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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Antizionismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Die Dämonisierung Israels in der Arabischen Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 21:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Neoirrationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antizionismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Was steht einem Frieden mit der Arabischen Welt entgegen? Jedenfalls nicht die Besetzung des Westjordanlandes, vielmehr der jüdische Staat als solcher. Zumindest aus arabischer Sicht.
Das beweisen die zahllosen Buchtitel, die eine arabische Obsession für Israel und die Juden belegen. Wobei zwischen beiden ohnehin kein Unterschied gemacht wird.
Und es sind nicht nur Bücher: Landkarten zeigen ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10694" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px">umindest<img class="size-full wp-image-10694" title="alsartanalyahudi" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/11/alsartanalyahudi1.jpg" alt="alsartanalyahudi" width="190" height="243" /><p class="wp-caption-text">&quot;Der jüdische Krebs in der Geschichte&quot;</p></div>
<p>Was steht einem Frieden mit der Arabischen Welt entgegen? Jedenfalls nicht die Besetzung des Westjordanlandes, vielmehr der jüdische Staat als solcher. Zumindest aus arabischer Sicht.</p>
<p>Das beweisen die zahllosen Buchtitel, die eine arabische Obsession für Israel und die Juden belegen. Wobei zwischen beiden ohnehin kein Unterschied gemacht wird.</p>
<p>Und es sind nicht nur Bücher: Landkarten zeigen ein Palästina ohne Israel und vieles mehr. Wer&#8217;s nicht glaubt, der möge sich <a href="http://picasaweb.google.com/Fotovolidas/DemonizingIsraelInTheArabWorld#" target="_blank">dieses</a> ansehen. Alle Aufnahmen entstanden in Syrien dieses Jahres.</p>
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		<title>Wie man proisraelisch wird (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 13:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geht nicht um die Siedlungen. Es geht nicht um das Westjordanland. Es geht nicht um Jerusalem:

Gesehen und aufgenommen heute in der Altstadt von Damaskus. So etwas wird man mit einer syrischen Fahne in Israel übrigens nicht finden.
Aufnahme (c) Michael Kreutz 2010
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht nicht um die Siedlungen. Es geht nicht um das Westjordanland. Es geht nicht um Jerusalem:</p>
<p><img class="size-full wp-image-10604 aligncenter" title="Dimasq_Israel_2010" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/10/Dimasq_Israel_20101.JPG" alt="Dimasq_Israel_2010" /></p>
<p>Gesehen und aufgenommen heute in der Altstadt von Damaskus. So etwas wird man mit einer syrischen Fahne in Israel übrigens nicht finden.</p>
<p><em>Aufnahme (c) Michael Kreutz 2010</em></p>
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		<title>Wie man proisraelisch wird</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 20:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[M. ist das, was man wohl einen gemässigten syrischen Muslim nennen würde. Toleranz ist ihm oberstes Gebot, ein christliches Gotteshaus verdient für ihn ebensoviel Respekt wie eine Moschee und während er selbst im Ramadan fastete, bemühte er sich zu jeder Gelegenheit, dem Besucher aus Deutschland Wasser anzubieten. Noch nicht einmal in den Moscheen nahm irgendjemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M. ist das, was man wohl einen gemässigten syrischen Muslim nennen würde. Toleranz ist ihm oberstes Gebot, ein christliches Gotteshaus verdient für ihn ebensoviel Respekt wie eine Moschee und während er selbst im Ramadan fastete, bemühte er sich zu jeder Gelegenheit, dem Besucher aus Deutschland Wasser anzubieten. Noch nicht einmal in den Moscheen nahm irgendjemand Anstoss daran. Nicht ohne Stolz zeigt mir M. sein Aleppiner Heimatviertel Suryan Adime, das zur Hälfte von Christen bevölkert wird und ein gutes Beispiel dafür abgibt, wie konfliktfrei das Zusammenleben der Religionen sein kann. Auch mit Juden, von denen es noch einige in Aleppo geben soll, hat er keine Probleme. Die Anhänger von al-Qaida hält er für verkrachte Existenzen.</p>
<p>Doch wenn es um Israel geht, redet sich selbst M., der von seiner Art her ein wirklich sympathischer Bursche ist und dem ich wegen seiner Hilfsbereitschaft viel zu verdanken habe, in Rage. Wer sich jemals die Buchhandlungen in einem beliebigen arabischen Land angeschaut hat, bekommt sehr schnell einen Eindruck nicht nur vom grassierenden Antisemitismus dieser Länder, sondern auch davon, dass es eine regelrechte Obsession für Juden und Israel gibt. Ein Bildband über die Juden gibt Auskunft über die verschiedenen Nasenformen von Sepharden und Aschkenasen; ein anderer Band befasst sich mit „Juden, Judentum und Zionismus“, in einer Buchaussstellung in der Nationalbibliothek finden sich Titel über den Zusammenhang von Freimaurerei und Judentum oder über die „Länder der Achse des Terrorismus: Amerika,Grossbritannien, Israel“, und dergleichen mehr.</p>
<p>Israel, da ist M. sich sicher, werde nämlich über kurz oder lang von der Landkarte verschwinden. Er, der noch nie in Israel war, aber Gedichte über ein „Palästina vom Fluss bis zum Meer“ verfasst, erklärt mir, dass Jerusalem in seiner Geschichte schon häufig besetzt gewesen sei und dieser Zustand noch nie sehr lange angehalten habe. Die arabischen Massen, die hungern und dürsten, werden sich erheben, und den jüdischen Staat vernichten. Dann werden Wohlstand und Frieden auch in der Arabsichen Welt Einzug halten. Davon ist er fest überzeugt.</p>
<div id="attachment_10516" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-10516 " title="DarZamaria.jpg" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/09/DarZamaria.jpg-225x300.jpg" alt="DarZamaria.jpg" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Gasse in Jdayde, Aleppo</p></div>
<p>Ich frage ihn, wieso er glaube, dass das Verschwinden Israels das Dasein der Araber in Syrien oder Jordanien verbessern könne. M. weicht aus und entgegnet, dass den Arabern bitteres Unrecht geschehe und Israel daher keinen Bestand haben könne. Zudem seien die Israelis Feiglinge, nicht nur, weil sie auf Unschuldige schössen, sondern mehr noch, weil sie irdische Dinge zu sehr liebten, um im Kampf gegen die Hisbollah und die arabischen Massen bestehen zu können. Denn die Araber, so fügte er hinzu, seien bereit, für die Sache Palästinas ihr Leben zu opfern, die Israelis dagegen liebten ihr Leben zu sehr.</p>
<p>Du musst oft in Israel gewesen sein, wenn du so gut bescheid weisst, wie die Israelis denken und wie sie leben, sage ich. Natürlich ist mir klar, dass M. Als syrischer Staatsbürger Israel niemals besucht haben kann. Doch meine Ironie entgeht ihm. Dort gewesen zu sein brauche er gar nicht, versichert er mir. Was man über Israel wissen müsse, lasse sich leicht über den Sender al-Jazira erfahren. Man könne doch sehen, dass Israel immer schwächer werde und seinem Ende zugehe. Er selber werde nicht zu den Waffen greifen, aber die Geschichte sei nun einmal auf Seiten der Araber.</p>
<p>Ich frage ihn, wie das mit seiner vor Tagen geäusserten Ansicht zusammenpasse, dass Syrien diplomatische Beziehungen zum jüdischen Staaat aufnehmen solle. Doch M. findet, dass darin überhaupt kein Widerspruch liege, denn diplomatische Beziehungen zur Arabischen Welt lägen vor allem im Sinne Israels, dessen Untergang so um ein paar Jahre verzögert würde. Früher oder später jedoch werde Israel ohnehin verschwinden – diplomatische Beziehungen hin oder her. Von wievielen seiner Landsleute und überhaupt der Araber glaube er, so frage ich ihn, dass sie seine Meinung teilten. Sei versichert, entgegnet er mir, dass die Mehrheit der Menschen in Syrien und in jedem anderen arabischen Land so dächten wie er.</p>
<p>Wenn man spät abends auf den Dachterrassen rund um den Hatab-Platz im Christenviertel Jdayde sitzt und Wasserpfeife raucht, kann man die Schönheiten Aleppos bewundern, die im hauchengen Top und in Designerjeans mit Strasssteinen am Po in grösseren Gruppen das Leben bis zum frühen Morgen geniessen. Christen und Muslime sitzen hier gemeinsam an einem Tisch, es wird gelacht und gut gegessen. Aleppo mit seiner Altstadt, der erleuchteten Zitadelle und seinen schönen Frauen ist eine Augenweide und einen Besuch wert, wenn man die Schattenseiten der Gesellschaft ausblenden kann.</p>
<p><em>Abbildung (c) 2010 by Michael Kreutz</em></p>
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		<title>Göttliches Versprechen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9143/goettliches-versprechen/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 14:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Ahmadinejad]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahost]]></category>

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		<description><![CDATA[Ahmadinejad&#8217;s neue Tiraden gegen Israel: Alles richtig übersetzt? Ein Schlüsselsatz aus der Rede Ahmadinejads während seines Besuchs in Damaskus handelt wieder einmal von der Auslöschung Israels. Bei der Jerusalem Post liest sich das so:
He said that &#8220;if the Zionist regime wants to repeat its past mistakes, this will constitute its demise and annihilation.&#8221;
In der Formulierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ahmadinejad&#8217;s neue <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hallo3/" target="_blank">Tiraden</a> gegen Israel: Alles richtig übersetzt? Ein Schlüsselsatz aus der Rede Ahmadinejads während seines Besuchs in Damaskus handelt wieder einmal von der Auslöschung Israels. Bei der Jerusalem Post <a href="http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?ID=169632" target="_blank">liest sich</a> das so:</p>
<blockquote><p>He said that &#8220;if the Zionist regime wants to repeat its past mistakes, this will constitute its demise and annihilation.&#8221;</p></blockquote>
<p>In der Formulierung von YNET lautet der Satz <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3854755,00.html" target="_blank">ähnlich</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;If the Zionists want to repeat their mistake again, they must be uprooted from the source&#8221;</p></blockquote>
<p>Letztere ist die bessere Übersetzung, aber beide treffen den Sinn. Im Original[<a href="#footnote-1-9143" id="footnote-link-1-9143" title="See the footnote.">1</a>] lautet der inkriminierte Satz:</p>
<blockquote><p>اگر رژيم صهيونيستي اشتباهات گذشته خود را تكرار كند و دست به ماجراجويي هاي جديد بزند بايد به كلي ريشه كن شود</p>
<p>agar rejime-e sehyunisti eshtebahat-e gozashte-ye khod ra tekrar konad ve-dast be majarajuiha-ye jadid bezanad bayad be kolli rishe-kan shavad.</p></blockquote>
<p>Wörtlich: &#8220;Wenn das zionistische Regime seine vergangenen Fehler wiederholen und sich an neue Abenteuer machen sollte, dann muss es mit Stumpf und Stiel ausgerottet (<em>be kolli rishe-kan</em>) werden.&#8221;</p>
<p>Das ist eine bedingte Vernichtungsdrohung, aber immerhin. Der messianische Charakter von Ahmadinejads Weltbild zeigt sich deutlich in einer weiteren Äusserung:</p>
<blockquote><p>وعده الهي نابودي رژيم جعلي و جنايتكار صهيونيستي است و پيروزي بزرگ نزديك است</p>
<p>wa&#8217;de-ye elahi nabudi-ye rejime-e ja&#8217;li ve-jenayatkar-e sehyunisti ast ve-piruzi-ye bozorg nazdik ast.</p></blockquote>
<p>Wörtlich: &#8220;Die Vernichtung (<em>nabudi</em>) des verbrecherischen zionistischen Pseudo-Regimes ist ein göttliches Versprechen und der grosse Sieg (<em>piruzi-ye bozorg</em>) ist nah.&#8221;</p>
<p>Das persische <em>nabudi</em> kann &#8220;Nicht-Existenz&#8221; ebenso wie &#8220;Vernichtung&#8221; bedeuten. Hier ist allerdings nicht von einem nicht-existierenden Israel die Rede, sondern von einem, das vom Zustand der Existenz in den der Nicht-Existenz befördert, mit anderen Worten: vernichtet werden soll, sodass <em>nabudi</em> mit Vernichtung übersetzt werden muss.</p>
<p>Und noch eine von Ahmadinejad in Damaskus getätigte Äusserung[<a href="#footnote-2-9143" id="footnote-link-2-9143" title="See the footnote.">2</a>]:</p>
<blockquote><p>البته خاورميانه جديدي در راه است خاورميانه‌اي که در آن صهيونيست‌ها و مستکبران جايي ندارند</p>
<p>albatte khawaremiyane-ye jadidi dar rah ast, khawaremiyane-i ke dar an sehyunistha ve-mostakberan jai nadarand.</p></blockquote>
<p>Wörtlich: &#8220;Natürlich ist ein neuer Naher Osten auf dem Weg, ein Naher Osten, in dem Zionisten und Hochmütige keinen Platz haben (<em>jai nadarand</em>).&#8221;</p>
<p>Es wird einige sebsternannte Nahostxperten wieder erhebliche Mühen, Spitzfindigkeiten und jede Menge pseudophilologischer Luftnummern kosten, um diese Äusserungen wegzuanalysieren.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-9143">http://president.ir/fa/?ArtID=20464  <a href="#footnote-link-1-9143">⇧</a></li><li id="footnote-2-9143">http://president.ir/fa/?ArtID=20457  <a href="#footnote-link-2-9143">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>“Holocaust beginnt mit der Sprache”</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu der Behauptung, Ahmadinejad habe nie von der Vernichtung Israels gesprochen, wurde auf diesem Blog bereits das nötige gesagt. Charles Asher Small von der &#8220;Yale Initiative for the Study of Antisemitism&#8221; weist im Interview mit &#8220;Radio Farda&#8221; noch einmal darauf hin, dass Ahmadinejad sich in seiner Äusserung von 2005 auf Khomeini bezog, der nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu der Behauptung, Ahmadinejad habe nie von der Vernichtung Israels gesprochen, wurde auf diesem Blog bereits <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/ahmadinejad-israel/" target="_self">das nötige gesagt</a>. Charles Asher Small von der &#8220;<a href="http://www.yale.edu/yiisa/people/csmall.htm" target="_blank">Yale Initiative</a> for the Study of Antisemitism&#8221; weist im <a href="http://www.radiofarda.com/content/f3_charles_small_interview_Iran_antisemitism/1889302.html" target="_blank">Interview</a> mit &#8220;Radio Farda&#8221; noch einmal darauf hin, dass Ahmadinejad sich in seiner Äusserung von 2005 auf Khomeini bezog, der nicht nur von Israels Zerstörung geträumt, sondern auch die Juden zum Bösen schlechthin erklärt hatte.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="configFilePath=http://www.radiofarda.com/GetFlashXml.aspx?param=4246|user|video" /><param name="src" value="http://www.radiofarda.com/flash/MediaPlayer.swf?cache=" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="350" src="http://www.radiofarda.com/flash/MediaPlayer.swf?cache=" allowfullscreen="true" wmode="transparent" flashvars="configFilePath=http://www.radiofarda.com/GetFlashXml.aspx?param=4246|user|video"></embed></object></p>
<p>Auch die Behauptung verständnisvoller Iranerklärer, dass das persische Verb &#8220;mahv shodan&#8221; nur &#8220;verschwinden&#8221; bedeuten könne und nicht &#8220;vernichtet werden&#8221;, wird hier ad absurdum geführt: Das persische Transkript nämlich übersetzt die Worte Smalls, dass Ahmadinejad und Khomeini von der Vernichtung Israels gesprochen haben, mit &#8220;Esra&#8217;il bayad az naqshe-ye joghrafiya mahv shavad&#8221;[<a href="#footnote-1-8421" id="footnote-link-1-8421" title="See the footnote.">1</a>] – benutzt also selbst das inkriminierte Verb in dieser Bedeutung.</p>
<p>An dieser Stelle sei ebenfalls <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/ahmadinejad-israel/" target="_self">daran erinnert</a>, dass Ahmadinejad u.a. auch folgende Äusserung von sich gab: “Die Verwirklichung einer Welt ohne Amerika und ohne Israel ist machbar und erreichbar” (<em>tahaqqoq-e donya-ye bedun-e Amrika ve-Esrail dast-yaftani ve-shodani ast</em>), was keinen Zweifel daran lässt, dass es (zumindest damals) dem iranischen Regime nicht nur um Jerusalem oder den erhofften Zusammenbruch einer anderen Staatsordnung von innen heraus geht.</p>
<p>Dass Ahmadinejad von solchen Äusserungen mittlerweile Abstand nimmt und ältere Worte aus dem Online-Archiv von dessen Webpräsenz <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2314/az-arseye-giti/" target="_self">gelöscht wurden</a>, steht freilich auf einem anderen Blatt.</p>
<p>P.S. Wer Persisch lesen kann, sollte sich an das Transkript halten, da der Film nur einen Ausschnitt des gesamten Interviews zeigt.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-8421">Wörtlich: Israel müsse von der Karte der Geographie getilgt werden.  <a href="#footnote-link-1-8421">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Tel Aviv jetzt illegaler Outpost</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7453/toronto-declaration/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 21:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Neoirrationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Boykott]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>

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		<description><![CDATA[Von wem stammen folgende Äusserungen: &#8221;Tel Aviv is built on destroyed Palestinian villages&#8221;, zu seiner Gründung gehöre &#8220;…  the suffering of thousands of former residents and descendants of the Tel Aviv/Jaffa area who currently live in refugee camps in the Occupied Territories&#8221; … &#8220;Looking at modern, sophisticated Tel Aviv without also considering the city’s past [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7461" title="Toronto1" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/Toronto1.jpg" alt="Toronto1" width="199" height="148" />Von wem stammen folgende Äusserungen: &#8221;Tel Aviv is built on destroyed Palestinian villages&#8221;, zu seiner Gründung gehöre &#8220;…  the suffering of thousands of former residents and descendants of the Tel Aviv/Jaffa area who currently live in refugee camps in the Occupied Territories&#8221; … &#8220;Looking at modern, sophisticated Tel Aviv without also considering the city’s past and the realities of Israeli occupation of the West Bank and the Gaza strip, would be like rhapsodizing about the beauty and elegant lifestyles in white-only Cape Town or Johannesburg during apartheid without acknowledging the corresponding black townships of Khayelitsha and Soweto&#8221; ?</p>
<p>Diese Sätze sind Teil einer sogenannten &#8220;<a href="http://torontodeclaration.blogspot.com/" target="_blank">Toronto Declaration</a>&#8220;, die eine Kohorte kanadischer Filmschaffender und ihrer Anhängerschar ausbaldowert hat. Anlass ist die Entscheidung der Organisationsleitung des <a href="http://www.tiff.net/" target="_blank">Toronto International Film Festival</a>s, Tel Aviv zum Schwerpunkt ihres Programms zu machen. Zu den Unterstützern des Boykotts gehört neben einem Bündnis namens &#8220;<a href="http://www.pacbi.org/etemplate.php?id=1085" target="_blank">Palestinian Campaign for the Academic &amp; Cultural Boycott of Israel</a>&#8221; u.a. auch die einschlägig bekannte kanadische Aktivistin Naomi Klein, die in einem <a href="http://www.alternet.org/world/142341/naomi_klein_shows_you_can_boycott_israel_without_cutting_off_dialogue_over_palestine/?page=entire" target="_blank">Interview</a> das Wesen der Kampagne so erklärt:</p>
<blockquote><p>It&#8217;s modeled on the South Africa strategy that the anti-apartheid struggle used against South Africa very successfully in the 1980s. It had academic boycotts, cultural boycotts, consumer boycotts. (…)</p>
<p>I also believe this movement could be a game-changer in the United States. Let&#8217;s remember that a huge part of the success of the anti-apartheid struggle in the &#8217;80s was due to popular education.</p></blockquote>
<p>Soweit geht noch nicht einmal <a href="http://www.dersemit.de/Artikel/0909a/090903petersen_boykott.html" target="_blank">Uri Avnery</a>! Selbst wenn der Vergleich mit Südafrika und überhaupt dieses ganze verquaste Denken irgendeinen Sinn machen würde: Wie verlief eigentlich die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kanada" target="_blank">Nationswerdung Kanadas</a>? Vielleicht richtet sich der nächste Boykott zur Abwechslung einmal gegen ein Land, dessen rücksichtsloser Kolonialismus zu einer dauerhaften Marginalisierung der Inuit geführt hat. Aber darauf muss man erst einmal kommen.</p>
<p><span style="color: #888888;">Foto © Miroslaw / </span><a href="http://www.pixelio.de" target="_blank"><span style="color: #888888;">PIXELIO</span></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Patrioten, Proleten und Proselyten</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 16:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu einem zünftigen akademischen Betrieb gehören auch immer ein paar schräge Vögel, die den Haufen durch extrem drollige Ansichten aufmischen, es am Ende mitunter aber selbst sind, die Federn lassen müssen. Israel z.B. verfügt über Shlomo Sand, der es mit seiner These, dass die heutigen Juden allesamt Nachfahren von Konvertiten sind, bis in die &#8220;Monde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu einem zünftigen akademischen Betrieb gehören auch immer ein paar schräge Vögel, die den Haufen durch extrem drollige Ansichten aufmischen, es am Ende mitunter aber selbst sind, die Federn lassen müssen. Israel z.B. verfügt über Shlomo Sand, der es mit seiner These, dass die heutigen Juden allesamt Nachfahren von Konvertiten sind, bis in die &#8220;<a href="http://www.monde-diplomatique.fr/2008/08/SAND/16205" target="_blank">Monde Diplomatique</a>&#8221;[<a href="#footnote-1-5768" id="footnote-link-1-5768" title="See the footnote.">1</a>] geschafft hat. Dass ein jüdischer Staat, der nur aus Konvertiten bestünde, nicht weniger jüdisch wäre, fällt für Sand nicht ins Gewicht. Entscheidend ist die <a href="http://beer7.wordpress.com/2008/04/10/alibijuden-shlomo-sand/" target="_blank">Delegitimierung Israels</a> als jüdischer Staat, was Sand denn auch in <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://eisernekrone.blogspot.com/2008/03/die-erfindung-der-jdischen-nation-durch.html" target="_blank">eurasistischen Kreisen</a> interessant macht.</p>
<p>Anita Shapira vom <em>Chaim Weizmann Institute for the Study of Zionism and Israel</em> zeigt in einer Rezension für das <em>Journal of Israeli History</em>, dass Sands Thesen allerdings <a href="http://www.isracampus.org.il/Extra%20Files/Anita%20Shapira%20-%20Shlomo%20Sand%20book%20review.pdf" target="_blank">auf Sand gebaut sind</a>.[<a href="#footnote-2-5768" id="footnote-link-2-5768" title="See the footnote.">2</a>]</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-5768">&#8221;La victoire de la religion de Jésus, au début du IVe siècle, ne met pas fin à l’expansion du judaïsme, mais elle repousse le prosélytisme juif aux marges du monde culturel chrétien. (…) L’expansion du judaïsme, du Caucase à l’Ukraine actuelle, engendre de multiples communautés, que les invasions mongoles du XIIIe siècle refoulent en nombre vers l’est de l’Europe.&#8221; – Und wie ich jetzt erst sehe, gibt&#8217;s das auch auf <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2008/08/08/a0028.text" target="_blank">Deutsch</a>.  <a href="#footnote-link-1-5768">⇧</a></li><li id="footnote-2-5768">Wortspiel nicht beabsichtigt.  <a href="#footnote-link-2-5768">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Der Zionismus hat seine Aufgabe erfüllt&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 13:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gestehe: Vor zwanzig Jahren war ich einer der tausend Abonnenten von Melzers Zeitschrift &#8220;Semit&#8221; und alle Ausgaben habe ich bis heute sorgfältig aufbewahrt. Einige Nummern wurden damals mit mehrmonatiger Verspätung ausgeliefert, weil es wohl finanzielle oder auch organisatorische Engpässe gab. Genau an diesem Punkt setzt auch Melzers Neubegründung der Zeitschrift an (&#8221;Ich mache fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gestehe: Vor zwanzig Jahren war ich einer der tausend Abonnenten von <a href="http://www.google.de/search?q=abi+site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.achgut.com%2Fdadgdx%2Findex.php" target="_blank">Melzer</a>s Zeitschrift &#8220;Semit&#8221; und alle Ausgaben habe ich bis heute sorgfältig aufbewahrt. Einige Nummern wurden damals mit mehrmonatiger Verspätung ausgeliefert, weil es wohl finanzielle oder auch organisatorische Engpässe gab. Genau an diesem Punkt setzt auch Melzers <a href="http://www.dersemit.de/" target="_blank">Neubegründung</a> der Zeitschrift an (&#8221;Ich mache fast alles alleine und hoffe, dass sich mit der Zeit Partner finden, die mithelfen wollen&#8221;) und man darf gespannt sein, wie lange sie sich diesmal über Wasser hält. Im <a href="http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1755.html" target="_blank">Interview</a> mit der &#8220;Jüdischen Zeitung&#8221; arbeitet Melzer sich ausserdem an Henryk Broder ab, der ein &#8220;Skandal der Presse&#8221;, aber &#8220;so wichtig&#8221; auch wieder nicht sei. Schliesslich geht es um Höheres: Nämlich um die &#8220;reiche, weise und universelle jüdische Lehre.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>La cause palestinienne: des raisons pour s’en désolidariser</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 16:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass irakische Kurden und Schiiten für den Antizionismus nicht zu begeistern sind, haben WADIBlog resp. Najem Wali kürzlich berichtet. Aber auch andernorts gibt man sich distanziert. Berberische Stimmen zum Gaza-Krieg wurden bei MEMRI gesammelt.
Zum im Titel zitierten Artikel von D.Messaoudi: hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass irakische <a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=1500">Kurden</a> und <a href="http://www.welt.de/welt_print/article3162913/Wir-werden-mit-Palaestina-erpresst.html">Schiiten</a> für den Antizionismus nicht zu begeistern sind, haben WADIBlog resp. Najem Wali kürzlich berichtet. Aber auch andernorts gibt man sich distanziert. <a href="http://www.memri.org/bin/latestnews.cgi?ID=SD226209#_edn3">Berberische Stimmen</a> zum Gaza-Krieg wurden bei MEMRI gesammelt.</p>
<p>Zum im Titel zitierten Artikel von D.Messaoudi: <a href="http://www.kabyle.com/la-cause-palestinienne-des-raisons-pour-s%E2%80%99en-desolidariser-1707-100109">hier</a>.</p>
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		<title>Von Israel besessen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2373/von-israel-besessen/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 10:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, es gibt demokratische Wahlen, es gibt &#8216;Basis&#8217;-Rechte für alle. Aber der zionistische Staat Israel definiert sich als &#8216;jüdisch&#8217;, das provoziert viele Fragen, die sich die Broders nicht stellen und ihren Lesern vorenthalten wollen:
- Was ist mit den über 20% Nichtjuden?
fragt eine besorgte Raumplanerin aus Dortmund, die das Nahostproblem als Hobby für sich entdeckt hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="font-size: 100%;">Ja, es gibt demokratische Wahlen, es gibt &#8216;Basis&#8217;-Rechte für alle. Aber der zionistische Staat Israel definiert sich als &#8216;jüdisch&#8217;, das provoziert viele Fragen, die sich die Broders nicht stellen und ihren Lesern vorenthalten wollen:<br />
- Was ist mit den über 20% Nichtjuden?</span></p></blockquote>
<p>fragt eine besorgte <a href="http://zionismus-israel-raumplanung.blogspot.com/2008/09/henryk-m-broder-hofnarr-und-ttig-am.html" target="_blank">Raumplanerin aus Dortmund</a>, die das Nahostproblem als Hobby für sich entdeckt hat. Nun, was soll mit den Nichtjuden in Israel sein? Die haben in aller Regel die israelische Staatsangehörigkeit, zumindest die Araber unter ihnen.</p>
<p>Was unsere Raumplanerin aber so skandalös findet, ist die Tatsache, dass Israel sich als jüdischer Staat versteht, sind doch die Israelis eine Religionsnation. Daran ist nichts weiter bemerkenswert ausser der Tatsache, dass eine gewisse Spezies von Intellektuellen diese Eigenschaft immer nur an Israel bemängelt.</p>
<p>Denn wer sich einmal in in der Welt umschaut, wird mühelos feststellen, dass es da <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/516/yom-atz-3/" target="_blank">noch ein paar andere Religionsnationen</a> gibt: So definiert sich Griechenland als Nation über griechische Abkunft und Zugehörigkeit zur griechisch-orthodoxen Kirche gleichermassen. Man könnte fragen: Und was ist mit der muslimischen/türkischen Minderheit? Aber diese Frage stellt niemand.</p>
<p>Ebenso versteht sich die Türkei als Religionsnation: Turkophonie und sunnitischer Islam sind die Elemente, aus denen die türkische Nation geschmiedet ist. Man könnte fragen: Und was ist mit der griechischen/christlichen Minderheit, was mit den Juden und Armeniern, die in der Türkei leben? Aber diese Frage stellt niemand.</p>
<p>Auch Japan versteht sich als Religionsnation, ebenso Russland, Serbien und viele andere. Man mag darüber befinden, wie man will, kritisiert aber wird merkwürdigerweise immer nur Israel dafür. Und das, obwohl man leichter Jude und Israeli werden kann als Japaner.</p>
<p>Was nun die Vertreibungen anbetrifft – man kann es nicht oft genug wiederholen: Alle heute existierenden Staaten, die auf dem Boden des ehemaligen Osmanischen Reiches entstanden sind, haben zu Beginn ihrer Staatswerdung und zum Teil noch danach eine Politik der Homogenisierung betrieben. Entweder durch Vertreibung, oder durch staatliche Marginalisierung, Diskriminierung oder Assimilierung.</p>
<p>Im Grunde brauchen wir uns gar nicht auf Südosteuropa und den Nahen Osten zu beschränken, wir finden das Phänomen Vertreibung auch anderswo. Immerhin hat nun aber gerade Israel im Verhältnis sehr viel weniger Menschen vertrieben, <a href="http://www.logosjournal.com/morris.htm" target="_blank">als dies anderswo der Fall war</a>. Zugleich war Arabisch von Anfang an zweite Nationalsprache und alle Araber auf israelischem Staatsgebiet wurden israelische Staatsbürger. Die Situation selbst der Palästinenser in der Westbank heute dürfte besser sein als die <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2368/erinnerungen-an-jalazoon/" target="_blank">vieler Menschen in anderen Regionen des Nahen Ostens</a>. Und während Israel eine Regierung wählte, die sich einen Ausgleich mit den Palästinensern auf die Fahnen geschrieben hat, kam in Gaza die radikale Hamas an die Macht.</p>
<p>Man vergleiche dies mit der Situation der Kurden in Syrien, denen massenhaft die Staatsangehörigkeit und alle Bürgerrechte entzogen wurden, weil sie keine Araber werden wollten oder der griechischen Politik in den 50er Jahren, die mehr als 50.000 griechischen Türken ihre Staatsbürgerschaft entzog – nie waren diese Praktiken ein grosses Thema für die Linken. Immer nur Israel.</p>
<p>Was also ist diese Art von Israelkritik, wenn nicht ein Antisemitismus im neuen Gewand? Allein die Obsession, mit der diese Art von Kritik betrieben wird, spricht für sich.</p>
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		<title>Tehran Consensus</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2342/tehran-consensus/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 20:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt im Iran einen Konsens darüber, dass die Existenz Israels illegitim ist&#8221;, so der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Hasan Qashqavi. 
Dies nur noch einmal als Klarstellung einer Geschichte, die allerdings schon anderswo klargestellt worden war. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es gibt im Iran einen Konsens darüber, dass die Existenz Israels illegitim ist&#8221;, <a href="http://www2.irna.ir/en/news/view/menu-234/0808126737173002.htm" target="_blank">so der Sprecher</a> des iranischen Aussenministeriums, Hasan Qashqavi. </p>
<p>Dies nur noch einmal als Klarstellung einer Geschichte, die allerdings <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2314/az-arseye-giti/" target="_self">schon anderswo klargestellt</a> worden war. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ahmadi-Nejad und seine westlichen Exegeten</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2289/azsafheyeruzgar-ahmadinejad/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 19:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der marxistischen Zeitung &#8220;junge Welt&#8221; pflegt man weiter den Mythos, dass Ahmadi-Nejad nie von der Vernichtung Israels gesprochen habe, und drischt auf die Bundeszentrale für Politische Bildung ein:
Die Behauptung, Teheran wolle den Nahoststaat von der Landkarte tilgen, fand sich bis vor kurzem auch im einleitenden Text zu einem Antisemitismus-Dossier auf der Website der Bundeszentrale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der marxistischen Zeitung &#8220;junge Welt&#8221; pflegt man <a href="http://www.jungewelt.de/2008/06-19/059.php" target="_blank">weiter den Mythos</a>, dass Ahmadi-Nejad nie von der Vernichtung Israels gesprochen habe, und drischt auf die <a href="http://www.bpb.de/themen/GX51KQ,0,0,Antisemitismus.html" target="_blank">Bundeszentrale für Politische Bildung</a> ein:</p>
<blockquote><p>Die Behauptung, Teheran wolle den Nahoststaat von der Landkarte tilgen, fand sich bis vor kurzem auch im einleitenden Text zu einem Antisemitismus-Dossier auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das war für uns Anlaß, am 17. Januar einen offenen Brief an die Bundeszentrale zu richten und die Nennung der Originalquellen für das Landkarten-Zitat und weitere angebliche wörtliche Wiederholungen zu fordern, mit denen der iranische Präsident als Judenhasser und Holocaustleugner gebrandmarkt wird.</p>
<p>(…) Der Sprachendienst des Deutschen Bundestages legte folgende Übersetzung vor: »Unser lieber Imam [Khomeini] sagte auch: Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muß aus den Annalen der Geschichte [safha-yi rozgar] getilgt werden. In diesem Satz steckt viel Weisheit.« Damit sind von drei Fehlern, die in dem kurzen Satz steckten, zwei bereinigt. Aus ›Israel‹ ist ›das Regime, das Jerusalem besetzt hält‹ geworden und aus ›Landkarte‹ ist ›Annalen der Geschichte‹ geworden. Was geblieben ist, ist das transitive »tilgen«, das nach den Erkenntnissen von Jonathan Steele, Juan Cole und Katajun Amirpur zu »verschwinden« hätte werden müssen. Aber die Wendung »von der Landkarte tilgen«, die im englischen Sprachraum mit »wipe off the map« kursiert und im übertragenen Sinne die Bedeutung von »dem Erdboden gleichmachen« oder »ausradieren« hat, ist damit als eindeutig falsche Übersetzung entlarvt.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/ahmadi-nejad-plakat.jpg"><img class="alignright alignnone size-medium wp-image-2290" style="float: right;" title="ahmadi-nejad-plakat" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/ahmadi-nejad-plakat-163x300.jpg" alt="" width="163" height="300" /> </a>Auf diesem Blog ist eigentlich alles notwendige <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/ahmadinejad-israel/#footnote-link-2-1840" target="_blank">dazu schon gesagt worden</a>. Vielleicht könnte man hinzufügen, dass das Regime eine eigene Übersetzung ins Englische angefertigt hat, wie auf nebenstehender Aufnahme aus Teheran zu sehen ist. Bemerkenswert an der Argumentation ist aber vor allem die Tatsache, dass die Autoren von &#8220;<a href="http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html" target="_blank">Arbeiterfotografie</a>&#8221; zwar drei Kronzeugen für die angebliche Falschübersetzung der Äusserung von Ahmadi-Nejad anführen, es aber offenbar nicht der Mühe für wert befunden haben, einen Muttersprachler zu befragen, was denn der inkriminierte persische Satz genau bedeutet.</p>
<p>Natürlich hätten sie auch, anstatt offene Briefe und Petitionen zu verfassen, auch auf ganz altmodische Art ein Ding namens &#8220;Recherche&#8221; betreiben können. Dann nämlich wären sie vielleicht auf eine weitere Äusserung Ahmadi-Nejads gestossen, die da lautet “Die Verwirklichung einer Welt ohne Amerika und ohne Israel ist machbar und erreichbar” (<em>tahaqqoq-e donya-ye bedun-e Amrika ve-Esrail dast-yaftani ve-shodani ast</em>), woraus klar und deutlich hervorgeht, dass</p>
<ol>
<li>Ahmadi-Nejad nicht von einer Beendigung der Besatzung Ostjerusalems und der Westbank spricht, sondern klipp und klar von Israel, und</li>
<li>im Gegensatz zur Propaganda des Dreigestirns Steele-Cole-Amirpur Ahmadi-Nejad unmissverständlich ausdrückt, dass Israel nicht von allein verschwinden werde (ähnlich dem Zusammenbruch der Sowjetunion), sondern als Ergebnis einer Handlung (&#8221;machbar und erreichbar&#8221;) – welche auch immer das sein mag.</li>
</ol>
<p>Stattdessen macht man lieber Journalismus auf die lockere Art: viel Trara mit einem Minimum an Grips, von intellektueller Redlichkeit ganz zu schweigen. Und immer gibt es genügend Ahnungslose und Israel-Obsessive, die diesen Schmonzes nur zu gern für bare Münze nehmen.</p>
<p>Wann gibt eigentlich Steinbach seinen Senf dazu?</p>
<p>(Dank an J.M.)</p>
<p><em><span style="color: #999999;">Bildnachweis: Reuters</span></em></p>
<p>&#8212;<br />
[9. Juli 2008: Titel geändert.]</p>
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