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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Antisemitismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Gedenken an Raoul Wallenberg</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 17:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Tal Gat
In diesem Jahr begehen wir den 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg. Dies ist ein guter Anlass, an seine mutigen Taten zu erinnern, um sein Andenken auch für die nächsten Generationen lebendig zu halten.
Nachdem die ersten Augenzeugenberichte aus den deutschen Vernichtungslagern die Weltöffentlichkeit erreichten, gründeten die USA das War Refugee Board. Aufgabe des Board [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Tal Gat</em></p>
<p>In diesem Jahr begehen wir den 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg. Dies ist ein guter Anlass, an seine mutigen Taten zu erinnern, um sein Andenken auch für die nächsten Generationen lebendig zu halten.</p>
<p>Nachdem die ersten Augenzeugenberichte aus den deutschen Vernichtungslagern die Weltöffentlichkeit erreichten, gründeten die USA das War Refugee Board. Aufgabe des Board war die Rettung der noch lebenden europäischen Juden vor der Vernichtung. Raoul Wallenberg, Sohn einer reichen schwedischen Unternehmerfamilie, wurde 1944 als Leiter der schwedischen Gesandtschaft mit Unterstützung des War Refugee Boards nach Budapest entsandt, um bei der Rettung der ungarischen Juden zu helfen.</p>
<p>Wallenberg konnte für seine Mission bereits auf einer Vorarbeit aufbauen: Per Anger, ein junger Diplomat der schwedischen Gesandtschaft, hatte bereits begonnen, schwedische Pässe für Juden auszustellen, die Verwandte oder Geschäftspartner in Schweden hatten. Und Anger stellte auch spezielle Dokumente für Juden aus, die sich um eine schwedische Staatsbürgerschaft beworben hatten.</p>
<p>Wallenbergs erste Amtshandlung war der Entwurf sogenannter Schutzpässe. Diese besaßen zwar eigentlich international keine Gültigkeit, doch durch seine geschäftlichen Erfahrungen mit Deutschland wusste Wallenberg, dass eine aufwendige Gestaltung mit offiziellen Wappen und Stempeln den Nationalsozialisten Respekt einflößen würde. Wallenberg erreichte ein Abkommen mit den ungarischen Behörden, 4.500 solcher Pässe anfertigen lassen zu dürfen – und druckte schließlich drei Mal so viele.</p>
<p>Doch die Schutzpässe waren erst der Anfang. Wallenberg eröffnete sogenannte „Schwedische Häuser“, in denen sich Juden verstecken konnten. 15.000 Juden fanden Zuflucht in den Häusern, die lediglich durch eine schwedische Flagge geschützt waren – und durch Wallenbergs Behauptung, dass es sich bei den Häusern um schwedisches Staatsgebiet handele.</p>
<p>Die Diplomaten anderer Länder waren anfangs von Wallenbergs Bemühungen überrascht, doch bald überzeugten sie seine Erfolge bei der Rettung von Juden von der Richtigkeit seines Handelns. Gesandtschaften anderer neutraler Länder folgten seinem Beispiel, stellten Schutzpässe aus und eröffneten Schutzhäuser.</p>
<p>Obwohl das Ende des Zweiten Weltkriegs bereits abzusehen war, ging die Judenvernichtung weiter. Adolf Eichmann, verantwortlich für die „Endlösung der Judenfrage“, befahl Todesmärsche der ungarischen Juden, bei denen zehntausende hungernder Männer, Frauen und Kinder gezwungen wurden, bei eisigen Temperaturen hunderte Kilometer weit zu laufen. Unzählige starben dabei.</p>
<p>Auch angesichts dieser grausamen Verbrechen blieb Raoul Wallenberg nicht untätig. In seinem Auto folgte er den Todesmärschen und versorgte die Menschen mit Essen, Kleidung, Medizin und seinen Schutzpässen. Durch Drohungen und Bestechung konnte er diejenigen Juden freipressen, die schwedische Pässe besaßen und sie mit zurück nach Budapest nehmen.</p>
<p>Auch die Deportationen in Zügen versuchte Wallenberg aufzuhalten: Unter den Augen bewaffneter Wehrmachtssoldaten kletterte er in Zugwaggons, die nach Auschwitz fahren sollten, verteilte seine Pässe und forderte, dass die Juden mit schwedischen Schutzpässen sofort aus den Zügen aussteigen dürften.</p>
<p>Mitte Januar 1945 plante Eichmann die Ermordung aller Juden im Budapester Ghetto. Wallenberg erfuhr von dem Plan und wurde sofort aktiv. Da er selbst diesen Plan nicht aufhalten konnte, musste er sich an den Mann wenden, der dazu in der Lage war, den deutschen Wehrmachtsoffizier Generalmajor Gerhard Schmidhuber. Über einen Vermittler ließ Wallenberg dem Generalmajor einen Brief zukommen, indem er Schmidhuber drohte, ihn nach Ende des Krieges persönlich für das Massaker verantwortlich zu machen und als Kriegsverbrecher anzuklagen. Diese Drohung verfehlte ihre Wirkung nicht, und das Massaker wurde in letzter Minute verhindert.</p>
<p>Kurze Zeit später marschierte die Rote Armee in Ungarn ein. 120.000 ungarische Juden waren der „Endlösung“ entkommen. Es ist nicht genau bekannt, wie viele von ihnen durch die Hilfe von Raoul Wallenberg überleben konnten, doch wird ihm nachgesagt, mehreren zehntausend Juden das Leben gerettet zu haben.</p>
<p>Nach dem Krieg hätte Wallenberg nach Schweden zurückkehren sollen, um dort als gefeierter Held bis an sein Lebensende glücklich zu leben, geehrt von denen, die er gerettet hatte und ihren Kindern und Enkeln. Doch leider kam es anders.</p>
<p>Am 17. Januar 1945 wurde Raoul Wallenberg von sowjetischen Soldaten abgeholt und in ihr Budapester Hauptquartier gebracht. Bereits auf dem Weg dorthin sagte er zu einem Kollegen, er werde nun entweder Gast oder Gefangener der Russen sein. Seit diesem Tag ist Raoul Wallenberg verschollen, sein Schicksal ist bis heute unbekannt.</p>
<p>In den dunklen und grausamen Jahren 1944 und 1945 waren Wallenbergs Handlungen ein heller Hoffnungsschimmer für viele von der Vernichtung bedrohte Juden in Ungarn. Deshalb bewahren wir und die Generationen von Familien, die dank seiner mutigen Taten am Leben sind, die Erinnerung an sein Erbe. Der US-Kongressabgeordnete Tom Lantos, der dank Wallenberg die Schoah überlebt hat, hat bewirkt, dass Wallenberg zum Ehrenbürger der USA ernannt wurde. Wallenberg ist außerdem Ehrenbürger von Kanada und Israel.</p>
<p>Wenn wir des 100. Geburtstags von Raoul Wallenberg gedenken, erinnern wir an sein Erbe, an seinen Beitrag zu unserer Welt, in einer Zeit, in der der Antisemitismus erneut sein hässliches Haupt erhebt. Raoul Wallenberg darf niemals vergessen werden.</p>
<p><em>Der Autor ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.</em></p>
<p>(Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</p>
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		<title>Ahmadinejad: Israel eine Verschwörung des Kapitals</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 21:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
&#8212;
Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-11861 alignleft" title="ahmadienajd-qods2001" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/08/ahmadienajd-qods2001-300x221.jpg" alt="ahmadienajd-qods2001" width="300" height="221" /></p>
<p>Zum jährlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Quds-Tag" target="_blank">Qods-Tag</a> hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.irna.ir/NewsShow.aspx?NID=30536067" target="_blank">persischsprachigen Paraphrase</a> der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[<a href="#footnote-1-11850" id="footnote-link-1-11850" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Das zionistische Regime, so Ahmadinejad, ist eine Verschwörung und ein  Wegbereiter für die Herrschaft kulturloser Kapitalisten und seine Parole  ist die Parole der Herrschaft über die ganze Welt. Der beste Beweis dafür, dass Israel dem zerstörerischen Geist des  westlichen Kapitalismus den Weg in den Nahen Osten bereite, sei die  dauerhafte Rückständigkeit der Länder dieser Region – als Teil des  zionistischen Plans, die regionale Vorherrschaft zu übernehmen. Die  fortgesetzte Existenz Israels sei daher nicht nur gegen Palästina und  die Staaten der Region gerichtet, sondern gegen die menschliche Würde  (<em>karāmat-e ensānī</em>) aller Völker. In gleicher Weise seien alle  menschlichen Werte und Grundlagen, wie auch Gesetze und Beschlüsse, die auf der Welt gelten sollten, dem Zionismus zum Opfer  gefallen.</p>
<p>Alle Prämissen der israelischen Existenz seien denn auch auf Lügen  und Täuschungen aufgebaut. Überall in der Welt, selbst in Europa und  Amerika, lebten die Massen unter elendesten wirtschaftlichen Bedingungen  (<em>badtarīn šarāyeṭ-e eqteṣādī</em>), weshalb sie wegen einer antihumanen  Macht (<em>ḥākemīyat-e zedd-e ensānī</em>) den Gürtel enger schnallen müssen. Das  &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein Symbol materiellen Denkens (<em>namād-e  andīše-ye māddī</em>) und begünstige das kapitalistische Management.</p>
<p>Die Existenz des &#8220;zionistischen Regimes&#8221; in Palästina diene nicht dem  Schutz einiger verstreuter Juden oder der Ausübung der jüdischen  Religion, gleichwohl sei die palästinensische Frage keine Frage zwischen  Juden und Muslimen oder Juden und Arabern, vielmehr sei Palästina zu  einem Reservoir von Sklavenhaltern und Ausbeutern (<em>barde-dārān  ve-esteʿmā-garān</em>) gemacht worden, die ihre Tätigkeit verstetigen wollen.</p>
<p>Deren Anliegen begründe auch die Opposition gegenüber dem iranischen  Nuklearprogramm: Unter dem Vorwand der Sicherheit für das zionistische  Regime leiste die kapitalistische Welt mit allen Mitteln Widerstand  gegen Iran. Der Jerusalem-Tag (<em>rūz-e qods</em>) sei daher ein Schrei der  ganzen Menschheit nach Freiheit von Sklavenhaltern und Ausbeutern und  denjenigen, die heute den Anspruch auf Demokratie und Menschenrechte  erheben. Israel sei folglich die Achse der Internationale von Dieben und  Verbrechern.</p>
<p>Der Qods-Tag dagegen, so Ahmadinejad weiter, verteidige die Rechte  der Unterdrückten (<em>mustaẓʿafān</em>) dieser Welt (ein Kampfbegriff der  Islamischen Revolution). Der Quds-Tag sei ein Tag der &#8220;Wiederbelebung der  Menschlichkeit&#8221; (<em>eḥyā-ye ensānīyat</em>) und der &#8220;menschlichen Ehre&#8221;  (<em>šarāfat-e ensānī</em>). In den letzten 62 Jahren sei die Welt Zeuge  geworden, wie nach dem Zusammenbruch der Prämissen israelischer Existenz  das wichtigste Ziel des zionistischen Regimes in der eigenen  Anerkennung und Konsolidierung bestehe.</p>
<p style="text-align: left;">Dies wollten die Zionisten erreichen, indem sie eine Million  Palästinenser vertrieben und grossflächig mordeten (<em>koštār-e wasīʿ-e  -mardom</em>), darunter Kinder und Frauen, oder indem sie einige  Kompromissler dazu bewegten, sich zu ergeben. Doch während sie noch  jubelten und glaubten, ihre Herrschaft auf Dauer errichtet zu haben, war  plötzlich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_ibn_Hasan_al-Mahdi" target="_blank">12. Imam</a> aus der <a href="../../index.php/archives/2009/8412/el-imam-numero-ocho/" target="_blank">Tiefe</a> der Geschichte aufgebrochen, um das Banner der Freiheit, der Einheit (<em>touḥīd</em>) und der Gerechtigkeit zu hissen.</p>
<p>Eine grosse Welle habe seither den Iran, dann die Region und schliesslich die  ganze Welt erfasst, in dessen Herzen der Qods-Tag zur Achse aller  Monotheisten (<em>mowaḥḥedān</em>) und Gerechtigkeitsliebenden wurde. Die  Mächtigen seien gegen diese Welle aufgestanden und bildeten sich ein,  durch Unterdrückung, verschärfte Roheit, lügnerische Propaganda und dem  Überschütten mit westlichen Dollars dieses Regime  stabilisieren zu können. Sie glaubten, sie könnten auf palästinensischem Boden  einen solchen rassistischen zionistischen Staat (<em>doulat-e nežād-parast-e  ṣehyūnīstī</em>) stabilisieren.</p>
<p>Die Ausweitung des palästinensischen  Widerstands und die Vertiefung des Widerstandes in der Region sowie das  Hochhalten der palästinensischen Aspirationen in den Herzen und Seelen  der Jugendlichen und der Gläubigen der Region sowie der  Freiheitsliebenden der Welt haben dem zionistischen Regime zwei harte  Schläge zugefügt: Im Libanon (2006) und in Gaza (2008). Mittlerweile, so Ahmadinejad, sei auch das &#8220;zionistische Regime&#8221; zur Überzeugung gelangt, dass es sich unter den gegenwärtigen Bedingungen auf dem Boden Palästinas nicht konsolidieren könne. Mittlerweile sei gar das &#8220;Fundament der zionistischen Entität&#8221; (<em>asās-e kiyān-e ṣehyūnīstī</em>) in Gefahr geraten.</p>
<p>Ahmadinejad riet zur Vorsicht, einen unabhängigen palästinensischen Staat auf einem winzigen Stück Land von 11% der Fläche Palästinas zu errichten. Die Mächtigen seien darauf aus, einen Umsturz der Region zu untergraben, um so die &#8220;Wurzel des Verderbens&#8221; (<em>ġorṯūme-ye fasād</em>) aufrechtzuerhalten. Die Palästinenser ruft er zur Einheit auf, um gemeinsam einen &#8220;Schritt vorwärts&#8221; (<em>gām-e ǧelou</em>) zu machen. Das &#8220;heilige Ziel der Befreiung Palästinas&#8221; (<em>hadaf-e moqaddas-e azād-sāzī-ye Felasṭīn</em>) dürfe nicht einen Augenblick aus den Gedanken der Palästinenser und der Völker der Region verschwinden.</p>
<p>Die Ausrufung eines unabhängigen Staates Palästina sei nur der erste Schritt, nicht der letzte. Darauf müssten alle Anstrengungen gerichtet sein. Diejenigen, die die Wurzel aller Diktaturen, aller Verbrechen und des gesamten Unheils aller Völker seien, würden unter dem Vorwand von Demokratie und Freiheit durch die Hintertür ihre Herrschaft zu erneuern suchen. Weiter erklärt Ahmadinejad, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung nicht aus den Gewehrkugeln der NATO-Mächte und Amerikas kommen.</p>
<p>Ahmadinejad ruft zur Einheit der Völker auf und mahnt, dass ein Staat, der kein gutes Verhältnis zu seiner Bevölkerung pflege, von dieser getrennt sei. (Kommentar erübrigt sich!) Die militärische Einmischung der NATO führe nur zu Zerstörung und Verwüstung der Völker, ihrer Kulturen, Ökonomien und Würde (<em>ḥeyṯīyat</em>). (Was das mit Palästinas zu tun hat, ist nicht ganz klar: Soll das heissen, die Bekämpfung Israels mit Waffengewalt sei – in Analogie zu Afghanistan oder Irak – kontraproduktiv? Oder soll die NATO nur als Beispiel für das zerstörerische Potential des Westens vorgeführt werden, was eine &#8220;Befreiung&#8221; Palästinas – mit welchen Mitteln auch immer – umso dringlicher macht?)</p>
<p>Ohne den Feind kleinreden zu wollen, so Ahmadinejad, sehe er doch, dass dieser seinen historischen Tiefpunkt erreicht habe (was wohl Gaddafi dazu sagen mag?), aber natürlich müsse man damit rechnen, dass er erneut Kräfte sammle, um das zionistische Regime zu retten. Alle Gläubigen, Monotheisten, Gerechtigkeits- und Freiheitsliebenden müssten sich auf die &#8220;Vernichtung des zionistischen Regimes&#8221; (<em>maḥw-e režīm-e ṣehyūnīstī</em>) konzentrieren, sodass die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates nicht der Endpunkt, sondern nur der erste Schritt (<em>gām-o sekū-ye awwal</em>) sein könne. Letztlich gehe es darum, dass das ganze besetzte Palästina befreit werde.</p>
<p>Das &#8220;zionistische Regime&#8221; sei ein &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; (<em>kānūn-e mīkrōb ve-selūlhā-ye sarṭānī</em>). Überlasse man ihm auch nur einen Handbreit palästinensischen Bodens, so sammle es schnell wieder Kräfte und schädige die ganze Region. Wer von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit rede, könne nicht zugleich mit dem &#8220;zionistischen Regime&#8221; und Amerika zusammenarbeiten. Soweit Ahmadinejad.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Es wird wieder viel kreative Pseudowissenschaft nötig sein, um Äusserungen wie &#8220;Zerstörung des zionistischen Regimes&#8221;, &#8220;Herd von Mikroben und Krebszellen&#8221; und dergleichen zu entschärfen und als westliche Missverständnisse schönzureden.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-11850">Auf Ahmadinejads Webpräsenz ist der Text offenbar nicht zugänglich, wie überhaupt sämtliche Dateien aus der Trefferliste der entsprechenden <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://president.ir/fa/?search=&amp;querystring=%D8%B1%D9%88%D8%B2+%D9%82%D8%AF%D8%B3&amp;search.x=0&amp;search.y=0" target="_blank">Suchabfrage</a>.  <a href="#footnote-link-1-11850">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Antifaschistische Erinnerungskultur&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 00:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn der Stuss, mit dem die Genossen von der Bremer Linkspartei ihr neuestes Positionspapier angereichert haben, brennen könnte, liesse sich wohl das eine oder andere AKW in Deutschland einsparen. Schliesslich werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn es um das wichtigste Problem geht, mit dem sich der Stadtstaat derzeit abplagt.
Die Rede ist nicht etwa von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Stuss, mit dem die Genossen von der Bremer Linkspartei ihr neuestes <a href="http://www.dielinke-bremen.de/politik/debatte/gesellschaft_politik/menschen_und_voelkerrecht_sind_unteilbar/" target="_blank">Positionspapier</a> angereichert haben, brennen könnte, liesse sich wohl das eine oder andere AKW in Deutschland einsparen. Schliesslich werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn es um das wichtigste Problem geht, mit dem sich der Stadtstaat derzeit abplagt.</p>
<p>Die Rede ist nicht etwa von der <a href="http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article12156884/Bremen-ist-die-Hauptstadt-der-Einbrecher.html" target="_blank">Kriminalität</a> oder der <a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Wirtschaft/102987/Mehr+Arbeitslose+in+Bremen+und+Niedersachsen.html" target="_blank">Arbeitslosigkeit</a>, sondern vom Nahostkonflikt, und damit die Genossen jetzt nicht arg missverstanden werden, sei hiermit gesagt:</p>
<blockquote><p>Wir weisen entschieden die Anwürfe zurück, Kritik an   der Politik der   israelischen Regierung und an den Kriegsverbrechen der   israelischen   Armee sei eine Form des Antisemitismus.</p></blockquote>
<p>Einige Zeilen darüber war die Kritik allerdings noch eine ganz andere und nicht auf die Regierung beschränkt:</p>
<blockquote><p>Der Ende des 19. Jahrhunderts als Antwort auf rassistische   Ausgrenzung   und Verfolgung entstandene Zionismus – lange Zeit eine  vollkommen    marginale Strömung in den jüdischen Gemeinschaften Europas –  war   historisch  offensichtlich die falsche Antwort.</p></blockquote>
<p>Die Linkspartei, bis heute eine vollkommen marginale Strömung in der Schlammflut, die sich über Israel ergiesst, hat bekanntlich ein völlig unverkrampftes Verhältnis zur Geschichte. Vor allem, wenn es um Israel geht.</p>
<p>Die ganz spezielle Kritik am jüdischen Staat – der historisch aus der Zerfallsmasse des Osmanischen Reichs entstanden ist, was ihn mit so unterschiedlichen Staaten wie Albanien, Syrien, Serbien und dem Libanon verbindet, doch allemal am demokratischsten von diesen Staaten und als einziger bereit ist, von ihm kontrollierte Gebiete zur Disposition zu stellen – mündet in einen gespenstischen Forderungskatalog, neben dem sogar ein wächserner Lenin seriös und zeitgemäss wirkt:</p>
<blockquote><p>Kampf      gegen Islamophobie und neofaschistische  Tendenzen.           Förderung      antifaschistischer Erinnerungskultur.           Kampf       gegen Antisemitismus. Dazu gehört auch, mit aller  Entschiedenheit der       Gleichsetzung des Staates Israel (mitsamt  seiner  Unterdrückungspolitik) mit      „den Juden“ entgegen zu treten.</p></blockquote>
<p>Das dürfte vor allem diejenigen beruhigen, die von der Hamas in die Luft gesprengt oder mit Raketen beschossen werden: Unschön, aber das habt ihr davon, wenn ihr falsche historische Antworten gebt.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Islamophobie und Antisemitismus</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11028/islamophobie-antisemitismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 21:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die bizarre Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus scheint immer mehr Anhänger zu finden. Doch vergleichbar sind sie allenfalls äusserlich, so der Historiker Dan Diner. Strukturell sind beide sehr verschieden:
Der klassische Antisemitismus sucht den &#8220;unsichtbaren&#8221; Juden, nicht den  &#8220;sichtbaren&#8221;, nicht den Kaftan-Juden, nicht denjenigen, den man als Jude  identifiziert. (&#8230;) Der Antisemitismus hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die bizarre Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus scheint immer mehr Anhänger zu finden. Doch vergleichbar sind sie allenfalls äusserlich, so der Historiker Dan Diner. Strukturell sind <a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=469&amp;wc_id=1328" target="_blank">beide sehr verschieden</a>:</p>
<blockquote><p>Der klassische Antisemitismus sucht den &#8220;unsichtbaren&#8221; Juden, nicht den  &#8220;sichtbaren&#8221;, nicht den Kaftan-Juden, nicht denjenigen, den man als Jude  identifiziert. (&#8230;) Der Antisemitismus hat sich an Rathenau entzündet, oder an dem  französischen Offizier Dreyfus, mit dem kein Mensch irgendetwas  Jüdisches assoziierte, denn er war Franzose.</p></blockquote>
<p>Je integrierter, desto verhasster: Nicht &#8220;das Andere&#8221; ist dem Antisemitismus Gegenstand der Feindseligkeit, sondern das Unsichtbare.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Dämonisierung Israels in der Arabischen Welt</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10692/daemonisierung-israel/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10692/daemonisierung-israel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 21:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Neoirrationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Was steht einem Frieden mit der Arabischen Welt entgegen? Jedenfalls nicht die Besetzung des Westjordanlandes, vielmehr der jüdische Staat als solcher. Zumindest aus arabischer Sicht.
Das beweisen die zahllosen Buchtitel, die eine arabische Obsession für Israel und die Juden belegen. Wobei zwischen beiden ohnehin kein Unterschied gemacht wird.
Und es sind nicht nur Bücher: Landkarten zeigen ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10694" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px">umindest<img class="size-full wp-image-10694" title="alsartanalyahudi" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/11/alsartanalyahudi1.jpg" alt="alsartanalyahudi" width="190" height="243" /><p class="wp-caption-text">&quot;Der jüdische Krebs in der Geschichte&quot;</p></div>
<p>Was steht einem Frieden mit der Arabischen Welt entgegen? Jedenfalls nicht die Besetzung des Westjordanlandes, vielmehr der jüdische Staat als solcher. Zumindest aus arabischer Sicht.</p>
<p>Das beweisen die zahllosen Buchtitel, die eine arabische Obsession für Israel und die Juden belegen. Wobei zwischen beiden ohnehin kein Unterschied gemacht wird.</p>
<p>Und es sind nicht nur Bücher: Landkarten zeigen ein Palästina ohne Israel und vieles mehr. Wer&#8217;s nicht glaubt, der möge sich <a href="http://picasaweb.google.com/Fotovolidas/DemonizingIsraelInTheArabWorld#" target="_blank">dieses</a> ansehen. Alle Aufnahmen entstanden in Syrien dieses Jahres.</p>
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		<title>Wie man proisraelisch wird</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 20:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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		<description><![CDATA[M. ist das, was man wohl einen gemässigten syrischen Muslim nennen würde. Toleranz ist ihm oberstes Gebot, ein christliches Gotteshaus verdient für ihn ebensoviel Respekt wie eine Moschee und während er selbst im Ramadan fastete, bemühte er sich zu jeder Gelegenheit, dem Besucher aus Deutschland Wasser anzubieten. Noch nicht einmal in den Moscheen nahm irgendjemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M. ist das, was man wohl einen gemässigten syrischen Muslim nennen würde. Toleranz ist ihm oberstes Gebot, ein christliches Gotteshaus verdient für ihn ebensoviel Respekt wie eine Moschee und während er selbst im Ramadan fastete, bemühte er sich zu jeder Gelegenheit, dem Besucher aus Deutschland Wasser anzubieten. Noch nicht einmal in den Moscheen nahm irgendjemand Anstoss daran. Nicht ohne Stolz zeigt mir M. sein Aleppiner Heimatviertel Suryan Adime, das zur Hälfte von Christen bevölkert wird und ein gutes Beispiel dafür abgibt, wie konfliktfrei das Zusammenleben der Religionen sein kann. Auch mit Juden, von denen es noch einige in Aleppo geben soll, hat er keine Probleme. Die Anhänger von al-Qaida hält er für verkrachte Existenzen.</p>
<p>Doch wenn es um Israel geht, redet sich selbst M., der von seiner Art her ein wirklich sympathischer Bursche ist und dem ich wegen seiner Hilfsbereitschaft viel zu verdanken habe, in Rage. Wer sich jemals die Buchhandlungen in einem beliebigen arabischen Land angeschaut hat, bekommt sehr schnell einen Eindruck nicht nur vom grassierenden Antisemitismus dieser Länder, sondern auch davon, dass es eine regelrechte Obsession für Juden und Israel gibt. Ein Bildband über die Juden gibt Auskunft über die verschiedenen Nasenformen von Sepharden und Aschkenasen; ein anderer Band befasst sich mit „Juden, Judentum und Zionismus“, in einer Buchaussstellung in der Nationalbibliothek finden sich Titel über den Zusammenhang von Freimaurerei und Judentum oder über die „Länder der Achse des Terrorismus: Amerika,Grossbritannien, Israel“, und dergleichen mehr.</p>
<p>Israel, da ist M. sich sicher, werde nämlich über kurz oder lang von der Landkarte verschwinden. Er, der noch nie in Israel war, aber Gedichte über ein „Palästina vom Fluss bis zum Meer“ verfasst, erklärt mir, dass Jerusalem in seiner Geschichte schon häufig besetzt gewesen sei und dieser Zustand noch nie sehr lange angehalten habe. Die arabischen Massen, die hungern und dürsten, werden sich erheben, und den jüdischen Staat vernichten. Dann werden Wohlstand und Frieden auch in der Arabsichen Welt Einzug halten. Davon ist er fest überzeugt.</p>
<div id="attachment_10516" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-10516 " title="DarZamaria.jpg" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/09/DarZamaria.jpg-225x300.jpg" alt="DarZamaria.jpg" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Gasse in Jdayde, Aleppo</p></div>
<p>Ich frage ihn, wieso er glaube, dass das Verschwinden Israels das Dasein der Araber in Syrien oder Jordanien verbessern könne. M. weicht aus und entgegnet, dass den Arabern bitteres Unrecht geschehe und Israel daher keinen Bestand haben könne. Zudem seien die Israelis Feiglinge, nicht nur, weil sie auf Unschuldige schössen, sondern mehr noch, weil sie irdische Dinge zu sehr liebten, um im Kampf gegen die Hisbollah und die arabischen Massen bestehen zu können. Denn die Araber, so fügte er hinzu, seien bereit, für die Sache Palästinas ihr Leben zu opfern, die Israelis dagegen liebten ihr Leben zu sehr.</p>
<p>Du musst oft in Israel gewesen sein, wenn du so gut bescheid weisst, wie die Israelis denken und wie sie leben, sage ich. Natürlich ist mir klar, dass M. Als syrischer Staatsbürger Israel niemals besucht haben kann. Doch meine Ironie entgeht ihm. Dort gewesen zu sein brauche er gar nicht, versichert er mir. Was man über Israel wissen müsse, lasse sich leicht über den Sender al-Jazira erfahren. Man könne doch sehen, dass Israel immer schwächer werde und seinem Ende zugehe. Er selber werde nicht zu den Waffen greifen, aber die Geschichte sei nun einmal auf Seiten der Araber.</p>
<p>Ich frage ihn, wie das mit seiner vor Tagen geäusserten Ansicht zusammenpasse, dass Syrien diplomatische Beziehungen zum jüdischen Staaat aufnehmen solle. Doch M. findet, dass darin überhaupt kein Widerspruch liege, denn diplomatische Beziehungen zur Arabischen Welt lägen vor allem im Sinne Israels, dessen Untergang so um ein paar Jahre verzögert würde. Früher oder später jedoch werde Israel ohnehin verschwinden – diplomatische Beziehungen hin oder her. Von wievielen seiner Landsleute und überhaupt der Araber glaube er, so frage ich ihn, dass sie seine Meinung teilten. Sei versichert, entgegnet er mir, dass die Mehrheit der Menschen in Syrien und in jedem anderen arabischen Land so dächten wie er.</p>
<p>Wenn man spät abends auf den Dachterrassen rund um den Hatab-Platz im Christenviertel Jdayde sitzt und Wasserpfeife raucht, kann man die Schönheiten Aleppos bewundern, die im hauchengen Top und in Designerjeans mit Strasssteinen am Po in grösseren Gruppen das Leben bis zum frühen Morgen geniessen. Christen und Muslime sitzen hier gemeinsam an einem Tisch, es wird gelacht und gut gegessen. Aleppo mit seiner Altstadt, der erleuchteten Zitadelle und seinen schönen Frauen ist eine Augenweide und einen Besuch wert, wenn man die Schattenseiten der Gesellschaft ausblenden kann.</p>
<p><em>Abbildung (c) 2010 by Michael Kreutz</em></p>
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		<title>Vergangenheitsbewältigung</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheitsbewältigung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem fast leeren Restaurant sitzt ein älteres Ehepaar, zusammen mit einem jüngeren Mann, vielleicht der Enkel der beiden. Der ältere Mann macht (mit nicht eben gedämpfter Stimme) längere Ausführungen über das bewegte Leben einer Person, mit der er befreundet oder verwandt war, offenbar ebenfalls ein älteres Semester. Die Darstellung der Lebensgeschichte erreicht ihren Höhepunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem fast leeren Restaurant sitzt ein älteres Ehepaar, zusammen mit einem jüngeren Mann, vielleicht der Enkel der beiden. Der ältere Mann macht (mit nicht eben gedämpfter Stimme) längere Ausführungen über das bewegte Leben einer Person, mit der er befreundet oder verwandt war, offenbar ebenfalls ein älteres Semester. Die Darstellung der Lebensgeschichte erreicht ihren Höhepunkt mit der Feststellung: &#8220;Die hatte einen unglaublichen Hass auf Juden. So einen richtigen Hass auf Juden.&#8221;</p>
<p>Worauf der am Tisch sitzenden älteren Dame nichts besseres einfällt als zu sagen: &#8220;Dann muss sie wohl schlechte Erfahrungen mit denen gemacht haben.&#8221;</p>
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		<title>Holocaust als Lustgewinn</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>

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		<description><![CDATA[Was der Holocaust war, so weiss man am iranischen Khakriz-Kulturinstitut für Glaube und Denken genau bescheid. Denn aus Sicht der Iranischen Republik, die selber eine Art potemkinsches Dorf ist, das sich den Anschein einer Demokratie gibt, kann auch der Holocaust nichts anderes sein.
Jüngstes Ergebnis dieser kleinen Obsession mit Israel und den Juden ist eine neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was der Holocaust war, so weiss man am iranischen Khakriz-Kulturinstitut für Glaube und Denken genau bescheid. Denn aus Sicht der Iranischen Republik, die selber eine Art potemkinsches Dorf ist, das sich den Anschein einer Demokratie gibt, kann auch der Holocaust nichts anderes sein.</p>
<p>Jüngstes Ergebnis dieser kleinen Obsession mit Israel und den Juden ist eine neue Garnitur frisch aufgebügelter <a href="http://holocartoons.com/main/index.php" target="_blank">Holocaust-Karikaturen</a>. “Der Erwachsene kann sich darauf besinnen, mit welchem hohen Ernst er    einst seine Kinderspiele betrieb, und indem er nun seine vorgeblich    ernsten Beschäftigungen jenen Kinderspielen gleichstellt, wirft er die    allzu schwere Bedrückung durch das Leben ab und erringt den hohen    Lustgewinn des Humors”, hatte schon Sigmund Freud hellsichtig erkannt.</p>
<p>Wir wissen freilich nicht, was <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10188/verqueere-denke/" target="_blank">Judith Butler</a> davon hält. Sind diese Karikaturen wirklich antisemitisch? Oder nicht doch eher links? Schliesslich geht es um die Befreiung Palästinas von den Zionisten und ihrer schlimmsten Waffe: der Geschichte.</p>
<p>Warten wir also gespannt auf das nächste queere Statement von Frau Butler und die bestechende Analyse von Noam Chomsky, warum die Behauptung, dass das Mullahregime antisemitisch sei, ersten unbewiesen ist und zweitens nur wieder den USA nützt.</p>
<p><em>(Dank an Nasrin)</em></p>
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		<title>Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch?</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 20:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler weiss es nicht so genau. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.
Ich verstehe, dass es in Deutschland schwer ist, zwischen einer Kritik  beispielsweise der israelischen Besatzung und Antisemitismus zu  unterscheiden. Wenn Hamas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler <a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/30/41420.html" target="_blank">weiss es nicht so genau</a>. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.</p>
<blockquote><p>Ich verstehe, dass es in Deutschland schwer ist, zwischen einer Kritik  beispielsweise der israelischen Besatzung und Antisemitismus zu  unterscheiden. Wenn Hamas und Hizbollah antisemitische Positionen  vertreten, dann sind sie unbedingt abzulehnen. Doch man muss genau  analysieren, ob in der Kritik Israels Antisemitismus im Spiel ist oder  nicht. (&#8230;) Der einzige Grund, warum ich glaube, dass, deskriptiv  gesehen, diese Gruppen unter die Kategorie »links« gehören, ist, weil  sie gegen Kolonialismus und Imperialismus kämpfen.</p></blockquote>
<p>Deskriptiv gesehen handelt es sich bei diesem verschwurbelten Käse um völkisches Denken in progressiver Uniform: Die Freiheit der Völker geht über die Freiheit des Individuums. Auch fragt sich, welchen Planeten Frau Butler eigentlich ihr Zuhause nennt, wenn sie den Traum der Hamas und Hisbollah von einer Welt ohne Israel als Kritik am jüdischen Staat deutet.</p>
<p>Aber weil das natürlich wieder alles aus dem Kontext gerissen ist, legt Frau Butler nach:</p>
<blockquote><p>Ich habe mich auch gefragt, ob die Verwendung meiner gekürzten  Bemerkungen über Hamas und Hizbollah nicht selbst eine Art  antisemitischer Angriff war. Ich spüre in der Tat wieder meine  Verletzbarkeit als Jüdin in Deutschland, wenn ich auf diese Art und  Weise in den Medien diskreditiert werde. Es wäre mindestens paradox,  wenn ich als queere Jüdin mich für Hizbollah und Hamas aussprechen  würde, wie das in der Taz nahegelegt worden ist. Ihre Taktik, in der  meine Aussagen verzerrt worden sind, hat mein Jüdin-Sein negiert und  mich als eine selbsthassende Jüdin dargestellt, und in diesem Sinne  wurde mir Gewalt angetan.</p></blockquote>
<p>So findet die intellektuelle Zerrüttung ihre letzte Bestimmung in der Weinerlichkeit.</p>
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		<title>Etz Hayyim nach den Brandanschlägen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10077/etz-hayyim-3/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 09:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hellas]]></category>
		<category><![CDATA[Etz]]></category>
		<category><![CDATA[Etz Hayyim-Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Kre]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einem halben Jahr haben wir von zwei hintereinander ausgeführten Anschlagen auf die Etz Hayyim-Synagoge im kretischen Hania berichtet.
Die Etz Hayyim-Synagoge ist die älteste Synagoge in Griechenland. 1944 war sie schon einmal von den Nazis zerstört worden. Das folgende Video zeigt das Aussmass der Zerstörung durch die jüngsten Anschläge.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem halben Jahr haben wir von <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8791/kreta-synagoge-angriff/" target="_blank">zwei</a> <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8983/etz-hayyim-synagoge-2/" target="_blank">hintereinander</a> ausgeführten Anschlagen auf die Etz Hayyim-Synagoge im kretischen Hania berichtet.</p>
<p>Die Etz Hayyim-Synagoge ist die älteste Synagoge in Griechenland. 1944 war sie schon einmal von den Nazis zerstört worden. Das folgende Video <a href="http://blog.etz-hayyim-hania.org/index.php/2010/06/video-after-the-fires/" target="_blank">zeigt</a> das Aussmass der Zerstörung durch die jüngsten Anschläge.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/X5zqi5lDPNv4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="385" src="http://www.youtube.com/v/X5zqi5lDPNv4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>The mental deformations appeasement brings&#8230;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9022/mental-deformations-appeasement/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 09:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Früchte des Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; should not be underestimated. People don&#8217;t just placate their enemies, but become them by adopting their ideological mannerisms and foibles. For years, we&#8217;ve had the notion that democracies are the &#8220;root cause&#8221; of every Islamist atrocity accepted in polite society. You must now prepare yourself for the return of the Jewish conspiracy theory to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8230; should not be underestimated. People don&#8217;t just placate their enemies, but become them by adopting their ideological mannerisms and foibles. For years, we&#8217;ve had the notion that democracies are the &#8220;root cause&#8221; of every Islamist atrocity accepted in polite society. You must now prepare yourself for the return of the Jewish conspiracy theory to supposedly honourable discourse. Indeed, if you look around, you will find it is already there.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/jan/17/chilcott-inquiry-iraq-blair">Nick Cohen</a> im Guardian über die Ermittlungen gegen Blair wegen des Irakkrieges.</p>
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		<title>Kreta: Zweiter Anschlag auf Etz Hayyim-Synagoge</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8983/etz-hayyim-synagoge-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 11:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hellas]]></category>
		<category><![CDATA[Chania]]></category>
		<category><![CDATA[Etz Hayyim-Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Direktor der Etz Hayyim-Synagoge im kretischen Chania, Nikos Stavroulakis, berichtet von einem neuerlichen Brandanschlag Freitagnacht, nachdem erst vor zehn Tagen mit erheblicher krimineller Energie versucht worden war, die Synagoge in Brand zu setzen. In beiden Fällen kam es zu erheblichem Sachschaden.
Die Ereignisse sind übrigens ein weiterer Beleg dafür, dass der Antisemitismus keine Juden braucht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Direktor der Etz Hayyim-Synagoge im kretischen Chania, Nikos Stavroulakis, berichtet von einem neuerlichen Brandanschlag Freitagnacht, nachdem erst <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8791/kreta-synagoge-angriff/" target="_self">vor zehn Tagen</a> mit erheblicher krimineller Energie versucht worden war, die Synagoge in Brand zu setzen. In beiden Fällen kam es zu erheblichem Sachschaden.</p>
<p>Die Ereignisse sind übrigens ein weiterer Beleg dafür, dass der Antisemitismus keine Juden braucht: Auf ganz Kreta gibt es schätzungsweise nicht mehr als <a href="http://www.etz-hayyim-hania.org/_synag/faqs.html" target="_blank">zwölf</a> Juden, die einzige Synagoge befindet sich in Chania und verfügt über keinen Rabbiner.</p>
]]></content:encoded>
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