Religion im Vergleich zu manchen anderen UFO-Glaubensbewegungen mit starken apokalyptischen Naherwartungen (einschließlich kosmologischer Umwälzungen) etwas weniger dramatisch akzentuiert.</p></blockquote>
<p>Die Tatsache, dass diese Gemeinschaft ein ernstes Problem ausschlachtet, ist jedoch skandalös. Pierre Foldes, der französische Arzt, der eine Methode zur Freilegung unversehrt gebliebener Teile der Klitoris entwickelt hat, und mit dessen Namen die Raelianer unerlaubt Werbung betreiben, <a href="http://www.jeuneafrique.com/Article/ARTJAWEB20090806173135/-France-excision-Rael-Pierre-Foldes-Pierre-Foldes----J-envisage-une-action-en-justice-contre-les-Raeliens-.html">ruft daher dazu auf</a>, die Raelianer zu ächten:</p>
<blockquote><p>Ce n’est pas aux Raëliens de prendre une telle initiative. L’influence religieuse ou sectaire est néfaste, surtout sur le sujet des mutilations. Ce projet de clinique ne doit pas être soutenu, car les motivations ne sont pas claires et servent des objectifs qui ne sont pas la simple santé des femmes. Une telle structure doit dans l’idéal reposer sur le système de santé officiel et respecter la pyramide de soins.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-7183">Selbstdarstellung: http://de.rael.org/rael_content/index.php  <a href="#footnote-link-1-7183">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Heiligenverehrung und Personenkult</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 18:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website der BBC findet sich eine <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7885798.stm">Reportage</a> über das Grab des bedeutenden Sufi Ahmad Tījānī (1737–1815) in Fes. Er gründete im 18. Jahrhundert einen Orden, der sich vor allem in Westafrika ausbreitete[<a href="#footnote-1-5176" id="footnote-link-1-5176" title="See the footnote.">1</a>]. Große Bedeutung gewann der durch den Gelehrten und Militärführer al-Hajj Umar Tall (gest. 1864), der zunächst nichtmuslimische Völker und die Franzosen im Senegal bekämpfte, sich dann aber gegen die bereits bestehenden muslimischen Staaten wandte[<a href="#footnote-2-5176" id="footnote-link-2-5176" title="See the footnote.">2</a>]. Gegenwärtig gehört dem Orden ein bedeutender Teil der Muslime in Senegal, Mali, Tschad und Niger an. Sein politischer Einfluss ist bis heute erheblich:</p>
<blockquote><p>The former Senegalese Prime Minister, Moustapha Niasse, comes from a famous Tijani family, and Hissen Habre, the former dictator of Chad, is a Tijani.</p></blockquote>
<p>Ende des 19. Jahrhunderts gründete ein algerischer Tījānī in der Türkei einen Ableger des Ordens. Er gewann zwar nie viele Anhänger, er spielte jedoch zu einem Zeitpunkt eine bedeutende politische Rolle. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Restriktionen religiöser Aktivitäten gelockert wurden, wagten sich die türkischen Tījānī (türk. Tîcânî) als erste aus der Deckung. 1949 ließen sie von der Besuchertribüne der Nationalversammlung den Gebetsruf auf Arabisch erschallen, der damals noch verboten war.</p>
<p>Nach der Ablösung der Republikanischen Volkspartei (CHP) durch die Demokrat Parti 1950 forcierten sie ihre Aktivitäten, indem sie nun Atatürk-Statuen beschädigten[<a href="#footnote-3-5176" id="footnote-link-3-5176" title="See the footnote.">3</a>]. Den Ministerpräsidenten Adanan Menderes, brachten sie damit schwer in die Bredouille, denn er stützte zwar er seine Macht auf die konservativen Teile der Bevölkerung, deren Loyalität er nicht zuletzt durch die Lockerung der Religionspolitik gewann. Von einer Abschaffung des Säkularismus wollte er gleich wohl nicht wissen. Dies warfen ihm aber die Kemalisten vor, wobei sie die Aktivitäten der Tījānīs als die abscheulichsten Beispiele der drohenden Gefahr darstellten.</p>
<p>Um diese Vorwürfe zu entkräften, sah sich Menderes gezwungen, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_strafbare_Handlungen_gegen_Atat%C3%BCrk">Gesetz über strafbare Handlungen gegen Atatürk</a> zu initiieren[<a href="#footnote-4-5176" id="footnote-link-4-5176" title="See the footnote.">4</a>], das in jüngster Zeit Aufmerksamkeit auf sich zog, weil es zur Sperrung von YouTube in der Türkei herangezogen wurde.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-5176">Abu Nasr, Jamil M.: <em>The Tijaniyya. A Sufi order in the Modern World</em>, Oxford u.a.: University Press, 1965 (Middle Eastern Monographs ; 7).  <a href="#footnote-link-1-5176">⇧</a></li><li id="footnote-2-5176">Robinson, David: <em>The Holy War of Umar Tal</em>, Oxford: University Press, 1985  <a href="#footnote-link-2-5176">⇧</a></li><li id="footnote-3-5176">Jäschke, Gotthard: „Der Islam in der neuen Türkei: Berichtigungen und Nachträge“ <em>Welt des Islams</em> III (1953) 278 – 287.  <a href="#footnote-link-3-5176">⇧</a></li><li id="footnote-4-5176">Kocaçimen, Sevgi: <em>Demokrat Parti Döneminde TBMM’nde laiklik tartışmaları</em>, Antalya: Yeniden Anadolu ve Rumeli Müdafaa-i Hukuk Yayınları, 2008, 67 – 98, 192 – 194.  <a href="#footnote-link-4-5176">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Offizielle Kontakte zum Sudan&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 10:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; werden der türkischen Regierung im Westen momentan sicher nicht als vertrauensbildende Maßnahme abgenommen. Dennoch  empfängt Erdoğan  heute einen Mitarbeiter von Omar al-Bashir.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; werden der türkischen Regierung im Westen momentan sicher nicht als vertrauensbildende Maßnahme abgenommen. Dennoch  <a href="http://www.milliyet.com.tr/Siyaset/HaberDetay.aspx?aType=HaberDetay&#038;Kategori=siyaset&#038;KategoriID=&#038;ArticleID=1054834&#038;Date=03.02.2009&#038;b=Erdoganin%20ilginc%20konugu&#038;ver=04">empfängt</a> Erdoğan  heute einen Mitarbeiter von Omar al-Bashir.</p>
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		<title>Gesetz gegen Genitalverstümmelung gefordert</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 09:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eltern aus &#8220;Risikoländern&#8221; sollen sich vertraglich verpflichten müssen, bei Reisen in ihre Heimat ihre Töchter nicht beschneiden zu lassen, fordert die niederländische sozialdemokratische Staatssekretärin für Volksgesundheit Jet Bussemaker. Vorbild ist ein entsprechendes Gesetz aus Frankreich. Mal sehen, was wir zu diesem Auswurf staatlicher Willkür gegen das libertäre Utopia[1] zu hören bekommen werden.
gefunden via NBFS.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern aus &#8220;Risikoländern&#8221; sollen sich vertraglich verpflichten müssen, bei Reisen in ihre Heimat ihre Töchter nicht beschneiden zu lassen, <a href="http://www.volkskrant.nl/binnenland/article1139080.ece/Bussemaker_dreigt_met_celstraf_bij_besnijdenis_van_meisjes">fordert</a> die niederländische sozialdemokratische Staatssekretärin für Volksgesundheit Jet Bussemaker. Vorbild ist ein entsprechendes Gesetz aus Frankreich. Mal sehen, was wir zu diesem Auswurf staatlicher Willkür gegen das <a href="http://www.cne.org/pub_pdf/monatsmag/2006_08_00_monatsmag.pdf">libertäre Utopia</a>[<a href="#footnote-1-4611" id="footnote-link-1-4611" title="See the footnote.">1</a>] zu hören bekommen werden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-4611">gefunden via <a href="http://nbfs.wordpress.com/2008/02/18/am-somalischen-wesen-soll-die-welt-genesen/">NBFS</a>.  <a href="#footnote-link-1-4611">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Sidis feiern Obama</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 12:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben Afrotürken und Afroirakern geben sich nun auch die Sidis, muslimische Nachfahren schwarzer Sklaven im indischen Bundesstaat Gujarat, der Obama-Begeisterung hin. Mir selbst ist Obama-Euphorie zwar fremd. Ich freue mich allerdings, dass seine Wahl offenkundig dazu beiträgt, das Tabuthema Sklaverei und Rassismus auf die Tagesordnung der islamischen Gesellschaften (und vielleicht sogar der Islamwissenschaft) zu bringen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben <a href="/?p=4331">Afrotürken</a> und <a href="/?p=4325">Afroirakern</a> geben sich nun auch die <a href="http://www.boloji.com/wfs4/wfs492.htm">Sidis</a>, muslimische Nachfahren schwarzer Sklaven im indischen Bundesstaat Gujarat, der <a href="http://www.expressindia.com/latest-news/sidis-celebrate-as-obama-takes-charge-in-us/413328/">Obama-Begeisterung</a> hin. Mir selbst ist Obama-Euphorie zwar fremd. Ich freue mich allerdings, dass seine Wahl offenkundig dazu beiträgt, das Tabuthema Sklaverei und Rassismus auf die Tagesordnung der islamischen Gesellschaften (und vielleicht sogar der Islamwissenschaft) zu bringen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Afrotürken feiern auch</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 18:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der &#8220;Solidaritäts- und Hilfsverein der aus Afrika Stammenden&#8221; feiert heute im Ferienort Ortaca den Amtsantritt von Obama. Etwa zwanzigtausend Türken ostafrikanischer Herkunft leben an der Ägäisküste. Ali Karakuş, ein Vorstandsmitglied, erzählt in &#8220;Taraf&#8221;:
Unsere Vorväter wurden im 18.Jahrhundert hierher gebracht, um sie auf den Baumwollfeldern arbeiten zu lassen. Die zweite Gruppe der aus Afrika Stammenden Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;<a href="http://www.afro-turk.org/">Solidaritäts- und Hilfsverein der aus Afrika Stammenden</a>&#8221; feiert heute im Ferienort Ortaca den Amtsantritt von Obama. Etwa zwanzigtausend Türken ostafrikanischer Herkunft leben an der Ägäisküste. Ali Karakuş, ein Vorstandsmitglied, <a href="http://www.taraf.com.tr/haber/26009.htm">erzählt</a> in &#8220;Taraf&#8221;:</p>
<blockquote><p>Unsere Vorväter wurden im 18.Jahrhundert hierher gebracht, um sie auf den Baumwollfeldern arbeiten zu lassen. Die zweite Gruppe der aus Afrika Stammenden Anfang ist Anfang des 19. Jahrhunderts vom ägyptischen Khediven Abbas Paşa gebracht worden, um sie auf den Plantagen (?, üretim çiftliği) in Dalaman arbeiten zu lassen. Nach Schließung der Plantage hat uns der Staat unter Atatürk kostenlos Land zugeteilt.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Ehestreit</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 15:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch ein traditionelles Auswandererland hat jetzt seine Islamdebatte. Der Patriarch von Lissabon hat katholischen Frauen geraten, sie sollten es sich zweimal überlegen, ob sie wirklich einen Muslim heiraten sollen. Dazu gab es Proteste, verständlicherweise von mit Muslimen verheirateten Frauen, aber auch von Amnesty International[1]. In diesem Fall stellt sich jedoch die Frage, warum gegen einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/?p=2196">Noch ein</a> traditionelles Auswandererland hat jetzt seine Islamdebatte. Der Patriarch von Lissabon hat katholischen Frauen <a href="http://www.kath.net/detail.php?id=21854">geraten</a>, sie sollten es sich zweimal überlegen, ob sie wirklich einen Muslim heiraten sollen. Dazu gab es Proteste, verständlicherweise von mit Muslimen verheirateten Frauen, aber auch von Amnesty International[<a href="#footnote-1-4189" id="footnote-link-1-4189" title="See the footnote.">1</a>]. In diesem Fall stellt sich jedoch die Frage, warum gegen einen <strong>Ratschlag</strong> protestiert wird, während das im umgekehrten Falle bestehende eindeutige <strong>Verbot</strong> der Heirat einer Muslimin mit einem Nichtmuslim nicht aufregt. Der Chef der Islamischen Gemeinschaft in Lissabon Abdool Magid Vakil wiederum &#8220;gab allerdings zu bedenken, dass die Äußerungen des Patriarchen auch als ein Appell verstanden werden könnte, die Unterschiede zwischen den Religionen und Kulturen zu respektieren. &#8221; (<a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1356109&#038;idCanal=62">portugiesisch</a>)</p>
<p>Die islamische Zeitung übernimmt von der <a href="http://www.comunidadeislamica.pt/02b3.php?nivel_1=2&#038;nivel_2=22&#038;nivel_3=223">Comunidade Islâmica de Lisboa</a> die Zahl von 40 000 Muslimen, in <a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1356126&#038;idCanal=62">einem portugiesischen Zeitungsartikel</a> ist von 34 000 die Rede:</p>
<blockquote><p>Os primeiros vieram de Moçambique, dominavam a língua e rapidamente adquiriram um estatuto social elevado. Depois vieram os muçulmanos da Guiné-Bissau, a que se juntaram mais recentemente os oriundos do Magrebe, Senegal, Paquistão, mas também da Índia.</p></blockquote>
<p>Bei den Muslimen aus Mosambik, zu denen wohl auch Vakil gehört, handelt es sich um aus Indien stammende Händler, eine Gruppe, die sich ja auch in Großbritannien weit besser integriert hat, als Zuwanderer aus Bangla Desh oder Pakistan.</p>
<p>________________________</p>
<p>Nachtrag 20.1.2009</p>
<p><a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1356572&#038;idCanal=62">Unterstützung</a> erhält der Kardinal nun von ungewohnter Seite:</p>
<p>&#8220;Carecem de legitimidade moral para condenar o patriarca, por sinal bastante tolerante, para um bispo, os que defendem a poligamia, a discriminação das mulheres, a decapitação dos apóstatas e a lapidação das mulheres adúlteras e pretendem que o Corão substitua o Código Penal.”</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-4189">http://islamische-zeitung.de/?id=11316  <a href="#footnote-link-1-4189">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Die OIC und die Homosexualität</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 17:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die UN-Erklärung gegen die Diskriminierung Homosexueller wird von der Organisation der Islamischen Konferenz abgelehnt. Der Beitrittskandidat Türkei hat die Erklärung im Gegensatz zu allen EU-Mitgliedern nicht unterzeichnet, weil die Regierung fürchtet, es sich mit dieser Organisation zu verderben. Vier Mitgliedsländer zeigen jedoch, dass es auch anders geht:

Albanien
Bosnien-Herzegowina
Gabun
Guinea-Bissau

Ein anderer macht auch nicht mit und hätte dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.unmultimedia.org/radio/english/detail/65172.html">UN-Erklärung</a> gegen die Diskriminierung Homosexueller wird von der Organisation der Islamischen Konferenz abgelehnt. Der Beitrittskandidat Türkei hat die Erklärung im Gegensatz zu allen EU-Mitgliedern nicht unterzeichnet, weil die Regierung fürchtet, es sich mit dieser Organisation <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalHaberDetay&#038;ArticleID=913929&#038;Date=23.12.2008&#038;CategoryID=98">zu verderben</a>. Vier Mitgliedsländer zeigen jedoch, dass es auch anders geht:</p>
<ul>
<li>Albanien</li>
<li>Bosnien-Herzegowina</li>
<li>Gabun</li>
<li>Guinea-Bissau</li>
</ul>
<p>Ein anderer <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/12/20/hier-geht-bush/">macht auch nicht mit</a> und hätte dafür wirklich einen Schuh verdient.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Aber sie versuchten nicht, dem Rest der Welt Vorschriften zu machen.&#8221;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2519/hobsbawm-weltmachtpolitik/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 09:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Meint der Marxist Eric Hobsbawm in einem Vergleich der britischen mit der amerikanischen Weltmachtpolitik. Wie war das nochmal mit der Sklaverei?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2008/11/14.mondeText1.artikel,a0011.idx,4">Meint</a> der Marxist Eric Hobsbawm in einem Vergleich der britischen mit der amerikanischen Weltmachtpolitik. Wie war das <a href="http://www.pdavis.nl/Background.htm#WAS">nochmal mit der Sklaverei</a>?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Noch mehr Geld für Afrika! (6)</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 16:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn afrikanische Regierungen ein Recht auf Auswanderung nach Europa verlangen, dann, so der ehemalige Botschafter Volker Seitz, ist was faul. Und zwar vor allem mit der Entwicklungshilfe:
Die afrikanischen Regierungen interessieren sich einfach nicht für die Armen in ihrem Land &#8211; und schieben die Verantwortung auf uns ab. Eine große Anzahl von Armen ist ihnen doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn afrikanische Regierungen ein Recht auf Auswanderung nach Europa verlangen, dann, so der ehemalige Botschafter Volker Seitz, ist was faul. Und zwar vor allem mit der Entwicklungshilfe:</p>
<blockquote><p><span class="dunkelgrau-12-16">Die afrikanischen Regierungen interessieren sich einfach nicht für die Armen in ihrem Land &#8211; und schieben die Verantwortung auf uns ab. Eine große Anzahl von Armen ist ihnen doch geradezu die Garantie dafür, dass wir weiter Geld schicken. </span></p></blockquote>
<p>Seitz weist im FAS-Interview darauf hin, dass laut <span class="dunkelgrau-12-16"> Transparency International jährlich rund 150 Mio. Dollar durch Korruption verlorengehen. Dazu kommt eine Kapitalflucht von geschätzten drei bis 13 Mrd. Dollar jährlich. Solange aber Entwicklungshilfeorganisationen Schlange stehen, um Gutes tun zu dürfen, fehlt vielerorts das Bewusstsein dafür, dass Wandel not tut. Das gilt nicht nur für Regierungen, sondern auch für die Helfer:<br />
</span></p>
<blockquote><p><span class="dunkelgrau-12-16">Manchmal streiten die Geber geradezu darum, helfen zu dürfen. Allein in Deutschland leben nach meiner Schätzung rund hunderttausend Menschen von der Entwicklungshilfe. Die haben kein Interesse daran, dass Projekte auch einmal abgeschlossen werden.(…) </span><span class="dunkelgrau-12-16">Leider ist es wahr: Mit unserer Entwicklungshilfe zementieren wir die Unmündigkeit der Armen.</span></p></blockquote>
<p>Für Leser dieses Blogs ist das freilich nichts neues. Neu ist aber der &#8220;<a href="http://www.bonner-aufruf.eu/?seite=aufruf" target="_blank">Bonner Aufruf</a>&#8220;, der in jedem Falle Beachtung verdient, wie auch das <a href="http://www.faz.net/p/Rub0648F7DDFE114B62A2F60E01C0937822/Dx2~Ed68bb609da02b9fe607df89842bb6351~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ganze Interview</a>.</p>
]]></content:encoded>
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